Matthew Stokoe Empty Mile

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Inhaltsangabe zu „Empty Mile“ von Matthew Stokoe

Ein Roman wie die frühen Filme von David Lynch: Das beschauliche Oakridge im Norden Kaliforniens scheint eine Kleinstadt wie tausend andere zu sein. Doch hinter den gepflegten Hausfassaden lauert ein Abgrund aus Eifersucht, Verkommenheit und Gewalt. Acht Jahre hat Johnny Richardson versucht, den Schatten seiner Vergangenheit zu entkommen. Als er die Vergeblichkeit seiner Flucht einsieht, kehrt er in seinen Heimatort Oakridge im Vorgebirge der Sierra Nevada zurück. Hier hat Johnny seinen besten Freund mit einer Frau betrogen; hier ist seine Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen; und hier hätte er um ein Haar seinen kleinen Bruder ertrinken lassen, der seitdem geistig behindert ist. Jetzt ist Johnny zurück. Mehr schlecht als recht versucht er, in Oakridge Fuß zu fassen. Dann kauft sein Vater ein abgelegenes Grundstück am Fluss, das in der Gegend nur 'Empty Mile' genannt wird. Er überschreibt es Johnny und verbietet ihm, es jemals zu verkaufen, komme, was wolle. Kurz darauf verschwindet der Vater spurlos. Während Johnny das Geheimnis von Empty Mile zu ergründen sucht, erwachen in Oakridge dunkle Kräfte: Eifersucht, Gier und Mordlust führen zu einem Reigen der Gewalt, bei dem sich die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele öffnen.

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  • Falscher Erzähler

    Empty Mile

    Boris

    08. June 2015 um 12:50

    Eine kurze Begründung zu meiner "schlechten" Bewertung. Ich habe ein Problem mit Ich-Erzählern die ich nicht mag, bzw. die mir nicht "echt" vorkommen. Dieser Erzähler ist ja nach seiner Rückkehr ein herzensguter Menschen. Kümmert sich um seinen "eingeschränkten" Bruder, sieht darüber hinweg das seine Freundin sich prostituierte, sogar mit seinem Vater ein Verhältnis hatte. Er schlägt sie wenn sie es möchte, schläft mit ihr vor den Augen des Provinzfürsten damit der sich einen runterholen kann... Willkommen im ganzen normalen Wahnsinn des White Trash im Süden der Staaten. Ich verstehe den Erzähler nicht. Er ist dumm, schreibt aber wie ein kluger Mensch, der der Autor bestimmt auch ist. Lese ich nicht gerne....

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  • Dunkle Kräfte

    Empty Mile

    michael_lehmann-pape

    06. August 2013 um 12:38

      Da ist der alte Jugendfreund Gareth, halbseidener Geschäftsmann mittlerweile, der auf die Rückkehr Johnnys gar nicht so verhalten reagiert. Das wäre anders zu erwarten gewesen, denn Johnny hatte ihm zu Zeiten die Freundin ausgespannt.   Da ist Stan, Johnnys Bruder. An ihm hat Johnny eine große Schuld gut zu machen.   Da ist Johnnys Vater. Immer schon distanziert, in sich gekehrt, einer, der seine Gefühle nicht nach außen zeigt und gerade dadurch unerkannte Seiten in sich trägt.   Und da ist Marla. Die Frau, mit der Johnny damals zusammenlebte. Bis er sich von jetzt auf gleich davon machte. Nicht ohne triftigen Grund natürlich.   Und nun ist er wieder da. Im kleinen Ort, in dem Bill Prentice als Stadtrat die große Nummer ist, aber auch von allem weiblichen die Finger kaum lassen kann. Was seine Frau nicht erfreut. Die mit Johnnys Vater durchaus näher bekannt ist. Was kaum einer weiß.   Mit innerer Belastungen kehrt Johnny in diese Welt zurück, stellt sich den dunklen Seiten seiner Vergangenheit, möchte Marla zurückgewinnen, seinem Bruder Gutes tun und findet sich doch umgehend inmitten von Verhältnissen, die nicht nur für ihn, sondern auch für den Leser nicht einfach zu sortieren und zu durchschauen sind.   Irgendwas ist nicht in Ordnung zwischen all diesen Menschen, die Johnny so lange nicht gesehen hat. Dunkle Gefühle brodeln in den einzelnen Personen. Ob und wie weit das mit dem merkwürdigen Grundstück zu tun hat, dass Johnnys Vater einfach so kauft, all das liegt im Dunkeln und wird sich erst ganz allmählich zusammenfügen. Mit durchaus fühlbarer Spannung und einer Geschichte, die überraschende Drehungen und Wendungen bietet.   Sorgfältig gestaltet Stokoe dabei seine Figuren und nimmt den Leser mit hinein auch in die inneren Erlebniswelten, entfaltet im Lauf der Zeit die Hintergründe für so manches sehr merkwürdige, teils vor den Kopf stoßende Verhalten der Protagonisten.   Andererseits ist es gerade dieses Verhalten, dass manches Mal zu irritierend im Raum steht. Dass Marla sich überhaupt so schnell wieder Johnny zuwendet und dabei ihre „erotische Wiedervereinigung“ mit Johnny für 200 Dollar als Peep-Show aufführt (im Wald) wirkt doch sehr befremdlich und unrealistisch. Dass Bill Prentice ohne wirklich ersichtlichen Grund mit überschäumender Wut auf Johnny reagiert (auch wenn er von einem bestimmten Ereignis gerade sehr mitgenommen ist innerlich), das sind Züge an der Geschichte (und nicht die einzigen), die ein Stirnrunzeln bei der Lektüre hervorrufen. Sicher wird so manches im Nachgang erklärbarer, dennoch wirken gerade zu Beginn diese Sequenzen störend.   Im Gesamten aber ergibt sich dennoch eine intensiv zu lesende Geschichte über menschliche Verwobenheiten, Gier, Leidenschaft, Eifersucht und schwelender Gewalt. Innere Leidenschaften, die Stokoe geschickt mit den äußeren Abläufen der Rückkehr und des Geheimnisses des Grundstücks verknüpft. Insgesamt ein spannender und lesenwerter Roman, vor allem mit überzeugenden Figuren.

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