Matthew Quick Anstand

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Inhaltsangabe zu „Anstand“ von Matthew Quick

Er liebt sein Land, das er nicht mehr versteht. Er hasst die Liberalen. Er schläft nicht ohne seine Waffen. Er ist das Gegenteil von politisch korrekt. Er ist unbequem. Er liebt seine Enkelin Ella über alles. Er hat einen Gehirntumor, für den er das Agent Orange aus dem Vietnamkrieg verantwortlich macht. Er überlebt die Operation. Er nimmt die letzte Chance wahr, sich mit seiner Vergangenheit, seinem Sohn und seinem Erzfeind aus dem Krieg, Clayton Fire Bear auszusöhnen. Er heißt David Granger, 68 Jahre, Vietnamveteran. Er ist: Ein Mann mit Anstand. "Ganz großes Kino" (Christine Westermann zu "Silver Linings") "Originell, fesselnd, erhebend." (Graeme Simsion zu "Die Sache mit dem Glück") "Es ist unmöglich, diese tief zerrissenen Figuren nicht zu mögen." (USA Today)

Ein herrlich eigenwilliger Roman über Vorurteile, Rassismus, Kriegsfolgen, Schuld und Sühne, erzählt von einem unvergesslichen Ich-Erzähler.

— DieLeserin

Emotional, unterhaltsam, politisch - ein amerikanisches Leben entgegen aller Vorurteile, ebenso überraschend wie lehrreich!

— DieBuchkolumnistin

Ein überraschend genialer Roman: inhaltlich sehr kontrovers, tolle Charaktere und ein packender Schreibstil! Absolute Leseempfehlung!!!

— Nepomurks

Wahnsinnig gutes Buch, das einen seine eigenen Vorurteile überdenken lässt …

— HarperCollinsGermany

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  • Was kommt nach dem Krieg?

    Anstand

    Zalira

    09. October 2017 um 16:04

    David Granger ist nicht der Typ Charakter, der einem von Grund auf sympathisch ist. Er hat sehr feste Ansichten und Denkweisen. Als ehemaliger Vietnamveteraner mit einer ordentlichen Portion Patriotismus hat er auch keine Angst davor diese Ansichten jedem mitzuteilen. Ich muss sagen, mir gefällt die Art, wie er seine Geschichte erzählt, auch wenn ich nicht immer mit ihm einer Meinung bin. Aber das muss auch nicht sein. In seiner Geschichte erzählt er vom Krieg, was danach passiert und Werten. Der Klappentext trifft es ganz gute, wenn er David als „das Gegenteil von politisch korrekt“ bezeichnet. Mit ihm haben wir eine wirklich interessante Figur in einer Geschichte über Amerika und seine Schattenseiten. Gerade im und nach dem Krieg müssen sich Soldaten mit dem was passiert ist auseinandersetzen und da ist die amerikanische Regierung nicht unbedingt eine Hilfe dabei.Der Fokus des Buches liegt aber nicht beim Krieg und seinen Schrecken selbst, sondern David erzählt sehr nüchtern, rückblickend von seinen Erlebnissen, vor allem aber vom Veteranenleben nach dem Krieg. Ein zentraler Erzählstrang ist Clayton Fire Bear, der sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht und man bis zum Schluss gespannt ist, was dahinter steckt.Insgesamt bietet das Buch viele tolle Charaktere, die aus Davids -nicht immer politisch korrekter- Perspektive beschrieben werden, sodass der Leser jedoch eine Ahnung bekommt, mit wem er es zu tun hat. Die Ich-Erzählperspektive mit Betonung auf „Erzählen“, weil es wenig wörtliche Reden gibt. Die Geschichte ist aber trotzdem stimmig, da dadurch die Hauptfigur vom Charakter wiedergespiegelt wird. Das Buch bringt durch Davids Eigenheiten Witz in die Geschichte, die so viel mehr ist als man am Anfang vermutet.Vielleicht zu viele Klischees? Ich finde nicht, das Buch trägt zwar an einigen Stellen dick auf, schießt aber keineswegs über das Ziel hinaus.Ich bin unglaublich froh dieses Buch gelesen zu haben, aufgrund der Kürze hat man es auch schnell durch. David ist vielleicht kein Typ, mit dem man immer einer Meinung ist, aber den man trotz allem doch sehr mag. Es geht vor allem um Familie und Freundschaft. Eine wirklich schöne Geschichte, die toll erzählt wird.Vielen Dank an den HarperCollins Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung bleibt jedoch unbeeinflusst.

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    • 3
  • Was für ein Buch!

    Anstand

    yellowdog

    08. October 2017 um 12:35

    Ein sehr amerikanischer und sehr lebhafter Roman! Eine starker Hauptfigur, aus denen Perspektive konsequent erzählt wird. Der Erzähler ist ein Original. Vietnamveteran und vorgeblich konservativ, doch blitzt immer wieder seine große Toleranz durch, die er den Menschen entgegen bringt. Besonders liegt ihm sein Sohn Hank am Herzen und erst Recht seine Enkelin Ella. Der Mann hat Witz, aber es gab auch harte und tragische Schicksalsschläge, die sein Leben prägten. Matthew Quick zeigt anhand seines Protagonisten, wie man mit seinen eigenen Vorurteilen umgehen kann. Dazu gehört die Suche nach den Ursachen dafür, Ich bezweifle, dass der Protagonist mit seiner Fähigkeit zur Selbsterkenntnis ein typischer Vertreter des Trump-Wählers ist. Das Buch zeigt nicht, wie diese Spezis tickt, vielmehr wird ein Einzelfall im Detail gezeigt und man erfährt, was diesen 68jährigen US-Amerikaner zu dem machte, was er ist. Er musste als junger Mann in den Krieg ziehen und die schrecklichen Erlebnisse in Vietnam lassen ihn noch Jahre später Alpträume haben. Damit muss man erst einmal fertig werden und ganz wird das Kapitel nie abgeschlossen sein. Hinzu kam die Liebe zu einer labilen Frau, die an schweren Depressionen litt und eine Entfremdung zum erwachsenen Sohn, der mit Mitte 40 von seiner Frau verlassen wurde. Nach einer schweren Erkrankung kommt Granger seinem Sohn und seiner geliebten Enkelin wieder nahe. So ganz glaubwürdig und realistisch finde ich die Hauptfigur nicht, aber das macht nichts. Dafür ist der Roman umso unterhaltsamer.Ganz unbekannt ist die Masche mit dem grantelnden, aber gutherzigen Antihelden nicht. Man denkt z.B. an Clint Eastwood in Gran Torino. Und es funktioniert auch hier.

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  • Eine rassistische, wahnwitzige Veteranengeschichte mit Stil!

    Anstand

    DieLeserin

    06. October 2017 um 09:44

    Ein herrlich eigenwilliger Roman über Vorurteile, Rassismus, Kriegsfolgen, Schuld und Sühne, erzählt von einem bornierten Ich-Erzähler, den man nicht vergessen kann.Seine Sprache ist herb, seine Ausdrucksweise heftig. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund. Sein Name: David Granger. Vietnam-Kriegsveteran. Er ist Erz-Republikaner, läuft in Tarnklamotten und bewaffnet herum. Er leidet unter Verfolgungswahn und Albträumen. Wer ihn des Nachts weckt, riskiert sein Leben. Den Ärzten, die sein Gehirn operiert haben, traut er nicht, denn David ist sich sicher, dass die Regierung den Auftrag gegeben hat, Teile seiner Erinnerung herauszuschnippeln.Durch den äußeren Anschein steckt man ihn schnell in eine Schublade. Sogar sein Sohn hält seinen Vater für rassistisch. Doch wenn der Leser genauer hinsieht, sieht er zweierlei: Seine rassistischen Äußerungen und seine nicht rassistischen Taten.Schublade auf. Wenn jemand von "Schlitzaugen, Pyjamaträgern, Homos, Windmühlenschlampen, Dschihad-Jennys, Flower-Power-Händchenhalter, iranischen Sauhunden, …" spricht, passt er wunderbar ins rassistische Klischeebild. Schublade zu.Auf. Wenn die gleiche Person aber mit Homosexuellen befreundet ist, eine vietnamesische Wunschziehtochter hat, mit Schwarzen verkehrt, tja dann entsteht ein herrlicher Widerspruch zwischen Äußerungen und Taten. Als Leser wird man angeregt, genauer hinzusehen. Zu unterscheiden, was jemand sagt, was jemand tut.Dazu unterhält die gestörte Vater-Sohn-Beziehung noch zusätzlich. Denn sein "verweichlichter linksliberaler" Sohn hält seinen Vater für den Rassisten in spe. Sein Vater wiederum sieht seinen Sohn als jemanden, der zwar keine rassistischen Äußerungen von sich gibt, aber Probleme damit hat, mit Minderheiten zu kommunizieren. Wer ist hier also eher rassistisch veranlagt?Am Ende bleibt dem Leser nur eines übrig: sich ein eigenes Bild zu machen. Denn nicht immer ist es innen so, wie es außen den Anschein hat.Die sehr eigenwillige Sprache des Ich-Erzählers ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Hier aber passt sie herrlich zu David Granger, untermauert die Missverständnisse, den Charakter, das Trauma. Herb und deftig sind seine Äußerungen, so richtig "frei nach Schnauze", was David Granger zu einer Figur macht, die unvergesslich bleibt.Matthew Quick ist ein Roman gelungen, der unterhält und den Leser über Vorurteile und Klischeedenken nachdenken lässt, der aber auch die Folgen des Krieges für Soldaten und deren Familienmitglieder am Rande mitzieht, über Schuld und Sühne streift, und somit auch eine gute Gesellschaftskritik hinterlässt.Ein Buch, das für anspruchsvollere Leser voll ins Schwarze trifft und mit der eigenwilligen Sprache besondere Lesestunden liefert. 

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  • Eine unterhaltsame Schicksalskomödie gegen Interolanz & eigenes Klischeedenken!

    Anstand

    DieBuchkolumnistin

    29. September 2017 um 21:53

    Auf den ersten Blick entspricht der 68-jährige Vietnamveteran David Granger genau der Vorstellung, die wir von einem weißen, konservativen, amerikanischen Republikaner haben – er ist ein intoleranter, sexistischer, misanthropischer alter Mann mit eigenem Waffenschrank, einem gestörten Verhältnis zur eigenen Familie und kriegsbedingtem Verfolgungswahn. Bereits nach den ersten Seiten haben wir ihn in unsere eigenen Klischeeschubladen gesteckt und sind damit genau dort, wo der Autor uns haben will. Seite für Seite lernen wir den politisch völlig inkorrekten Granger besser kennen, er erzählt uns von seiner Sicht auf die Welt, von seiner Familie und seinen Freunden. Seite für Seite triggert er unsere eigenen Vorstellungen von liberalem Denken und Handeln an, provoziert uns und bringt uns dabei ebenso kräftig zum Lachen wie zum Nachdenken. David Granger hat nach einer Gehirnoperation noch eine Chance bekommen und allerlei zu klären – seine Vergangenheit, seine Gegenwart und damit auch seine Zukunft bzw. die derer, die ihm am Herzen liegen und dieses ist weit größer als anfangs gedacht … Matthew Quick, der internationalen Erfolg mit der Verfilmung seines Bestsellers „Silver Linings“ hatte, hat mit „Anstand“ eine unterhaltsame, aber nicht unbedingt leichte Lektüre geschaffen. Er erzählt den amerikanischen Traum einmal ganz anders und wirbt mit seiner schwer zugänglichen Figur David Granger für mehr Nähe und Toleranz in allen Bereichen. Er schreibt stellenweise recht hart am Kitsch vorbei, wenn er seine Charaktere und den Leser über den Sinn des Lebens nachdenken lässt und wie wertvoll die uns verbleibende Zeit ist, das Zurückfinden auf die persönlichen Werte. Der Roman ist perfekt für die wahrscheinlich längst optionierte Hollywoodinterpretation geschrieben, dies macht ihn aber nicht minder lesenswert! „Anstand“ ist eine kurzweilige Lektüre für alle Fans von „Ziemlich beste Freunde“ & ähnlichen Schicksalskomödien!

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