Matthias Bauer

 4.1 Sterne bei 109 Bewertungen
Autor von Morbus Dei: Die Ankunft, Der Schelmenroman und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Morbus Dei: Die Ankunft" von Matthias Bauer

Ein stimmiger Mix aus Heimat-Krimi, Mystery, Historienthriller und klassischem Westernsujet.
Serkalowvor einem Jahr

Der Auftakt dieser Trilogie ist dauerhaft günstig, nämlich für 0,00 € zu erhalten, weshalb es mir nicht schwer viel mal zuzugreifen.
Ich habe es keine Minute bereut.

Die Autoren schaffen es in erster Linie durch Atmosphäre für Spannung zu sorgen.
Das abgelegene Hinterwäldlerdorf, in einer Zeit voller Aberglauben und Krieg, Schneemassen, kaum bezwingbare Berge. Der Fremde, der per se an so einem Ort mit Misstrauen bedacht wird. Dann noch die lange nicht benannte Bedrohung durch »die Anderen«, da kamen mir beim Lesen die Bilder aus dem Film »Das finstere Tal« vor Augen.

Ich finde es grundsätzlich besser, wenn sich deutschsprachige Autoren auch für das Setting den deutschsprachigen Raum aussuchen. Nicht, weil ich Angloamerikaner nicht leiden kann, aber ich finde, wir haben hier in Europa soviel Mythen, Legenden und Historien ...
Auf dieser Ebene reizte mich »Morbus Dei« schon mal sehr und macht hier auch alles richtig. Der Krieg um Tirol in dieser Zeit bildet einen soliden Hintergrund für diesen Mix aus Heimat-Krimi, Mystery und Historienthriller.

Sicher, eine derartige Geschichte ist kaum frei von Klischees. Nicht nur, dass Johannes List ein Deserteur ist, was im Dorf natürlich keiner weiß, und somit eben doch eine Art »Revolverheld« von dem der Leser weiß, dass er eigentlich den Bauern überlegen ist. Ja, auch der herrische Bauer, die schöne Tochter, die sich in den Fremden verliebt, der alte Großvater, der Pfarrer ...
Im Rahmen der Geschichte passt es aber einfach. Das meine ich mit Western-Sujet: Archetypen und Klischees. Wir wissen also im Grunde was passiert und lesen es dennoch, weil es gut geschrieben ist.

Wer Action erwartet, wird eher enttäuscht werden. »Morbus Dei« lebt in erster Linie vom Setting und der Stimmung. Der unterschwelligen Bedrohung, der düsteren Landschaft, dem Aberglauben, der Ablehnung gegenüber Fremden und der Angst vor »Denen«. Das macht der Roman aber sehr gut und so war ich keine einzige Seite gelangweilt.

Ein kurzer Hinweis für alle die, die keine Serien oder Reihen mögen. »Die Ankunft« ist in meinen Augen sehr gut in sich abgeschlossen. Endet also nicht mit einem Cliffhanger, so dass man nicht zwangsweise die nächsten beiden Teile lesen muss. Für die Unterstützung der Autoren wäre es natürlich besser, diese dann wenigstens zu kaufen, da der erste Band ja kostenfrei ist. (Oder zumindest einen weiteren Teil:-))

Wer mit den o. g. Sujets etwas anfangen kann, bekommt hier eine handwerklich gute Geschichte auf den Reader. Für solche Werke wurde meiner Meinung nach der Ebook-Reader erfunden, da ich ohne diesen, so etwas nie entdeckt hätte.

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Rezension zu "Morbus Dei: Die Ankunft" von Matthias Bauer

Bauer&Zach - Morbus Dei: Die Ankunft
Jarivor einem Jahr

Normalerweise bespreche ich die meisten Reihen einzeln. Da ich aber alle Titel von „Morbus Dei“ auf dem SUB hatte, nahm ich mir vor, alle Bücher auf einmal zu besprechen. Deshalb gibt es hier auch einen Spoilerhinweis, da ich natürlich nicht die gesamte Trilogie rezensieren kann, ohne nicht zumindest ein klein wenig zu spoilern.
Also: Diese Rezension enthält Spoiler zu den Büchern!
Nachdem vor knapp einem Jahr den aktuellsten Titel von Zach & Baur besprechen durfte, wollte ich auch die früheren Bücher dieses Duos lesen. Und auch wenn die „Morbus Dei“-Trilogie noch nicht ganz auf der Höhe von „Das Blut der Pikten“ ist, so ist sie dennoch eine wirklich gute Reihe, die ich nur empfehlen kann.
Vor allem der erste Teil hat es mir sehr angetan. Mehr noch als in den Folgebänden drängt sich hier Mystery und Suspense in den Vordergrund, da wir noch nicht wissen, womit wir es zu tun haben oder wer oder was diese „Ausgestossenen“ nun sind. Mir gefiel diese Stimmung unheimlich gut, denn auch wenn im Buch alltägliche Sachen geschehen, so ist dennoch stets diese unterschwellige Bedrohung vorhanden.
Dies nimmt dann aber ab, dafür erhält die Handlung ab Band zwei einen extremen Temposchub. Band zwei ist ein Road Movie im Österreich von 1703 - auch dies eine willkommene Abwechslung; ist doch unser Literaturbetrieb geprägt von amerikanischen Städten und deutschen Zentren wie Berlin. Das historische Österreich dagegen war mir bisher noch eher unbekannt. Umso mehr gefielen mir die Beschreibungen der Städte und des Lebens von damals.
Leider ist der zweite Band aber auch der in meinen Augen schwächste. Dies liegt -so leid es mir tut, dies zugeben zu müssen- vor allem an Elisabeth. Nicht nur finde ich ihre Tagebucheinträge unglaubwürdig (jemand, der gerade erst lesen und schreiben gelernt hat, drückt sich nicht so aus), auch ihr Verhalten ist extrem verantwortungslos. Sie hat mir ihrem kurzsichtigen Handeln den Tod von hunderten von Leuten auf dem Gewissen. Hätte sie nur kurz nachgedacht, dann wäre das alles nicht passiert. So hat die Gute bei mir also einiges an Punkten verloren und mir ihr der ganze Band.
Der dritte Teil ist genauso rasant wie Band zwei, vielleicht sogar noch rasanter. Es kommt zu Kämpfen, nicht zuletzt natürlich zum grossen Schlusskampf. Auch wenn Johann und Elisabeths Beziehung sehr dominierend ist und es mir teilweise fast zu viel wurde, so geraten Zach und Bauer dennoch zum Glück nie auf einen unerträglichen Kitschlevel. Dafür bin ich ihnen sehr dankbar.
Die „Morbus Dei“-Bücher lesen sich weg wie nichts, die Sprache ist eingefärbt von österreichischen Eindrücken (in Teil drei kommt noch Italienisch und Französisch dazu), was das Ganze noch viel lebendiger macht. Der Hintergrund ist real und genauso detailliert geschildert wie aus „Das Blut der Pikten“ gewohnt, jedoch ohne mühsam zu werden. Als Leser fühlt man sich sofort wohl in dieser vergangenen Zeit, obwohl überall die Gefahr lauert. Aber wir wissen ja, dass Johann sich durchschlagen wird. Das haben Hauptfiguren so an sich ;)
Zach und Bauer sind ein unglaublich gut eingespieltes Team und das merkt man in jedem Satz. Sie sind unter anderem auch als Drehbuchautoren für renommierte Filme tätig (z.B. Northmen - A Viking Saga). „Das Blut der Pikten - Feuersturm“ erscheint im Februar 2018 und ja, ich habe es mir bereits vorbestellt und freue mich wie ein kleines Kind darauf.

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W

Rezension zu "Morbus Dei: Die Ankunft" von Matthias Bauer

düster
Wolfileservor 2 Jahren

Die zwei Folgebände werde ich mir sparen. Der Roman war mir zu langatmig und zu düster.

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar

300 x "Morbus Dei: Die Ankunft" von Bastian Zach & Matthias Bauer (E-Book)

Zusammen mit dem Haymon Verlag haben wir etwas Schönes für euch vorbereitet. Ihr dürft euch auf eine spannende Leserunde zum ersten Band der "Morbus Dei"-Trilogie von Bastian Zach und Matthias Bauer freuen, die auch beide Autoren begleiten werden.

Mehr zum Buch:
Ein einsames Bergdorf vor 300 Jahren: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in diese abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Gegend. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt - Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ...

--> Leseprobe

Wenn ihr Spannung, Dramatik und Emotionen in Büchern liebt, dann lasst euch "Morbus Dei" nicht entgehen!

Die Teilnahme ist ganz einfach: Ihr kommentiert diese Aktion mit einem eigenen Beitrag bis spätestens 15.12.2013 und verratet uns, wieso ihr "Morbus Dei: Die Ankunft" gern lesen und bei dieser Leserunde mitmachen möchtet. Die ersten 300 Kommentatoren bekommen ihren persönlichen Download-Code per E-Mail zugeschickt.

Mit dem Code könnt ihr euch das gewünschte E-Book-Format (EPUB oder Mobi für den Amazon Kindle) auswählen und runterladen. Wichtig für Kindle-Benutzer: unbedingt eure persönliche E-Mail-Adresse verwenden, die "Send-To-Kindle-Emailadresse" funktioniert nicht!

Zusätzliche Verlosung:
Unter allen, die ihre Rezension zum Buch bis zum 4. Januar 2014 veröffentlichen und sich außerdem an der Leserunde beteiligen, wird noch 10 x Teil 13 der Morbus-Dei-Trilogie als Print-Exemplar/Taschenbuch verlost.

Zur Leserunde

Community-Statistik

in 177 Bibliotheken

auf 9 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

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