Matt Shaw

 3.8 Sterne bei 14 Bewertungen

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Perverse Schweine: Festa Extrem

Perverse Schweine: Festa Extrem

 (9)
Erschienen am 12.12.2016
Porn by Matt Shaw (2014-08-05)

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 (5)
Erschienen am 01.01.1790
The Dead Don't Knock

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 (0)
Erschienen am 06.07.2012
The Stories That Are Great Within Us

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Erschienen am 01.11.2013

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Rezension zu "Perverse Schweine: Festa Extrem" von Matt Shaw

…da draußen gibt es nichts für uns.
DaRoSovor einem Jahr

Keine Erinnerung. Keine Vergangenheit. Keine Namen.
Vater, Mutter, Schwesterchen und Brüderchen – auf diese „Namen“ haben sie sich geeinigt.
Die Familie lebt verbarrikadiert in einem Haus. Stützen ihre Zusammengehörigkeit auf ein Bild – ihre gesamte Vergangenheit scheint ein einziges Bild zu sein. Keiner kann sich erinnern, was geschehen ist, wer man ist, woher man kommt – eine Atombombe wird gesagt. Und doch wartet außerhalb des Hauses nicht der nukleare Winter, sondern Sonne… Vögel… und diese Wesen. Mutationen, Jäger… was auch immer sie sind: sie bringen den Tod!
Im Haus wartet das Überleben; der Preis ist schon längst nicht mehr zu zahlen. Überleben um jeden Preis.
Überleben als Frau.
Überleben als Mann.
Überleben als Mensch – was auch immer das noch heißt – außer trinken… und essen!

Vier Menschen, ohne Vergangenheit, in einem Haus, das immer mehr zum Gefängnis wird und der einen Frage: ist da draußen noch eine Zukunft – und die Antwort, wer man ist?

 

”Perverse Schweine” wird aus der Perspektive des Brüderchens (Sohns) erlebt. Diese Ich-Perspektive bietet stilistisch die Möglichkeit eines intensiveren Erlebens der Handlung – und Matt Shaw weiß hiervon Gebrauch zu machen. Er zögert nicht, gönnt keine Eingewöhnungszeit, lässt die Geschehnisse nicht langsam auf den Leser einwirken, sondern wirft ihn ohne Vorwarnung in die kalten Fluten.
Die Bilder, die Shaw hier schenkt sind durchaus obszön, doch leben sie nicht von der Perversion, sondern der Verzweiflung. Mitunter fühlte ich mich ein wenig an Josh Malerman’s unglaublichen Roman „Bird Box“ erinnert.
Man ist alleine. Man zweifelt nicht, sondern überlebt; und richtet sich dadurch selbst.
Die Sprache wechselt in einem absolut realistischen Rahmen zwischen schützender Sterilität und leidenschaftlicher Anstößigkeit.

Das Ende mag nun weniger überraschend, als eventuell erhofft sein, doch darf man zum einen nicht vergessen, dass dies erst der erste von drei Teilen ist (Teil 1: ”Perverse Schweine”/”Sick B*stards”; Teil 2: ”SickER B*stards”; Teil 3: ”SickEST B*stards”) und das Ende letztlich doch den Kreis dieses ersten Teils schließt – ohne abzuschließen…

”Perverse Schweine” ist eines der Bücher, die man verstehen muss. Es geht hier nicht um Splatter und Gore, nicht um Sex und Gewalt – Shaw hat hier eine Art von Psychodrama, einen morbiden Entwicklungsroman, geschaffen, dessen kranker Ursprung in der Entwicklung einer immer grotesker werden Selbsterkennung verrottet.

 

Jeder (gute) Autor hat seinen Stil: Shaw ist „trocken“. Er liefert keine triefende Fiktion, keine übertriebene Obszönität oder fragile Dystopie – er lässt es einfach geschehen. Weniger gnaden-, als emotionslos steuert er eine Dampfwalze unaufhaltsam auf den Leser, jedoch nicht mit der Absicht sie zu überrollen, sondern sie die Flucht fühlen zu lassen; nicht zu jagen, sondern mit der Ungewissheit zu treiben, ob es ein Entkommen gibt – ob dieses überhaupt existiert oder nur ein letzter Wahn der Hoffnung ist. Ja, Shaw ist „trocken“…

 

Da ich ein kleiner Sammler bin (und zudem normalerweise lieber die Originale lese) hat es sich nun ergeben, dass ich dieses Buch einmal als Übersetzung von Festa und einmal als Original in englischer Sprache besitze – hier lässt sich also auch die Übersetzung recht gut bewerten.
Ohne nun lange um den heißen Brei zu reden (bzw. schreiben):
Iris Bachmeier hat hier einen wirklich guten Job gemacht! Sie hat es tatsächlich geschafft einen Großteil dieses Morasts, in welchem Matt Shaw seine Leser langsam versinken lässt zu transportieren – so macht es Spaß eine Übersetzung zu lesen!

 

Beinahe ja schon typisch für Festa, hat das Cover nur bedingt etwas mit dem Inhalt des Buchs zutun – wird hier eher Gore suggeriert, findet sich im Buch eher die psychische Entwicklung – oder eben Verrohung; was nicht heißen soll, dass Shaw keine Blutspur durch das Buch ziehen lässt.
So hat er mit ”Perverse Schweine” (”Sick B*stards”) den Auftakt eines abstoßenden Horror-Dramas geschaffen, welches schon beinahe zu denkbar ist, als es nur nahe der Fiktion anzusiedeln…

Danke an Festa für dieses geniale Werk in einer wirklich guten Übersetzung!


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PeWas avatar

Rezension zu "Perverse Schweine: Festa Extrem" von Matt Shaw

Mein erster Matt Shaw wird aber nicht mein letzter gewesen sein...
PeWavor einem Jahr

Inhaltlich zur Story muss man glaube ich nicht als zu viel verraten. Der Info Text gepaart mit dem Cover dürfte schnell klar machen worum es hier geht. Ich kann meine Bewertung leider erst jetzt abgeben, da die Taschenbuch Ausgabe i.d.R. ja meist 2-4 Wochen nach der Kindle Version erscheint. (Was ich wirklich sehr schade finde)

Kommen wir zum Buch. Die Story beginnt eigentlich recht vielversprechend. Was noch zu beginn auf eine Blutige Story hoffen lässt, verfällt schnell in ein moralisches Dilemma. Was würden wir tun, oder auch nicht, um uns unsere Menschlichkeit zu erhalten ?!

Der Schreibstil ist gut und das Buch lässt sich schnell hintereinender weg lesen.
Die kurzen Kapitel sorgen dafür das man doch immer etwas mehr liest, als man eigentlich geplant hatte.

Die Story startet sehr spannend und lässt viel erhoffen. Allerdings hat man zum Ende hin eher das Gefühl das dem Autor kein passendes Ende einfallen wollte...... Ich fand den Ansatz (man hat es sich ja schon etwas in dieser Art und Weise gedacht) wirklich gut. Aber leider wurde die Story dann einfach "fallen" gelassen.

Ich muss sagen das ich zwischen drei und vier Sternen schwankte. Letztendlich habe ich mich trotz des etwas einfallslosen Endes für vier entschieden. Ich habe schon weit aus schlechtere Bücher aus der Extrem Reihe gelesen ;)

Ich hoffe weitere Geschichten von matt Shaw lesen zu können. Für sein Erstlings Werk bei Festa auf jeden Fall ganz ok.

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Virginys avatar

Rezension zu "Perverse Schweine: Festa Extrem" von Matt Shaw

Brüderchen und Schwesterchen...
Virginyvor 2 Jahren


Vater, Mutter, Brüderchen und Schwesterchen allein im Haus, an ihre Namen können sie sich nicht mehr erinnern, aber der Vater erzählt etwas von einer Atombombe.
Das Essen geht aus, ums Haus schleichen seltsame Wesen und das man eine Familie ist, schließt man lediglich aus einem gefundenen Foto, die Erinnerung scheint bei allen ausgelöscht.
Als der Hunger immer größer wird, geht man eigene Wege, die die Menschlichkeit immer mehr auslöschen und zu Tabubrüchen führen, doch lediglich der Bruder zeigt Interesse daran, etwas an der Lage zu ändern.
Er will seinen Namen kennen, wissen, was draußen vorgeht und so verlässt er das sichere Heim...


Irgendwie ahnte ich bei Matt Shaws "Perverse Schweine" schon ziemlich früh, worauf das Ganze hinausläuft und auch mit dem Hauptprotagonisten konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden.
Die ganze Zeit heult er herum, wie schlimm und unmenschlich doch alles ist und als er die Chance bekommt, etwas zu ändern... nun ja.
Überhaupt hat mich das Ende nicht wirklich überzeugt, ein anderes wäre mir wesentlich lieber gewesen...


Auch Band 24 der Festa Extrem Reihe trägt den Titel zu recht und dürfte alleine schon deswegen nichts für jedermann sein.
Unterhalten hat mich das Buch, aber ein Highlight der Reihe ist es für mich nicht, so bleiben am Ende 3,5 von 5 Sternen...



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