Matt Taibbi Kleptopia

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Inhaltsangabe zu „Kleptopia“ von Matt Taibbi

Dieses Buch könnte die Bibel der Occupy-Wall-Street-Bewegung werden Ausgehend von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 begibt sich Matt Taibbi, Redakteur des Magazins „Rolling Stone”, auf Spurensuche. Wie konnten die ungedeckten Immobilienkredite Amerikas die globale Wirtschaft an den Rand des Zusammenbruchs bringen? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer der modernen „Finanzprodukte“? Was Taibbi bei seinen Recherchen und Interviews mit Hedgefond-Managern, Wallstreet- Bankern und Politikern herausfindet, hat wenig zu tun mit der offiziellen Version zum Beinahe-Kollaps unseres Finanzsystems. Egal, welche Partei vorn liegt, das reichste Prozent der Amerikaner rafft einen immer größeren Anteil des Volksvermögens an sich. In einer komplizierter werdenden Welt sehnen sich die Menschen nach einfachen Botschaften („wir“ gegen „die“), verkörpert in Gestalten wie Sarah Palin. Unterdessen inszenieren Finanzfachleute von Goldman Sachs & Co. milliardenschwere Betrugsmanöver auf Kosten vieler Bürger. „Kleptopia“ ist ein Manifest gegen die Verdummungskampagne von Medien, Wirtschaft und Politik. Der zornige Matt Taibbi schenkt seinen Gegnern nichts. Mit hinreißendem rhetorischem Schwung analysiert er Phänomene wie die Tea-Party-Bewegung, die Hypothekenkrise und die Tricksereien des Finanzoligopols. Er entlarvt sie als das, was sie sind: groß angelegte Propagandalügen und Umverteilungskampagnen zugunsten der Finanzbranche.

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  • Rezension zu "Kleptopia" von Matt Taibbi

    Kleptopia
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. March 2012 um 12:35

    Emotionaler Befreiungsschlag Politisch korrekt in der Sprache und im Duktus ist dieses Buch wahrlich nicht. Und natürlich bietet Matt Taibbi „der Gegenseite“ direkt Angriffspunkte, wenn er z.B. einen Alan Greenspan ganz offen als „das größte Arschloch im Universum“ betitelt. Aber was soll´s mit den Angriffspunkten. Ob man es flüstert oder schreit, differenziert darlegt oder (wie hier) teils polemisch in den Raum wirft, die „Gegenseite“ würde sowieso nicht zuhören. Mit leidenschaftlichem Ärger entzaubert Taibbi dieses Geflecht der Selbstdarstellung aus Pseudo-Verantwortung und Gesülze von Politik, Kapital und Finanzindustrie und legt die Strukturen hinter all dem offen: Steigerung der Rendite für die Vermögenden. Nichts sonst. Da, wo der Staat nurmehr ein „sklavisch ergebenes Schoßhündchen“ ist, das als „Werkzeug für´s Geldmachen dient“. Direkt, klar und polemisch in der Form. Was aber kein Grund ist, dabei stehen zu bleiben und die klar und präzise vorgetragenen Sachzusammenhänge zu ignorieren, die Taibbi im Buch fundiert benennt. Dass in dieser Welt seit etlichen Jahren unter dem Deckmäntelchen eines „Neoliberalismus“ nichts anderes stattfindet als ein gewollter, geplanter, von Banken , Politik und Finanzindustrie wechselseitig getragener „Raubzug“ des „Kapitals“ gegen die Welt. Innerhalb dessen Highways in den USA genauso an Fonds verkauft werden wie alle Parkuhren in Chikago. Hauptsache die Rendite für wenige ist gewährleistet. Auch wenn dafür unter anderem Amerika zum Schnäppchenpreis zum Verkauf steht. Und in den Grundzügen seiner Darstellungen ist dies von den Fakten her nicht abzuleugnen. Die Zahlen der Änderung der Vermögensverteilung weltweit in den letzten 20 Jahren liegen statistisch vor. Natürlich steigen so manche Prozentzahlen mehr in die Riege der Millionäre und Milliardäre auf. Einige gewinnen also deutlich hinzu. Dennoch aber bleibt: Die Schere zwischen Reich und Arm klafft immens und mit zunehmender Geschwindigkeit auf. Die „Oberen“ sind nun t nicht die Adressaten seines Buches. Aber all die anderen, die entweder unwissend oder ohnmächtig oder tatenlos zuschauen, die will Taibbi tatsächlich wachrütteln. Will einen Teil seiner Wut übertragen. Und wiederum hilft es, einfach die Fakten zu betrachten. Schon die Bibel sagt „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ und die Früchte internationaler Finanzwirtschaft liegen ja in Teilen offen in den Bilanzen der Banken, der Länder, der Fonds, der Boni, der Abfindungen und auf der anderen Seite offen in Rentenkürzungen, prekären Arbeitsverhältnissen, Hunger auch durch Spekulationen mit Nahrungsmitteln und einer allgemein vor Jahrzehnten vollzogenen Änderung der sozialen Spielregeln zugunsten des frei fließenden Kapitals. In Teilen typisch plakativ amerikanisch, polemisch und nicht immer differenziert, thematisch rein auf Amerika ausgerichtet, gebührt Matt Taibbi dennoch Respekt für klare Worte und eine Vielzahl fundierter Beispiele über die Schieflage der Wirtschaftswelt am Beispiel Amerikas zuungunsten von über 80 % der Weltbevölkerung. Eine, folgt man Taibbi, gewollte Schieflage. Vor allem aber eine Schieflage, die „das Volk“ nicht mehr einfach so hinnehmen kann, ohne sich selbst die soziale Zukunft zu zerstören.

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