Matthew B. Crawford Die Wiedergewinnung des Wirklichen

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Inhaltsangabe zu „Die Wiedergewinnung des Wirklichen“ von Matthew B. Crawford

Wir leben in einer Welt, die uns mit immer mehr und immer dauerhafteren Außenreizen bombardiert, nicht zuletzt durch Werbung. Wir verwenden einen Großteil unserer Aufmerksamkeit darauf, diese Reize zu verarbeiten, anstatt uns fokussiert und konstruktiv mit unserer Umgebung und uns selbst zu beschäftigen. Wir eignen uns die Welt kaum noch aktiv an, statt dessen wird sie uns aus zweiter Hand aufgedrängt — über die Vermittlung der Medien und nach den Vorgaben der Wirtschaft. Wie kann man unter solchen Bedingungen eine autonome Individualität entwickeln?

Der Philosoph Matthew B. Crawford fordert: Wir müssen wieder lernen, uns zu fokussieren. Und wir müssen uns einen direkten Zugang zur Wirklichkeit erschließen — durch konkrete Tätigkeiten, zum Beispiel ein Handwerk oder eine Sportart. Nur auf diese Weise wird es uns gelingen, zu einem authentischen Individuum zu werden, das sich nicht nur durch äußere Einflüsse definiert, sondern sich durch eigenes Tun in der Welt behauptet.

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  • „Aufmerksamkeitsethik“

    Die Wiedergewinnung des Wirklichen

    michael_lehmann-pape

    15. August 2016 um 11:47

    „Aufmerksamkeitsethik“„Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, so etwas wie eine Aufmerksamkeitsethik für unsere Zeit zu entwickeln“, wobei Crawford Ethik im Sinne einer „umfassenden Reflexion über das Ethos, da wir anstreben“ definiert.Schon die Wortwahl „so etwas“ zeigt, dass Crawford ein schwierig abgrenzbares und ebenso schwierig ganz konkret zu fassendes Feld betritt. Eine gewisse „Schwammigkeit“, die das ein und andere Mal im Buch ebenfalls zu Tage tritt.Was bereits beim Untertitel beginnt, denn es stellt sich ja von Beginn an die Frage, ob es nicht ein „zu viel an Ich“ in der Gegenwart geben könnte statt ein „zu wenig“ aufgrund einer „Zerstreutheit“. Und ob jene „Zerstreutheit“, die Crawford benennt nicht ein vielleicht auch passiver Zustand des „Ausgeliefertseins“ an eine hohe Geschwindigkeit der Zeit und eine Überforderung durch eine hohe Menge an Reizen und Informationen sein könnte.Mit Crawford einig kann der Leer allerdings auf jeden Fall in einer der Grundbeobachtungen des Buches sein. Dass durch die Digitalisierung und die zeitlich fast durchgängige Nutzung technischer Medien in der Gegenwart grundlegende Formen des Haptischen, der „Aneignung der Welt durch reales Befühlen“ verloren gegangen ist.Primäre Erfahrungen, die Grundlage jeder persönlichen Entwicklung, drohen durch „indirekte Erfahrungen“ verdrängt zu werden. Dies wäre zu verstehen als reiner Verlust, nicht als „Ersatz“ anderer, direkter, fühlbarer Erfahrungen.Eine Entwicklung, die zügig voranschreitet, die alle Bereiche des öffentlichen Lebens mittlerweile betrifft und die, in den Augen Crawfords die größte Schwierigkeit des Menschen in der Gegenwart, von „klein auf“ an eingeübt, „eingetrichtert“ wird. Das mag als Scherz mancher Comedians noch lustig wirken, wenn erzählt wird, wie der Nachwuchs versucht, im Aquarium eines Zoos die Fische „größer zu wischen“ wie auf einem Tablet, aber, wie Crawford nicht müde wird, darzulegen, ist die Gesellschaft auf dem besten Wege, den Kindern genau dieses „Annäherung an die Welt“ mit auf den Weg zu geben.Das Sinnliche, Begreifbare, die handwerklichen Fertigkeiten, das aktive Umgehen mit Material und auch Beziehungen, all das droht, durch eine rein passive Haltung innerhalb von „Automatismen“ der digitalen Konsumindustrie verloren zu gehen. Bis dann der Mensch als „nur“ perfekter Kunde und Konsument unter von anderen vorgefertigten Wahlmöglichkeiten „klickend“ die Verfügungsgewalt und Freiheit der Wahl im „wirklichen Leben“ aufgibt. Unter Umständen auch noch, ohne dies zu vermissen, vielleicht gar ohne dies zu kennen.Und sich selbst in dieser „Klick-Welt“ vollends aus den Augen verliert.„Daher ist er nicht in der Lage, sich der Kolonisierung seines Lebens durch Scherereien zu widersetzen“. Weil die klare Orientierung fehlt, was „wichtig und richtig und wertvoll“ von zu vielen (in den Augen Crawfords) nebensächlichen Dingen mit besetzt werden und der Mainstream dann letztlich einfach mitreißt.Was auf der Strecke bleibt ist der Genuss, die Fähigkeit zur Freude über z.B. „das Zusammensein mit Freunden als wichtig anzuerkennen“. Der Mensch verliert sich, seinen Kern, seine Fähigkeit zu klaren Werten in einer Form „aufgedrängter Zerstreuung“, die nicht planlos geschieht, sondern System besitzt.Trotz mancher Unklarheiten und schwer zu fassender Begrifflichkeiten, auch im Blick auf die ein oder andere nicht ausführlich genug gesetzte Hintergrunddarstellung (philosophische, politische und wirtschaftliche Strömungen, die den gegenwärtigen Zustand in den Augen Crawfords befördert haben) ist dies ein sehr interessantes, wenn auch nicht immer einfach zu verstehendes Buch.Denn Crawford lenkt den Blick auf die „Unachtsamkeit“ des modernen Lebens und die Zementierung der Entfernung von der „echten“ Welt bereits bei der grundlegenden Erziehung der Kinder. Nicht ohne Alternativen in den Raum zu stellen, wie statt Zerstreuung doch wieder Konzentration entstehen kann und damit persönliche Werte zum einen wieder entstehen können und diese, zum anderen, auf echten Erfahrungen und Reflexionen dann beruhen.

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