Matt Beynon Rees Mozarts letzte Arie

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Inhaltsangabe zu „Mozarts letzte Arie“ von Matt Beynon Rees

Wien 1791. Ist Mozart, gerade mal 35 Jahre alt, wirklich an "hitzigem Frieselfieber" gestorben, wie offiziell diagnostiziert? Oder wurde er vergiftet, wie er selbst vermutet hat? Beherzt geht Mozarts Schwester Nannerl den düsteren Verstrickungen nach, die seinen Tod verschuldet haben könnten. Eine erste Spur führt zu den Freimaurern und zu Mozarts letzter Oper, der Zauberflöte . Enthält sie den Schlüssel zum Geheimnis um seinen Tod? Konfrontiert mit Komplotten österreichischer und preußischer Geheimdienste gerät Nannerl bei ihren Ermittlungen in höchste Gefahr.

Ein historischer Kriminalroman, der einem die klassische Musik definitiv näher bringt.

— Krimifee86
Krimifee86

Spannende und leichte Unterhaltung mit einer tollen Hauptprotagonistin, viel Musik und einem bittersüßen Ende.

— Annabel
Annabel

Eine schöne und interessante sowie historisch fundierte Geschichte über Ereignisse nach dem Tod eines der großartigsten Komponisten der Welt

— LadyFelidae
LadyFelidae

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  • Klassik á la Mozart

    Mozarts letzte Arie
    Krimifee86

    Krimifee86

    21. June 2016 um 14:42

    Klappentext: Wien 1791. Ist Mozart, gerade mal 35 Jahre alt, wirklich an »hitzigem Frieselfieber« gestorben, wie offiziell diagnostiziert? Oder wurde er vergiftet, wie er selbst vermutet hat? Beherzt geht Mozarts Schwester Nannerl den düsteren Verstrickungen nach, die seinen Tod verschuldet haben könnten. Eine erste Spur führt zu den Freimaurern und zu Mozarts letzter Oper, der ›Zauberflöte‹. Enthält sie den Schlüssel zum Geheimnis um seinen Tod? Konfrontiert mit Komplotten österreichischer und preußischer Geheimdienste gerät Nannerl bei ihren Ermittlungen in höchste Gefahr…Cover: Ich finde das Cover irgendwie toll und irgendwie auch nicht. Nicht, weil es so altmodisch wirkt und doch, weil genau das so super zum Buch passt. Ich weiß, dass sich das sehr widersprüchlich anhört, aber genau das empfinde ich, wenn ich das Cover anschaue. In jedem Fall ist es gut gemacht und passt total zum Roman.Schreibstil: An diesen Schreibstil muss man sich definitiv erst einmal gewöhnen! Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben und da es im 18. Jahrhundert spielt, logischerweise auch in der Sprechart des Österreichs im 18. Jahrhundert. Nicht immer einfach. Aber auch inhaltlich war es für mich nicht einfach, mit den Handlungsweisen der damaligen Zeit klar zu kommen. So konnte ich Nannerls Handlungen oftmals so gar nicht nachvollziehen – warum sie immer wieder mit den unterschiedlichen Männern mitgeht und ihnen vertraut, obwohl sie genau weiß, dass einer von ihnen der Mörder ihres Bruders sein könnte. Das war für mich einfach nicht realistisch. Ohnehin waren die meisten Personen für mich nicht allzu realistisch gestaltet, allerdings lebe ich auch nicht im 18. Jahrhundert und kann es daher vielleicht schwer nachvollziehen.Die Story: Eine eigentlich sehr interessante Geschichte, auch wenn ich es immer schwierig finde, historische Tatsachen zu verfälschen, da man als Leser dann gerne dazu neigt, tatsächliche Geschichte und Fiktion miteinander zu vermischen und nicht mehr weiß, was wahr ist.Im Großen und Ganzen geht es um den Tod Mozarts und die Frage, ob er wirklich am Fieber gestorben ist oder ob es ein Mord war. In die Geschichte hinein spielen dabei die Ermittlungen seiner Schwester Nannerl, die von einer Freimaurer-Vereinigung erfährt, in der ihr Bruder Mitglied war und von den Plänen, die er für diese hatte. Dies alles untermalt von Mozarts Musik, was mir besonders gut gefallen hat, da es mir geholfen hat, klassische Musik besser zu verstehen. Es ist beeindruckend, was man alles durch Musik lernen kann und ich muss unbedingt bei Gelegenheit mal wieder in die Oper. Fazit: Dieses in Tagebuchform geschriebene Buch ist definitiv mal etwas anderes. Es fällt mir aber schwer zu beurteilen, ob ich das positiv oder negativ sehe. Vieles hat mir richtig gut gefallen, vieles aber eben auch nicht so. Insbesondere der gestelzte Ausdruck und das Durcheinander in Nannerls Handeln ist mir negativ aufgestoßen. Toll hingegen fand ich die Interpretation der klassischen Stücke von Mozart. Das hat mir die Musik direkt nähergebracht. Ich vergebe also eine entsprechende mittlere Wertung: Drei Punkte.

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  • Spannend und schön

    Mozarts letzte Arie
    Annabel

    Annabel

    02. May 2016 um 17:41

    Mit einem atmosphärischen und zarten Schreibstil entführt Matt Beynon Rees in das Wien von 1791, wo Nannerl (Mozarts Schwester) sich in ein gefährliches Spiel der Freimaurer einmischt um herauszufinden, warum ihr Bruder wirklich gestorben ist.Nannerl, im Buch meist „Madame de Mozart“ genannt, ist eine interessante Figur. Sie ist fröhlich und sanftmütig, aber auch stark und energisch. Außerdem hat sie einige Fehler an sich, deren sie sich durchaus bewusst ist. Ihr Gedankenspiel zeigt immer wieder, dass sie mit sich nicht im Reinen ist, was sogar bis zum Ende des Buchs anhält. Das macht sie – mir zumindest – sehr sympathisch, da sie mal kein rundgelutschter, perfektionierter Charakter ist, sondern sich auch selbst manchmal im Weg steht und sehr real ist. (Ja, ich weiß, dass sie wirklich gelebt hat. Aber das hier ist immerhin ein Buch. Der Autor hatte jegliche kreative Freiheit.) Außerdem hebt sie sich als außergewöhnliche Figur für ein Buch hervor, da für sie eine Romanze noch etwas ganz Besonderes ist. Es wird kein großes Tamtam gemacht, oder sofort in die Kiste gesprungen. Die Gefühle, die sie für eine gewisse Person entwickelt kommen nur zaghaft und leicht und Nannerl kämpft lange mit sich selbst, diese für sich auch einzugestehen. (Wobei hier zu bemerken ist, dass diese Liebe nie eine tragende Rolle übernimmt.)Die Geschichte selbst ist erst ab den letzten Kapiteln anspruchsvoll. Vorher wirkt „Mozarts letzte Arie“ mehr wie leichte Lektüre, in der man für einige Stunden in eine andere Welt abtauchen kann. Als sich aber alles immer mehr verstrickt und Nannerl der Antwort immer näher kommt, tauchen auch die Elemente auf, die ich in einem Krimi erwarten würde: Mord, Angst, Angriffe. Trotzdem wird die Geschichte nie wirklich gruselig, nur spannender.Das Ende war nicht wirklich überraschend. Das Ergebnis wird immer wieder angedeutet und wenn man gut aufpasst, weiß man schon recht früh, was passieren wird.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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  • Wie eine musikalische Komposition...

    Mozarts letzte Arie
    LadyFelidae

    LadyFelidae

    09. December 2015 um 16:10

    ... die ihre Höhen wie Tiefen hat. Der Autor hat versucht, einer historischen Geschichte den Touch einer Kriminalgeschichte zu verleihen, was ihm auch ganz gut gelungen ist. Passagen historischer Hintergründe wechselten sich mit spannenden Ermittlungen von Mozarts Schwester Nannerl ab. Neben sehr emotionalen Beschreibungen der Anteilnahme und der Empfindungen beim Erklingen der Kompositionen von Mozart, wurde die Geschichte mit etwas Herzschmerz, der Beziehung der verheirateten Nannerl zum Baron von Swieten, gewürzt.  Alles in allem ein interessanter Einblick in das Leben nach Mozarts Tod, welcher so einige Fragen im Kopf des Lesers zum Nachsinnen hinterlässt.

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  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    14. August 2012 um 11:25

    Am 5. Dezember 1791 endet eine der bedeutendsten Epochen der europäischen Kulturgeschichte.* Wolfgang Amadeus Mozart*, einstiges Wunderkind und Jahrhundertalent, stirbt in Wien. “Hitziges Frieselfieber” lautet die offiziell beurkundete Todesursache. Der größte Komponist seiner Zeit wird beigesetzt, die Akte Mozart schließt sich mit einem Schlussakkord in Moll. Seine Musik lebt weiter.. Doch kann es wirklich sein, dass eine kleine Infektion für den Tod Mozarts verantwortlich war? Warum hat er seiner Frau kurz vor seinem Tod im Geheimen anvertraut, er habe den Verdacht, vergiftet worden zu sein? Hatte Mozart inmitten der kulturellen Metropole Wien Feinde? Wer profitierte von seinem frühen Tod mit nicht ganz 36 Jahren? Niemand scheint sich für die Wahrhheit zu interessieren. Einzig seine Schwester Nannerl reist aus der Provinz nach Wien, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Drei Jahre lang hatte sie keinen Kontakt zu ihrem Bruder. Erbstreitereien haben sie einander entfremdet und eine Distanz aufgebaut, die es in ihrer gemeinsamen Jugend nie gegeben hatte. Gemeinsam bereisten sie Europa, gaben begeisternde Konzerte und galten als gleichermaßen hochbegabt. Jedoch nutzte nur Wolfgang Amadeus diese Begabung, um Karriere zu machen, während seine Schwester Opfer des traditionellen Frauenbildes wurde. Sie hatte zu heiraten, Kinder zu gebähren und fortan in Vergessenheit zu leben. Mit dieser gemeinsamen Geschichte im Gepäck besucht sie Mozarts Ehefrau in Wien und bemerkt sofort, dass sie mit ihren gezielten Fragen schier in das Wespennest der europäischen Geschichte sticht. Nannerl versucht das Unmögliche: Sie will beweisen, dass ihr Bruder Opfer eines perfiden Mordplans wurde und den Täter entlarven. Dabei begibt sie sich selbst in Lebensgefahr. Einflussreiche Politiker, Freimaurer und eine Frau mit zerschnittenem Gesicht kreuzen ihren einsamen Weg. Das hohe Risiko geht sie ein, um sich auch über den Tod hinaus mit ihrem verstorbenen Bruder zu versöhnen. Geschwisterliebe vermag ein stärkeres Band zu sein, als alle Bündnisse in einer unruhigen Epoche der Geschichte. Vierzig Jahre nach diesen Geschehnissen übergibt sie ihrem Neffen ein Tagebuch… Wird Franz Xaver Wolgang Mozart aus den Zeilen seiner Tante die Wahrheit über den Tod seines Vaters erfahren? Wird dieses Tagebuch die Biografie der musikalischen Legende neu schreiben? Was geschah damals im Dezember 1791 in Wien? Matt Beynon Rees ist mit “Mozarts letzte Arie“ weit mehr gelungen als die Untertitelung auf dem Buchcover “Ein Kriminalroman” vermuten lässt. Er blättert versiert in der Biografie Mozarts, ordnet sein Lebenswerk spielerisch locker in den zeitgeschichtlichen Hintergrund ein und bewegt sich selbst bei den gewagtesten Spekulationen auf historisch dokumentiertem Parkett. Mozarts Musik an der Höfen der Mächtigen muss in jener Zeit, unmittelbar nachdem der französische Adel 1789 im Zuge der Revolution den “Kopf verloren” hatte, eine brisante Wirkung gehabt haben. Allein sein letztes großes Werk “Die Zauberflöte” ist ein komponiertes Manifest für Gleichheit und Brüderlichkeit. Dass Wolfgang Amadeus Mozart selbst seinen “Brüdern” unter den Freimaurern dabei oft einen Schritt zu weit gegangen ist, belegen die Texte seiner Arien und es ist durchaus möglich, dass er sich in seinem naiven Streben nach freier Entfaltung des menschlichen Geistes in die Nesseln der widerstreitenden Machtströme begeben hat. Wir haben viel über dieses Buch diskutiert und sind am Ende überzeugt, in einer unaufdringlichen und spannenden Art und Weise mehr über Mozart erfahren zu haben. Dies ist mehr als ein kleiner historischer Roman – es ist allerdings auch mehr als eine trockene Biografie. Fast ein kleines eigenes Genre, in dem ohne schlechtes Gewissen fundiert spekuliert werden darf. Bilder zur Rezension auf Literatwo: http://literatwo.wordpress.com/2012/07/28/mozarts-letzte-arie-mehr-als-ein-kriminalroman/

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  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    silicia

    silicia

    03. May 2012 um 14:00

    *_Zum Inhalt:_* Mozart ist tot, Frieselfieber lautet die offizielle Todesursache. Er selbst behauptete jedoch zu seinen Lebzeiten, vergiftet worden zu sein. Aufgrund dieser Behauptung macht sich seine Schwester Maria Anna, genannt “Nannerl” auf den Weiten weg von St.Gilgen bei Salzburg in die Reichshauptstadt Wien. Dort hofft sie die wahren Umstände von Wolfgangs Tod lüften zu können. Ihr wird schnell klar, dass weit mehr hinter dem Dahinscheiden des musikalischen Wunderkindes steckt, als vorerst angenommen. Er hatte nicht nur Feinde, die sich öffentlich gegen ihn stellten, sondern auch welche in den eigenen Reihen. Einige Spuren führen direkt zur Bruderschaft der Freimaurer, denen auch Mozart angehörte. _*Meine Meinung:_* Zuerst muss ich das überaus schöne und passende Cover loben. Die Frau mit dem wunderschönen Kleid, hat mich in die Stimmung des 18. Jahrhunderts versetzt. Während des Lesens hatte ich es immer vor Augen und konnte mir Nannerl vorstellen, wie sie in solch hübschen Kleidern durch die Straßen Wiens läuft. In „Mozarts letzte Arie“ dreht sich in erster Linie natürlich alles um Mozart, sein Leben, seine Werke und sein Ende, das viele Fragen aufwirft. Zwischen Nannerl und Mozart gab es aufgrund einiger Ereignisse, die im Buch näher erläutert werden, zuletzt nur eisiges Schweigen. Die letzten Jahre hatten sie keinen Kontakt mehr. Mir kam es daher so vor, als ob sie sich nur um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, nach Wien aufmacht, um die näheren Umstände seines Todes zu untersuchen. Fragwürdig ist allerdings, ob dieses Unterfangen einer Frau in dieser Zeit und von ihrem Stand wirklich möglich gewesen wäre, geschweige denn ob ihr dortiges Auftreten dem Frauenbild der damaligen Zeit entspricht. Nannerl kam mir oft sehr naiv vor. Sie vertraut sich beinahe jedem an, redet teils offen über ihre Bedenken und berichtet Personen, die sie erst seit Kurzem kennt, den Vortschritt ihrer Ermittlungen. Gerade, wenn es um Verschwörungen, Intrigen und einem möglichen Giftanschlag handelt, geht man etwas besonnener vor. Die Charaktere allgemein haben mir sehr gut gefallen und werden auch in die Geschichte fließend eingeführt. Wenn eine Person selten vorkommt, habe ich oft das Problem sie nicht sofort zuordnen zu können, das war hier nicht der Fall. Der Plot an sich ist schön ausgedacht, mit historischen Fakten belegt und auch dank des Schreistils leicht nachzuvollziehen. Mozart kennt nun wirklich jeder, doch hab ich hier zum ersten Mal von einer möglichen Verschwörung gegen ihn, was schließlich den Tod zur Folge hatte, gehört. Oft hört und liest man von Mozart als Wunderkind und seinen Werken, sieht ihn allerdings weniger als reale Person an, sondern eher als ein Komponist, der schon lange tot ist. Hier wird Mozart richtig lebendig und real, ein Mann, der beispielsweise Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen in seinem Leben treffen musste und eine Familie zu ernähren hatte. Nach diesem Buch habe ich ein komplett anderes Bild von ihm bekommen. Schwierig wird es hier allerdings, wenn man wenig bis keine Kenntnisse im musikalischen Bereich hat. Die Charaktere singen oft bestimmte Arien aus Wolfgangs Sinfonien und Opern, oder spielen/summen Musikstücke aus seinen Kompositionen. Das wird schnell langweilig, wenn man mit Begriffen oder auch seiner Musik nichts anfangen kann. Daher nur zu empfehlen, wenn man sich für klassische Musik interessiert und mit musikalsichen Grundbegriffen was anfangen kann. Im Allgemeinen hat mir das Buch relativ gut gefallen. Leider nur “relativ”, da ich mit dem Ende nichts anfangen konnte. Es kam mir etwas zu weit hergeholt vor und oft fehlte es während der Geschichte an Spannung. Im Gegensatz dazu, gefiel mir, dass hier die Geschichte einer sehr bekannten Person erzählt wird und die Umstände von Mozarts möglichen Tod nicht unrealistisch sind.

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  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    Tialda

    Tialda

    28. March 2012 um 21:11

    x Autor: Matt Beynon Rees x Titel: Mozarts letzte Arie x Originaltitel: Mozart’s Last Aria x Genre: Historischer Krimi x Erscheinungsdatum: 08. Februar 2012 x 318 Seiten x Verlag C.H.Beck x ISBN: 3406629946 x Zum Trailer (allerdings zur englischsprachigen Ausgabe) x Buch hier bestellen x Erste Sätze: Prolog. Wenn sie sang, schien es fast unvorstellbar, dass der Tod so nahe war. Ihre Zofe ließ mich zu meiner üblichen Besuchszeit am Nachmittag ein. Eine Sopranstimme von bemerkenswerter Klarheit erklang im vorderen Teil der Wohnung. “Hat sie Besuch, Franziska?”, fragte ich. Die Zofe schüttelte den Kopf. “Sie ist allein, mein Herr.” Ich durchquerte das Wohnzimmer. Sie sang Zerlinas Arie aus Don Giovanni, in der die Bäuerin der Begierde, die in ihrer Brust schlägt, so kokett Ausdruck verleiht. Beim letzten Vers dämpfte sie ihre Stimme bei der Aufforderung an den Freier des Mädchens: “Berühr mich hier.” Ein rauer Ton schlich sich ein, als sie diese Worte in einem Crescendo wiederholte. Bebend verklang der letzte Ton. Klappentext: Wien, 5. Dezember 1791: Mozart stirbt, aber ebenso wenig wie er selbst, der glaubte, vergiftet worden zu sein, will seine Schwester Maria Anna, genannt “Nannerl”, an einen natürlichen Krankheitsverlauf und Tod glauben. Sie reist nach Wien und ermittelt auf eigene Faust. Vierzig Jahre später überreicht sie auf dem Totenbett ihrem Neffen das Journal ihrer Reise, das auch die gefährliche Wahrheit enthält. Ein spannend geschriebener, historischer Krimi über Mozart und Lüge, Komplotte und Geheimdienste und das ewige Band der Geschwisterliebe. Rezension: Was mich an “Mozarts letzte Arie”, noch bevor ich den Klappentext gelesen hatte, ansprach, war das tolle Cover. Man kann sich gut vorstellen, dass es sich bei der Frau um die Protagonistin “Nannerl”, Mozarts Schwester, handelt und bekommt schon allein durch das opulente Kleid einen Eindruck von der Zeit in der die Geschichte spielt. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen und teilweise etwas poetisch. Da Musik in dem Kriminalroman um Mozarts Tod eine große Rolle spielt, stößt man immer wieder auf Fachausdrücke, die vor allem mit dem Klavierspiel in Zusammenhang stehen – wer damit nicht bewandert ist und sich trotzdem ganz auf das Buch einlassen will, sollte am besten googeln. Was mich am sprachlichen Aspekt besonders begeistern konnte, war die Art wie sich die Charaktere unterhalten. Hier ersteht das vornehme Österreich des späten 18. Jahrhunderts wieder auf und ich konnte regelrecht den sympatischen Wiener Dialekt heraushören, wenn an jeden zweiten Satz “meine liebe Dame” oder “mein Herr” gesetzt wird. In Wien spielt übrigens der Großteil der Geschichte. Mozarts Sohn, der ebenfalls Wolfgang heißt, bekommt von seiner Tante “Nannerl” an deren Sterbebett eine Art Tagebuch, das sie eine Woche lang geführt hat, nachdem sie vom Tod ihres Bruders erfuhr und daraufhin nach Wien reiste, ohne männliche Begleitung wohlgemerkt, was wohl damals in Wirklichkeit nicht so einfach funktioniert hätte. Ich fand die Geschichte für einen Krimi nicht besonders spannend, aber konnte “Mozarts letzte Arie” trotzdem nicht mehr aus der Hand legen, weil ich so hingerissen und gefesselt war. Am besten hat mir gefallen, das Musik so eine große Rolle spielt und, wie schon gesagt, die sprachliche Umsetzung – absolut hinreißend. Die Auflösung des Falles war für mich eher nebensächlich und diese ist auch bein bisschen verworren und wohl auch etwas unrealistisch. Interessant hingegen fand ich die mir bis dahin unbekannte Info, dass Mozart und diverse andere bekannte Persönlichkeiten dem Freimaurerorden angehörten, worauf sich übrigens auch die Verschwörungstheorie seines Ablebens stützt. Fazit: Ein Roman mit bezauberndem Sprachstil, der vor allem Musikliebhaber begeistern dürfte.

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  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    tedesca

    tedesca

    12. March 2012 um 15:42

    Wenn man gerne Romane liest, die auf historischen Fakten beruhen, wird man mit diesem Buch seine Freude haben. Liebevoll recherchiert wurde die Geschichte rund um den Tod von Wolfang Amadeus Mozart, der bis heute mysteriös geblieben ist. Hier findet sich eine der vielen Möglichkeiten, dieses Rätsel zu lösen, und Rees hat eine glaubhafte Version rund um politische Ränkespiele entwickelt, denen der doch immer wieder als leicht naiv beschriebene Komponist mit seinen großen Idealen letztendlich zum Opfer fiel. Wir begleiten Nannerl, Wolfgangs geliebte Schwester, auf ihrer Schnitzeljagd durch ein Wien, in dem noch Schafe über den Stephansplatz getrieben wurden und man aufpassen musste, dass man am Graben nicht von einem Heuwagen überfahren wird. Irritierend finde ich das Umschlagbild, auf dem, meiner Meinung nach, das Rathaus abgebildet ist, das es 1791 noch garnicht gab. Trotzdem hat es mich, zusätzlich zum spannenden Titel, zum Kauf dieses Buches animiert, den ich nicht bereut habe. Beim Lesen hört man immer Musik im Kopf, und bei Nannerls Besuch der "Zauberflöte" konnte ich die Arien quasi mitsingen, das hat wirklich Freude gemacht. An sich ist es ein leises Buch, eine spannende Geschichte mit liebevoll gezeichneten Personen, die durch das schöpferische Talent des Autors aus ihren Gemälden hervortreten und zu lebendigen Menschen werden. Ein schönes Leseerlebnis, an denen vor allem Freunde meiner schönen Heimatstadt ihre Freude haben werden.

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  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    Zebrafink

    Zebrafink

    11. March 2012 um 14:56

    Krimi über den Tod von Wolfgang Amadeus Mozart. Seine Schwester recherchiert und kommt den Machenschaften der Freimaurer und Spione auf die Spur. Nett geschrieben aber nicht sehr spannend.

  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    03. March 2012 um 16:55

    Mozart ist tot. Ermordet. Vergiftet. Er selbst hatte das im Gespür und auch seine Schwester Nannerl glaubt nicht an einen natürlichen Tod. Sie reist nach Wien und stellt selbst Nachforschungen an. Alles, was sie dabei entdeckt, notiert sie in einem kleinen Notizbuch, das sie vierzig Jahre später, auf dem Sterbebett liegend, ihrem Neffen überreicht. Die Wahrheit über Mozarts Tod liegt irgendwo in der „Zauberflöte“. Die Behauptung, dass Mozart vergiftet wurde, ist nicht neu, wobei immer wieder andere Personen als Schuldige genannt werden – der berühmteste „Verdächtige“ ist immer noch Antonio Salieri, Mozarts größter Konkurrent. Doch Matt Beynon Rees hat jemand anders im Verdacht – ich werde hier natürlich nicht verraten, wen. Es ist kein Unbekannter und ich musste ehrlich gesagt aufstöhnen und denken „Nicht schon wieder!“. Hinzu kommt, dass der Roman für mich nur an der Oberfläche kratzt. Nannerl begibt sich zwar auf Mördersuche, doch die angekündigte Verschwörung, die Geheimbotschaft in der „Zauberflöte“, die wird für mich nicht ersichtlich. Auch die Figuren sind mir insgesamt zu flach, einzig Mozarts Schwester Nannerl tritt hervor und ihr nehme ich es auch ab, dass sie ihren Bruder so sehr liebt, dass sie ihr trautes Heim verlässt und ins ferne Wien fährt. Gleichzeitig finde ich die reine Geschwisterliebe als Antrieb zur Mördersuche ein wenig dürftig. Mozarts letzte Arie ist ein historischer Roman, als Krimi kann ich ihn jedoch nicht bezeichnen, dazu fehlt es an Spannung und Tiefe. Es ist vielmehr eine Art der Erklärung zu Mozarts Tod, mehr aber nicht. Trotz all dieser Mängel hat mich der Roman ganz gut unterhalten. Mehr leider nicht. Es fehlt an allen Ecken und Enden, und für mich wäre er doppelt so lang wesentlich interessanter gewesen – die Ansätze sind vorhanden!

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  • Rezension zu "Mozarts letzte Arie" von Matt Beynon Rees

    Mozarts letzte Arie
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    15. February 2012 um 13:54

    Ein musikalischer Kriminalroman „Die Kompositionen ihres Bruders waren auf eine Art und Weise unwiderstehlich, wie es meinen Argumenten im kaiserlichen Rat niemals möglich gewesen wäre“. In solcher Art äußert sich Baron von Swietzen dem „Nannerl“ gegenüber. Wolfgang Amadeus Mozart ist tot. Wochen zuvor sprach er davon, vergiftet worden zu sein und seine Schwester Nannerl macht sich auf nach Wien. Sie, die seit Jahren mit Wolfgang kaum mehr Kontakt pflegte, ihm sein väterliches Erbe aus Eifersucht mit vorenthielt, ist innerlich kaum in der Lage, das Geschehen zu fassen. In Wien gerät Nannerl schon nach kurzer Zeit in den Sog der Ereignisse um ihren Bruder herum. Ein Sog, der mit Freimaurern, Geheimlogen, Illuminaten, der großen Politik der damaligen Zeit und der Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderungen zu tun hat. Und ein Sog, der sie selbst im Innersten auch persönlich nicht unberührt lassen wird, angesichts eines attraktiven Barons und auf dem Hintergrund der eigenen, drögen Ehe. Bis auch sie, wie ihr Bruder zuvor, zum Ende des Romans hin schmerzhaft feststellen muss, dass die Wege der Politik keine Wege sind, denen man sich mit naivem Denken nähern darf. Auf der Basis historisch gesicherter, dann aber frei interpretierter, Tatsachen entfaltet Matt Beynon Rees einen durchaus spannenden, vor allem aber gesellschaftlich und musikalisch intensiven Blick in die Zeit der gerade stattfindenden französischen Revolution und der sich weltweit ändernden gesellschaftlichen Verhältnisse Ende des 18. Jahrhunderts. Ereignisse, die Mozart selbst intensiv verfolgte und in der ihm eigenen, überschwänglichen, mitreißenden und dennoch „verborgenen“ Art musikalisch als (geheime) Botschaft vermittelte. Die mit ihm Mittelpunkt der Ereignisse stehende „Zauberflöte“ wird so in der Interpretation im Buch viel, viel mehr als „nur“ geniale Musik. In gleicher Weise wie auf den stimmigen sozialen Hintergrund und die intensive Auseinandersetzung mit der Musik Mozarts achtet Rees ebenso auf die sorgfältige Gestaltung seiner Figuren, in denen jederzeit Überraschungen zu Tage treten können und dadurch sehr differenziert ihre miteinander verschlungenen Wege im Buch gehen. „Die Wahrheit. Die Wahrheit. Wäre sie auch Verbrechen“. Dieser Vers aus der Zauberflöte steht dabei wie ein inneres Thema im Roman. Nannerl auf der Suche nach der Wahrheit und den Wahrheiten, hinter denen auch an ganz überraschenden Orten Verbrechen lauern kann. Es wird eine Weile dauern, bis Nannerl hier die Spreu vom Weizen trennen kann, aber erst fast ganz zuletzt wird ihr in Gänze klar sein, wer Freund und wer Feind ist und was die Hintergründe all des Geschehens um Mozarts Tod waren. „Wolfgang schenkte uns diese dissonanten Momente (in seiner Musik), als würde man uns aus dem sicheren, warmen Bett herausziehen“. Wie Mozart es mit seiner Musik unnachahmlich verstand, versteht es auch Rees durchaus packend (auf natürlich nicht ganz so genialer Ebene), seine Leser mit in Mozarts Welt, in seine Musik und in die Ideen und Ereignisse seiner Zeit zu ziehen. Und in die fast mythisch verbundene Welt der Geschwister Mozart. Ein intensives, atmosphärisch gelungenes, emotional dichtes und anregendes Leseerlebnis.

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