Matthias Bauer

 4.1 Sterne bei 114 Bewertungen

Lebenslauf von Matthias Bauer

MATTHIAS BAUER wurde 1973 in Lienz geboren, studierte Geschichte und Volkskunde und arbeitete bei Verlagen und Ausstellungen. Er lebt als selbständiger Schriftsteller in Tirol und verfasste als Teil des Schreibduos Zach / Bauer Drehbücher und zahlreiche Romane, darunter die „Morbus Dei“-Trilogie und „Das Blut der Pikten“. Der Kurzgeschichtenband „Reiche Ernte“ ist ein Solowerk von Matthias Bauer. Mit der Adaption durch Chris Scheuer geht für den lebenslangen Comic-Fan Bauer ein Traum in Erfüllung.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Die dunklen Bücher - Der Fluch des alten Bergwerks

Neu erschienen am 25.06.2020 als E-Book bei G&G Verlag, Kinder- und Jugendbuch.

Alle Bücher von Matthias Bauer

Cover des Buches Morbus Dei: Die Ankunft (ISBN: 9783709974643)

Morbus Dei: Die Ankunft

 (129)
Erschienen am 19.11.2012
Cover des Buches Reiche Ernte (Phantastische Storys) (ISBN: B07BZJKZSS)

Reiche Ernte (Phantastische Storys)

 (1)
Erschienen am 23.04.2018
Cover des Buches Michelangelo Antonioni (ISBN: 9783869162676)

Michelangelo Antonioni

 (0)
Erschienen am 01.01.2015
Cover des Buches Reiche Ernte (ISBN: 9783741614453)

Reiche Ernte

 (0)
Erschienen am 24.09.2019
Cover des Buches Romantheorie und Erzählforschung (ISBN: 9783476020796)

Romantheorie und Erzählforschung

 (0)
Erschienen am 20.09.2005
Cover des Buches Heilige Texte (ISBN: 9783643104991)

Heilige Texte

 (0)
Erschienen am 25.10.2013

Neue Rezensionen zu Matthias Bauer

Neu

Rezension zu "Reiche Ernte (Phantastische Storys)" von Matthias Bauer

Reiche Ernte
Elmar Hubervor 8 Monaten


„Es war ein Modell des Städtchens, aber nicht irgendein beliebiges: Jedes Haus war dem Original bis ins kleinste Detail nachempfunden, und auch seine Bewohner bewegten sich pflichtbewusst auf hauchdünnen Bahnen durch Straßen und Gassen. Der Realismus war atemberaubend, die Modellstadt schien beinahe zu leben.“
(Das Modell)


INHALT
Ein renommierter Professor baut eine Zeitmaschine, um den Holocaust zu verhindern und erlebt eine folgenschwere Überraschung.

Ein Autor benötigt zum Schreiben seiner brutalen Thriller stets die passende Atmosphäre. 

Das Miniaturmodell einer Stadt, erbaut von einem längst verstorbenen Uhrmacher, lenkt seit Jahrhunderten das Schicksal der Bewohner.

Eine Gruppe Soldaten in aussichtsloser Lage machen einen der ihren zu einem Opfer für die Götter.

Ein erfolgloser Autor ist gezwungen, als Auftragskiller zu arbeiten, und gerät an seinem Meister.

Ein vage erinnerter Traum erlangt plötzlich schicksalhafte Bedeutung.

Allerlei verstorbene Prominente bevölkern das Hotel, in dem Jack the Ripper an der Rezeption arbeitet. 


„Der Körper des Jungen war über und über mit blutigen Zeichen übersät, als ich an die Reihe kam. Schwarz deutete auf den Rücken des Jungen, beschrieb mir das letzte Symbol, damit der Kreis geschlossen wurde. Ich nahm das Messer. Der Junge zitterte, weinte, bettelte darum, losgelassen zu werden.“
(Opfer)


MEINUNG
Matthias Bauer hat sich, gemeinsam mit Autorenkollege Bastian Zach, einen Namen als Verfasser historischer Romane bei Randomhouse/Heyne (u.a. „Das Blut der Pikten“) und als Drehbuchautor gemacht. Zuvor konnte das Duo mit der „Morbus Dei“-Trilogie (Haymon Verlag) bereits einen Achtungserfolg im phantastischen Bereich verbuchen.
Nun ist eine erste Kurzgeschichtensammlung von Matthias Bauer erschienen, die allerdings nicht wirklich neu ist. Laut Nachwort sind in „Reiche Ernte“ seine ersten, leidenschaftlich verfassten Stories enthalten, die nach diversen Verlagsabsagen in der Schublade landeten. Nach Jahren hat er sich dieser Geschichten erinnert, sie wieder ausgegraben und mit der heutigen Schreiberfahrung überarbeitet. „Es war eine umfassende Überarbeitung […] aber sie blieb der ursprünglichen Fassung immer treu.“ (Aus dem Nachwort)

So hat man hier eine Mixtur aus wilden, spontanten Ideen, die mit der Brille eines professionellen Autors (neu) geschrieben wurden. Eine Mixtur, für die die genannten Vorbilder, unter anderem Poe, King, Kafka, Dahl und Bradbury, nicht zu hoch gegriffen sind.
Soll heißen, die Stories sind knackig geschrieben, vermögen den Leser trotz ihrer Kürze zu packen und haben meist noch eine makabre Schlusspointe im Gepäck. Auch lässt sich insgesamt eine ganz leise Melancholie aus der Sammlung herauslesen. Fans von Stefan Melneczuks Kurzgeschichten werden auch an „Reiche Ernte“ ihre Freude haben.

Das Covermotiv von MtP Art verbindet sehr gelungen Grusel- und dystopische SF-Stimmung.

Das Buch hat keine ISBN und ist direkt über den BLITZ-Verlag zu beziehen. Für November 2019 ist dort mit „Das Tor – Neue makabre Geschichten“ eine zweite Sammlung von Matthias Bauers Kurzgeschichten angekündigt.

FAZIT
Überzeugende Sammlung phantastischer Kurzgeschichten, immer packend, immer überraschend.

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Rezension zu "Morbus Dei: Die Ankunft" von Matthias Bauer

Düsterer Roman vor historischem Hintergrund mit starken Bildern
Christin87vor einem Jahr

Im Jahre 1703 irrt der Deserteur Johann List schwer verletzt und hungernd durch das tief verschneite Tirol, auf der Suche nach Hilfe und einer warmen Unterkunft. Mit letzten Kräften, als er die Hoffnung bereits aufgegeben hat, erreicht er ein einsames Bergdorf und bricht vor der ersten erreichten Tür zusammen. Als er Tage später benommen erwacht, spürt er als erstes, dass in diesem Dorf etwas nicht stimmt. Und tatsächlich sind die zutiefst abergläubigen Bewohner von Angst geprägt. Angst vor vermeintlich in den Bergen, am Rande ihres Dorfes, lebenden Gestalten ohne Haare, mit pergamentartiger Haut und schwarz hindurchleuchtetenden Adern: den Ausgestoßenen.
Johann verdingt sich als Knecht in diesem Dorf, findet seine Liebe und muss einen Kampf ausfechten, den er sich nie hätte vorstellen können.

"Morbis Dei - Die Ankunft" ist ein sehr gut geschriebenes Buch, dass uns mitnimmt, in eine zurückliegende Welt voller EInsamkeit, Gehorsam und (Aber-)glauben, gespickt mit einer tollen Portion Mystik und der Moral, das man im Leben alles vergeldet bekommt - im Guten wie im Schlechten.
Das die Autoren auch Drehbücher schreiben merkt man, denn die Figuren, die Sympathischen wie auch die Unsympathischen, sind toll ausgearbeitet und bilden im Kopf reale, starke Bilder, sodass man sich in jeden Handlungsstrang erstklassig einfühlen kann.
Das Finale der Geschichte ist teils däftig, aber passend und gut konstruiert.

Mein einziger Kritikpunkt: Zu oft wurden Sätze mitdrin mit einem Gedankenstrich unterbrochen, um nach einem Gedankensprung an anderer Stelle wieder anzusetzen. Das empfand ich beim Lesen manchmal als störend.

Mit seiner düsteren Grundstimmung, die mich in Ansätzen ein bisschen an "Der Name der Rose" erinnert hat, obwohl die Handlung nur ganz am Rande mit Mönchen zu tun hat, liest es sich wahrscheinlich in einer kalten Winterwoche noch besser als im Sommer. Auf alle Fälle ist es aber empfehlenswert und vielversprechend für die Folgebände.

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Rezension zu "Morbus Dei: Die Ankunft" von Matthias Bauer

Ein stimmiger Mix aus Heimat-Krimi, Mystery, Historienthriller und klassischem Westernsujet.
Serkalowvor 3 Jahren

Der Auftakt dieser Trilogie ist dauerhaft günstig, nämlich für 0,00 € zu erhalten, weshalb es mir nicht schwer viel mal zuzugreifen.
Ich habe es keine Minute bereut.

Die Autoren schaffen es in erster Linie durch Atmosphäre für Spannung zu sorgen.
Das abgelegene Hinterwäldlerdorf, in einer Zeit voller Aberglauben und Krieg, Schneemassen, kaum bezwingbare Berge. Der Fremde, der per se an so einem Ort mit Misstrauen bedacht wird. Dann noch die lange nicht benannte Bedrohung durch »die Anderen«, da kamen mir beim Lesen die Bilder aus dem Film »Das finstere Tal« vor Augen.

Ich finde es grundsätzlich besser, wenn sich deutschsprachige Autoren auch für das Setting den deutschsprachigen Raum aussuchen. Nicht, weil ich Angloamerikaner nicht leiden kann, aber ich finde, wir haben hier in Europa soviel Mythen, Legenden und Historien ...
Auf dieser Ebene reizte mich »Morbus Dei« schon mal sehr und macht hier auch alles richtig. Der Krieg um Tirol in dieser Zeit bildet einen soliden Hintergrund für diesen Mix aus Heimat-Krimi, Mystery und Historienthriller.

Sicher, eine derartige Geschichte ist kaum frei von Klischees. Nicht nur, dass Johannes List ein Deserteur ist, was im Dorf natürlich keiner weiß, und somit eben doch eine Art »Revolverheld« von dem der Leser weiß, dass er eigentlich den Bauern überlegen ist. Ja, auch der herrische Bauer, die schöne Tochter, die sich in den Fremden verliebt, der alte Großvater, der Pfarrer ...
Im Rahmen der Geschichte passt es aber einfach. Das meine ich mit Western-Sujet: Archetypen und Klischees. Wir wissen also im Grunde was passiert und lesen es dennoch, weil es gut geschrieben ist.

Wer Action erwartet, wird eher enttäuscht werden. »Morbus Dei« lebt in erster Linie vom Setting und der Stimmung. Der unterschwelligen Bedrohung, der düsteren Landschaft, dem Aberglauben, der Ablehnung gegenüber Fremden und der Angst vor »Denen«. Das macht der Roman aber sehr gut und so war ich keine einzige Seite gelangweilt.

Ein kurzer Hinweis für alle die, die keine Serien oder Reihen mögen. »Die Ankunft« ist in meinen Augen sehr gut in sich abgeschlossen. Endet also nicht mit einem Cliffhanger, so dass man nicht zwangsweise die nächsten beiden Teile lesen muss. Für die Unterstützung der Autoren wäre es natürlich besser, diese dann wenigstens zu kaufen, da der erste Band ja kostenfrei ist. (Oder zumindest einen weiteren Teil:-))

Wer mit den o. g. Sujets etwas anfangen kann, bekommt hier eine handwerklich gute Geschichte auf den Reader. Für solche Werke wurde meiner Meinung nach der Ebook-Reader erfunden, da ich ohne diesen, so etwas nie entdeckt hätte.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Morbus Dei: Die AnkunftD

300 x "Morbus Dei: Die Ankunft" von Bastian Zach & Matthias Bauer (E-Book)

Zusammen mit dem Haymon Verlag haben wir etwas Schönes für euch vorbereitet. Ihr dürft euch auf eine spannende Leserunde zum ersten Band der "Morbus Dei"-Trilogie von Bastian Zach und Matthias Bauer freuen, die auch beide Autoren begleiten werden.

Mehr zum Buch:
Ein einsames Bergdorf vor 300 Jahren: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in diese abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Gegend. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt - Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt ...

--> Leseprobe

Wenn ihr Spannung, Dramatik und Emotionen in Büchern liebt, dann lasst euch "Morbus Dei" nicht entgehen!

Die Teilnahme ist ganz einfach: Ihr kommentiert diese Aktion mit einem eigenen Beitrag bis spätestens 15.12.2013 und verratet uns, wieso ihr "Morbus Dei: Die Ankunft" gern lesen und bei dieser Leserunde mitmachen möchtet. Die ersten 300 Kommentatoren bekommen ihren persönlichen Download-Code per E-Mail zugeschickt.

Mit dem Code könnt ihr euch das gewünschte E-Book-Format (EPUB oder Mobi für den Amazon Kindle) auswählen und runterladen. Wichtig für Kindle-Benutzer: unbedingt eure persönliche E-Mail-Adresse verwenden, die "Send-To-Kindle-Emailadresse" funktioniert nicht!

Zusätzliche Verlosung:
Unter allen, die ihre Rezension zum Buch bis zum 4. Januar 2014 veröffentlichen und sich außerdem an der Leserunde beteiligen, wird noch 10 x Teil 13 der Morbus-Dei-Trilogie als Print-Exemplar/Taschenbuch verlost.

718 BeiträgeVerlosung beendet

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auf 12 Wunschzettel

von 5 Lesern aktuell gelesen

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