Die Radleys

von Matt Haig 
3,5 Sterne bei255 Bewertungen
Die Radleys
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Positiv (127):

Ein Vampirroman - aber völlig anders als üblich, nämlich als Familiendrama verpackt. Warum nicht? Matt Haig zumindest ist es gut gelungen!

Kritisch (29):
Sockenfluses avatar

Hatte mir mehr versprochen und war letzten Endes enttäuscht von der Story und gleichzeitig froh endlich die letzte Seite erreicht zu haben.

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Inhaltsangabe zu "Die Radleys"

Gestatten: die Radleys. Eine ganz
normale Familie …

Bishopthorpe, ein kleines Städtchen im Herzen Englands: Hier leben die Radleys. Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen mit Leib und Seele Hausfrau und engagiertes Lesezirkel-Mitglied. Ihre Kinder Rowan und Clara besuchen das örtliche College.

Eine Bilderbuchfamilie, geachtet bei Nachbarn und Freunden. Doch warum muss Rowan selbst im Winter Sonnenschutzfaktor 60 auflegen? Warum ist Clara Veganerin und hat dennoch nicht das Gefühl, sich gesund zu ernähren? Warum schmilzt der treue Ehemann Peter beim Anblick fremder weiblicher Nacken dahin? Warum verstummen alle Vögel, sobald ein Radley vor die Tür tritt?

Und warum ist plötzlich alles voller Blut?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499255274
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:429 Seiten
Verlag:Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.08.2010 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    vormis avatar
    vormivor 5 Monaten
    Die Radleys

    Lernen Sie die Radleys kennen, eine total verbissene Familie
    Auf den ersten Blick wirken sie wie eine ganz normale Familie: Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen kümmert sich um die beiden pubertierenden Kinder Clara und Rowan. Doch warum erstickt Peter fast am thailändischen Salat, warum nimmt jedes Tier vor Clara Reißaus und warum kann Rowan nachts nicht schlafen und hat trotz Lichtschutzfaktor 60 Probleme mit der Haut?
    Das Geheimnis der Radleys ist so unfassbar wie offensichtlich: Sie sind abstinente Vampire!
    Vor diesem Augenblick hat sich Helen Radley ein Leben lang gefürchtet: Sie und ihr Mann müssen ihren Kindern endlich sagen, was mit ihnen los ist, nachdem ihre Tochter Clara in Notwehr kräftig zugebissen hat – jetzt gibt es eine Leiche und ein dickes Problem. Ihr Mann Peter ruft gegen ihren Willen seinen Bruder, den charismatischen und ganz und gar nicht abstinenten Will zur Hilfe. Während die Kinder noch zu verstehen versuchen, was diese Enthüllung für ihr weiteres Leben bedeutet, sich Helen um Schadensbegrenzung bemüht und Peter darüber nachdenkt, ob nicht doch ein gelegentlicher Tropfen Blut dem Wohlbefinden förderlich ist, bricht Will in die ländliche Idylle ein und stiftet zusätzlichen Unfrieden. Zwar kann er zunächst die Polizei von der Unschuld Claras überzeugen, doch dann erwachen neue Lüste, die die ganze Familie an den Rand der Katastrophe bringen … 
    Matt Haig hat ein Kunststück vollbracht: Er hat einen intelligenten, witzigen und spannenden Vampirroman geschrieben, der selbst diejenigen, die nicht zu den Fans dieses Genres zählen, von der ersten Seite an in den Bann zieht und durch die Kapitel jagen lässt wie weiland Christopher Lee als Graf Dracula auf einem Pferd durch Transsilvanien.

    Inhaltsangabe auf amazon

    Mich hat damals hier schon das ungewöhnliche Cover angesprochen.
    Bei der Lektüre des Klappentextes habe ich dann festgestellt, dass auch das Buch ungewöhnlich zu werden versprach.
    Leider konnte es meine Erwartungen dann nicht so ganz erfüllen.
    Ja, es ist interessant. Ungewöhnlich ist es auch. Aber das gewisse Etwas hat ihm gefehlt.... Deshalb "nur" 4 Sterne...

    Kommentare: 1
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    LillySjs avatar
    LillySjvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr amüsant. Nichts ist, wie es scheint, mal auf ganz andere Art.
    Gute Unterhaltung

    Inhalt:
    Die Radley scheinen auf den ersten Blick ganz normal.  Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen kümmert sich um die beiden pubertierenden Kinder Clara und Rowan und geht regelmäßig in den Literaturkreis.  Es gibt ein paar Merkwürdigkeiten, wie das Rowan auch mit Lichtschutzfaktor 60 einen Ausschlag bekommt oder das alle Tiere vor Clara davon laufen. Nur Peter und Helen wissen, woran es liegt. - Sie sind abstinente Vampire.
    Als Clara in eine Situation kommt, in der ihre Urinstinkte anspringen, gerät das mühsam aufgebaute Konstrukt einer normalen Familie mehr und mehr aus den Fugen.  Peter bittet seinen Bruder Will, einen praktizierenden Vampir, um Hilfe.  Helen will auf keinen Fall das Will kommt und sie hat Gründe, von denen Peter nichts weiß. Doch Will ist schon unterwegs.
    Meine Meinung:
    Der Anfang zog sich etwas dahin, doch nach Claras Katastrophe und auch mit Will, gewann die Geschichte an Fahrt. 
    Es ist einmal eine ganz andere Idee einer Vampirgeschichte.  Eine Stelle ist etwas brutal, was ich jetzt nicht weiter schlimm fand. 
    Helen fand ich stellenweiße ein bisschen anstrengend, mit ihrer krampfhaften Haltung, nur nicht aufzufallen. Will war da das genaue Gegenteil. Er steht auf einer Liste von Vampiren, die die Polizei nicht anfassen darf, behauptet er selbstsicher und ist sich nicht bewusst, dass die Vampirgemeinschaft ziemlich sauer auf ihn ist, da er sich an keine Regeln hält.
    Dabei ist es sehr schön zu sehen, wie Clara und Rowan aufblühen, nun, wo sie wissen, dass sie Vampire sind und ihr Onkel sie mit Vampirblut versorgt. 
    Das Thema "Nichts ist, wie es scheint" mal auf eine ganz andere Art.  Das Buch hat mich jedenfalls gut unterhalten.
    3,5 Sterne

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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 3 Jahren
    Beide Augen zugedrückt: 2,5 Sterne

    Die Radleys sind eigentlich eine ganz normale Familie, wie gesagt, eigentlich. Bis Tochter Clara eines Tages einen Klassenkameraden anfällt und nun alle vor dem Aufdecken des großen Geheimnisses bangen müssen.
    Denn die Radleys sind abstinent lebende Vampire.

    Als ich mir den Klappentext durchlas, habe ich eine Vampirgeschichte voller schwarzem Humor erwartet, doch stattdessen hat die Geschichte auf mich eher traurig gewirkt.
    Ich hatte Mitleid mit den Vampiren und mich gleichzeitig gefragt, warum sie so ein Leben auf sich nehmen, wo es doch ganz offensichtlich viel einfachere Methoden gibt, ohne zu töten an Blut zu gelangen.

    Die Handlung zog sich zu sehr. Es geht nur darum, dass sie Peters Bruder Will in die Stadt rufen, damit er sie aus dem Schlamassel befreit und wie die beiden Kinder mit der Enthüllung des Geheimnisses klarkommen, da sie davon bisher auch noch nichts wussten.
    Die Charaktere blieben jedoch sehr farblos und es fehlte an Tiefe. Mit keinem von ihnen konnte ich mich wirklich identifizieren.
    Das ganze wirkte eher wie ein konstruierter Vampirroman, bei dem Matt Haig seine eigene Note eingebracht hat, indem er eine neue Art von Vampiren erschaffen wollte. Diese haben mir jedoch nicht gefallen.

    Es kommt so gut wie alles drin vor, was die Geschichte irgendwie ins Rollen bringen könnte: Teenieprobleme, Mord, Eheprobleme, Fremdgehen, Cops die nicht an Vampire glauben, sie aber trotzdem jagen und und und.
    Trotzdem bleibt es unspannend und sehr vorhersehbar.
    Des weiteren bleiben mir einfach auch zu viele Fragen offen, z.B. wie Peter die Sache mit Helen nie aufgefallen ist?!?

    Ich fand es an keiner Stelle spannend, ich hätte es genauso gut mittendrin einfach weglegen können, habe jedoch gehofft, dass es zum Ende hin vielleicht etwas interessanter wird. Wurde es auch, doch leider zu spät.
    Auch wenn ich noch 2,5 Sterne gegeben habe, kann ich die Geschichte der Radleys nicht weiterempfehlen, da es nicht gut durchdacht ist. Haig versucht auf der Erfolgsschiene der Vampirgeschichten mitzulaufen, stolpert jedoch bei dem Versuch, seinen eigenen Stil passend unterzubringen.

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    raphael-edwards avatar
    raphael-edwardvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die etwas andere Vampirfamilie, einfach zum tot lachen.
    Eine wirklich liebenswerte Familie

    Die Radleys sind eine etwas andere Vampirfamilie, sie sind abstinent. Sie leben nicht in Särgen sondern in einer Siedlung zwischen ganz normalen Menschen, sie wirken zwar etwas absonderlich aber selbst als Vater Peter der als Arzt arbeitet, beim thailändischen Salat mit einer Spur Knoblauch, beim gemeinsamen Essen mit den Nachbarn fast erstickt, ahnt niemand etwas. Sogar die Kinder sind ahnungslos, denn ihre Eltern haben es ihnen nie erzählt. Tochter Clara ist es mittlerweile gewohnt, dass jedes Tier von ihr Reißaus nimmt und das obwohl sie sich vorgenommen hat Vegan zu leben und ihr Bruder findet es zwar lästig das er Nachts nicht schlafen kann und trotz Lichtschutzfaktor 60 Hautprobleme hat, aber was soll man machen?

    Alles ändert sich erst als Tochter Clara bei einer Party von einen Mitschüler fast vergewaltigt wird. Sie beißt ihn in Notwehr und zu ihrer eigenen Überraschung kann sie nicht widerstehen und fällt über ihn her und er wird bis zum letzten Tropfen ausgesaugt. Völlig geschockt informiert sie ihre Eltern, die gerade versuchen ein völlig normales Abendessen mit ihren Nachbarn abzuhalten (nein, die Nachbarn sind nicht als Imbiss geplant) und die daraufhin nach Jahren des Fernhaltens, den bösen Onkel kontaktieren (böse im Sinne, dass er zu seinem Blutdurst steht, also ist böse ja wohl eher Ansichtssache), der daraufhin das ganze Familienleben durcheinander bringt.

     

    Cover:

    Das Cover ist schlicht, aber zutreffend.

     

    Meine Meinung:

    Ich habe das Buch zufällig auf reBuy entdeckt und konnte bei der Erwähnung von abstinenten Vampiren einfach nicht widerstehen, ich wurde nicht enttäuscht, denn "Die Radleys" gehören nun zu meinen Lieblings Vampirfamilien.

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    MissRose1989s avatar
    MissRose1989vor 4 Jahren
    Das ist eher ein Familien-als ein Vampirroman...

    Auf den ersten Blick sind die Radleys eine ganz normale Familie in einer englischen Kleinstadt, aber das sind sie leider nur auf den ersten Blick, den Vater Peter (der als Arzt arbeitet), Mutter Helen (eigentlich arbeitslos, aber begeisterte Leserin und in der Gemeinde beliebt) zusammen mit Tochter Clara und Sohn Rowan (beide Teenager mit den typischen Probleme) sind Vampire, aber da eben auch keine gewöhnlichen Vampire, sondern sie leben abstinent, trinken also kein Blut. 
    Während die Kinder zu Beginn der Geschichte keine Ahnung von ihrer Herkunft haben, versuchen die Eltern alles, damit die Kinder so normal wie möglich aufwachsen, auch wenn sie immer wieder darauf achten müssen, damit den Kindern nichts passiert. Dann passiert das, was nicht passieren soll: Clara wird nach einer Party von einem Jungen aus ihrer Schule belästigt und wehrt sich so, dass sie ihn tötet und sein Blut kostet.  Damit beginnt die Sachen ihre Lauf zu nehmen und als dann auch noch Will, der Bruder von Peter und der Onkel der beiden Kinder, auftacht, der auch praktizierender Vampir ist, wird die Sache noch komplizierter als sie zu diesem Zeitpunkt schon war....   Das Cover des Buches ist in meinen Augen ganz passend, weil die Radleys schon auf ihrem Umgebung fallen und eben eher die Nachtmenschen bzw. Nachtvampire sind und dazu auch der Vollmond und die Fledermäuse passen auch super zu der Idee der Handlung.
    Die Handlung des Buches hebt sich zwar von anderen Vampirgeschichten ab, weil sie eben nicht nur um eine Liebesgeschichte ist, sondern eine Familiengeschichte. die aber auch ziemlich schräg ist. Leider trifft der britische Humor nicht wirklich meinen Humor und ich war mit dem Buch nicht ganz so zufrieden.  Denn neben des etwas schrägen Humor, ist auch die Geschichte sehr vorhersehbar, was schade ist.  Dem eigentlichen Vampirmythos wird auch nichts neues hinzugefügt.
    Matt Haig hat in meinem Empfinden auch einen etwas komische Einteilung der Kapitel, die Geschichte ist eben nicht zentriert auf eine Personen, sondern spielt sich in verschiedenen Kostellationen ab und wird so in kleinen Scheibchen serviert. Das empfand ich für den Lesefluss ziemlich störend, weil dadurch sich der rote Faden der Geschichte leider in meinen Augen verlor.   Zudem finde ich die Kategorie Vampirroman als etwas unpassend, weil ich das eher als Familengeschichte mit dem Zusatz des Vampirs empfunden habe. Das Buch ist auch nicht besonders mit grossen Blutarien geschmückt (es kommt zwar auch nicht komplett ohne aus), aber das passt auch in der Konzept des Buches, wenn man es richtig überlegt. 
    Fazit:  Wer einen normalen Vampirroman erwartet, der ist bei dem Buch "Die Radleys" wirklich falsch, weil es ist eben keine typische Vampirgeschichte, aber man muss eben auch sehen, dass man mit dem britischen Humor zurecht kommen muss und man sollte das Buch eher in die Sparte Familiengeschichte mit kleineren und größeren Probleme mit Vampirgarnierung einordnen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Radleys

    Meinung: Matt Haig war für mich nach Ich und die Menschen ein sehr interessanter Autor und so stoß ich nach ein bischen Recherche auf dieses Buch.

    Die Radleys sind nach außen hin eine normale Familie. Aber die Eltern teilen ein Geheimnis und nachdem Clara einen Menschen verspeist hat müssen ihr und Rowan natürlich die Wahrheit gesagt werden. Die Vampire müssen nun damit klar kommen und zu allem Elend taucht auch noch Will, Peters Bruder, auf und stellt die Familie auf den Kopf.

    Die Handlung ist auf den ersten und letzten 100 Seiten wirklich spannend, interessant und lustig, aber der Mittelteil ist ein wenig langatmig und nimmt die Lust.

    Ansonsten sind die Charactere absolut liebenswert und die Story an sich super. Leider fehlte mir der Witz und den Charme, den ich aus Ich und die Menschen kannte.

    Fazit: Tolle Grundstory, der Mittelteil schwächelt ein bischen, aber ansonsten super.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Familiendrama meets Vampirismus - erfrischend neuartig und hochspannend!
    Blutig, düster, geheimnisvoll - endlich mal wieder ein "böser" Vampir-Roman!

    Inhalt
    Bishopthorpe ist ein solches kleines Städchen, von dem jeder behauptet, dass hier nur ganz normale Menschen leben. Auch die Familie Radley scheint sich perfekt in den kleinbürgerlichen Alltag einzufügen - Peter Radley ist Arzt, Helen Radley begeistertes Mitglied in einem Lesezirkel, die Kinder Rowan und Clara müssen sich in der Schule mit nervigen Jungs und Lästermäulern abgeben. Und dennoch scheint irgendetwas anders zu sein. Veganes Essen macht Clara krank und Rowan liegt die ganze Nacht wach und findet keinen Schlaf. Außerdem geraten alle Tiere in helle Panik, wenn ein Radley sich nähert. Als Clara auf einer Party von einem Jungen bedrängt wird, passiert etwas Unvorhergesehenes mit ihr und sie kommt einem uralten Familiengeheimnis auf die Spur...

    Meinung
    Die Geschichte, die uns hier erzählt wird, ist keinesfalls neu. Eine Familie wird von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt und droht daran zu zerbrechen. Doch Matt Haig setzt den Vampirismus in seinem Roman so gekonnt in Szene, dass doch etwas komplett Neues entsteht. Die alltäglichen Probleme der Familie Radley schildert er dem Leser ohne großes Aufsehen, sodass der Anschein erweckt wird, Haig würde direkt aus seinem Leben plaudern. Zwar habe ich zu Beginn ein schwarz-humoristisches Buch erwartet und war dann doch recht über die Ernsthafigkeit und Dramatik verwundert, was der Qualität der Geschichte jedoch keinen Abbruch tut. Es fiel mir oft schwer, das Lesen zu unterbrechen, da mit kleinen, verhängnisvollen Andeutungen die Spannung stets aufrecht erhalten wird. Das Ende ist vielleicht etwas zu "Friede, Freude, Eierkuchen", dennoch haben "Die Radleys" nichts anderes als fünf Sterne verdient!

    Fazit
    Ich danke Matt Haig hiermit offiziell für seine Bereicherung in der Autorenwelt. Endlich ist es mal wieder jemandem gelungen ist, einen nicht verweichlicht-romantischen Vampirerotikroman zu publizieren. Diese Geschichte hat alles, was eine düstere Geschichte nunmal braucht und ist somit durch die Bank weg empfehlenswert!

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    Traumfeders avatar
    Traumfedervor 4 Jahren
    Abstinente Vampire

    Inhalt
    Die Radleys scheinen eine ganz normale Familie zu sein. Vater Peter ist Arzt, seine Frau Helen Hausfrau. Ihre Kinder besuchen ganz normal die Schule und schlagen sich mit den Problemen des Alltags rum. Doch warum hat Rowan so starke Hautprobleme, wenn er zu viel Sonnenlicht abbekommt, oder Nächte in denen er einfach nicht einschlafen kann? Warum kann Clara, die Tiere doch so gerne hat, keinem näher kommen, da sie sonst ausrasten? Als Clara dann eines Abend auf einer Party von einem Jungen bedrängt wird und etwas in ihr erwacht, wird klar, dass die Radleys nicht so normal sind, wie sie gerne wären. Sie sind abstinente Vampire. Doch dann taucht Peters Bruder bei ihnen auf und bringt wirkliches Chaos mit sich. Werden sie ihr Leben wie bisher auch weiter führen können?

    Meine Meinung
    Die Radleys, eine Vampirfamilie, die sich für ein normales Leben entschieden hat und deshalb kein Blut mehr zu sich nimmt. Die Idee hat mich überzeugt zu diesem Buch zu greifen, denn mal ehrlich, ist es nicht interessant zu erfahren wie ein solches Leben funktionieren würden?

    Rowan Radley ist 17, fürchterlich verknallt in Evi, aber viel zu schüchtern um auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln. Zudem leidet er an einer starken Sonnenunverträglichkeit und kann nachts kaum schlafen, während ihm tagsüber schon mal die Augen zufallen können. Seine Vorliebe für rohes Fleisch ist sicherlich auch nicht all zu normal, dabei wünscht sich Rowan nichts sehnlicher als normal zu sein um endlich eine Chance bei Evi zu haben und nicht mehr geärgert zu werden.

    Clara Radley ist etwas jünger als Rowan und mit Evi gut befreundet. Sie hat zwar nicht seine Probleme, doch sie wünscht sich sehnlichst ein Haustier. Leider verfallen die Tiere in ihrer Gegenwart regelrecht in Panik. Um diesen Wunsch erfüllen zu können, wird sie sogar zu Vegetarierin, auch wenn ihr davon andauernd schlecht ist und sie sich übergeben muss.

    Eine Nacht verändert jedoch alles. Sie offenbart Clara eine Seite an sich, von der sie nie etwas geahnt hatte und zwingt ihre Eltern dazu endlich die volle Wahrheit zu sagen. So erfahren die Kinder nach all den Jahren, was denn nicht mit ihnen stimmt. Sie erfahren was sie sind, dass sie Vampire sind.
    Nach dem Vorfall mit Clara hatte Peter seinen Bruder angerufen und ihn um Hilfe gebeten. Sein Auftauchen bringt noch mehr Chaos mit sich und droht auch schließlich die Familie zu zerbrechen.

    Zu Beginn der Geschichte schien alles vielversprechend. Vampire, die ohne Blut leben und versuchen ihren Durst zu unterdrücken. Klang ja nicht übel, doch dann wird dem Leser klar, dass Rowan und Clara nicht von ihrem Dasein wissen. Ist so etwas überhaupt möglich? Kann man tatsächlich sein Leben lang nicht merken, dass man eigentlich ein Wesen der Nacht ist?

    Ok, die Eröffnung des Vampirseins stellt eine interessante Wendung dar. Da hätte vielleicht so vieles geschehen können, doch aus einem unergründlichen Grund wird dann Peters Bruder, Will, ins Geschehen gebracht. Sein Auftauchen drückt die Stimmung so richtig runter. Klar, mit seinem Auftauchen wird auch ein Teil von Peters und Helens Vergangenheit besser beleuchtet. Dabei zeigt es auch auf, dass es dort ein Geheimnis gibt, welches all zu lange verborgen wurde. Will bringt aber auch Wut und Zorn mit sich, ebenso wie die Gefahr. Denn Vampire werden gejagt und ihm sind so einige Jäger auf der Spur.

    Obwohl in der Handlung ja einiges geschieht, soll sie sich innerhalb von vier Tagen abspielen, Freitag bis Montag. Für mich erschien es zu schnell. Mal ehrlich, die Kinder erfahren, dass sie Vampire sind und kommen super schnell damit klar. Geht das denn überhaupt? Über Helen Radley konnte ich mich auch nur aufregen. Bei ihr hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, sie würde ihren Mann für einen Idioten halten. Sie will alles unter Kontrolle halten, auch wenn diese ihr immer mehr entgleitet. Helen gibt sich kalt und abweisend, was nicht gerade sehr sympathisch ist.

    Um ehrlich zu sein, war mir von allen Charakteren nur Peter Radley irgendwie sympathisch. Er war realer und hat seine Gelüste auch ausgesprochen. Für seine Familie nimmt er sich zusammen und hält durch, dabei gibt es durchaus Versuchungen, die ihm zu gerne näher kommen würden.

    Fazit
    "Die Radleys" überzeugt durch eine interessante Idee, leider hapert es aber an der Umsetzung. Die Geschehnisse schreiten zu schnell voran, so dass die Charaktere ziemlich blass bleiben. Zum Ende hin wurde es völlig unrealistisch und übertrieben, was der Geschichte nicht sonderlich gut getan hat.

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    MKCoopers avatar
    MKCoopervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Der Anfang zieht sich wie ein Gummi.. Doch am ende ist man doch begeistert.
    Das Wort "Vampir" existiert wohl nicht..

    Ich weiß nicht wie lange, diese Einleitung geht, in der dem Leser, mehr als nur klar ist, dass es sich um Vampire handelt. Aber das Buch wehrt sich wie wahnsinnig gegen dieses Wort. Ich ertappte mich dabei dass ich schon anfing aggressiv zu werden und wütend weiterlas, nur um dieses Wort auf irgendeiner Seite zu finden.
    Allerdings fand ich das Buch im großen und ganzen super. Ich las es vor zwei Jahren das erste mal. Da es von Teenagern handelt, die es durch ihre Außergewöhnlichkeit schaffen, sich besser zu fühlen, half es auch irgendwie mir. Die Stimmlagen der Helden waren aufregend und ansteckend und wenn man sich als Jugendlicher in dieser Gesellschaft "anders" fühlt, lehrt das Buch einen, dass man gar nicht wie andere sein muss.

    Der Schreibstil war teils ziemlich unterschwellig ironisch und jeder der Helden, hat eine gewisse Bedeutung, die man als Leser mitverfolgt und daraus lernt. Ich mag es!

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    Oleks avatar
    Olekvor 5 Jahren
    Olek über "Die Radleys"

    Die Geschichte und meine Meinung:
    In der Orchard Lane No.17 wohnt und lebt die Familie Radley. Doch was wie eine durchschnittliche Familie aussieht, ist in Wirklichkeit eine Familie von Vampiren. Und das ist noch nicht einmal das außergewöhnliche an den Radleys. Das, was sie besonders macht, ist ihr Art zu leben. Die Eltern, Peter und Helen, wollen nämlich als Abstinenzler leben, und trinken deshalb kein Blut. Auch lassen sie ihre Kinder im Unklaren über ihre wahre Existenz, sodass Clara und Rowan die Sonnenunverträglichkeit, den Ausschlag und die Depressionen für normal halten. Dabei fehlt ihnen einfach nur menschliches oder vampirisches Blut. Mit dem Blut wären sie stark, gesund und attraktiv. Doch das Töten von Menschen und das Trinken von Blut ist gegen die Überzeugung der Radleys. 
    Und doch ändert sich an einem Wochenende alles. 
    Da die Kinder siebzehn Jahre im Unklaren blieben, kennen sie nicht ihre natürlichen, vampirischen Gelüste. Und so kommt es, dass die ausgehungerte, schwache Clara von einer Party nach Hause geht und von meinem Jungen aus der Schule verfolgt und belästigt wird. Clara will sich wehren, das gelingt ihr auch sehr gut, zu einfach... 
    Sie ist nicht mehr unter Kontrolle und tötet den Jungen und trinkt sein Blut. 
    Clara ist aufgelöst und ruft ihre Eltern an. Diese Ahnen schon was passiert ist. Peter ruft seinen Bruder an. Dieser ist praktizierender Vampir und sollte ihnen helfen können die Leiche zu entsorgen. Doch auf eine Antwort könne sie nicht warten und Peter entsorgt die Leiche im Meer. 
    Da nun das Geheimnis gelüftet ist und Clara und Rowan wissen was sie sind, müssen auch die anderen Geheimnisse gelüftet werden. Zu allem Übel kommt dann Peters Bruder Will doch zu ihnen und es herrscht nur noch Chaos in der Orchard Lane No.17. 

    Ich habe zwar etwas mehr Horror erwartet, wurde aber beim Lesen trotzdem von dieser "Leichten Lektüre" überrascht.
    Die Handlung scheint zwar komplex zu sein und es gibt viele Rückblenden, was mir auch gut gefallen hat, aber trotzdem kommt man beim Lesen gut mit. Ich hatte den Roman schnell fertiggelesen und es bliebt ein positiver Eindruck zurück.  
    Die vielen Geheimnisse rund um die Vampire, die falschen Fährten bei der Verbrechersuche und das dramatische, aber dennoch glückliche Ende, waren in sich stimmig und haben zu gleichen Teilen zu diesem gelungenen Roman beigetragen. 
    Der Schreibstil war eher außergewöhnlich, da viele Popkulturelle, und in der Kunstszene übliche, Adjektive und Adverbien verwendet wurden. Es wurde auch Berühmtheiten erwähnt, leider kannte ich nur die wenigsten! :) 
    Die Handlung spielt in Großbritannien in nur vier Tagen, wobei die Sichtweise immer variiert. Erzählt wird vom Allwissenden-Erzähler in Präsens.
    Die Charaktere erfahren alle eine positive Veränderung. Von schwachen, unmotivierten Abstinenzlern werden sie zu stärkeren, mutigen und vor allem glücklichen, nur Vampirblut trinkenden, Lebensgenossen. Wenn man davon absieht, dass sie Vampire sind, könnte man wirklich meinen die Radleys seine einfach nur eine gewöhnliche, traurige Familie. Diesmal finde ich das aber nicht schlimm, denn sie müssen diese Rolle spielen und das ist dann verständlich, dass sie versuchen nicht aufzufallen.

    Genau wie die Familie ist auch das Cover- im übertragenden Sinn- unauffällig. Ich habe es aber trotzdem gesehen, und genommen, und da ich eigentlich Coverkäuferin bin, ist das doch auch ein Zeichen, dass das Cover anziehen ist!

    Fazit: ( 4.5 von 5 Punkten)
    Ich bin zufrieden. Ich hatte meinen Spaß mit dem Buch. Es gab traurige, spannende und nicht so spannenden Momente, aber es gehört alles ein wenig dazu! Wer also Lust auf eine kleine Vampirgeschichte hat, die nebenbei auch noch romantisch und witzig ist, der tut Richtiges sich "Die Radleys" zu holen.

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