Matthew Möller

 4 Sterne bei 4 Bewertungen

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Chillt mal, ihr Streber!

Chillt mal, ihr Streber!

 (4)
Erschienen am 16.06.2017

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Daniel_Allertseders avatar

Rezension zu "Chillt mal, ihr Streber!" von Matthew Möller

Nicht wirklich gut
Daniel_Allertsedervor einem Jahr

Meine Meinung 

Matthew Möller war wahrhaftig kein Streber, und ein Vorzeigeschüler war er mit Sicherheit auch nicht, aber was er Stolz von sich behaupten kann, ist, dass er sein Abitur überraschend geschafft hat und nun das Amt des Lehrers ausübt. Sein kurioses Martyrium hat er in einem Buch zusammengefasst, welches den Titel »Chillt mal, ihr Streber« trägt.

 

Ich sehe dieses Büchlein mit einem eher kontroversen Blick: Mir kam es manchmal so vor, als habe der Lehrer, Autor, YouTuber und weiß Gott noch was viele Taktiken und »Lehrmittel« von »Fack ju Göhte« entnommen. Er unterrichtet in einer Problemklasse mit Schülern mit überwiegend afrikanisch/asiatischen Wurzeln. Seine Methoden, die Schüler zu lehren, sie zu besänftigen oder ihnen etwas beizubringen sind nicht immer die besten und führten bei mir des Öfteren zu Kopfschütteln. Es lässt sich nicht vermeiden, dass ein Großteil der Schüler engen Kontakt mit YouTube und Co. hat und somit nur noch über diese Massenmedien diskutiert, sodass der Lehrer die Kinder mit einem YouTuber über »FaceTime« beruhigen muss. Aber nicht nur dies bereitete mir Sorgen, sondern auch der Umgang mit Kollegen, Eltern oder Schüler, die des Öfteren beleidigt wurden mit abstrusen Anreden oder Bezeichnungen – natürlich, die Personen, die erwähnt wurden, gaben bestimmt ihr Einverständnis, trotzdem sollte man nicht stolz sein auf diese Wortwahl.

Natürlich aber gab es auch einige gute Szenen, die mich oftmals zum Schmunzeln brachten, wie Unternehmungen, die der Lehrer machte oder auch Gedanken und Erklärungen, die er erläuterte. Das Buch wurde in kurzen Kapiteln mit knackigen Überschriften aufgeteilt und war sehr schnell zu Lesen. Die Slang-Sprache, die der Autor benutzt, war oftmals nicht recht verständlich, was aber wahrscheinlich daran lag, weil das Buch eher an Kinder von YouTube und Jugendliche gerichtet ist, die eine Lektüre á la Zeki Müller erwarten.

Fazit

 

Kann man lesen, muss man aber nicht. Gewöhnungsbedürftige Sprache, komischer Umgang mit den Schülern und den Kollegen des Autors. Die aufmunternden und »entschuldigenden« Worte des Nachworts machen dies auch nicht wett.

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Tanzmauss avatar

Rezension zu "Chillt mal, ihr Streber!" von Matthew Möller

"Endlich wieder in der Schule!"
Tanzmausvor einem Jahr

Da haben sich die Lehrer seiner alten Schule wohl zu früh gefreut, denn als Matthew Möller plötzlich in der Schule auftaucht, erntet er vor allem verwirrte bis leicht entsetzte Gesichter. Die Schüler denken, er wäre sitzengeblieben und deswegen noch da, die Lehrer denken eher, er habe sich verlaufen.

Doch nach und nach wird allen klar, das ist kein Scherz, Matthew Möller ist wieder da, aber nicht als Schüler sondern als Aushilfslehrer.

 Matthew Möller beschreibt recht gechillt seine ersten Tage als Aushilfslehrer an seiner ersten Schule. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund, was die Reaktionen von Schülern und Lehrern angeht. Als Leser muss man sich bei diesem Buch bewusst sein, dass der Text sprachlich sowohl von der Schreibweise wie auch von der Grammatik der Jugendsprache angepasst ist und für manchen eher schwierig zu lesen sein könnte.

Gewiss ist es eine witzige Unterhaltung, die man hier vorfindet. Die Sprache mal außenvorgelassen. Doch merkt man schnell, dass Matthew Möller noch immer im Jugendstadium steckt und sich weigert, erwachsen zu werden. Gerade seine Ansichten und Einstellungen spiegeln dies deutlich wieder.

Nimmt man aber das Buch nicht allzu ernst, findet man eine witzige Lektüre n einem ganz ungewöhnlichen Schreibstil vor.

Fazit:

Ein Schüler, der meint, ein Lehrer sein zu können und dabei zum einen auf humorvolle Art unterhält, zum anderen bei erwachsenen Lesern aber eher ein Kopfschütteln hervorruft.

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seschats avatar

Rezension zu "Chillt mal, ihr Streber!" von Matthew Möller

Chaoslehrer aus Überzeugung
seschatvor 2 Jahren


Niemand hätte gedacht, dass der einstige Hamburger Problemschüler Matthew Möller (Jahrgang 1992) eines Tages als Lehrer arbeiten würde. Und es kommt noch besser. Er absolviert sein Referendariat ausgerechnet an seiner alten Schule - Lehrer und Schüler dürfen gleichermaßen gespannt sein.

Matthew Möller, unter den Youtubern als MefYou bekannt, ist ein durch und durch unkonventioneller Lehrer im Stile von Zeki Müller aus "Fack Ju Göhte". Denn er macht sich lieber einen Lenz als straffen Unterricht. Schnell merken auch seine Schüler, dass der Unterricht des "Chaoslehrers", der hauptsächlich aus Mad Max schauen und Drehen von Youtubevideos besteht, sich vollkommen von dem der übrigen Lehrerschaft unterscheidet. Macht Möller als Sportlehrer noch eine gute Figur und turnt fleißig vor, so geht es im Deutsch- oder Matheunterricht eher gechillt zu (s. Buchtitel). Stress, gut durchdachte Unterrichtskonzepte oder Lehrersprech scheint er nicht zu kennen. Der Grundton seines Erfahrungsberichts ist humorvoll und sprachstilistisch eher im unteren Mittelfeld angesiedelt. Denn in der Jugend- bzw. Kiezsprache fühlt er sich zuhause und passt sich keineswegs der deutschen Hochsprache an. Kurzum, Möller ist für seine Schüler mehr Kumpel als hehre Respektsperson.
Party, schöne Frauen und Joints prägen seine Abende. In Berlin-Neukölln würde er mit dieser Lebenseinstellung sicherlich prima ankommen, aber in Hamburg? 

Betrachtet man das Buch allein aus der humorigen Perspektive, so bietet es durchaus sehr kurzweilige Unterhaltung, vor allem für Fans von "Fack Ju Göhte". Doch gestandenen Lehrern werden Möllers mehr als kindliche bzw. unprofessionelle Ansichten sicher nicht schmecken. M. E. ist Herr Möller mit seiner lockeren Einstellung zum Lehrerberuf besser auf Youtube als in der Schule aufgehoben.

FAZIT
Humorvoller Erfahrungsbericht eines unangepassten Paukers, der gleichermaßen zum Lachen und Kopfschütteln einlädt. Eines steht allerdings außer Frage: Matthew Möller passt mit seinem Auftreten in die heutige, schnelllebige Zeit.

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