Liegt bei euch noch Schnee? Wenn ja, habt ihr jetzt noch die Gelegenheit, auf Yeti-Suche zu gehen. Wer weiß, vielleicht findet ihr ja einen. Oder gibt es dieses sagenumwobene Wesen vielleicht gar nicht? Der kleine Junge in diesem Bilderbuch ist jedenfalls felsenfest davon überzeugt, dass in dem Wald hinter seinem Haus ein echter Yeti lebt. Er ist schließlich ein absoluter Yeti-Experte und kennt alle (27!) Yeti-Bücher aus der Bibliothek. Jetzt muss er nur noch einen Yeti finden. Und dann wird er berühmt! Als es draußen ordentlich geschneit hat (also perfektes Yeti-Finde-Wetter), macht sich der kleine Junge in Begleitung seines Spürhunds Milo auf den Weg. Bestens ausgestattet (auch an eine Ersatzunterhose hat er gedacht. Nur für alle Fälle) stapfen die beiden in den winterlichen Wald und beginnen zu suchen. Doch so sehr der Junge auch späht und schaut, er findet einfach keinen Yeti. Noch nicht einmal den kleinsten Hinweis auf seine Existenz. Der kleine Yeti-Experte ist sich schließlich sicher, dass er sich geirrt hat. In diesem Wald haust doch kein Schneemensch…Oder vielleicht doch?
Ein hinreißend unterhaltsames Bilderbuch hat uns der britische Künstler Matt Hunt hier gezaubert. Es ist einfach so lustig mitzuverfolgen, wie unser kleiner Ich-Erzähler den Yeti nicht bemerkt, während sein vierbeiniger Freund Milo ihn schon nach kurzer Zeit entdeckt hat – und natürlich auch wir Leser*innen. Ein bisschen leid tut einem der kleine Junge natürlich schon, dass er seinen Schneemenschen nicht findet. Gleichzeitig kommt man aus dem Schmunzeln aber auch nicht mehr heraus. Die ganze Zeit ist der Yeti in der Nähe des Jungen. Da lugen seine riesigen Füße zwischen den Bäumen hervor, dort beobachten große Augen das Geschehen. Und obwohl unser kleiner Abenteurer mit Lupe und Fernglas alles absucht und sogar auf den Yeti-Zehen sitzend ein Picknick macht, sieht er den Yeti einfach nicht. Tja, wie heißt es so schön: Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Wie das Ganze ausgeht wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Dieses ulkige Versteckspiel führt uns jedenfalls sehr schön vor Augen, wie leicht es passieren kann, dass man den Blick für das Wesentliche verliert, und ermutigt dazu, an seinen Träumen festzuhalten.
Erzählt wird die Geschichte in kurzen, einfachen Worten, die auch schon für die Kleinsten leicht verständlich sind. Text ist insgesamt nur recht wenig vorhanden, die Bilder sprechen meist für sich.
Optisch ist dieses Buch ein besonderes Highlight. Die Illustrationen von Matt Hunt sind humorvoll, bunt und liebenswert, laden zum Betrachten und Entdecken ein und zeigen immer wieder auf originelle Weise kleine Teilausschnitte des riesigen haarigen Schneemenschen. Kinder werden es lieben, auf den Seiten auf „Yeti-Jagd“ zu gehen, aber auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran.
Fazit: „Wie man einen Yeti findet“ ist eine witzige und warmherzige Wintergeschichte, die mit ihren sympathischen Figuren und wunderbaren Illustrationen zu einer urkomischen Spurensuche einlädt. Ein herrlicher Such- und Findespaß für kleine Entdecker ab 3 Jahren. Ich bin begeistert von diesem tollen Bilderbuch und kann nur sagen: Schaut’s euch unbedingt an! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
Matt Hunt
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Matt Hunt
Stephen Hawking – Little People, BIG DREAMS (Deutsche Ausgabe)
Wie man bis eins zählt
Wie man einen Yeti findet
King Charles III. – Little People, BIG DREAMS (Deutsche Ausgabe)
Stephen Hawking – Little People, BIG DREAMS. Mini
Neue Rezensionen zu Matt Hunt
Dieses witzige Buch hab ich mit meinen 3 Jungs gelesen - sie fanden die Geschichte ziemlich witzig. Es geht um einen Jungen, der auf Yetisuche geht. Er ist dabei nicht sehr erfolgreich - wenngleich man selbst den Yeti ziemlich gut sehen kann. Der Yeti ist sehr freundlich gezeichnet, einfach riesig und zottelig. Er ist da, doch der Junge bemerkt ihn nicht. Ich fand den Ansatz ziemlich witzig und auch spannend, man kann auch super darüber diskutieren und überlegen, ob man manches nicht oft übersieht, obwohl es doch eigentlich direkt vor Augen liegt. Ich mochte die kurzen Texte und die ausdrucksstarken Bilder, es ist ein Buch, das man immer und immer wieder lesen kann. Das Buch passt jedenfalls super zum Winter!
Wenn du ganz oben aufs Cover schaust, dann siehst du den Yeti über den Baumspitzen hervorschauen, unten den suchenden Jungen und seinen Hund.
Der Junge fragt uns direkt, ob wir wissen, dass „im Wald hinter dem Haus ein Yeti lebt?“
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Er zeigt uns eine selbstgemalte Karte und sagt, er sei ein Yeti-Experte und malt sich seine kommende Berühmtheit aus. Zusammen mit seinem Hund Milo macht er sich auf und durchquert zunächst eine unberührte Schneefläche. Als sie den Wald erreichen, geht die Suche los. Wir sehen zwischen den Bäumen die bläulichen Riesenfüße, während der mit einer Lupe den Boden absucht. Auch Milo schaut auf den Yeti, gibt aber keinen Laut von sich. Ähnlich ist die Situation am Holzstapel, auch hier leuchtet der Junge mit der Taschenlampe und der Hund sieht zum Yeti hoch, der über die Stämme schaut.
Eine witzige Geschichte um die erfolglose Yetisuche, aber ein wenig tut mir der Junge auch leid, dass er das riesige Tier nie sieht. Der Yeti selbst scheint ein sehr netter Zeitgenosse zu sein, darum ist es etwas schade, dass er nicht gefunden wird. Das Buch kommt mit wenig Text aus und die sparsam gezeichneten Bilder zeigen uns alles ganz genau.
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