Matthew Stokoe Kühe

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Inhaltsangabe zu „Kühe“ von Matthew Stokoe

Ein blutgetränkter Albtraum. Aber auch ein Meisterwerk der Literatur. Steven ist 25 Jahre alt. Im Fernsehen beobachtet er all die perfekten, fröhlichen Menschen und träumt davon, selbst das normale Glück zu finden. Vielleicht mit Lucy, die eine Etage über ihm wohnt – auch wenn ihre Besessenheit für Vivisektionen echt krank ist. Aber Stevens Mutter würde das niemals zulassen. Sie hasst ihn und will ihn zerstören: »Sie verabscheuten einander seit dem Augenblick, als sie ihn aus ihrer Fotze gedrückt hatte. In der zugemüllten Küche hatte sie ihn auf dem Tisch, an dem sie heute noch aßen, aus dem blutigen Schlamassel zwischen ihren Beinen gezogen und verflucht. Und er hatte ihr, da er spürte, dass es sein ganzes Leben lang noch schlimmer kommen würde, gleich in die Augen gepisst.« Als Steven Arbeit in einem Schlachthaus findet, offenbart ihm der unvorstellbar perverse Vorarbeiter Cripps, wie man durch das Töten von Kühen ›echte Erfüllung‹ findet. Doch die Tiere beginnen mit Steven zu reden und sie bitten um Hilfe … COWS, weltweit gefeiert als Kult-Klassiker des Urban Horror, gilt als der extremste Roman, der je geschrieben wurde. Abstoßend, traurig, aber auch originell. AMERICAN PSYCHO ist dagegen Kinderkram. Kirkus Review: »Der literarische Underground-Schocker Stokoe schlägt seine Leser mit dieser blutigen, wirklich ekligen Verhöhnung der Normalität voll ins Gesicht.« Publishers Weekly: »Eine Phantasmagorie der extremen Gewalt, des Todes, der Sexualität, der Bestialität, der Selbstchirurgie, der Folter und einer wirklich, wirklich, wirklich schlechten Mutter-Sohn-Beziehung, die da beginnt, wo der Marquis de Sade aufhörte. Stokoe ist ein begabter Schriftsteller, was den Inhalt umso schrecklicher macht …« Dennis Cooper: »Sehr verstörend und überirdisch begnadet. Die vernichtende Schilderung des Lebens in der britischen Unterschicht. COWS gilt als der mutigste englischsprachige Roman der letzten Jahrzehnte.« FESTA MUST READ: Große Erzähler ohne Tabus. Muss man gelesen haben.

Es gab schon härtere...

— PeWa
PeWa

Nicht so extrem, wie erwartet

— KyraCade
KyraCade

Faszinierend und Abstoßend zugleich, ein absolute lesenswertes Buch für alle jene Menschen die über einen starken Magen verfügen, oder dies

— Toby_Be
Toby_Be

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  • Es gab schon härtere...

    Kühe
    PeWa

    PeWa

    20. July 2017 um 13:35

    Der sozial total abgeschottete Steven lebt mit seiner Mutter in einer engen, dreckigen Wohnung und wird von ihr drangsaliert. Er findet einen Job in einer Fleischfabrik und lernt dort viel über sich, Rollenverteilung, das Leben sowie das Führen und Folgen ...Kühe gilt als der extremste Roman, der je geschrieben wurde. Das würde ich nicht unterschreiben. Er hat seine ekligen Sequenzen, macht vor Sodomie nicht Halt und hat eine unterschwellige Ideologie bezüglich des Machtstrebens, aber extrem? Da sind die wahren Freunde des Extreme-Genres wahrlich anderes gewöhnt.Worum geht es denn in Kühe? Eigentlich um Macht und Ohnmacht, ums Führen und Folgen, um die Anführer und Herdentiere, die Auflehnung gegen die Obrigkeiten. Man kann drei Gruppen herausfiltern, in denen sich das gleiche Machtspiel zuträgt: Die Wohnung von Steven, die er erst mit seiner Mutter - dem Muttertier - und dann mit seiner Freundin Lucy bewohnt. Die Fleischfabrik, in der er am Fleischwolf steht und vom Vorarbeiter Cripper in das Geheimnis von Tötung, Macht und Sodomie eingeführt wird. Die Welt unter der Stadt, in der eine Kuhherde lebt und auf Rache sinnt. In allen drei Bereichen versucht Steven seinen Platz zu finden und eine Machtposition einzunehmen. Es wird bald deutlich, wo Hemmschwellen überschritten werden, wie stark sich der Protagonist verändert - und doch bleibt er immer der gleiche, ohnmächtige junge Mann, der auf Dauer einfach kein Anführer sein kann. Er wird animalisch, muss immer innerhalb der Gruppen um seine Position kämpfen und auch leidvoll erfahren, dass man nicht alles beherrschen kann. Man kann ganz gut erkennen, dass Steven, wenn er irgendwo verliert oder versagt, in eine andere Gruppe geht, seine Enttäuschung und Wut mitnimmt, und sie in der anderen Gruppe als Macht versucht einzusetzen.Die Sprache ist sehr einfach, man kann das Buch wörtlich nehmen oder einen Sinn daraus lesen, was Stokoe wirklich damit ausdrücken wollte, bleibt nebulös. Daher hält sich die Begeisterung auch in Grenzen. Geht es nur um das Extreme, ist das Buch schlichtweg eine Enttäuschung, weil es zu flach ist. Geht es ums Herrschen und eine etwaige Tiefe, muss man der Geschichte schon weit bessere Noten geben. Kühe wird keine Empfehlung, aber werft einen Blick auf die Leseprobe beim Festa Verlag und entscheidet, ob ihr mehr wollt oder eher nicht.

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  • Eklig, tabulos, aber nicht extrem

    Kühe
    KyraCade

    KyraCade

    17. June 2017 um 15:47

    Der sozial total abgeschottete Steven lebt mit seiner Mutter in einer engen, dreckigen Wohnung und wird von ihr drangsaliert. Er findet einen Job in einer Fleischfabrik und lernt dort viel über sich, Rollenverteilung, das Leben sowie das Führen und Folgen … Kühe gilt als der extremste Roman, der je geschrieben wurde. Das würde ich nicht unterschreiben. Er hat seine ekligen Sequenzen, macht vor Sodomie nicht Halt und hat eine unterschwellige Ideologie bezüglich des Machtstrebens, aber extrem? Da sind die wahren Freunde des Extreme-Genres wahrlich anderes gewöhnt. Worum geht es denn in Kühe? Eigentlich um Macht und Ohnmacht, ums Führen und Folgen, um die Anführer und Herdentiere, die Auflehnung gegen die Obrigkeiten. Man kann drei Gruppen herausfiltern, in denen sich das gleiche Machtspiel zuträgt: Die Wohnung von Steven, die er erst mit seiner Mutter – dem Muttertier – und dann mit seiner Freundin Lucy bewohnt. Die Fleischfabrik, in der er am Fleischwolf steht und vom Vorarbeiter Cripper in das Geheimnis von Tötung, Macht und Sodomie eingeführt wird. Die Welt unter der Stadt, in der eine Kuhherde lebt und auf Rache sinnt. In allen drei Bereichen versucht Steven seinen Platz zu finden und eine Machtposition einzunehmen. Es wird bald deutlich, wo Hemmschwellen überschritten werden, wie stark sich der Protagonist verändert – und doch bleibt er immer der gleiche, ohnmächtige junge Mann, der auf Dauer einfach kein Anführer sein kann. Er wird animalisch, muss immer innerhalb der Gruppen um seine Position kämpfen und auch leidvoll erfahren, dass man nicht alles beherrschen kann. Man kann ganz gut erkennen, dass Steven, wenn er irgendwo verliert oder versagt, in eine andere Gruppe geht, seine Enttäuschung und Wut mitnimmt, und sie in der anderen Gruppe als Macht versucht einzusetzen. Die Sprache ist sehr einfach, man kann das Buch wörtlich nehmen oder einen Sinn daraus lesen, was Stokoe wirklich damit ausdrücken wollte, bleibt nebulös. Daher hält sich die Begeisterung auch in Grenzen. Geht es nur um das Extreme, ist das Buch schlichtweg eine Enttäuschung, weil es zu flach ist. Geht es ums Herrschen und eine etwaige Tiefe, muss man der Geschichte schon weit bessere Noten geben. Kühe wird keine Empfehlung, aber werft einen Blick auf die Leseprobe beim Festa Verlag und entscheidet, ob ihr mehr wollt oder eher nicht.

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  • Hab mir mehr erhofft

    Kühe
    Emmas_Bookhouse

    Emmas_Bookhouse

    14. June 2017 um 08:53

    Kühe – Matthew Stokoe Festa Verlag Gebundenes Buch 22,80  € eBook 5,99€ Steven ist 25 , arbeitslos und wohnt noch bei seinem Muttertier,  wie er seine Mutter nennt. Er ist ihr in meinen Augen hörig und wird seit frühster Kindheit seelisch gequält von ihr. Sein einziger Freund ist Hund und den hat das Muttertier in jüngeren Jahren so verprügelt, dass sein Rückgrat kaputt ist und er nicht mehr richtig laufen kann. Steven beginnt einen Job im Schlachthaus. Cripps lernt ihn an und das nicht nur im schlachten von Kühen. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, bis er plötzlich auf einen Bullen/Stier trifft, der mit ihm redet. Dieses Buch wird überall so gepriesen, ein Meisterwerk der Literatur, ein blutiger Alptraum usw. Ich kann dem so nicht wirklich recht geben. Für mich hat dieses Buch eine Message aber mehr auch nicht. Ich verstehe den Hype darum nicht, aber soll sich jeder bitte sein eigenes Bild davon machen. Ich gebe 3 von 5 Sternen

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  • Genialer Schreibstil, aber bestimmt nicht jedermanns Sache...

    Kühe
    Creed

    Creed

    16. May 2017 um 18:15

    Ein Buch, dass sich in meinen Augen in zwei Abschnitte gliedern läßt, einen Teil, der mir extrem gut gefallen hat und einen, den ich eher schlecht fand, wobei hier natürlich die Geschmäcker und Betrachtungsweisen wie immer unterschiedlich sind. Grandios ist Stokoes Beschreibung des familiären, desaströsen Umfelds des "Protagonisten", eine extreme und unsagbar düstere Sozialstudie über Verfall, Wahnsinn, Macht und Lieblosigkeit. Etliche Passagen sind wirklich schwer verdaulich, was nicht nur an detaillierten Beschreibungen von Koprophagie und ähnlich leckeren Sachen liegt, sondern in erster Linie an der unglaublich düsteren, nihilistischen Atmosphäre, die Matthew Stokoe stilistisch in hervorragende, oft fast poetische Worte und Satzkonstrukte kleidet, die man in dieser literarischen Qualität bei Autoren härterer Gangart normalerweise selten bis gar nicht findet. Auch seine realistischen, schwer zu ertragenden Einblicke in den Schlachthausbetrieb sind schreibtechnisch von überragender Qualität. So weit, so gut, kommen wir zu dem Teil, mit dem ich nichts anfangen konnte. Sprechende Kühe. Ja, ich weiß, dieser Fortgang des Plots ist bereits dem Klappentext zu entnehmen, aber ich habe ehrlich gesagt bis zum Schluß gehofft, dass sich das Ganze als wirre Einbildung der geistig leicht derangierten Hauptfigur des Romans entpuppt. Leider nicht. Ich habe im Grunde genommen nichts gegen sprechende Tiere oder ähnliche Einfälle in dazu passenden Geschichten; Chuck Palahniuks Romane wimmeln geradezu von skurrilen und durchgeknallten Gegebenheiten, doch Palahniuk baut von Anfang an seine Plots auf dieser Prämisse auf, während ich in Stokoes Werk dieses Abgleiten in die Phantastik eher kontraproduktiv finde. Da die Dialoge zwischen Mensch und Kuh für mich oft unfreiwillig komisch wirkten, versauten mir diese Passagen komplett die sorgfältig aufgebaute und stimmige Atmosphäre der ersten hundert Seiten. Mir wäre lieber gewesen, Stokoe zieht diese pessimistische Weltsicht konsequent durch, als dass er im zweiten Teil des Buches in eine extreme Version von Orwells "Farm der Tiere" driftet. Aber wie gesagt, diese phantastischen Einflüsse kann man mögen oder nicht, das wirkt bei jedem Leser anders. Was jedoch definitiv jeglicher Kritik entbehrt, ist der nicht anders als absolut grandios zu nennende Schreibstil Matthew Stokoes. Ich bin gespannt auf weitere Werke seinerseits. Fazit: Geniale und unsagbar düster-realistische erste Hälfte mit späterem Abgleiten in Phantastikgefilde, die (in meinen Augen) das Buch in seiner extremen Wucht deutlich ausbremsen. Vom atemberaubenden Schreibstil her jedoch definitiv ein Muß.

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  • Ein Meisterwerk der Perversionen vom Genius der Abartigkeiten "Matthew Stokoe"

    Kühe
    Toby_Be

    Toby_Be

    08. May 2017 um 15:18

    Inhalt: Steven ist 25 Jahre alt. Im Fernsehen beobachtet er all die perfekten, fröhlichen Menschen und träumt davon, selbst das normale Glück zu finden. Vielleicht mit Lucy, die eine Etage über ihm wohnt – auch wenn ihre Besessenheit für Vivisektionen echt krank ist. Aber Stevens Mutter würde das niemals zulassen. Sie hasst ihn und will ihn zerstören: Als Steven Arbeit in einem Schlachthaus findet, offenbart ihm der unvorstellbar perverse Vorarbeiter Cripps, wie man durch das Töten von Kühen ›echte Erfüllung‹ findet. Doch die Tiere beginnen mit Steven zu reden und sie bitten um Hilfe ...Rezension:"Oh mein Gott wie abartig" war so ziemlich meine erste Reaktion auf die gesammelten Perversitäten die Matthew Stokoe seinem Leser in einer brachialen Offenheit präsentiert. Die deftigen, verbalen Kraftausdrücke sind in diesem Werk noch das kleinste Übel welches der Autor in einem schwall aus Blut, Kotze, Eingeweiden und Exkrementen über dem Leser ausschüttet. Das völlig abstruse Verhältnis zwischen Mutter und Sohn als "schlecht" zu beschreiben wäre eine maßlose Untertreibung. Und so ist es aber genau diese Mutter-Sohn-Beziehung welche mich in ihren Bann gesogen hat. Die Liste der absoluten Abartigkeiten die, die Beiden sich gegenseitig antun ist sowohl erschreckend als auch faszinierend. Und so fragte ich mich "Wer wird diesen Machtkampf gewinnen?" Die Gewaltexzesse im Schlachthaus gepaart mit schonungslos dargestellten sexuellen Handlungen an Mensch und Tier während der, schon fast rituellen, Schlachtung der Kühe, mag den Einen oder Anderen leicht verstören. Das detailreich beschriebene verspeisen von Exkrementen stellt den Magen des Lesers vor eine wahrliche Kraftprobe. Dieser Roman ist definitiv das Ekelhafteste was ich jemals gelesen habe. Und trotzdem zog diese Story mich in ihren Bann. Faszinierend und Abstoßend zugleich, ein absolute lesenswertes Buch für alle jene Menschen die über einen starken Magen verfügen, oder dies zumindest glauben.

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