Matt Query

 4,1 Sterne bei 56 Bewertungen

Lebenslauf

Matt Query ist in Boulder, Colorado, geboren und aufgewachsen. Als Anwalt befasst er sich mit Umweltthemen wie Wasserrechten, Ressourcen, öffentliche Landnutzung und Jagd- und Fischereifragen. Zusammen mit seiner Frau Sonya, seinem Hund, über hundert Schafen, Hühnern und Bienen lebt er auf einer kleinen Farm im Süden Oregons.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Matt Query

Cover des Buches Old Country – Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783453322318)

Old Country – Das Böse vergisst nicht

(54)
Erschienen am 15.02.2023
Cover des Buches Old Country (ISBN: 9781529375435)

Old Country

(1)
Erschienen am 26.07.2022

Neue Rezensionen zu Matt Query

Cover des Buches Old Country – Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783453322318)
G

Rezension zu "Old Country – Das Böse vergisst nicht" von Matt Query

Gute_Nacht
Old Country - Das Böse vergisst nicht

Inhalt 

Harry ist ein Afghanistan-Veteran, der mit einer PTBS zu kämpfen hat. Seine Frau Sasha und er können ihr Glück kaum fassen: Ihr Angebot für eine kleine Farm in Idaho wurde angenommen! Ihre Nachbarn - das ältere Ehepaar Dan und Lucy - leben auf der anderen Seite des Nationalpark und sie verstehen sich auf Anhieb gut mit ihnen. Seit Jahrzehnten leben die beiden in dieser Gegend und bei ihrem ersten Besuch erklären sie den Neulingen allerhand: Wie sie die Apfelbäume im Garten richtig zuschneiden, wie man einen Zaun aufstellt, der so stabil ist, dass ihn die Hirsche aus dem Nationalpark nicht niedertrampeln – und wie man mit dem bösen Geist fertig wird, der seit Menschengedenken in diesem Tal wohnt ...

Fazit 

Definitiv mein Highlight des Jahres 2024. 

Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll, passt gut zur Beschreibung und macht neugierig auf mehr. Die Handlung selbst ist temporeich, fesselnd und echt spannend. Die Figuren werden gut beschrieben, ich konnte sie mir gut vorstellen und mit der Zeit sind sie mir echt ans Herz gewachsen. Von mir eine klare Empfehlung!

Geistreiche Idylle

Für Harry und Sasha wird der Lebenstraum wahr: Sie kaufen eine kleine Farm in Idaho. Noch können sie ihr Glück nicht fassen als sich inmitten von Prärie und den Wäldern des Nationalparks ihr neues Zuhause ziehen. Doch als sich die Nachbarn vorstellen, haben diese allerhand merkwürdige Regeln im Gepäck.

„Old Country - Das Böse vergisst nicht“ ist ein atmosphärisches Horror-Schmankerl vom Autorenduo Matt und Harrison Query, was für mich unglaublich gut zu lesen war.

Vorneweg, ich liebe stimmungsvollen Horror. Mir kommt es weniger auf erschreckende Momente oder blutige Details, sondern vielmehr auf eine dichte Atmosphäre an. Ich will das Unbehagen am eigenen Leib spüren, mich angespannt von einer Seite zur nächsten wälzen und dabei so tief in das Ambiente eines (Horror-) Romans abtauchen, dass ich mich erschrecke, wenn ich von der Geschichte losgerissen werde. All das erfüllt „Old Country“ und hat sich damit einen Platz in meinem Horror-Leser-Herz verdient.

Harry und Sasha sind ein glückliches Ehepaar, die sich den lang gehegten Traum von der eigenen kleinen Farm erfüllen. Mitten in Idaho, umgeben von der blanken Natur, wurden sie fündig und haben ein ordentliches Stück Land inklusive passendes Farmhaus für sich entdeckt. Doch die Idylle trügt, als sie ihre direkten Nachbarn kennenlernen. Diese geben wichtige Tipps im Umgang mit den Apfelbäumen, wo der Zaun repariert werden muss, und führen sie in die Regeln ein, damit sie der böse Geist des Landes nicht holen kommt.

"Ich finde Menschen, die sich mit Haut und Haaren einer Idee verschrieben haben, einfach abstoßend, auch wenn ich weiß, dass das unvernünftig ist." (S.63)

Die Figuren sind lebendig beschrieben. Harry ist ein Kriegsveteran, der nach außen hin mit Afghanistan abgeschlossen hat, aber nach wie vor von seinen Erlebnissen gequält wird. Nach dem Kriegseinsatz fand er schwer ins alltägliche Leben zurück und hat seinen Anker in Sasha, die ihn in der Spur hält.

"Manchmal war er wie ein Kleinkind, das seiner Impulsivität oder dem Drang, Grenzen auszutesten, einfach nicht widerstehen konnte." (S. 257)

Sie ist eine junge Frau, die sich unsterblich in ihn verliebt und somit ihren Lebenspartner gefunden hat.

Die Beziehung von Harry und Sasha steht im Zentrum der Handlung. Sie sind ein großartiges Paar, das sich außer der gegenseitigen Liebe nicht viel mehr vom Leben wünscht. Denn sie wissen, dass sie gemeinsam alles auf die Beine stellen können.

So auch den Traum von der eigenen Ranch, den sie sich nun erfüllten. Doch als die Nachbarn von merkwürdigen Regeln berichten, die sie unbedingt beachten müssen, kommt ihnen in den Sinn, dass nicht alle Gefahren locker zu bewältigen sind.

Das Buch selbst ist nach Jahreszeiten unterteilt, welche für den Verlauf der Handlung wichtig sind. Großteils wird vom Farmleben berichtet, über die beängstigenden Geisterregeln gegrübelt und im Anschluss manch gedankenloser Handlung analysiert.

Zudem sind Rückblenden eingebaut, die Harrys Kriegserleben und seine Rückkehr in den Alltag zeigen. Bei Sasha handelt es sich eher um Erinnerungen an Situationen aus ihrer Beziehung, welche dem Geschehen einen stimmigen Rahmen verleihen.

Es gibt selten einen Knall, sondern die Handlung wird vom Kontrast aus idyllischem Lebensglück und einer unvorstellbaren Bedrohung angetrieben. Sobald es zu einer gefährlichen Situation kommt, ist das Unbehagen der Figuren dermaßen greifbar beschrieben, dass die Beklemmung in der Brust spürbar ist. Man blättert hektisch die Seiten um, die Hände schwitzen und man hofft, dass die Figuren schnell genug sind, damit es nicht zum Äußersten kommt.

Gerne würde ich mehr auf die Geister eingehen, doch um nicht zu spoilern, spare ich diesen Part aus. Mir hat es auf jeden Fall ausgezeichnet gefallen, denn es ist geheimnisvoll, gruselig und auf eine besondere Art unbegreiflich, so wie Legenden nunmal sind.

Ich hatte mit „Old Country“ eine großartige Lesezeit und empfehle das Buch an Leser:innen, die stimmungsvollen Horror mögen und sich gerne auf die Atmosphäre eines Romans einlassen.

Cover des Buches Old Country – Das Böse vergisst nicht (ISBN: 9783453322318)
S

Rezension zu "Old Country – Das Böse vergisst nicht" von Matt Query

Sarita143
Geist tyrannisiert ein Tal... oder so

Ein alter Geist soll in einem Tal sein Unwesen treiben und die Bewohner das Fürchten lehren. Klingt gut? Fand ich auch, aber leider wurde ich enttäuscht. 

Aber zu allererst zum Aufbau: das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt, aus Harrys und aus Sashas Sicht. Ein junges Ehepaar, dass nach Jahren aus der Stadt in die Natur zieht und sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen will.

Das Haus ist natürlich großartig und schnell gekauft und liegt, wir ahnen es, mitten im Tal des Spuks.

Der Geist und sein Spuk sind zwar Teil der Handlung und werden gut eingebunden, aber die persönliche Beziehung der beiden, die Probleme (PTBS von Harry, ein ehemaliger Soldat) und die Beziehung zu den Nachbarn stehen deutlich mehr im Vordergrund. So sehr, dass man den Geist manchmal vergisst. Auch die Kriegsszenen, die Harry erlebt hat und die Beschreibungen diverser Waffen waren mir zu lang. Das Ende ist dann leider nur noch schwach.

Das Buch ist leider weder gruselig, noch gehört es zum Bereich Horror/ Mystery. Schade eigentlich, man hätte so viel darauf machen können.


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