Perverse Schweine: Festa Extrem

von Matt Shaw 
3,9 Sterne bei9 Bewertungen
Perverse Schweine: Festa Extrem
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”Perverse Schweine” ist der Auftakt eines abstoßenden Horror-Dramas geschaffen, welches beinahe zu vorstellbar ist...

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Mein erster Matt Shaw wird aber nicht mein letzter gewesen sein...

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Inhaltsangabe zu "Perverse Schweine: Festa Extrem"

Nachdem Atombomben die Erde zerfetzten ... Alles zur Hölle ging ... Keine Gesetze mehr gelten … Wie weit würdest du gehen, um zu überleben? Der Verfall einer Familie. Eiskalt erzählt von Englands erfolgreichstem Autor des Extreme Horror.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01MRX2FXT
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:180 Seiten
Verlag:Festa Verlag
Erscheinungsdatum:12.12.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    DaRoSos avatar
    DaRoSovor einem Jahr
    Kurzmeinung: ”Perverse Schweine” ist der Auftakt eines abstoßenden Horror-Dramas geschaffen, welches beinahe zu vorstellbar ist...
    …da draußen gibt es nichts für uns.

    Keine Erinnerung. Keine Vergangenheit. Keine Namen.
    Vater, Mutter, Schwesterchen und Brüderchen – auf diese „Namen“ haben sie sich geeinigt.
    Die Familie lebt verbarrikadiert in einem Haus. Stützen ihre Zusammengehörigkeit auf ein Bild – ihre gesamte Vergangenheit scheint ein einziges Bild zu sein. Keiner kann sich erinnern, was geschehen ist, wer man ist, woher man kommt – eine Atombombe wird gesagt. Und doch wartet außerhalb des Hauses nicht der nukleare Winter, sondern Sonne… Vögel… und diese Wesen. Mutationen, Jäger… was auch immer sie sind: sie bringen den Tod!
    Im Haus wartet das Überleben; der Preis ist schon längst nicht mehr zu zahlen. Überleben um jeden Preis.
    Überleben als Frau.
    Überleben als Mann.
    Überleben als Mensch – was auch immer das noch heißt – außer trinken… und essen!

    Vier Menschen, ohne Vergangenheit, in einem Haus, das immer mehr zum Gefängnis wird und der einen Frage: ist da draußen noch eine Zukunft – und die Antwort, wer man ist?

     

    ”Perverse Schweine” wird aus der Perspektive des Brüderchens (Sohns) erlebt. Diese Ich-Perspektive bietet stilistisch die Möglichkeit eines intensiveren Erlebens der Handlung – und Matt Shaw weiß hiervon Gebrauch zu machen. Er zögert nicht, gönnt keine Eingewöhnungszeit, lässt die Geschehnisse nicht langsam auf den Leser einwirken, sondern wirft ihn ohne Vorwarnung in die kalten Fluten.
    Die Bilder, die Shaw hier schenkt sind durchaus obszön, doch leben sie nicht von der Perversion, sondern der Verzweiflung. Mitunter fühlte ich mich ein wenig an Josh Malerman’s unglaublichen Roman „Bird Box“ erinnert.
    Man ist alleine. Man zweifelt nicht, sondern überlebt; und richtet sich dadurch selbst.
    Die Sprache wechselt in einem absolut realistischen Rahmen zwischen schützender Sterilität und leidenschaftlicher Anstößigkeit.

    Das Ende mag nun weniger überraschend, als eventuell erhofft sein, doch darf man zum einen nicht vergessen, dass dies erst der erste von drei Teilen ist (Teil 1: ”Perverse Schweine”/”Sick B*stards”; Teil 2: ”SickER B*stards”; Teil 3: ”SickEST B*stards”) und das Ende letztlich doch den Kreis dieses ersten Teils schließt – ohne abzuschließen…

    ”Perverse Schweine” ist eines der Bücher, die man verstehen muss. Es geht hier nicht um Splatter und Gore, nicht um Sex und Gewalt – Shaw hat hier eine Art von Psychodrama, einen morbiden Entwicklungsroman, geschaffen, dessen kranker Ursprung in der Entwicklung einer immer grotesker werden Selbsterkennung verrottet.

     

    Jeder (gute) Autor hat seinen Stil: Shaw ist „trocken“. Er liefert keine triefende Fiktion, keine übertriebene Obszönität oder fragile Dystopie – er lässt es einfach geschehen. Weniger gnaden-, als emotionslos steuert er eine Dampfwalze unaufhaltsam auf den Leser, jedoch nicht mit der Absicht sie zu überrollen, sondern sie die Flucht fühlen zu lassen; nicht zu jagen, sondern mit der Ungewissheit zu treiben, ob es ein Entkommen gibt – ob dieses überhaupt existiert oder nur ein letzter Wahn der Hoffnung ist. Ja, Shaw ist „trocken“…

     

    Da ich ein kleiner Sammler bin (und zudem normalerweise lieber die Originale lese) hat es sich nun ergeben, dass ich dieses Buch einmal als Übersetzung von Festa und einmal als Original in englischer Sprache besitze – hier lässt sich also auch die Übersetzung recht gut bewerten.
    Ohne nun lange um den heißen Brei zu reden (bzw. schreiben):
    Iris Bachmeier hat hier einen wirklich guten Job gemacht! Sie hat es tatsächlich geschafft einen Großteil dieses Morasts, in welchem Matt Shaw seine Leser langsam versinken lässt zu transportieren – so macht es Spaß eine Übersetzung zu lesen!

     

    Beinahe ja schon typisch für Festa, hat das Cover nur bedingt etwas mit dem Inhalt des Buchs zutun – wird hier eher Gore suggeriert, findet sich im Buch eher die psychische Entwicklung – oder eben Verrohung; was nicht heißen soll, dass Shaw keine Blutspur durch das Buch ziehen lässt.
    So hat er mit ”Perverse Schweine” (”Sick B*stards”) den Auftakt eines abstoßenden Horror-Dramas geschaffen, welches schon beinahe zu denkbar ist, als es nur nahe der Fiktion anzusiedeln…

    Danke an Festa für dieses geniale Werk in einer wirklich guten Übersetzung!


    -

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    PeWas avatar
    PeWavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mein erster Matt Shaw wird aber nicht mein letzter gewesen sein...
    Mein erster Matt Shaw wird aber nicht mein letzter gewesen sein...

    Inhaltlich zur Story muss man glaube ich nicht als zu viel verraten. Der Info Text gepaart mit dem Cover dürfte schnell klar machen worum es hier geht. Ich kann meine Bewertung leider erst jetzt abgeben, da die Taschenbuch Ausgabe i.d.R. ja meist 2-4 Wochen nach der Kindle Version erscheint. (Was ich wirklich sehr schade finde)

    Kommen wir zum Buch. Die Story beginnt eigentlich recht vielversprechend. Was noch zu beginn auf eine Blutige Story hoffen lässt, verfällt schnell in ein moralisches Dilemma. Was würden wir tun, oder auch nicht, um uns unsere Menschlichkeit zu erhalten ?!

    Der Schreibstil ist gut und das Buch lässt sich schnell hintereinender weg lesen.
    Die kurzen Kapitel sorgen dafür das man doch immer etwas mehr liest, als man eigentlich geplant hatte.

    Die Story startet sehr spannend und lässt viel erhoffen. Allerdings hat man zum Ende hin eher das Gefühl das dem Autor kein passendes Ende einfallen wollte...... Ich fand den Ansatz (man hat es sich ja schon etwas in dieser Art und Weise gedacht) wirklich gut. Aber leider wurde die Story dann einfach "fallen" gelassen.

    Ich muss sagen das ich zwischen drei und vier Sternen schwankte. Letztendlich habe ich mich trotz des etwas einfallslosen Endes für vier entschieden. Ich habe schon weit aus schlechtere Bücher aus der Extrem Reihe gelesen ;)

    Ich hoffe weitere Geschichten von matt Shaw lesen zu können. Für sein Erstlings Werk bei Festa auf jeden Fall ganz ok.

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    Virginys avatar
    Virginyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Leider konnte ich mich mit dem Protagonisten nicht wirklich anfreunden...
    Brüderchen und Schwesterchen...


    Vater, Mutter, Brüderchen und Schwesterchen allein im Haus, an ihre Namen können sie sich nicht mehr erinnern, aber der Vater erzählt etwas von einer Atombombe.
    Das Essen geht aus, ums Haus schleichen seltsame Wesen und das man eine Familie ist, schließt man lediglich aus einem gefundenen Foto, die Erinnerung scheint bei allen ausgelöscht.
    Als der Hunger immer größer wird, geht man eigene Wege, die die Menschlichkeit immer mehr auslöschen und zu Tabubrüchen führen, doch lediglich der Bruder zeigt Interesse daran, etwas an der Lage zu ändern.
    Er will seinen Namen kennen, wissen, was draußen vorgeht und so verlässt er das sichere Heim...


    Irgendwie ahnte ich bei Matt Shaws "Perverse Schweine" schon ziemlich früh, worauf das Ganze hinausläuft und auch mit dem Hauptprotagonisten konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden.
    Die ganze Zeit heult er herum, wie schlimm und unmenschlich doch alles ist und als er die Chance bekommt, etwas zu ändern... nun ja.
    Überhaupt hat mich das Ende nicht wirklich überzeugt, ein anderes wäre mir wesentlich lieber gewesen...


    Auch Band 24 der Festa Extrem Reihe trägt den Titel zu recht und dürfte alleine schon deswegen nichts für jedermann sein.
    Unterhalten hat mich das Buch, aber ein Highlight der Reihe ist es für mich nicht, so bleiben am Ende 3,5 von 5 Sternen...



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    KyraCades avatar
    KyraCadevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Durchdacht, spannend bis zur letzten Seite
    Überraschend gut

    Matt Shaw ist ein Englischer Extreme-Horror-Autor, der nun endlich auch in der Festa-Reihe seinen Platz gefunden hat. Mit Perverse Schweine hat er ein gutes Debüt geliefert, das man zwar in drei Sätzen erzählen könnte, das aber von der ersten bis zur allerletzten Seite fesselt.

    Man bekommt die Geschichte aus der Sicht des namenlosen Protagonisten erzählt, der das Geschehen gespickt mit Gedanken und Gefühlen schildert. Irgendwann springt die Beklemmung, die er empfinden muss, auf den Leser über. Was ist passiert und wird die ersehnte Rettung wirklich kommen? Die Frage ist schließlich auch: Wenn eine Atombombe gezündet wird, wer überlebt und wie lange wird es dauern, bis diese Überlebenden sich formiert haben und Suchtrupps in die verseuchten Gebiete schicken? Falls sie das tun.

    Ein bisschen kommt man ins Überlegen: Draußen ist Wald, es ist alles grün, viele Tiere gibt es nicht, ab und zu mal Insekten, aber mehr sieht die Familie nicht. Ist das denn ein Atomunfall? Was dem Protagonisten seltsam vorkommt, ist die Sonne, die von einem klaren Himmel herab scheint. Kein verseuchter Regen, keine Staubwolke, die über Jahre die Erde bedeckt.

    Reden wir nicht lange drumrum: Zwei Frauen, zwei Männer, kein Kontakt zu anderen Menschen, keine Informationen, ob es Überlebende gibt, eine Gemeinschaft, Rettung, die Lebensmittel sind aufgebraucht. Was passiert? Das Unvermeidliche. Man geht auf Nahrungssuche, was reichlich schiefgeht. Vater und Sohn stoßen auf seltsame Wesen, auf Mutanten, die sich brutal ihren Weg freifressen und sich auf den Vater stürzen, der nur mit Glück entkommen kann. Sie sind also nicht alleine, so die Erkenntnis, aber was sie gefunden haben, beruhigt sie überhaupt nicht. Als der Hunger größer wird, will der Sohn dann noch einmal los, schließlich gibt es keinen anderen Ausweg, als irgendwo außerhalb des mittlerweile verbarrikadierten Hauses Nahrung zu suchen. Doch er stößt auf einen anderen Menschen, der genauso hilflos ist wie die Familie und ebenso Hunger hat. Noch ein Maul zu stopfen, wenn man selbst nichts mehr hat, ist schwer, doch den Protagonisten stört das nicht, denn er ist so optimistisch, dass er denkt, einen Ausweg zu finden. Und Wasser ist ohnehin genügend da, da die Wasserversorgung nicht unterbrochen ist.

    Es geht um Sex und Kannibalismus, um Menschenfleisch, roh aus den lebenden oder frischtoten Körpern herausgerissen und verzehrt. Die Geschichte ist stimmig, was ich nicht gedacht hätte. Aber selbst brennende Fragen, die sich bei der Lektüre ergeben, beantwortet Shaw. Damit fasziniert er mich als Leserin, denn es hätte mich nichts mehr gestört, als wenn zwei, drei gravierende Fragen unbeantwortet geblieben wären, nur damit die Story irgendwie existieren kann. Sicherlich bleibt das Ende offen und der Phantasie des Lesers überlassen, aber was hinter der Hütte, dem Wald und der Familie steckt, ist eine gut inszenierte Idee, mit der Shaw brillieren kann.

    Absolut nichts für schwache Nerven, wie es immer heißt, nichts für Menschen, die ein bisschen paranoid sind – da könnte diese Lektüre echt heftig werden. Ein bisschen klar kommen muss man mit den ständigen Sprüngen zwischen dem Jetzt und dem Damals.

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    FaaLous avatar
    FaaLouvor einem Monat
    F
    Flames73vor 7 Monaten
    Tygers avatar
    Tygervor einem Jahr
    Gwenselahs avatar
    Gwenselahvor 2 Jahren
    R
    Rammsteinvor 2 Jahren

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