Matthew Appleby KinderGartenGlück

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Inhaltsangabe zu „KinderGartenGlück“ von Matthew Appleby

Mit Kindern den Garten erleben!
Fröhlich-kreative Anregungen für erste gärtnerische Projekte und ein Erleben von Garten und Natur in allen Jahreszeiten bietet dieses Buch von Matthew Appleby für Kinder ab 5 und ihre Eltern und Großeltern: Im Frühling locken Bepflanzungsprojekte phantasievoller Behältnisse, Käfersafaris und Teicherkundungen, der Sommer eignet sich besonders für Gartenspiele, Pfl anzenkunst und Lavendelernte. Gerade der Herbst bietet viele Ideen, vom Trocknen von Pflanzen über Baumabenteuer bis hin zu Gestaltungsprojekten mit Pflanzensamen, bevor der Winter zum Basteln von kunstvollen Objekten und dem aufmerksamen Beobachten der Veränderungen im Garten einlädt. 52 Projekte – für jede Woche eins – bieten Ideen und Tipps, die leicht umzusetzen sind. Ein Buch, das sowohl Eltern als auch Kindern Freude macht!

Meine Erwartungen waren wohl zu hoch! Ich hätte mir mehr Gärtnern mit Kindern und bessere Anleitungen gewünscht

— danielamariaursula

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    KinderGartenGlück

    danielamariaursula

    52 Projekte für Kinder ab 5 Jahren mit fröhlich-kreativen Anregungen für gärtnerische Projekte, und ein Erleben von Garten und Natur in allen Jahreszeiten. Für jede Woche des Jahres ein Projekt! Alle leicht und problemlos umsetzbar. Dieses Buch wurde von einem ehemaligen englischen Grundschullehrer verfasst, der nunmehr als Gartenjournalist tätig ist. Und hier liegen meines Erachtens auch schon 2 Schwierigkeiten des Buches. Zum einen, daß England andere Traditionen hat und in einem Fall, bin ich mir nicht sicher, ob es nicht ein Übersetzungsproblem ist. So führt der Autor in dieses optisch und haptisch sehr ansprechende Buch ein, in dem er auf Grundsätzliches im Umgang mit Kindern, dem Garten und der Natur hinweist. So sollte immer ein erster Hilfe Kasten Griffbereit sein und Wunden sofort abgepflastert werden. Naja, vielleicht hätte ein Hinweis auf die Gefahren einer Tetanus-Infektion bei Verletzungen im Garten auch nicht geschadet. Es wird auf die ordnungsgemäße Lagerung von Gartengeräten zur Vermeidung von Gefahren hingewiesen und welche Werkzeuge erforderlich sind. Diese Liste ist recht kurz. Im Buch taucht dann jedoch immer wieder die „Forke“ auf. Ein mir unbekanntes Werkzeug. Auch meine Eltern, mit einem 1.200 qm Grundstück und meine Freundin die gerade einen Garten neu anlegt, konnte mit dem Begriff nichts anfangen. Wir haben entschieden, es könne eine Mistgabel, abgeleitet vom engl. Wort Fork = Gabel sein. Diese Forke nimmt man z.B. um ganz einfach den zu wild wuchernden Brombeeren im Garten Herr zu werden. Mit festen Handschuhen schneidet man die Brombeerranken kurz oberhalb des Bodens ab und kann dann ganz einfach die Wurzelballen mit der Forke aus dem Boden heben! M. Appleby ist bei uns jederzeit willkommen, um uns dies vorzumachen. Leicht geht das nicht (aber vielleicht fehlt mir nur die magische Forke). So schlägt der Autor auch vor, man solle im Herbst nach örtlichen Herbstmärkten schauen, wo z.B. Gartenprodukte prämiert werden und eventuell selbst einen veranstalten. Sofort schweben mir nette englische Dörfchen vor dem Innerauge ins Gedächtnis z.B. aus Agatha Christie Krimis, aber hier vor Ort im ländlichen Rheinland-Pfalz? Nun gut, wenn ich keine finde, kann ich sie ja veranstalten und das Ganze dann lt. M. Appleby mit einem aus Reisig und Stöcken aufgeschichteten Herbstfeuer krönen, das dann toll den dunklen Abendhimmel erleuchtet (S. 106). Hä. Hinweise zu Gefahren fehlen diesmal. Aber Moment! Auf S. 118 gibt es das Projekt Lagerfeuer, in dem wirklich ausführlich auf Feuer im Freien eingegangen wird. Einen Hinweis auf diesen Abschnitt wäre 12 zuvor wirklich wünschenswert gewesen. Auch weist der Autor darauf hin, dass Kinder ungeduldig sind und man daher mit Gemüseanbau mit Erfolgsgarantie beginnen sollte u.a. mit Möhren und Kürbissen. Krumme Möhren kann man z.B. zu einer leckeren Suppe verarbeiten. Den Hinweis auf Gemüsesuppe mit selbstgezogenem Gemüse ist zwar toll, aber man kann krumme Möhren auch roh essen und gerade Möhren auch zu Suppe verarbeiten. Ein Rezept wäre an dieser Stelle nicht schlecht gewesen. Mit überreifen Möhren läßt sich gut ein Möhrenkuchen backen. Dazu benötigt man ca. 200g geraspelte Möhre. Kleine Kinder lieben es, zuzusehen, wie das Häufchen an Möhrenraspeln wächst. Ja, das ist der Fall, aber was benötige ich noch für Möhrenkuchen? Ich habe weder die Zutaten und das Gewichtsverhältnis für Möhrentorte, noch für die delizösen Kürbismuffins im Kopf. Ein weiteres Projekt für den Sommer ist die Lavendelernte. Mit dem geernteten Lavendel kann ich toll mit weißem Baumwollmusselin (was bitte ist das jetzt genau? Wo bekomme ich es?), das in Quadrate (Größe ?) geschnitten wird, kleine weiße duftende Lavendelsäckchen schnüren, die größere Kinder besticken (meine Tochter würde mich lynchen) oder bemalen können, um es zu verschenken. Lavendel verspricht erholsamen Schlaf. Die abschreckende Wirkung auf Motten wird verschwiegen. Da wir nicht stets Baumwollmusselin zur Hand haben, neben wir für die Schränke Teefiltertüten. Sehr einfach, praktisch, undekorativ, wirksam, nicht zum Verschenken geeignet. Ich bin nicht so die Deko-Fachfrau, eher für’s Praktische zu haben. Er warnt vor Gärten mit Gefälle, damit können Kinder leider nichts anfangen, man solle unbedingt Geld in die Hand nehmen und Terrassen anlegen. Sorry, aber das ist kein Projekt mit Kindern, und meine Kinder können mit Gefälle besser leben, als mit diversen Terrassen. Auf Bäume klettern und Gemüse anbauen, Schaukeln, buddeln, im Wasser plantschen (gut, das Wasser steht nicht ganz eben im Becken) können die Kinder auch so… Der englische Einfluß zeigt sich auch wieder bei dem Projekt, wir bauen einen Steinkreis! Stonehenge? Ja genau, Stonehenge für den eigenen Garten, eventuell aus Pappe statt Steinklötzen. Aber welches Kind ab 5 Jahren in Deutschland kennt Stonehenge? Nicht so viele, würde ich mal tippen. Auch wenn es keine Rezepte z.B. für das Stockbrot fürs Lagerfeuer gibt, ist eine ausführliche Anleitung zu Herbstcollagen gegeben. Man nehme einen Metalldeckel aus der Küche und befülle ihn mit weißem Zucker. In dem kann man dann seine farbenfrohen Fundstücke aus dem Garten zu Mustern oder Gesichtern legen und zur Erinnerung fotografieren. Sorry, aber ich mag nicht mit Zucker spielen und diesen nachher in den Mengen einfach wegwerfen. Das widerstrebt mir persönlich. Aber es gibt auch nette Anregungen, wie z.B. für Kresseköpfe die auch wirklich gut und anschaulich beschrieben und bebildert sind, auch wenn ich entgegen der Annahme des Autors keine Baumwollwatte stets im Haus führe… Die Aufmachung des Buches ist wirklich ansprechend und inspirierend. Auch wenn ich mir einen Glossar gewünscht hätte. Auch hätte ich gerade von einem ehemaligen Grundschullehrer genauere Anleitungen erwartet. Teilweise sind es nur Inspirationen, sonst nichts. Aber einige Inspirationen waren wirklich nett und erinnerten mich daran, mal wieder das eine oder andere, das während des Winters einschlief, jetzt im Frühling wieder aufzugreifen. M. Appleby und ich, haben teilweise sehr unterschiedliche Ansichten, aber ich habe mich nicht ganz so viel über das Buch geärgert, wie es nun den Anschein haben mag. Einige Seiten haben mir wirklich auch gefallen, ich war nur sehr enttäuscht, daß ein Grundschullehrer, nicht bessere Anleitungen gibt und die Hälfte vergisst nieder zu schreiben. Wohlwollende 3 von 5 Sternen. Nett, aber man muß es nicht haben.

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