Matthew Morgan

 3.6 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Der kleine Moses.

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Der kleine Moses

Der kleine Moses

 (5)
Erschienen am 19.02.2009

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Rezension zu "Der kleine Moses" von Matthew Morgan

Rezension zu "Der kleine Moses" von Matthew Morgan
metalmelvor 11 Jahren

Ich weiß auch nicht genau wieso, aber ich finde Handbücher mit unnützem Wissen total klasse! Sonst würden sie ja auch nicht so oft hier auftauchen. Immerhin ist es wohl so, dass es dafür einen Markt gibt, denn es erscheinen andauernd neue.
Jetzt gibt es eins für Kinder! Das ist besonders toll. Da stehen wirklich lustige Dinge drin. Gleich am Anfang lerne ich, welche blöden Frisuren es gibt, nämlich: Irokese, Skinhead, Vorhangpony, Prinz Eisenherz. Da fehlt mir persönlich jetzt nur noch der klassische Vokuhila und so ziemlich jede Frisur die Heidi Klum trägt.
Gerne hätte ich das Buch schon zu meiner Schulzeit gehabt, denn dann hätte ich mir nicht immer selber ausreden einfallen lassen müssen, sondern hätte mit solchen Knallern geglänzt, wenn ich mal wieder zu spät gekommen wäre: „Ich bin doch da, angezogen und wach. Was wollen Sie noch?“ Oder, wenn ich meine Hausaufgaben vergessen hatte: „Hausaufgaben? Soll man die mit in die Schule bringen? Ich dachte, die bleiben zu Hause!“ Ich sehe meine Lehrer vor Begeisterung in die Hände klatschen...
Praktische Hilfe gewährt der „Kleine Moses“ auch bei Angriffen verschiedenster Tiere. Wenn einen zum Beispiel ein Krokodil ins Bein beißt, dann soll man ihm auf die Schnauze schlagen. Danach aber nicht vergessen, zum Arzt zu gehen, damit „er dich auf eventuelle Entzündungen untersucht“. Ach? Wieso Entzündungen? Er soll sehen, ob mein Bein noch dran ist!
Natürlich kommt auch der Ekelfaktor nicht zu kurz, da fahren ja alle Kinder voll drauf ab. Hier gibt es eklige Gerichte zu entdecken, die wirklich gegessen werden – bäh!
Blutgelee aus China ist geliertes Enten- oder Schweineblut und wird im Pizzaformat serviert, oder Madenkäse aus Sardinien: Man lässt frischen Käse nur mit einem dünnen Tuch bedeckt stehen, „sodass Maden ihre Eier darin legen können. Wenn die Maden geschlüpft sind, isst man das Ganze als Brotaufstrich.“ Ich weiß, dass das stimmt, denn ich habe vier Jahre auf Sardinien gelebt und man hat mir mehrmals diese Delikatesse angeboten. Ich habe immer abgelehnt!
Schön ist auch, dass Zeichentrickfilme das Lebensgefühl, das alle Kinder haben noch verstärken: Ich bin unsterblich! Niemals stirbt wer in diesen Streifen. Die Figuren werden gefoltert, überfahren oder stürzen aus aberwitziger Höhe auf den Boden, aber immer bleiben sie am Leben! Deswegen gibt es die Rubrik „Was wir aus Zeichentrickfilmen lernen“:
“Wenn du aus großer Höhe auf den Boden fällst, entsteht eine riesige Staubwolke und ein Krater, dessen Umriss genau deine Körperform hat.“ Oder „Wenn du überfahren wirst, z. B. von einer Dampfwalze, liegst du platt auf der Straße. Aber keine Sorge, du rollst dich kurz zusammen und nimmst dann wieder deine gewohnte Form an.“ Schön, oder? Nicht zu vergessen natürlich, was passiert, wenn die Comicfigur überrascht wird. Dann nämlich „ springen dir die Augen aus dem Gesicht, du hebst vom Boden ab und hörst einen lauten Gong.“ Herrlich!
Immer gut zu wissen ist, wie man seinen Mitmenschen ungeheuer auf die Nerven fallen kann. Dazu hat das Buch allerlei Tipps parat: „Pfeif jemandem ins Ohr. Wenn er sagt, du sollst das lassen, rülps ihm ins Ohr.“ oder „Ruf jedes Mal ‚Wie langweilig’, wenn jemand etwas sagen will.“ Gerne möchte ich folgendes einmal in der S-Bahn an all den wahnsinnigen Mitfahrern ausprobieren: „Zeig auf die Knie der anderen, murmele ‚Käseknie, Käseknie’ und ‚sehr interessant’.“ Das wäre sicher ein Heidenspaß!
Wenn man einmal schwer erkrankt ist, dann gibt es immer noch viele bunte Methoden, um das Leiden loszuwerden. Da braucht man nicht mal einen Wunderdoktor. Epilepsie lässt sich ganz leicht heilen, indem man im Blut eines Gladiators badet. Gelbsucht verschwindet praktisch sofort, wenn man eine lebendige, in Butter gewälzte Spinne gegessen hat.
Am Ende noch ein wahres Zuckerl:
“1956 erklärte der Amerikaner Howard Menger aus Virginia, er hätte Kontakt zu netten Außerirdischen. Er helfe ihnen, sich als Menschen zu verkleiden. Er rate den Männern, sich das lange blonde Haar abzuschneiden. Im Gegenzug erhielt er dafür Mondkartoffeln.“

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