Das Gehirn

von Matteo Farinella und Hana Ros
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
Das Gehirn
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Eine von Neurowissenschaftlern wundervoll gestaltete Graphic Novel, die uns mit auf eine spannende Reise in unser Denkzentrum nimmt.

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Schlicht interessant und toll gemacht

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Inhaltsangabe zu "Das Gehirn"

So schön waren Neurowissenschaften noch nie: Ein prachtvoll illustriertes und unterhaltsames, informatives und verständliches Buch über die Geheimnisse des menschlichen Gehirns und die spannendsten Entdeckungen der Hirnforschung.
Dieses Buch ist eine faktenreiche und fantastische Expedition ins menschliche Gehirn. Die Reise führt durch verschlungene Neuronenwälder in die Tiefen einer Synapse. Man begegnet Neurotransmittern mit Superkräften und fabelwesenhaften Substanzen, die das Gehirn bedrohen, dem Hippocampus in Form eines Seepferdchens, dem Pawlowschen Hund – und den großen Erforschern des Nervensystems und des Gehirns: von Santiago Ramón y Cajal – dem Vater der Neurowissenschaften – über Hans Berger, der die Hirnströme und ihre Messung entdeckte, bis zum Gedächtnisforscher Eric Kandel. Dr. Matteo Farinella, Neurowissenschaftler und Illustrator, und seine Kollegin Dr. Hana Roš, bieten in diesem humorvollen, höchst unterhaltsamen und prächtig illustrierten Buch eine einzigartige Einführung in die Funktionsweisen des menschlichen Gehirns und die spannendsten Erkenntnisse der Hirnforschung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783956142642
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:136 Seiten
Verlag:Kunstmann, A
Erscheinungsdatum:12.09.2018

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    killmonotonys avatar
    killmonotonyvor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine von Neurowissenschaftlern wundervoll gestaltete Graphic Novel, die uns mit auf eine spannende Reise in unser Denkzentrum nimmt.
    Rezension: Das Gehirn

    Wow, was für eine prachtvolle Covergestaltung! Dieses Buch, pardon, diese Graphic Novel, ist mir beim Beäugen der Herbstvorschauen direkt ins Auge gefallen. Dr. Matteo Farinella und Dr. Hana Roš bringen uns mit „Das Gehirn“ eine Welt näher, die vielen von uns (oder zumindest denen, die keinen Biologie Leistungskurs hatten) eher verschlossen bleibt. Auf knapp 130 Seiten reisen wir mit einem namenlosen Protagonisten (der in ein Gehirn „aufgelesen“ wird und eigentlich nur nach Hause will) quer durch unser Rechenzentrum und erfahren alles über die Funktionsweise von Rezeptoren, Neurotransmittern und Vesikeln. Wer Fachtermini eher meidet und Wert auf eine Dummy-freundliche Erklärweise legt (ich hatte mich schon gefreut!), ist hier leider falsch, denn „Das Gehirn“ ist trotz seiner Aufmachung als Graphic Novel (leider) weder für jüngere noch Gehirn-unerfahrene Leser geeignet. Farinella und Roš werfen uns wie auch den Protagonisten mitten in die verrückte Welt der Wissenschaft, und da ich für meinen Teil kein Vorwissen mitgebracht habe, habe ich nur schwer Zugang zu diesem Buch gefunden.

    Dr. Matteo Farinella und Dr. Hana Roš fassen die sehr ansprechend illustrierte Graphic Novel in folgende Teilkapitel:

    Morphologie — Hier werden zu Beginn wichtige Grundbegriffe erläutert Pharmakologie — In diesem Kapitel erfahren wir alles über Botenstoffe wie Dopamin, Serotonin und Glutamat (hier war ich etwas geschockt – ist das nicht ein Zusatzstoff für sehr viele Fertig-Lebensmittel?), welche Funktionen sie erfüllen und wie sie arbeiten Elektrophysiologie — Die Forscher Alan Hodgkin und Andrew Huxley erklären uns, wie ein Nervensignal erzeugt wird, zudem gibt es eine Einführung in den Begriff „Strom“: was Strom eigentlich ist, wie er funktioniert und was er in unserem Gehirn macht Plastizität — Hier gibt es eine kleine Einführung zum Gedächtnis: Was sind Träume und Erinnerungen und wie kann Verhalten konditioniert werden? Synchronizität — In diesem Kapitel geht es um das Ich-Gefühl, Geist vs. Gehirn

    In jedem dieser Kapitel, die spannende Themen beinhalten, begleiten uns ein oder mehrere berühmte Forscher des Gebiets — wie etwa Iwan Pawlow und seine Konditionierungsforschung — die uns kompliziertere Themen etwas leichter verständlich machen wollen. Doch leider ist „Das Gehirn“ so vollgepackt mit Fachtermini und Erläuterungen zu Funktionsweisen, dass alles holterdipolter „runtererzählt“ wird, und genauso schnell, wie unser Protagonist dem Gehirn entkommen möchte, ist irgendwie auch das Erzähltempo, sodass es im Oberstübchen nur so blubbert. Natürlich handelt es sich bei einer Graphic Novel um ein bildgetriebenes Medium, das natürlich etwas „schneller“ zu konsumieren ist als ein nur-Text Buch, dennoch ging mir alles etwas zu flott.

    Weiterlesen: https://killmonotony.de/rezension/neurocomic-das-gehirn-als-graphic-novel-entdecken

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor einem Monat
    Kurzmeinung: Schlicht interessant und toll gemacht
    Schlicht interessant und toll gemacht

    Meine Meinung

    Das Gehirn ist eines der faszinierendsten Organe des menschlichen Körpers. Eine Maschine, ein Mechanismus, unaufhaltsam arbeitend und immer für Überraschungen bereit. Die kleinste Aufgabe ist, das Gehirn einzuschalten und den Apparat zum Laufen zu bringen, die größte Aufgabe ist, das Gehirn mit all seiner Komplexität zu verstehen. Was da oben im Kopf eines (überwiegend) Jeden vorgeht, ist in der alltäglichen Lehre kaum versucht zu vermitteln. Doch eine stimmungsvolle und unterhaltsame Abhilfe ist geschafft: „Das Gehirn“ von Dr. Matteo Farinella und Dr. Hana Roš – ein Buch über das Gehirn aus dem Verlag Antje Kunstmann.

        Es ist vielmehr ein Kunstwerk, was der Leser schon allein beim Betrachten des Covers verspürt. Die blaue Grundfarbe und die goldenen Verzierungen und Ornamente ergeben ein stimmiges Gesamtbild, welches das menschliche Auge betrachten darf. Gleich die Frage zu Beginn: Was nimmt das Auge wahr, wie wird diese Momentaufnahme des Umschlages in unser Gehirn weitergeleitet, und was empfinden wir beim Mustern des Covers? Wir entdecken ganz klar einen kunstvollen Einband, ein verworrenes Bild aus Linien, Ästen und Symbolen, und was wir assoziieren: Das hat ja alles mit dem Gehirn zu tun!

          Die Kunst zieht sich, wie wir nach dem Aufschlagen der ersten Seiten erfahren, durch das ganze Buch. Wir halten nämlich keinen Roman in den Händen, auch kein Sach- oder Fachbuch, und noch viel weniger ein Kinderbuch; nein, wir halten einen Comic in den Händen, ein liebevoll gestalteter Cartoon über die tiefgründigen Ebenen des Gehirns. Ich scherze nicht, werfen Sie bitte selbst einen kurzen Blick ins Buch: Die Autoren versuchen uns zu verstehen zu geben, wie das Gehirn aufgebaut und gegliedert ist, welche Bereiche für was zuständig sind und welche Gefahren auch in den dunklen Ecken lauern können. Man hat also einen Cartoon vor sich, wo Seite für Seite meisterhaft erklärt wird, was das Phänomen Gehirn eigentlich ist. Diese Erklärung geschieht mithilfe einer kurzweiligen Geschichte: Ein Mann wird durch das menschliche Auge in die Tiefen des Gehirns gesogen – und dieser Mann versucht fieberhaft einen Weg hinauszufinden, dabei begegnet er Wissenschaftler und Forscher, die primär der Hauptperson der Story, vielmehr aber sekundär uns Lesern die Bereiche, in denen wir uns momentan befinden, erklären. Unser Mann trifft auf seiner Reise durchs Gehirn immer wieder verschiedene Personen, die, wie im vorherigen Absatz bereits erwähnt, die jeweiligen Bereiche des Gehirns erklären. Zum Beispiel Santiago Ramón y Cajal, der 1852 – 1934 gelebt hat und als Vater der Neurowissenschaft gilt, die Gehirnstruktur analysiert hat und auch Nobelpreisträger ist. Oder Charles Scott Sherrington, britischer Neurophysiologe und Entdecker der Neuronen, der eifrig unserer Hauptperson im Cartoon die Funktion der Synapsen erklärt. Die Autoren haben klug und intelligent reale Forscher, die in deren Gebieten bahnbrechende Forschungen gemacht haben, für die Ausführungen der Funktionen benutzt, was ziemlich interessant war.

    Fazit

    Wir bewegen uns durch das menschliche Gehirn, folgen unserer Hauptfigur durch die verschiedenen Ebenen und lernen, was es mit dem Gehirn auf sich hat, welche Funktionen es hat und wofür es eigentlich gut ist. Die Autoren thematisieren auch nebenbei verschiedene, zum Beispiel von Geburt an veranlagte Krankheiten oder Fehlfunktionen, wie zum Beispiel Depressionen, oder die Konsequenzen von Alkohol- und Drogenkonsum. Der Cartoon lehrt uns auf eine ziemlich einfache Art und Weise das Gehirn mit all seinen Funktionen – und dies sehr faszinierend! „Das Gehirn“ ist daher sehr empfehlenswert! Nicht nur für Jene, die Interesse daran haben, sondern auch für Jene, die es dringend benötigen würden!

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    aus-erlesens avatar
    aus-erlesenvor einem Monat
    Kurzmeinung: Kurzweiliger Ausflug in die Kanäle des Wissens
    Schwarz-Weiß-Trip

    Ganz düster hier im Oberstübchen! Und so verworren. Da steht man ganz schön im Wald. Und wird immer wieder angesaugt, aber nicht wieder ausgespuckt. 

    Das Gehirn spielt uns so manches Mal einen Streich. Zumindest hofft man, dass es so ist. Denn das komplexe Geflecht aus Synapsen, Neuronen, Glutamat und all den anderen Bereichen, Substanzen im Strom des Lebens gibt immer noch Rätsel auf. Dieses Buch löst diese Rätsel nicht – gibt aber einen leicht verständlichen, optisch 1A aufbereiteten Überblick, was da bei jedem einzelnen von uns „da oben“ vor sich geht.

    Grundvoraussetzung für dieses Buch ist die Bereitschaft sich Neuem hingeben zu wollen. Ist diese erfüllt, wird dieses graphic science book, also ein Sachbuch in Form eines Comics, zu einer Wissensreise, die viel zu schnell zu Ende ist.

    Denn so schwarz-weiß wie die Abbildungen ist es natürlich nicht in unserem Gehirn. Die Ionenpumpen halten das elektrische Potenzial der Zellmembran aufrecht. Kommt es daher, dass manchem manchmal ein Licht aufgeht? 

    Wie das Hirn funktioniert und dass man doch wieder aus ihm herauskommen kann, wird alles im Buch beschrieben. Jede weitere Interpretation erübrigt sich. Über die künstlerische Gestaltung des Buches hingegen, kann mehr als nur ein Wort verlieren. Dr. Matteo Farinella ist selbst Neurowissenschaftler. Er benutzt also etwas, um dieses Etwas zu erforschen. Ein Teufelskreis. Und aus diesem bricht er manchmal aus. Dann zeichnet er. Nicht einfach nur Neuronen oder elektrische Ozeane (die auch, ebenso wie Kalmare und U-Boote – die sind allesamt in unseren Hirnen vertreten), sondern auf eindrückliche Art den Hirn-Komplex. Bei seiner Reise durch die Irrungen und Wirrungen zwischen Frontallappen und Stammhirn trifft der Leser auf Forscher, die ihr Hirn der Hirnforschung überschrieben haben. Dr. Hana Roš ist ebenfalls Neurowissenschaftlerin und hat ihr Wissen schon in Fachzeitschriften einem breiten Publikum zugängig gemacht.

    Die Symbiose von Hirn und Hirn, von Fakten und Kreativität erheben dieses Buch in den Adelsstand der populären Wissenschaftsbücher. Kein Wort und kein Pinselstrich zu viel oder zu wenig verderben den Wissendurst. Ein gewagtes Experiment, die scheinbar unwissenschaftliche Art ein Buch zu gestalten (Comic) mit der knappen Form der Wissensvermittlung in Einklang zu bringen. Das Ergebnis: Ein durchgehend angenehmer Ton, der sich im Ohr bleibt und somit auch im Hirn festsetzt. 


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