Matthew Richardson

 4.2 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf von Matthew Richardson

Matthew Richardson hat Englische Literatur an der Durham Universität und am Merton College in Oxford studiert. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Journalist, Redenschreiber und Wissenschaftler.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Matthew Richardson

Cover des Buches Niemand kennt deinen Namen (ISBN:9783499274084)

Niemand kennt deinen Namen

 (4)
Erschienen am 18.12.2018
Cover des Buches 1914 (ISBN:9781848847774)

1914

 (0)
Erschienen am 02.10.2013

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Rezension zu "Niemand kennt deinen Namen" von Matthew Richardson

zwei Männer, eine Frau, viele Ablenkungen
Buecherspiegelvor 9 Monaten

„Niemand kennt Deinen Namen“ von Matthew Richardson möchte gerne mit den guten alten Spionagethrillern mithalten, als es noch um „tote Briefkästen“ und „Übergabe im Gewimmel“ ging. Aufbau, Schreibstil und Spannungsbogen stimmen und stimmen auch wieder nicht. Die eingefleischte Leserschaft dieses Genres werden schnell den Verdacht haben, wer die mysteriöse Person ist, nach der Solomon Vine, unser Spion der Stunde, sucht.
Vine, der lange Jahre mit seinem Freund und Kollegen Gabriel Wilde zusammengearbeitet hat, ist kalt gestellt worden, nach dem während eines Verhörs auf einen Tatverdächtigen ein Anschlag verübt wurde. Dieser wollte ein Geheimnis offenbaren, einen Doppelagenten entlarven. Und dann ist Wilde selbst auch noch verschwunden. Es sieht nach einer Entführung aus.
In Rückblenden wird klar, warum Vine und Wilde keine besten Freunde mehr sind. Natürlich geht es um eine Frau, Rose, in die sich zunächst Vine verliebt, die aber dann doch Wilde heiratet. Nach den Enthüllungen von Edward Snowdon greifen, zumindest in diesem Thriller, die Spione gerne wieder auf alte Techniken zurück, und doch wird auch das Internet und Wegwerf-Handys genutzt sowie Überwachungskameras ausgewertet und überlistet. Aber all das nutzt Vine wenig, wenn die meisten Hinweise eher Old School sind. Da lässt Wilde seinem Freund ein von ihm übersetztes Buch mit Widmung zuschicken, der Vine verzweifeln lässt. All seine mathematischen Fähigkeiten und Mustererkennungskniffe helfen ihm hier zunächst nicht weiter. Als sein ehemaliger Ausbilder auf der Agentenschule stirbt und ihm dieser ebenfalls kryptische Hinweise zukommen lässt, macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen „Niemand“. So geht er auf die Suche nach Freunden und Weggefährten von Wilde und bittet auch viele Vorgesetzte um Hilfe. Er darf nun im Stillen und größter Geheimhaltung nach seinem alten Freund suchen. Dabei kommen immer wieder dessen Interessen am Islam zur Sprache, die er nicht nur während seines Studiums nachgegangen war. Welches perfide Spiel wird hier mit Agenten gespielt, oder spielen die Agenten dieses Spiel nach eigenen Regeln?
Verwirrend im Spiel der Spione sind die einzelnen Behörden, die sich gegenseitig misstrauen, alle miteinander aber mit Spionagetätigkeiten zu tun haben und sich gegenseitig im Wege zu stehen scheinen.
Selbstverständlich kommt es zum großen Showdown mit bitteren Erkenntnissen. Für mich bleiben aber an vielen Stellen große Fragezeichen, warum das eine so einfach sein soll, anderes eher schwierig. Für mich war der Lesegenuss eher durchschnittlich. Vor allem, weil es so überaus leicht zu sehen ist, dass dieser einen Spur so absolut nicht nachgegangen wird. So sehen wir unserem Helden zu, wie er Spuren verwischt, um unentdeckt nach Hause zu kommen oder sich mit jemanden zu treffen, bis es endlich auch bei ihm „klick“ macht. Vielleicht hätte man beim Titel einfach auch beim Original bleiben sollen: „My Name is Nobody“. Die Seite des Autors findet man unter: https://www.matthew-richardson.com/

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Rezension zu "Niemand kennt deinen Namen" von Matthew Richardson

Starker Spionage-Thriller!
Toxicasvor 9 Monaten

Mit „Niemand kennt deinen Namen“ von Matthew Richardson habe ich meinen ersten Spionage-Thriller gelesen und war positiv überrascht.

Der Klappentext liest sich zunächst spannend und wenn man wie ich Neuling in diesem Genre ist, ist man besonders neugierig.

Das Buch, das Ende 2018 im Rowohlt Verlag erschienen ist, hat 55 Kapitel und ist in 5 Teile gegliedert. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, somit überschaubar und sehr angenehm zu lesen. Aufgrund des spannenden Schreibstils ist man geneigt, immer noch ein weiteres Kapitel zu inhalieren.

In dem Roman begleitet der Leser den Hauptcharakter Solomon Vine, einen studierten Mathematiker, der ein schier unglaubliches Wissen besitzt. Aufgrund einer ungerechtfertigten Suspendierung wegen versuchten Mordes, stellt er auf eigene Faust Ermittlungen an, um seine Widersacher zu entlarven.

Vine kämpft um die Wahrheit, ist immer kurz davor, diese endlich aufzudecken und wird dann von bestimmten Ereignissen wieder zurückgeworfen. Trauen kann er niemandem mehr, er wird stetig ruheloser und fühlt er sich zudem ständig beobachtet:

„Draußen vor der Tür blickte er die Straße hinab und prägte sich rasch die Fahrzeuge ein, die er dort sah, ehe er sich auf den Heimweg machte. Wurde er noch beschattet? … Er kannte die Tricks. Man konnte nie paranoid genug sein: Je harmloser sie wirkten, desto gefährlicher waren sie möglicherweise.“ S. 171

Mich persönlich hat fasziniert, wie zielstrebig Vine versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen und seine Unschuld zu beweisen. Dadurch und auch durch seine Taktik, dem Geheimdienst auf die Schliche zu kommen, wird das Buch umso spannender. Seine Versuche, sich selbst zu retten, sind riskant und spektakulär:

"Wer sind Sie?“ Vince nahm die Hände aus den Taschen. Er wusste, dass Amory ihn jetzt jeden Moment melden konnte. Es war purer Leichtsinn, dass er hergekommen war. Aber die Zeit arbeitete gegen ihn. „Ich bin der Mann, den Sie hinter Gitter bringen wollen“, antwortete er schließlich.“ S. 315

Das Spannungsbarometer steigt in diesem Buch schnell und hält sich konstant auf einem hohen Level. Alleine der Gedanke, sich in die Haut von Vine zu versetzen, ist schier unerträglich. So vielen Menschen schenkt er Vertrauen, nur um dann entweder bitter enttäuscht zu werden oder um seine wahren Freunde „zufällig“ zu verlieren. Immer wieder erlebt er Situationen, in denen man ihm etwas anhängen will, doch es gelingt ihm stets, diesen zu entkommen. Das hat das Buch für mich absolut lesenswert gemacht.

Der Schluss ist gut gelungen und hat die nötige Spannung, um dem Leser keine Atempause zu gönnen und ihn das Buch zufrieden zuklappen zu lassen.

Persönliches Fazit: Insgesamt ein starker Spionage-Thriller mit einem mutigen Hauptcharakter, dem man während des Lesens immer wieder gerne helfend zur Seite stehen möchte. Man fiebert mit, hofft das Beste und wird immer wieder überrascht. Die Spannung bleibt stets auf einem hohen Niveau und durch die relativ kurzen Kapitel ist ein flüssiges Lesen möglich. Für mich als Einsteigerin in diesem Genre eine klare Leseempfehlung!

© Rezension, 2019, Sabrina, Recensio Online

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Rezension zu "Niemand kennt deinen Namen" von Matthew Richardson

Guter Spionagethriller
tootsy3000vor 9 Monaten


Ein Verhör, ein Rückpfiff aus höchster Ranghöhe, ein Opfer. So beginnt der Prolog. Spannend, geheimnisvoll. Die Gehirnwindungen fangen bereits auf diesen ersten Seiten an mitzuarbeiten. 

Vine ist nach diesem Vorfall bis auf weiteres Suspendiert, beteuert seine Unschuld, doch die Führungsebene im MI6 bleibt hart. Zu viele Fragen sind nach dem missglückten Verhör offen. Als sein ehemaliger Partner Gabriel Wilde entführt wird und sein früherer Ausbilder an ihn herantritt um dessen Verschwinden unter dem Radar der Behörde zu lösen ist klar, dass hinter Vines Suspendierung und dem vermasselten Fall mehr steckt als angenommen. Rätsel um Rätsel hat Vine zu lösen während Gabriel Wildes Schicksal unbekannt ist ….

Rasante Aktion im Wechsel mit akribischer Wahrheitssuche. Vine ist glaubhaft als Agent und sympathisch als Mensch, auch wenn er ein eigenbrötlerischer Einzelgänger ist. Nach und nach deckt er Geheimnisse auf und kommt einer Sache auf den Grund, die politisch brisanter nicht sein könnte. Die Hintergründe sind Glaubhaft, die Hintermänner rätselhaft, Verdächtige gibt es einige. Schade, dass man aber ab einem gewissen Punkt dann doch zu früh eine gewisse Ahnung über eine bestimmte Person hat. Positiv aber, dass das Warum fast bis zum Ende rätselhaft bleibt. 

Klassisch gut gemachter Spionagethriller. Zwischen den aktuellen Geschehnissen driftet die Geschichte immer mal wieder in die Vergangenheit. Man erfährt dadurch einiges über Vine, seine Arbeit, Gariel Wilde und sein Verhältnis zu dessen Frau Rose. Das Tempo ist angenehm dynamisch, nicht zu schnell, nicht zu langsam. 

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