Matthew Weiner

 3,5 Sterne bei 78 Bewertungen
Autorenbild von Matthew Weiner (©Jeff Vespa / Quelle: Rowohlt)

Lebenslauf von Matthew Weiner

Matthew Weiner wurde im Juni 1965 in Baltimore geboren. Er wuchs in Los Angeles auf und studierte an der University of Southern California. Er arbeitete als Drehbuchautor für verschiedene Sitcoms und bewarb sich schließlich bei dem Produzenten der erfolgreichen Serie "Sopranos", David Chase. Weiner schrieb an zwölf Drehbüchern zur Serie mit und erhielt zwei Emmys in der Kategorie "Outstanding Drama Series". Nach dem Serienfinale produzierte Weiner die Serie "Mad Men" unter AMC, welche zu den populärsten TV-Serien im amerikanischen Fernsehen gehört. Für seine Arbeit an "Mad Men" erhielt Weiner sieben Emmys. Matthew Weiner lebt mit seiner Frau und seinen vier Söhnen in Los Angeles.

Alle Bücher von Matthew Weiner

Cover des Buches Alles über Heather (ISBN: 9783499291463)

Alles über Heather

 (72)
Erschienen am 22.01.2019
Cover des Buches Alles über Heather (ISBN: 9783837140354)

Alles über Heather

 (6)
Erschienen am 13.11.2017

Neue Rezensionen zu Matthew Weiner

Cover des Buches Alles über Heather (ISBN: 9783499291463)buechertraumzeitens avatar

Rezension zu "Alles über Heather" von Matthew Weiner

Schnelles Vergnügen
buechertraumzeitenvor 8 Monaten

„Heather, the totality“ ist geschrieben von Matthew Weiner und ist auch im deutschen unter dem Titel „Alles über Heather“ im Rowohlt Verlag, im Jahr 2019 erschienen.

Warum ich mir dieses Buch ausgesucht habe? – Ganz einfach: Ich habe es in der Mayerschen für 1€ auf dem Wühltisch entdeckt… Ich hatte von dem Autor zuvor noch nie etwas gehört gehabt, aber der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Zusätzlich dazu, ist der Autor, der Schöpfer der Serie „Mad Men“ und die habe ich schlichtweg geliebt. Also dachte ich mir – go for it!

Das Buch ist in der englischen Ausgabe in einem wunderschönen Hardcover Format erschienen und hat einen großartigen, durchsichtig-goldenen Schutzumschlag, welcher ein Gesicht verdeckt (vermutlich das von Heather). Was es mit der Geschichte auf sich hat? Auch wenn das Buch sehr schlank wirkt und mit seinen 138 Seiten nicht wirklich lang ist, ist der Inhalt umso größer. In wenigen Worten (und dies auch oft ohne die Hilfe von Dialogen), erzählt Matthew Weiner dem Leser eine ganze Menge. Karen und Mark sind ein etwas merkwürdiges Paar, aber zunächst hofft man als Leser, dass die beiden die wahre Liebe ineinander gefunden haben. Als jedoch ihre Tochter Heather zur Welt kommt, dreht sich alles nur noch um das Mädchen und es geht nicht mehr nur um Karen und Mark. Es geht darum, dass die beiden hart arbeiten, um so Heathers Zuneigung zu gewinnen und in einem manischen Wettbewerb zu einander stehen. Aber ist wirklich Heather wirklich das bezaubernde, unbefleckte Kind, für das es gehalten wird? Sie ist ihr Ein und Alles und sie würden alles tun, um sie als ihre „Sonne“ zu erhalten.

Ich habe den doch sehr spärlichen Schreibstil und die verschlüsselten Hinweise, welche Karen und Mark besser zu verstehen geben, sehr genossen. Insgesamt ist „Heather, the totality“ eine faszinierende Lektüre, welche mehr Fragen stellt als beantwortet werden. Es hat mir fast genauso viel Spaß gemacht, über das Buch nachzudenken, wie es eigentlich zu lesen, auch wenn es leider ziemlich schnell gelesen ist und es den Charakteren teilweise an Sympathie und Tiefe fehlt.

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Cover des Buches Alles über Heather (ISBN: 9783499291463)Annejas avatar

Rezension zu "Alles über Heather" von Matthew Weiner

Wenn unsere Psyche mal eine Geschichte erzählt
Annejavor einem Jahr

Manchmal muss es kein spektakuläres Abenteuer oder eine magische Welt sein, welches uns Leser an ein Buch fesselt. Ab und an braucht es noch nicht einmal detaillierte Person. So wie bei „Alles Heather“, bei welcher besonders eines im Vordergrund steht, unsere Psyche.


Dabei erzählt die Geschichte, wie sich Mark und Karen kennenlernen, welche Hürden sie im Leben meistern müssen und wie sie schließlich nicht nur heiraten, sondern auch eine Tochter bekommen. Klingt doch recht harmonisch, würde man sagen. Doch dies ist eben nur die oberflächliche Wahrnehmung. Während man die Beiden begleitet erfährt man neben Dingen wie Job, Hobbys und dem Leben, eben aber auch wie sie über sich und andere denken. Und da gab es wirklich einiges zu erzählen. 


Besonders als ihre Tochter Heather geboren wird, beginnt die psychologische Fahrt erst so richtig. Nun ist neben ihnen noch ein kleines Wesen da, welches zudem nicht nur unglaublich schön ist, sondern auch sehr klug und weise. Gerade Karen verfällt immer mehr ihrer Tochter und entwickelt so nach und nach eine rechte Obsession. Nur sie darf Zeit mit ihrer Tochter verbringen, niemand sonst. Mark ist anfangs dagegen machtlos, doch er hat eh andere Probleme. Doch was sagt Heather? Ab einem gewissen Alter durfte man nun auch ihre Gedankengänge mitverfolgen, welche nicht weniger spannend waren, als die ihrer Eltern. 


Doch dann war da noch Bobby, dessen Geschichte weitaus weniger schön zu erlesen war. Drogen, Diebstahl und Misshandlung prägten sein Leben und erschufen einen jungen Mann der ein äußerst schwieriges Verhältnis zu Frauen aufbaute. Er sah sie als willige Wesen, welche selbst nicht wüssten, was sie wollen, weswegen er dies übernahm. So erging es ihm auch bei Heather, welche aber diesmal nicht ganz so leicht zu bekommen war. Doch wie ein Weg ist, ist auch ein Wille. 


Am Ende war das Buch einfach mal eine Geisterbahnfahrt durch das menschliche Gehirn. Von A wie Angst bis Z wie Zweifel durchlebte man wirklich jede Emotion oder Gefühlsregung. Dabei zeigte es deutlich zu welchen Handlungen wir fähig sind, wenn uns die Emotionen einmal komplett überrennen. Aufgeteilt auf 4 unterschiedliche Personen, Geschlechter und Altersklassen ein durchaus interessantes aber auch erschreckendes Bild. 


Gerade weil die Psyche eine große Rolle spielte und es neben Tätigkeiten wie Ausflüge, Schule oder Arbeit kaum nennenswerte Tätigkeiten gab, war der Sprachstil auch daran angepasst. Er war sehr sprunghaft, manchmal etwas holprig, da mitten im Text die Person gewechselt wurde, aber trotzdem sehr angenehm. Einmal aufgeschlagen konnte ich es meist nicht so schnell weglegen, da ich einfach wissen wollte wie es weiterging. 


Leider war dann gerade das Ende für mich etwas unausgereift und zu voreilig beendet. Für mich hätte die Geschichte gerne noch ein paar Seiten weitergehen können, da für mich so einfach ein Abschluss fehlte. Besonders da das Buch mit einer geballten Emotionsbombe endete, hätte ich gerne gewusst wie sie das Leben danach weiterlebten. So fühlte es sich unvollständig an und das ist wirklich schade.


Ich möchte für dieses Buch eine Triggerwarnung aussprechen, da es nicht nur Gewalt gegen Frauen enthält, sondern auch einen sehr starken Einblick in die menschliche Psyche. Hier sollte man in einem guten Gemütszustand sein. Wer dies hat, dem dürfte sich eine ehrliche und sehr emotionale Geschichte eröffnen, welche fasziniert und beängstigt.

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Cover des Buches Alles über Heather (ISBN: 9783498094638)

Rezension zu "Alles über Heather" von Matthew Weiner

Matthew Weiner | ALLES ÜBER HEATHER
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

*** Die folgende Rezension erschien erstmals auf meinem Blog www.booksterhro.wordpress.com. Schaut mal vorbei, ich freu mich auf Euren Besuch! ***

Den Breakstones geht’s gut. Sie sind finanziell abgesichert, haben eine Traumwohnung in Manhattan und mit Heather eine wunderschöne Tochter, die mit ihren blauen Augen alle verzaubert. Doch mit der Pubertät kommen die Probleme: Heather und ihre Mutter leben sich auseinander und Vater Mark entwickelt eine krankhafte Angst um seine Tochter. In seinen Tagträumen sieht er sie ständig in die schlimmsten Sexualverbrechen verwickelt. Einer der Bauarbeiter, die gerade das Wohnhaus sanieren, hat anscheinend ein Auge auf Heather geworfen, was Marks Sorgen nur noch verschlimmert.

Dieser Bauarbeiter – Bobby – hatte es bisher nicht so gut im Leben wie die Breakstones. Als Sohn einer drogensüchtigen Provinz-Hure, der als Kind schon die Spritzen für Mama und ihre Freier aufziehen musste, kam Bobby naturgemäß früh mit dem Gesetz in Konflikt und landete nach einem Sexualdelikt schließlich im Gefängnis. Jetzt, wieder auf freiem Fuß und mit deftigen Straftaten auf dem Kerbholz, verschlägt es ihn als Tagelöhner auf eine Baustelle in Manhattan. Und da taucht dieses wunderschöne Mädchen auf.

Zuerst das Positive: Matthew Weiner (*1965) kann schreiben. Seine Sätze sind kontrolliert schnörkellos, die Story realistisch, geradeaus und ohne jeden Schnick-Schnack. Irgendwo fiel der Vergleich mit Richard Yates, den ich – zumindest was die Qualität der Sätze angeht – unterschreiben kann. Dieser Blick auf die amerikanische Upper-Class mit ihren Erste-Welt-Problemen ist Weiner zweifellos gelungen. Und auch das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten ist immer ein gut gewähltes Thema. Alle haben Existenzängste, aber die der Mächtigen sehen anders aus, als die der Machtlosen.

Dass Weiners Erstling mit 140 Seiten so kurz ausgefallen ist, mag wohl daran liegen, dass er seit Jahren als Drehbuchschreiber für Serien wie Die Sopranos oder Mad Men erfolgreich tätig war und dafür mit Preisen überhäuft wurde. Leider geht dieses Konzept in Prosa nicht auf. Für eine Kurzgeschichte – was ALLES ÜBER HEATHER definitiv nicht ist – holt Weiner viel zu sehr aus; für einen Roman aber fehlt es an allen Enden. Nach dem überraschenden, aber doch recht plumpen Ende, hatte ich das Gefühl, dass das ganze Buch nur die Vorbereitung für die Schlusspointe war – irgendwie fühlte ich mich betrogen.

ALLES ÜBER HEATHER ist eine zu einem Roman aufgeblasene Kurzgeschichte, die sicher lesbar ist und für ein paar Stunden Unterhaltung bietet, sonst aber keine großen Mehrwert bringt.

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Zusätzliche Informationen

Matthew Weiner wurde am 29. Juni 1965 in Baltimore, Maryland (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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auf 12 Wunschzettel

von 40 Lesern aktuell gelesen

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