Matthew Baker

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen

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Matthew BakerDiebe, Lügner und Helden wie wir
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Diebe, Lügner und Helden wie wir
Diebe, Lügner und Helden wie wir
 (5)
Erschienen am 31.05.2018
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Erschienen am 17.03.2015

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Rezension zu "Diebe, Lügner und Helden wie wir" von Matthew Baker

etwas ungewöhnlich
VroniCasparvor 2 Jahren


Diebe, Lügner und Helden wie wir von Matthew Baker


Nicholas ist ein Rechenfreak und Geigenspieler, überspringt einige Klassen und wird deshalb als Kleinster gehänselt, ausgegrenzt und ist deshalb oft sehr einsam. Er hält Zwiesprache mit seinem verstorbenen kleinen Bruder, den er nie kennenlernen konnte, erzählt ihm seine Erlebnisse und seine Sorgen.

Dann jedoch taucht der totgeglaubte und demente Großvater Rose aus dem Gefängnis auf und fantasierte von einem gigantischen Familienschatz, den er unbedingt finden muss bevor er stirbt. Die Schatzsuche ist willkommene Abwechslung für Nicholas, für den das Leben jetzt erst richtig beginnt, eine Zeit voller absurder Abenteuer, Rivalität und auch echter Freundschaft.

Nicholas muss diesen Schatz unbedingt finden, denn für ihn steht jetzt alles auf dem Spiel.

Der Schreibstil und auch die Schreibweise ist in diesem Roman schon etwas speziell. Nach den ersten Seiten hatte ich mich eingelesen und wurde immer mehr in den Bann dieser außergewöhnlichen und ereignisreichen Geschichte gezogen.

Auch wenn diese Jungs in ihrer Familie nicht die besten Voraussetzungen für ein anständiges Leben hatten, sie kämpften sich für ein sauberes Leben durch, wahrten Anstand und gelangten dadurch zu echter Freundschaft. Besonders die beiden Opas waren mir durch ihren schlichten Umgang miteinander sehr menschlich und sympathisch.

Dies ist ein Roman voller Einfühlungsvermögen, Menschlichkeit, Gefühle und Humor und deshalb lesenswert. Auch wenn die Ansicht des Covers eher ein Kinder- oder Jugendbuch vermittelt, ist es auch für Ältere ein Lesevergnügen.


Der Autor Matthew Baker ist in Michigan geboren und hat bisher erfolgreich für Magazine Kurzgeschichten geschrieben. „Diebe, Lügner und Helden wie wir“ ist sein erster Roman.

Dieser Roman hat mich berührt und auch etwas nachdenklich gestimmt.


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Rezension zu "Diebe, Lügner und Helden wie wir" von Matthew Baker

Ein anstrengender, langweiliger Schreibstil konnte nur wenig Spannung aufbauen.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Ein verborgerner Familienschatz, eine spannende und gefahrvolle Suche... das klang genau nach meinem Geschmack.

Nicholas muss unbedingt den Familienschatz von Großvater Rose finden, sonst werden seine Eltern das Haus verkaufen müssen und damit Nicholas verstorbenen Bruder zurücklassen müssen. Bald schon findet er neue Freunde, die ihm zur Seite und auch sein Großvater ist ganz anders als erwartet.

Leider entpuppte sich die Suche als endloses Gerede, nur zum Schluss wird dann auch endlich mal gesucht. Die myseriöse Wahrsagerin war ein junges Mädchen, welches zu Hause unterrichtet wird und irgendwie konnte mich das alles nicht überzeugen. Es hat lange gedauert, fast das ganze Buch, bis Spannung aufgebaut wurde.

Auch der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Unser Protagonist ist sehr intelligent und ist im Schulorchester. Dort lernen sie die Fachbegriffe für bestimmte Tonarten, wie forte oder piano, was grob ausgedrückt, laut und leise bedeutet. Und hinter jedem Satz, hinter jeder fallenden Gabel, hinter jedem fliegenden Blatt hat es sich der Autor zur Aufgabe gemacht diese kleinen Wörter zu setzen. Das war anfangs ganz nett, wurde aber mit der Zeit immer anstrangender und irgendwann habe ich es einfach überlesen.

Und auch das Ende habe ich schnell überflogen. Es konnte mich nicht packen und ich wollte das Buch nach wochenlangem Lesen endlich beenden. Spannungsgeladen nenne ich anders.

Die Charaktere waren sehr individuell, stechen besonders heraus durch ihre Eigenarten. Das mochte ich, so konnte man sie direkt auseinanderhalten und behält sie in Erinnerung. Der Titel ist übrigens sehr gut und zum Thema gewählt.

Fazit: Ein anstrengender, langweiliger Schreibstil konnte nur wenig Spannung aufbauen.

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lauchmottes avatar

Rezension zu "Diebe, Lügner und Helden wie wir" von Matthew Baker

Eine sehr ungewöhnliche Geschichte mit einem hochbegabten Ich-Erzähler
lauchmottevor 2 Jahren

Der elfjährige Nicholas ist hochbegabt und verfolgt mitunter ungewöhnliche Gedanken. Eine besondere Liebe hat er für Zahlen und Musik. Er spielt Geige und verinnerlicht sämtliche Begriffe zu musikalischen Spielweisen wie pianissimo, decrescendo, fermate usw. problemlos und löst in der 7. Klasse bereits Inhalte des Mathematikunterrichts der 11. Weiß man nicht mehr über ihn, liegt die Vermutung nahe, dass er aus einem privilegiertem Elternhaus stammen muss, dem alle Wege für eine berufliche Karriere offen stehen. Doch weit gefehlt! Sein Vater findet in der Region wie viele andere keinen Job und die Mutter arbeitet in der Altenpflege. Das Geld reicht nicht aus, um das Haus weiter zu finanzieren. Das Haus, in dessen Garten Nicholas' Bruder in Form einer Kiefer steht! Er wurde zu früh geboren und konnte nicht überleben. Während die Eltern nicht mehr über den Bruder sprechen, ist Nicholas davon überzeugt, dass sein Bruder ein Baum ist. Jeden Tag geht er hin, gießt im Sommer seine durstigen Wurzeln, unterhält sich mit ihm und holt sich Rat und Hilfe. Die Vorstellung, das Haus und damit auch den Garten mit der Kiefer an eine andere Familie zu verkaufen, erfüllt ihn mit Panik. Als überraschend sein über 80 Jähriger, von der Mutter für tot erklärter Opa aus dem Gefängnis entlassen wird und bei ihnen auftaucht, nimmt die Geschichte ihren Anfang. In lichten Momenten redet der Alte von wertvollen Erbstücken, die alle Geldsorgen lösen würden. Im nächsten Augenblick erkennt der Demenzkranke seine eigene Tochter nicht und kann sich an nichts erinnern. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, muss er zunächst aus dem Altersheim raus. Nicholas verhilft ihm zur Flucht und mit zwei vermissten Opas aus dem Altersheim, drei Jungen, die in der Schule gemobbt werden und dennoch unterschiedlicher kaum sein könnten, vermeintlichen Geistern und einer geheimnisvollen Wahrsagerin beginnt ein außergewöhnliches, teils absurdes Abenteuer.

Der Einstieg ist ebenso verwirrend wie die Gedanken des hochbegabten Ich-Erzählers. Er zeichnet dem Leser das Bild einer Kindheit, die an die unserer Großeltern und Urgroßeltern in schlimmen Zeiten erinnert. Geldsorgen, geprügelte Kinder, brutales Mobbing unter Kindern, Lehrer die nicht eingreifen und ein wildes, freies Leben mit Schlägereien und Diebstählen nach der Schule und ohne technische Unterhaltungsmedien oder AG's in der Freizeit sind für heutige Kindern schwer nachvollziehbar. Die kindlichen Figuren sind als Opfer ihrer familiären Zustände schräg, teils bösartig und voller Widersprüche. Eine besondere Rolle kommt der Beziehung zwischen zwei Jungen und ihren Großvätern zu, die von den Eltern der Kinder nicht verstanden und abgeschoben werden. Trotz Altersmacken nehmen die Jungen sie an und sind darum bemüht, ihnen den letzten Wunsch zu erfüllen und zeigen sich damit von einer liebenswerten und selbstlosen Seite. Die Freundschaft untereinander ist ebenso schwierig wie die Jungen selbst. Ihre bisherigen Lebenserfahrungen lassen Vertrauen nur schwer zu und der Wunsch nach Anerkennung unter den angesagten Kindern der Schule stehen einer Annäherung der drei Außenseiter untereinander zusätzlich entgegen, könnte das doch die Position in der Schule weiter verschlechtern.

Durch die eigenwillige Vorliebe von Nicholas für musikalische Begriffe sind diese regelmäßig tiefergestellt im Text eingefügt, um die Wahrnehmung des Ich-Erzählers zu verstärken. Für den Leser stört das den Lesefluss erheblich. Selbst musikalisch gebildete Kindern können sich diese nicht merken, da es einfach zu viele sind.

Fazit: Das Buch ist "gewöhnlichen" Kindern frühestens ab 11 Jahren eingeschränkt zu empfehlen. Für schwierige hochbegabte Kinder ist es möglicherweise eine angemessene Lektüre.

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