Matthew Quick Flugstunden

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Inhaltsangabe zu „Flugstunden“ von Matthew Quick

Nur wer fällt, lernt fliegen Portia Kane hat ihr Leben vermasselt. Aber eines gibt es noch, was sie tun kann: Sie beschließt, ihren Lieblingslehrer aus der High School zu retten, den Mann, dem sie alles zu verdanken hat. Früher hat er seine Schüler Papierflugzeuge basteln lassen, um sie Optimismus und Hoffnung zu lehren. Doch nach einem schockierenden Erlebnis hat er sich von der Welt zurückgezogen. Portia möchte ihn ins Leben zurückholen, so sehr, wie sie daran glauben möchte, dass das Gute auf der Welt existiert. Eine halluzinierende Nonne und ein Ex-Junkie stehen ihr zur Seite, als eine Reise voller Wunder und Rückschläge ihren Anfang nimmt. Eine zauberhafte Geschichte über den Mut, das zu werden, was wir zu sein bestimmt sind.

Anfangs richtig toll aber es kommt der Punkt, an dem das Buch immer schlechter wird. Die Handlung verliert sich...

— VoiPerkele
VoiPerkele

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    Flugstunden
    VoiPerkele

    VoiPerkele

    12. August 2017 um 11:09

    "Flugstunden" war ein Blindkauf. Das Cover, das in diesem grellen, auffallenden gelb gehalten ist, fällt sofort ins Auge.Der Klapptext überzeugte mich und ich kaufte das Buch.Inhalt: Portia ist die ehemalige Schülerin von Mr. Vernon. Nach gescheiterter Ehe, kehrt sie zu ihrer Mutter zurück und erfährt von einer ehemaligen Schulkameradin, dass Mr. Vernon nach einem Zwischenfall nicht mehr unterrichtet. Portia will ihn zurück ins Leben holen. Aber ihr Lehrer ist von ihrer Rettungsaktion alles andere als angetan. Er will eigentlich nur seine Ruhe.Die Charaktere sind im Großen und Ganzen gut gelungen. Man kann sie sich gut vorstellen. Besonders Mr. Vernon habe ich ins Herz geschlossen. Seine Sichtweise mochte ich am Liebsten, da er viele Monologe hält, die einen selber zum Nachdenken anregen und man bei seiner Passage oft innehält, um das Geschriebene auf sich wirken zu lassen. Wirklich ausgezeichnet geschrieben!Bis hierher hätte das Buch mind. 4 Sterne verdient ABER:Matthew Quick weicht nach gut zweidrittel der Geschichte extrem von dem eigentlichen Inhalt ab. Plötzlich steht nicht mehr der depressive Lehrer im Mittelpunkt, sondern Portia und ihre Liebe zu Chuck. Die letzten 200 Seiten ziehen sich unnötig in die Länge und es geht nur noch um die Lovestory, was mich fürchterlich genervt hat. Mr. Vernon mit seinem Problemen rückt völlig in den Hintergrund, obwohl er eigentlich eine wichtige Figur sein müsste - laut Klapptext. Ich war mehr als enttäuscht, über diese Entwicklung. Der Roman wäre viel besser gewesen, wenn sich der Autor nicht in dieser langweiligen Lovestory verirrt hätte. Leider entwickelte sich das anfangs hervorragende Buch zu einem Fehlkauf.

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  • Flugstunden

    Flugstunden
    Kleine8310

    Kleine8310

    06. November 2016 um 03:34

    "Flugstunden" ist ein Roman des Autors Matthew Quick. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Portia Kane. Portia hat das Gefühl ihr Leben so richtig vermasselt zu haben und in einer gewaltigen Sackgasse festzusitzen. Doch bei einer Sache ist sich Portia sicher noch helfen zu können und diese betrifft ihren alten Lieblingslehrer aus der Highschool.  Dieser Lehrer hat nach einer traumatischen Situation in seinem Klassenzimmer beschlossen sich komplett von der Welt zurückzuziehen und Portia beschließt, dass sie ihn ins Leben zurückholen möchte, nichtsahnend, was und wer ihr auf diesem Weg noch alles begegnen soll ... Der Einstieg in diese Geschichte ist mir gut gelungen. Matthew Quick hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der sich sehr schön lesen lässt. Was mir besonders gut an seiner Art zu erzählen gefällt ist, wie er eine Mischung aus Emotionen und Dingen zum Nachdenken schafft und dabei auch das Augenzwinkern und den Humor mit einfließen lässt. Durch diese Mischung war das Buch wirklich toll zu lesen.    Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet, auch wenn ich sagen muss, dass, mir persönlich, manches doch ein bisschen zu überzogen dargestellt wurde. Etwas weniger wäre, meiner Meinung nach, in diesem Fall ein bisschen mehr gewesen. Die Handlung ist abwechslungsreich und beinhaltet auch die ein oder andere Überraschung, was mir gut gefallen hat.    Insgesamt hatte ich mir von der Thematik her ein bisschen mehr Tiefgang erwartet, wo diese Geschichte eher kurzweilig zu lesen ist. Das fand ich im Nachhinein, aber gar nicht so verkehrt, es war nur ein bisschen anders, als ich es mir zunächst erwartet hatte. Positiv:  * angenehmer, flüssiger Schreibstil mit Humor * gute Ausarbeitung der Charaktere * abwechslungsreiche Handlung   Negativ:  * manche Handlungen der Charaktere waren mir ein bisschen zu überzogen und dadurch manchmal unglaubwürdig   Auch wenn ich mir mehr Tiefgang erwartet hatte, ist "Flugstunden" eine schöne Geschichte, die mir abwechslungsreiche und kurzweilige Lesestunden beschert hat!

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  • Eine tolle Geschichte mit tiefen Charakteren und grandiosem Humor, jedoch kleineren Schwächen in der

    Flugstunden
    Minoo

    Minoo

    11. July 2016 um 09:44

    Die Erwartungen an Matthew Quicks neusten Roman waren gigantisch, da "Silver Linings" ein absolutes Lieblingsbuch von mir ist. Es geht tief, ist witzig und berührend zugleich. All das erhoffte ich mir auch von "Flugstunden". Wie man schon an meiner Wertung erkennen kann, hat "Flugstunden" das leider nicht ganz geschafft. Dennoch konnte mich das Buch wieder sehr gut unterhalten und durch seine Besonderheit überzeugen. Zum Inhalt des Buches möchte ich gar nicht viel verraten, da der Klappentext bereits einiges preis gibt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Matthew Quick hat einfach einen mitreißenden Schreibstil, der mit dem ersten Satz packen kann. Auch der Matthew Quick typische Humor kommt auf den ersten Seiten nicht zu kurz und so war ich gleich mitten in der Geschichte. Die Charakterentwicklung ist Matthew Quick wieder perfekt gelungen. Eine Frau, die immer unabhängig sein wollte und Feministinnen bewundert, versauert in einem Leben mit ihrem Mann, der nicht nur Pornoproduzent ist, sondern sie auch noch betrügt. Bis sie einen Schlussstrich zieht. Ihre neue Lebensaufgabe: Den Lehrer retten, den sie damals so bewunderte. Besonders dieser Lehrer wuchs mir direkt ans Herz. Mit seiner eigenen Art zu unterrichten, beeinflusste er das Leben vieler Jugendlicher stark ins positive. Matthew Quicks Charaktere sind immer etwas überspitzt, etwas verrückt. Aber genau das macht seine Bücher zu etwas besonderem. Soweit klingt doch alles perfekt! Jein, denn auch wenn mich die oben genannten Punkte überzeugen konnten, kam das Gefühl, das ich beim Lesen hatte überhaupt nicht an das heran, dass ich bei "Silver Linings" hatte. Und dann gibt es noch einen großen Minuspunkt und das ist die Handlung selbst. Wie bereits erwähnt konnte mich der Anfang komplett packen, doch nach etwa hundert Seiten begann ein etwas langwieriger Teil, bei welchem ich vermutlich aufgegeben hätte, wäre der Humor und der Schreibstil nicht nach wie vor lesenswert. Ich langweilte mich und legte das Buch längere Zeit zur Seite. Glücklicherweise war das nach weiteren ca. 100 Seiten dann auch zu Ende, denn da konnte mich das Buch wieder packen. Das Ende empfand ich als sehr authentisch und gelungen. Besonders beeindrucken konnte mich jedoch die Wirkung, die das Buch auch viele Tage nach der Beendung auf mich hatte. Ich begann zu grübeln, einiges zu hinterfragen, manche Passagen erst im Nachhinein genauer zu verstehen. Genau das muss ein gutes Buch haben. Fazit: Einmal mehr zeigt Matthew Quick, dass er einen besonderen und individuellen Stil hat. Dies betrifft sowohl den Schreibstil selbst als auch die Charaktere und den Humor. Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors :)

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  • Ein wirklich lesenswertes Buch

    Flugstunden
    MaxSanders

    MaxSanders

    13. June 2016 um 22:05

    Dieses Buch ist wie das LebenOft denkt man: "So könnte es bleiben. Alles passt." Und dann ändert sich alles.Flugstunden ist eine Story, die mehrere (Lebens-) Geschichten zu einem großen Ganzen zusammenfügt und so auch aus verschiedenen Sichten erzählt. Das macht die Handlung sehr interessant und spannend. Quick schafft es dabei jedem der Erzähler einen individuellen Charakter zu verleihen und zu diesen baut man als Leser eine - natürlich von Figur zu Figur verschiedene - Beziehung auf.Auch in diesem Roman des Autors, der ja vor allem durch Silver Linings Bekanntheit erlangte, gibt es einige "what the f$#*"- Momente aber - und ich muss euch noch mal mit der Lebensmetapher kommen - kann man es sich nicht aussuchen. Ich mag einfach unglaublich gerne, was er schreibt und vor allem wie. Quick schafft es ernste, wichtige und tiefgründige Gedanken in Worte zu fassen, die auf den ersten Blick so leicht klingen und doch so schwerwiegend sind.Er scheut sich nicht davor Themen anzusprechen, über die man eigentlich nicht nachdenkt und trotzdem erschafft er dabei eine humorvolle und liebenswerte Geschichte.

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  • Eine muntere Reise in einer turbulenten Gefühlsachterbahn

    Flugstunden
    Callso

    Callso

    01. June 2016 um 14:04

    Matthew Quick hat immer eine ganz außergewöhnliche und einzigartige Gabe, Geschichten zu erzählen. Eine Leichtigkeit. Und er kann ganz wundervoll so einzigartige und merkwürdige Charaktere kreiren. Und eine deftige Prise an Emotionen ist auch immer an Bord.So ist es auch bei den Flugstunden. Ein sehr unterhaltsamer Roman, der die große Klavitatur von Liebe, Gefühlen und Trauer vermischt. Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die turbulente Story erzählt. Portia Kane ist eine Frau, die sich von ihrem Mann (reicher Pornoproduzent!) trennt, um das Leben ganz neu zu entdecken.Ihre Mutter hat seit Jahren einen schlimmen Messi-Wahn, der neue Freund Chuck Bass war früher abhängig von Heroin, ehe er als Lehrer versucht, Fuß zu fassen. Portias früher Lehrer indes ist lange Jahre das große Vorbil, ehe er depressiv wird. Und der kleine Tommy hört mit seinen fünf Jahren feinsten Heavy Metall.Trotz des überall lauernden Wahnsinns funktioniert die Geschichte ganz wunderbar. Auch christliche Glaubensschwestern sorgen für einen Zufall, der die Protagonisten zusammen führt.Eine muntere Geschichte, eben auch, weil Matthew Quick ein Händchen für Situationskomik und für das richtige Erzählen hat. Seinen vorherigen Romane waren fast noch besser, weil sie noch emotionaler ausfielen.Aber auch dieses Werk hat eine Leichtigkeit, zugleich eine Schwere. Es geht auch um Poesie, um eine etwas andere Art des Lehrer seins. Es geht um Gewalt, um Drogen und Vieles mehr. Diese Flugstunden sind eine feine Reise in die Welt der Zufälle und der Aufs und Abs, die es im Leben manchmal gibt.Ach so: Nur den deutschen Buchtitel Flugstunden fand ich nicht so passend, auch wenn hinten raus eine leichte Aufklärung erfolgte.

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  • Eine Flugstunde der besonderen Art

    Flugstunden
    Nabura

    Nabura

    29. March 2016 um 18:25

    Als Portia Kane ihren Mann Ken, einen erfolgreichen Pornoproduzenten, in flagranti mit einer anderen erwischt, beschließt sie, in ihre Heimat zurückzukehren. Aus ihrer luxuriösen Villa zieht sie fürs erste zurück ins Haus ihrer Messie-Mutter. Kurz nach ihrer Ankunft erfährt sie von Danielle, einer alten Bekannten, dass sich ihr ehemaliger Lieblingslehrer Mr. Vernon nach einem folgenschweren Zwischenfall zurückgezogen hat und nicht mehr unterrichtet. Portia fasst einen Plan: Sie wird Mr. Vernon retten. Doch wird dieser das zulassen? Und wie wird es für Portia selbst weitergehen: Wird sie sich den Traum eines eigenen Romans erfüllen können? Welche Rolle wird der sympathische Exjunkie Chuck darin spielen, der davon träumt, einen Job als Grundschullehrer zu erhalten? Eins ist klar: Portia wird sich so schnell nicht unterkriegen lassen.Das Buch startet bizarr: Der Leser lernt Portia Kane in ihrem eigenen Schrank hockend kennen, wo sie mit einer Pistole in der Hand auf ihren Mann und seine Liebhaberin wartet. Die Pistole kommt zum Glück doch nicht zum Einsatz und Portia befindet sich nach wenigen Seiten auf dem Weg in ihre alte Heimat. Ich war neugierig, was sie dort erwarten wird. Dass sie dort ein nicht einfaches Leben zurückgelassen hat, wird schnell klar. Ihre Mutter ist eine höchst labile Person und das Leben in South Jersey wirkt im Vergleich zu ihrer Luxusvilla geradezu hinterwäldlerisch. Portias Gedanken schweifen zunehmend in die Vergangenheit, was mir dabei half zu verstehen, wie aus einem Mädchen mit dem großen Traum, Schriftstellerin zu werden, die Frau eines Pornoproduzenten wurde.Bald lernt man auch die beiden weiteren Protagonisten des Buches kennen. Da ist zum einen Portias ehemaliger Lieblingslehrer Mr. Vernon. Aus dem ambitionierten Lehrer, der seine Schüler Papierflugzeuge basteln ließ und „Offizielles Mitglied der Menschheit“-Karten verteilte, ist nach einem Zwischenfall ein desillusionierter Einsiedler geworden, der seinen Hund Albert Camus nennt und einen Selbstmordpakt mit ihm schließt. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt Chuck Bass. Auch er war zu Schulzeiten begeistert von Mr. Vernon. Seine Worte haben ihm beim Überwinden seiner Herionsucht geholfen. Jetzt ist er seit Jahren clean und will nach einem nachgeholten Studium endlich als Grundschullehrer arbeiten.Das Buch lebt von den drei höchst speziellen Protagonisten und ihrem ungewöhnlichen Werdegang. Der Autor beweist erneut, wie meisterhaft er besondere Charaktere zum Leben erwecken und dem Leser ihre Gedankenwelt begreiflich machen kann. Diese Geschichte ist keineswegs geradlinig, sondern sie dreht so manche Schleife und hält Stolpersteine für die Protagonisten bereit. Nacheinander wird aus der Perspektive von Portia, Mr. Vernon und Chuck erzählt. Dadurch muss man als Leser gelegentlich eine Weile auf die Antwort warten, wie es bestimmten Personen ergangen ist. Das ließ mich neugierig weiterlesen. Trotz der Perspektivensprünge ging der rote Faden nicht verloren, und die Erlebnisse der Erzähler konnten mich begeistern. Das Buch zeigt, wie das Leben spielen kann und dass es immer wieder Höhen und Tiefen gibt. Die Protagonisten habe ich mit all ihren Ecken und Kanten schnell liebgewonnen und mit ihnen gehofft, dass sie ihre Träume verwirklichen können bzw. endlich wieder ins Leben zurückfinden. Die letzten Seiten haben mich dann noch einmal ganz besonders gerührt. Sie waren einfach perfekt und ließ alle Fäden zusammenlaufen. „Flugstunden“ erzählt die Geschichte dreier Menschen, die bislang kein einfaches Leben geführt haben. Zwei von ihnen haben die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben; der Dritte schon. Ob er gerettet werden kann? Matthew Quick hat mit diesem Buch erneut sein außergewöhnliches Talent für besondere Charaktere unter Beweis gestellt. Ich konnte mich ganz auf seine Geschichte einlassen und ließ mich von der gelungenen Mischung als alltäglichen Höhen und Tiefen mit ausgefallenen Zwischenfällen begeistern. Dieses Buch ist für alle Träumer und Zweifler, für alle, die die Hoffnung nicht aufgeben. Schnallt euch an und macht euch bereit für eine Flugstunde der besonderen Art!

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  • Flugstunden

    Flugstunden
    weinlachgummi

    weinlachgummi

    27. March 2016 um 23:28

    4,5 SterneAufmerksam auf das Buch wurde ich durch den Autor, vor kurzen habe ich die Verfilmung von Silver Linings gesehen und fand den Film, speziell und eher ungewöhnlich. Deswegen wollte ich mir das neue Buch von Matthew Quick nicht entgegen lassen....Wissen Sie, was passiert, wenn man nichts tut?Nichts.Seite 37Das Cover an sich finde ich nicht sehr ansprechend, Gelb ist einfach nicht meine Farbe. Aber zur Geschichte passt es. Der Titel Flugstunden verbunden mit dem Papierflieger trifft es gut. Und durch die knallige Farbe sticht es schon ins Auge.Unterteilt ist der Roman in vier Teile plus Epilog. In diesen vier Teilen wird jeweils aus der Ich Perspektive von Portia, einer etwas gescheiterten Feministin, Mr. Vernon einem ehemaligen Englischlehrer, Schwester Maeve einer Nonne, die gerne mal Wodka trinkt und Cuck, einem Ex Junkie erzählt. Der Schreibstil von Matthew Quick ist speziell. Er schafft es auch traurigen und ernsten Themen so einen unterschwelligen Humor zu geben. Außerdem hat er ein Talent für skurrile Charaktere und Situationen. Ich empfehle euch die Leseprobe, dann wisst ihr, was ich meine. Ich war sehr gefesselt von seinen Worten, hatte ich das Buch weggelegt, wollte ich sogleich weiter lesen. Obwohl es an sich keinen wirklichen Spannungsbogen gibt. Vielmehr sind es diese authentischen Charaktere, die mich gefesselt haben. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weiter geht. Wie in amerikanischen Romanen oft, wird für mich zu viel Bezug zu Marken und amerikanischen Persönlichkeiten genommen.Somit waren die Charaktere auch mein Highlight in diesem Buch. Durch die gewählte Ich Perspektive, kam ich ihnen beim Lesen sehr nahe. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich sie besonders mochte, aber interessant fand ich sie auf jeden Fall. Ich glaube speziell Portia und Nate Vernon waren auch nicht darauf angelegt Publikums Lieblinge zu werden. Manchmal gingen sie mir richtig auf die Nerven. Aber das war völlig ok, da es passte, da es so sein sollte. Ich konnte sie mir wirklich gut vorstellen, alle zusammen. So lebendig hat der Autor sie gezeichnet. Und ich muss sagen, sie sind ein authentischer, skurriler und komischer Haufen, mit Ecken und Kanten, aber trotzdem liebenswert. Einfach menschlich....es ist poetisch, aber es ist einfach nicht das wahre Leben......Und dennoch sind wir hier...Seite. 243Die Geschichte war für mich eher etwas im Hintergrund. Da die Charakterentwicklung und erst mal das Kennenlernen dieser mehr im Vordergrund stand. Es geht um Portia, die merkt, dass ihr Leben nicht so verlaufen ist, wie sie es sich erhofft hat. Frustriert fährt sie zu ihrer Mutter, diese ist nebenbei erwähnt ein wirklich einmaliger Nebencharakter. Dort erfährt sie, was ihrem alten Highschool Lehrer und Vorbild widerfahren ist und möchte ihn aufsuchen. Nebenbei lernt sie noch die Nonne Maeve kennen und begegnet Cuck, den sie noch aus ihrer Jugend kennt. Die Geschichte ist gespickt mit ineinander verworrenen Verstrickungen. Schicksal sagen die einen, Gott die anderen. Religion spielt hier zwar eine Rolle, es dominiert aber nicht negativ die Handlung, sollte man wie ich, mit dem Thema Kirche nicht viel anfangen können. Der Spruch auf dem Cover " Nur wer fällt, lernt fliegen" passt außerordentlich gut. Den darum geht es in dem Roman, um das fallen, fliegen und wieder aufstehen.Fazit:Ein besonderes Buch,mit speziellen, authentischen und ehrlichen Charakteren.Auch der Schreibstil ist eher ungewöhnlich und speziell, aber unglaublich fesselnd.Eine berührende und komische Geschichte über das Schicksal, wie alles seinen Weg findet.Die Geschichte könnte man als unglaubwürdig abtun, ich finde sie aber erfrischend anders.

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  • Eine mitreißende Geschichte über Höhen und Tiefen des Lebens

    Flugstunden
    Lilli33

    Lilli33

    18. March 2016 um 16:17

    Broschiert: 496 Seiten Verlag: Kindler (11. März 2016) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3463400853 Originaltitel: Love may fail Preis: 16,99 € auch als E-Book erhältlich Eine mitreißende Geschichte über Höhen und Tiefen des Lebens Inhalt: Portia Kane ist vierzig und mit einem reichen Mann verheiratet. Sie lebt in einer tollen Villa und besitzt an Materiellem alles, was man sich nur wünschen kann. Da verlässt sie ihren Mann Hals über Kopf, wenn auch nicht ohne guten Grund, und geht in das Elend ihrer Kindheit und Jugend zurück zu ihrer Mutter. Hier erfährt sie vom Schicksal ihres Lieblingslehrers auf der Highschool. Nach dem brutalen Übergriff eines Schülers hat er seinen Beruf aufgegeben und sich zurückgezogen. Dabei war genau er es, der seinen Schülerin damals Mut gemacht hat, ihr Leben in die Hand zu nehmen und sich nicht von anderen in eine Schublade pressen zu lassen. Er hat sie aufgefordert, Außergewöhnliches zu leisten und zu erreichen. Nun ist es Portias erklärtes Ziel, Mr. Vernon wieder aus seinem Tief herauszuholen. Doch das ist gar nicht so einfach … Meine Meinung: Ich habe bereits „Silver Linings“ und „Die Sache mit dem Glück“ von Matthew Quick gelesen. Beide Romane haben mir gut gefallen, aber „Flugstunden“ konnte mich sogar noch mehr mitreißen. Möglicherweise liegt es an der Seitenzahl, die bei „Flugstunden“ etwa eineinhalb Mal so groß ist wie bei den vorherigen Büchern. Dadurch kann man natürlich eine komplexere Geschichte erzählen und sie langsam und detailliert entwickeln, so wie der Autor dies hier getan hat. Das Erzähltempo ist nicht besonders schnell, dafür kann man sich nach und nach richtig gut mit den Protagonisten anfreunden und sich in sie hineinversetzen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Dazu trägt auch bei, dass der Roman in vier Teile geteilt ist, in denen jeweils verschiedene Charaktere als Ich-Erzähler zu Wort kommen, nämlich Portia Kane, Nate Vernon, Schwester Maeve und Chuck Bass, bevor Portia das Ganze dann mit dem Epilog abschließt. So werden manche Szenen bzw. Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet, andere bekommen wir nur aus der Perspektive eines einzelnen Erzählers zu lesen. Ich fand die verschiedenen Personen absolut faszinierend, jede auf ihre Art. Matthew Quick zeigt uns Menschen, die jeder für sich wirklich einzigartig sind, ob es sich nun um einen leidenschaftlichen Lehrer, eine Nonne, die sich erst spät von Gott berufen fühlte, eine Mutter, die sich hinter Müll versteckt, einen ehemaligen Junkie oder einen Polizisten, der über seinen Schatten springt, handelt. Über jeden von ihnen könnte man einen ganzen Roman schreiben, so interessant sind sie. Zwar ist die Handlung nicht in allen Details realistisch, wenn ich da zum Beispiel an die Visionen der Nonnen denke, woraus sich wesentliche Handlungsstränge ergeben. Doch obwohl ich überhaupt nicht religiös bin und nicht glaube, dass so etwas möglich ist, passte es für mich doch sehr gut an dieser Stelle. Der Schreibstil ist sehr gelungen. Ich habe diesen Roman geradezu verschlungen, so locker ließ er sich lesen. Ich konnte mich immer wieder an humorvollen Äußerungen oder überraschenden Reaktionen der Charaktere erfreuen. Aber vor allem macht der Autor einem mit seiner Geschichte wirklich Mut. Mut, an das Gute zu glauben. Mut, das Beste aus sich herauszuholen. Mut, zu entdecken, wozu man bestimmt ist. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung! ★★★★★ Herzlichen Dank an den Verlag Rowohlt/Kindler für das Rezensionsexemplar.

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