Matt Burgess Die Prinzen von Queens

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Inhaltsangabe zu „Die Prinzen von Queens“ von Matt Burgess

Eine große Willkommensparty mit Hundekampf soll die Wogen zwischen Alfredo und seinem Bruder José glätten. Denn der kommt aus dem Knast und hat allen Grund, sauer auf Alfredo zu sein. Nur hat Alfredo leider noch keinen Hund und außerdem einen russischen Mobster im Nacken, der auf Rache sinnt. Alfredo Batista hat ein kleines Problem. Na ja, eigentlich einen Haufen großer Probleme. Denn sein Bruder José wird aus dem Gefängnis entlassen. Ein Grund zur Freude, meint man, aber das täuscht. Denn da war dieser Überfall, den Alfredo und José gemeinsam durchziehen wollten. Nur daß Alfredo plötzlich hyperventilierte und im letzten Moment ausstieg – kurz bevor sein Bruder festgenommen wurde. Statt jetzt also mit José im Knast zu sitzen, läuft Alfredo frei herum, und jeder denkt, er hätte seinen eigenen Bruder ans Messer geliefert. Da hilft es auch wenig, daß Josés Ex Alfredos Kind unterm Herzen trägt. Und deswegen ist es keine gute Nachricht, daß José nach Hause kommt …

Authentische und schnoddrige Geschichte über einen Haufen Kleinkrimineller

— rallus
rallus

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  • Kleinkriminellentanz in Queens

    Die Prinzen von Queens
    rallus

    rallus

    Alfredos Leben ist überschaubar. Aus Queens ist er noch nie herausgekommen aber erlebt hat er mit seinen neunzehn Jahren schon genug. Als Kreinkrimineller macht er sich im Viertel einen Namen und vertickt Drogen, hat Freunde die ihm Ärger vom Hals schaffen, aber in jüngster Zeit hat er ein Problem. Sein Bruder kommt aus dem Knast. Nicht nur, dass er bei dem Coup gekniffen hat, bei dem sein Bruder gefasst wurde, auch dessen Freundin hat er geschwängert. Okay, seine Ex-Freundin. Aber nach über zwei Jahren Knast weiß man nicht wie Tariq reagieren wird. Um seinen Bruder zu besänftigen möchte er zu dessen Ehren einen Hundekampf ausrichten, etwas was Queens so noch nicht gesehen hat. Fehlen nur noch die Hunde... Der Plot ist schon irrwitzig, das Buch und der Stil von Burgess ist es auch. Schnoddrig aber authentisch (was wohl auch daran liegt dass Matt Burgess in Queens aufgewachsen ist), schildert er die üblichen Tage eines Kleinkriminellen der versucht irgendwie ehrlich zu werden "Das ist dein Drogendealer? Die kleine Käsefresse da auf der anderen Straßenseite? Mit den Händen in den verwichsten Taschen?“ Curtis zieht einen Gelben hoch und spuckt ihn auf den Gehweg, ganz knapp vor Alfredos Timberlandstiefel.“ Dabei springt Alfredo von einer Katastrophe in die andere. Das Leben muss man irgendwie bewältigen: "...aber was sagte Lopez seinen Töchtern immer, wenn sie sich übers Zähneputzen oder ihre Mathehausaufgaben beschwerten? Hey so ist das Leben. Eine Aneinanderreihung von Mist, den man erledigen muss, selbst dann, ganz besonders dann, wenn man es eigentlich nicht will." Burgess hat einen ganz besonderen Stil, einen Tanz in den man erst hineinfinden muss um das Buch zu mögen. Aber wenn man es mag dann so richtig. Trotz der manchmal doch wirren Geschichte ein Kleinod auf dem Krabbeltisch (wo ich es gefunden habe)  

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  • Rezension zu "Die Prinzen von Queens" von Matt Burgess

    Die Prinzen von Queens
    lokoschade

    lokoschade

    25. February 2012 um 10:37

    Das Buch hat ein viel schöneres Cover als hier abgebildet! Originalcover bei amazon! "Irgendwo auf der Welt steht eine Fabrik, denkt Tariq, wo Türen für nur den einen Zweck hergestellt werden: sie ihm vor der Nase zuzuschlagen." In Queens, New York, sieht Alfredo Batista, 19 Jahre alt, mit sehr ambivalenten Gefühlen dem kommenden Wochenende entgegen. Sein Bruder Jose, bei einem gemeinsamen Überfall verhaftet, wird nach zweijähriger Haftstrafe entlassen. Das wäre ein Grund zur Freude, hätte Alfredo in der Zwischenzeit nicht etwas mit Isabel, Joses Freundin, angefangen und sie auch noch geschwängert. Das zumindest könnte für Jose kein Grund zur Freude sein. Und so beschließt er, um die Wogen ein klein wenig zu glätten, seinem Bruder einen außergewöhnlichen Empfang zu bereiten. Er wird einen Hundekampf organisieren und den werden sie vollgestopft mit Drogen im Keller eines Freundes genießen. Das ist der Plan. Die Drogen sind schnell besorgt. Durch einen Tipp nehmen sie sich (Alfredo und drei befreundete Kleinkriminelle) einen Schüler an der Highschool vor, nicht ahnend dass dies der Bruder eines russischen Gangsters ist, der allerdings in einer anderen Liga spielt als sie selbst. Dumm dass sie dem Jungen nicht nur die Drogen weggenommen haben, sondern ihn auch noch krankenhausreif geschlagen haben. Ein größeres Problem ist der Hund. Jose jun., während seiner Haftstrafe und "spirituellem Erwachen" nun Tariq nimmt die Sache selbst in die Hand und klaut den Hund aus einem Vorgarten....und so hat er, mit einer Liste deren Bewährungsauflagen 13 Punkte umfasst, am Tag seiner Entlassung schon mindestens gegen drei Punkte verstoßen... "Als sie über die Zukunft sprachen, stellten sie fest, dass sie beide bereit waren für ein Erdbeben, dafür, dass das Leben ihnen etwas Neues brachte, eine dramatische Umwälzung, wobei beide noch nicht erkannten, dass genau das hier das Neue, die dramatische Umwälzung war." Matt Burgess erzählt in einem authentischen Tonfall die Geschichte von den New Yorkern Alfredo und Jose jun. (Tariq) und deren Familie und sozialem Umfeld, Puerto Ricaner in der zweiten und dritten Generation. Offenkundig brutal, aber auch eine unterschwellig explosive Spannung umgibt das Personal dieses Romans und man fragt sich die ganze Zeit wann sich diese entladen wird. Der Autor 1983 geboren und in Jackson Heights, Queens, aufgewachsen hat mich begeistert, seine bildhafte Sprache konnte das Kopfkino nicht mehr aufhalten. Endlich mal ein Buch für junge Männer, die sonst vielleicht nicht so viel und gerne lesen...mit dem coolsten Titelbild überhaupt!

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