Matt Shaw Perverse Schweine: Festa Extrem

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Inhaltsangabe zu „Perverse Schweine: Festa Extrem“ von Matt Shaw

Nachdem Atombomben die Erde zerfetzten ... Alles zur Hölle ging ... Keine Gesetze mehr gelten … Wie weit würdest du gehen, um zu überleben? Der Verfall einer Familie. Eiskalt erzählt von Englands erfolgreichstem Autor des Extreme Horror.

Leider konnte ich mich mit dem Protagonisten nicht wirklich anfreunden...

— Virginy
Virginy

Durchdacht, spannend bis zur letzten Seite

— KyraCade
KyraCade
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  • Brüderchen und Schwesterchen...

    Perverse Schweine: Festa Extrem
    Virginy

    Virginy

    14. February 2017 um 20:56

    Vater, Mutter, Brüderchen und Schwesterchen allein im Haus, an ihre Namen können sie sich nicht mehr erinnern, aber der Vater erzählt etwas von einer Atombombe. Das Essen geht aus, ums Haus schleichen seltsame Wesen und das man eine Familie ist, schließt man lediglich aus einem gefundenen Foto, die Erinnerung scheint bei allen ausgelöscht. Als der Hunger immer größer wird, geht man eigene Wege, die die Menschlichkeit immer mehr auslöschen und zu Tabubrüchen führen, doch lediglich der Bruder zeigt Interesse daran, etwas an der Lage zu ändern. Er will seinen Namen kennen, wissen, was draußen vorgeht und so verlässt er das sichere Heim... Irgendwie ahnte ich bei Matt Shaws "Perverse Schweine" schon ziemlich früh, worauf das Ganze hinausläuft und auch mit dem Hauptprotagonisten konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden. Die ganze Zeit heult er herum, wie schlimm und unmenschlich doch alles ist und als er die Chance bekommt, etwas zu ändern... nun ja. Überhaupt hat mich das Ende nicht wirklich überzeugt, ein anderes wäre mir wesentlich lieber gewesen... Auch Band 24 der Festa Extrem Reihe trägt den Titel zu recht und dürfte alleine schon deswegen nichts für jedermann sein. Unterhalten hat mich das Buch, aber ein Highlight der Reihe ist es für mich nicht, so bleiben am Ende 3,5 von 5 Sternen...

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  • Überraschend gut

    Perverse Schweine: Festa Extrem
    KyraCade

    KyraCade

    11. February 2017 um 15:47

    Matt Shaw ist ein Englischer Extreme-Horror-Autor, der nun endlich auch in der Festa-Reihe seinen Platz gefunden hat. Mit Perverse Schweine hat er ein gutes Debüt geliefert, das man zwar in drei Sätzen erzählen könnte, das aber von der ersten bis zur allerletzten Seite fesselt. Man bekommt die Geschichte aus der Sicht des namenlosen Protagonisten erzählt, der das Geschehen gespickt mit Gedanken und Gefühlen schildert. Irgendwann springt die Beklemmung, die er empfinden muss, auf den Leser über. Was ist passiert und wird die ersehnte Rettung wirklich kommen? Die Frage ist schließlich auch: Wenn eine Atombombe gezündet wird, wer überlebt und wie lange wird es dauern, bis diese Überlebenden sich formiert haben und Suchtrupps in die verseuchten Gebiete schicken? Falls sie das tun. Ein bisschen kommt man ins Überlegen: Draußen ist Wald, es ist alles grün, viele Tiere gibt es nicht, ab und zu mal Insekten, aber mehr sieht die Familie nicht. Ist das denn ein Atomunfall? Was dem Protagonisten seltsam vorkommt, ist die Sonne, die von einem klaren Himmel herab scheint. Kein verseuchter Regen, keine Staubwolke, die über Jahre die Erde bedeckt. Reden wir nicht lange drumrum: Zwei Frauen, zwei Männer, kein Kontakt zu anderen Menschen, keine Informationen, ob es Überlebende gibt, eine Gemeinschaft, Rettung, die Lebensmittel sind aufgebraucht. Was passiert? Das Unvermeidliche. Man geht auf Nahrungssuche, was reichlich schiefgeht. Vater und Sohn stoßen auf seltsame Wesen, auf Mutanten, die sich brutal ihren Weg freifressen und sich auf den Vater stürzen, der nur mit Glück entkommen kann. Sie sind also nicht alleine, so die Erkenntnis, aber was sie gefunden haben, beruhigt sie überhaupt nicht. Als der Hunger größer wird, will der Sohn dann noch einmal los, schließlich gibt es keinen anderen Ausweg, als irgendwo außerhalb des mittlerweile verbarrikadierten Hauses Nahrung zu suchen. Doch er stößt auf einen anderen Menschen, der genauso hilflos ist wie die Familie und ebenso Hunger hat. Noch ein Maul zu stopfen, wenn man selbst nichts mehr hat, ist schwer, doch den Protagonisten stört das nicht, denn er ist so optimistisch, dass er denkt, einen Ausweg zu finden. Und Wasser ist ohnehin genügend da, da die Wasserversorgung nicht unterbrochen ist. Es geht um Sex und Kannibalismus, um Menschenfleisch, roh aus den lebenden oder frischtoten Körpern herausgerissen und verzehrt. Die Geschichte ist stimmig, was ich nicht gedacht hätte. Aber selbst brennende Fragen, die sich bei der Lektüre ergeben, beantwortet Shaw. Damit fasziniert er mich als Leserin, denn es hätte mich nichts mehr gestört, als wenn zwei, drei gravierende Fragen unbeantwortet geblieben wären, nur damit die Story irgendwie existieren kann. Sicherlich bleibt das Ende offen und der Phantasie des Lesers überlassen, aber was hinter der Hütte, dem Wald und der Familie steckt, ist eine gut inszenierte Idee, mit der Shaw brillieren kann. Absolut nichts für schwache Nerven, wie es immer heißt, nichts für Menschen, die ein bisschen paranoid sind – da könnte diese Lektüre echt heftig werden. Ein bisschen klar kommen muss man mit den ständigen Sprüngen zwischen dem Jetzt und dem Damals.

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