Matthias Borngrebe PQ

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Inhaltsangabe zu „PQ“ von Matthias Borngrebe

Carolin Niemeyer – glückliche Ehefrau und Mutter, gesellschaftlich engagiert, einflussreich und darum nicht umsonst die Hamburgerin mit dem höchsten PQ – wird in ihrem Garten erstochen. PQ – so heißt die App, mit deren Hilfe sich der eigene Persönlichkeitsquotient berechnen lässt. Als Kombination aus Selbstoptimierungstool und sozialem Netzwerk ermittelt PQ, welchen Stellenwert eine Person innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Wer ein umweltbewusstes, gesundes, rücksichtsvolles Leben führt und Gutes tut, verfügt über einen hohen Persönlichkeitsquotienten – alle anderen sollten dringend an sich arbeiten. So stellen die Macher von PQ sich das vor, ihr Ziel ist es, die Welt zu verbessern. Trotz einiger Skandale kann niemand den Erfolg von PQ aufhalten – bis Carolin Niemeyer ermordet wird, um sie als „PQ-Betrügerin“ zu entlarven ... Matthias Borngrebe, geboren 1984 in der Nähe von Kassel, hat an der Universität Göttingen Germanistik, Komparatistik und Philosophie studiert. Heute lebt und arbeitet er in Kopenhagen. 2010 erschien sein erster Roman "Die Nacht, als Robert starb" in der Berlin University Press.

gutes Buch über ein sehr aktuelles Thema

— SaintGermain
SaintGermain

Sehr spannend geschriebene Geschichte über den Einfluss der technischen Entwicklungen.

— Milagro
Milagro

Eine Geschichte, die als Warnung für die Generation Social-Media gelten kann.

— Leuchtturmwaerterin
Leuchtturmwaerterin

Ein kluges, aber auch verstörendes Buch

— mistellor
mistellor

Eine sehr atmosphärische Geschichte, die uns auf eine Zukunft vorbereitet, in welcher eine App unser ganzes Leben beherrscht!

— Betsy
Betsy

Tiefgründig, spannend und unterhaltsam. Ein großartiges Buch!

— biancaneve66
biancaneve66

spannend und überraschend. Eine erschreckender Spiegel wird einem vorghalten.

— dia78
dia78
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  • Social-Media und anderer Wahnsinn

    PQ
    SaintGermain

    SaintGermain

    12. September 2016 um 13:46

    Carolin, glückliche Ehefrau und Mutter, gesellschaftlich engagiert, einflussreich und die Hamburgerin mit dem höchsten Persönlichkeitsquotienten, wird in ihrem Garten erstochen.PQ – so heißt die App, mit deren Hilfe sich der eigene Persönlichkeitsquotient berechnen lässt. Als Kombination aus Selbstoptimierungstool und sozialem Netzwerk ermittelt PQ, welchen Stellenwert eine Person innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Wer ein umweltbewusstes, gesundes, rücksichtsvolles Leben führt und Gutes tut, verfügt über einen hohen Persönlichkeitsquotienten – alle anderen sollten dringend an sich arbeiten. So stellen die Macher von PQ sich das vor, ihr Ziel ist es, die Welt zu verbessern.Trotz einiger Skandale kann niemand den Erfolg von PQ aufhalten – bis Carolin Niemeyer ermordet wird, um sie als „PQ-Betrügerin“ zu entlarven ... Das Cover des Buches ist sehr einfach gestaltet, dennoch hat es gerade dadurch seinen Reiz. Der Autor wagt sich mit diesem Buch in ein sehr aktuelles Thema - Social Media. Wer jetzt aber altbekannte Weisheiten und trockene Informationen erwartet, irrt gewaltig. Es beginnt bereits turbulent mit einem Mord. Die Story entwickelt sich zwar nicht Richtung Krimi, bleibt aber dennoch immer spannend. Manchmal hätte ich mir einen etwas ausgefeilteren Sprachstil gewünscht, da manche Sätze etwas holprig klangen. Auch störten der ein oder andere Zeitsprung in der Story etwas den Lesefluss. Trotzdem ist dem Autor ein gutes Buch über ein sehr aktuelles Thema geglückt.

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  • Leserunde zu "PQ" von Matthias Borngrebe

    PQ
    MatthiasBorngrebe

    MatthiasBorngrebe

    PQ - Roman von Matthias Borngrebe (E-Book) Carolin Niemeyer – glückliche Ehefrau und Mutter, gesellschaftlich engagiert, einflussreich und darum nicht umsonst die Hamburgerin mit dem höchsten PQ – wird in ihrem Garten erstochen. PQ – so heißt die App, mit deren Hilfe sich der eigene Persönlichkeitsquotient berechnen lässt. Als Kombination aus Selbstoptimierungstool und sozialem Netzwerk ermittelt PQ, welchen Stellenwert eine Person innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Wer ein umweltbewusstes, gesundes, rücksichtsvolles Leben führt und Gutes tut, verfügt über einen hohen Persönlichkeitsquotienten – alle anderen sollten dringend an sich arbeiten. So stellen die Macher von PQ sich das vor, ihr Ziel ist es, die Welt zu verbessern. Trotz einiger Skandale kann niemand den Erfolg von PQ aufhalten – bis Carolin Niemeyer ermordet wird, um sie als „PQ-Betrügerin“ zu entlarven … --- Matthias Borngrebe: PQ / E-Book / ca. 450 Seiten / Preis: 3,99 € / ISBN: 978-3-7380-5433-0 --- Leseprobe und weitere Infos Achtung: Bei den zu verlosenden Exemplaren handelt sich um E-Books, nicht um gedruckte Bücher.

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    • 177
    MatthiasBorngrebe

    MatthiasBorngrebe

    01. June 2016 um 22:36
  • Eine App als Mordmotiv?

    PQ
    itwt69

    itwt69

    05. May 2016 um 19:04

    Es gibt ja schon viele Bücher über Daten sammelnde Internetgiganten, dieses jedoch wirft ziemlich drastisch eine ganz neue Frage auf: Wie weit würde jemand gehen, um bei einer App in besserem Licht zu erscheinen? Gar einen Mord begehen? Eigentlich völlig an den Haaren herbeigezogen, dennoch wird im Verlaufe des Buches klar, dass es bei den sogenannten Sozialen Netzwerken zu weitgehend subtilen, aber deswegen nicht weniger gefährlichen Manipulationen der User kommen könnte und auch sicherlich kommt. Für mich aber noch eher Science-Fiction als Zukunftsvision - denn dass die Presse selbst am Anfang des Aufstiegs von PQ nahezu nichts ausrichten kann, wage ich doch (noch) zu bezweifeln. Allerdings als mahnendes Beispiel durchaus geeignet, gibt es doch auch schon mitten in Europa Auflösungserscheinungen, was die Pressefreiheit angeht.

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  • Eine Geschichte, die als Warnung für die Generation Social-Media gelten kann.

    PQ
    Leuchtturmwaerterin

    Leuchtturmwaerterin

    Inhalt: Carolin Niemeyer – glückliche Ehefrau und Mutter, gesellschaftlich engagiert, einflussreich und darum nicht umsonst die Hamburgerin mit dem höchsten PQ – wird in ihrem Garten erstochen. PQ – so heißt die App, mit deren Hilfe sich der eigene Persönlichkeitsquotient berechnen lässt. Als Kombination aus Selbstoptimierungstool und sozialem Netzwerk ermittelt PQ, welchen Stellenwert eine Person innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Wer ein umweltbewusstes, gesundes, rücksichtsvolles Leben führt und Gutes tut, verfügt über einen hohen Persönlichkeitsquotienten – alle anderen sollten dringend an sich arbeiten. So stellen die Macher von PQ sich das vor, ihr Ziel ist es, die Welt zu verbessern. Trotz einiger Skandale kann niemand den Erfolg von PQ aufhalten – bis Carolin Niemeyer ermordet wird, um sie als „PQ-Betrügerin“ zu entlarven ... Meine Meinung zum eBook: Da das Cover nicht wirklich vorhanden ist, lasse ich dies also außen vor. Im Prolog wird man mitten in die Handlung hineingeworfen. Er baut Spannung auf und man möchte unbedingt wissen, wie es zu dieser Reaktion kam. Johanna ist die Hauptfigur im Buch. Ihr Leben wird gezeigt und wie es sich durch PQ verändert in nur wenigen Monaten. Ihre Familie und Freunde werden dem Leser näher gebracht und man merkt schnell, dass Johanna versucht bei anderen gut anzukommen mit ihren Taten. Erschreckend ist, wie sie sich von anderen beeinflussen lässt. Ich persönlich hatte mit den Charakteren so meine Probleme, weil alle auf ihren Vorteil bedacht sind, auf die ein oder andere Weise. Niemand ist dabei, der mir persönlich auch nur ansatzweise sympathisch vorkam. Dieser Umstand macht die Geschichte aber nur noch erschreckender und man hofft inständig, dass es im wahren Leben nicht bald auch soweit sein wird. Wenn man da an so manche unterirdischen Unterhaltungen auf gewissen sozialen Netzwerken denkt, könnte man fast glauben, dass wir nicht mehr weit von dieser Geschichte weg sind. Zeitsprünge und viele Auslassungspunkte haben meinen Lesefluss etwas gehemmt. Hier und da haben die Dialoge kleine Längen. Sprachlich darf gerne noch ein bisschen am Text gearbeitet werden. Ein gutes Lektorat ist auch für Selfpublisher sinnvoll. Trotzdem hatte ich viel Freude an der Geschichte und kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch durchaus als Warnung angesehen werden kann. Auf das es keinesfalls so werden darf wie hier beschrieben. Fazit: Eine Warnung für alle, die sich zu sehr in diese Social-Media-Welt hineinbegeben und den Weg zurück nicht finden können. Ein wirklich gutes Buch, wenn auch mit ein paar sprachlichen Schwächen, aber vom Thema absolut empfehlenswert! Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    • 5
  • Glücksfall

    PQ
    Milagro

    Milagro

    Ich wünsche mir viele Leser für dieses Buch, das leider bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Geschichte startet mit einer solch erschreckenden Tat, man weiß, das ist doch gar kein Krimi, gleichwohl stirbt jemand auf unschöne Weise. Die Hintergründe erfährt der Leser recht schnell, jedenfalls oberflächlich gesehen. Dass da viel mehr dahintersteckt und wir immer tiefer in die Umstände herbeigezogen werden, anfangs noch ungläubig, später dann anfangen, Erklärungen suchen, sich die Realität erschreckend anzugleichen vermag, das findet sich in diesem gut geschriebenen e-book, das ich nur ungern aus der Hand gelegt habe. Die Personen sind gut beschrieben, selbst die Nebenschauplätze sind gut durchdacht und mit Liebe zum Detail versehen, die Spannung ist von Beginn an da, ganz realistische und völlig nachvollziehbare Szenen, das wäre schon eine tolle Filmvorlage! Anfangs staunt man über die Tat, die Protagonistin erscheint nicht fremd, eher die Tat, nicht unrealistisch, aber fremd eben. Bis sich Übereinstimmungen finden und man als Leser erschreckt feststellt, dass diese Geschichte auch bald im Regionalteil der Tageszeitung erscheinen könnte.  Einzig der Umstand, dass einige Seiten am Ende der Geschichte auf Englisch geschrieben sind , haben mich gestört. Insgesamt jedoch: Welch ein Glück, das Buch zur Leserunde bekommen zu haben. Leseempfehlung.

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    • 3
    gsimak

    gsimak

    26. March 2016 um 09:32
  • Kleine App mit großer Wirkung

    PQ
    biancaneve66

    biancaneve66

    24. February 2016 um 20:13

    PQ. Nur zwei simple Buchstaben als Titel. So schlicht das Cover, so tiefgründig und geistreich ist der Inhalt dieses Buches. PQ ist absolut lesenswert! Borngrebe zeigt darin unsere Abhängigkeit von sozialen Netzwerken am Beispiel einer komplexen App auf. PQ steht dabei für Persönlichkeitsquotient, der – für den Nutzer undurchschaubar - durch Bewertung des Verhaltens errechnet wird. Es geht um Anerkennung in allen Lebenslagen und vor allem: um jeden Preis. Ehrlichkeit wird bei PQ groß geschrieben und eine Userin bezahlt ihren PQ-Betrug sogar mit ihrem Leben. Als Leser vergisst man stellenweise, ob es sich um Fiktion oder Realität handelt. Und auch die Protagonisten sind vom Autor glaubwürdig gezeichnet worden. Ob PQ-Gegner oder Befürworter, diese App beeinflusst das gesamte Leben der Betroffenen. Die verschiedenen Erzählebenen sind von Borngrebe sehr schlau und logisch miteinander verknüpft worden und halten die Spannung von Beginn bis Ende des Buches aufrecht. Der Roman verbindet Krimi mit Dokumentation, ernsten Hintergrund mit Humor (auch wenn einem das Lachen manchmal im Hals stecken bleibt), ist flüssig geschrieben und regt zum Nachdenken an. Ein absolut lesenswertes Buch!

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  • Tauche ein in ein Leben mit PQ

    PQ
    Betsy

    Betsy

    "PQ war wie ein unersättlicher Junkie, der nach immer mehr verlangte." Von dem relativ unscheinbarem Cover sollte man sich hier nicht abschrecken lassen, denn dies ist ein Buch, dass man so schnell nicht mehr aus der Hand legt! PQ erzählt die Geschichte einer App, die den PQ (Persönlichkeitsquotient) eines Menschen berechnet und letztendlich der Grund für einen Mord ist. Diese Geschichte ist wie ein Sog, man kann sich ihr nicht entziehen! Das Buch schildert im Prolog den Mord und geht dann 1 Jahr zurück, wo wir den Mörder näher kennenlernen und arbeitet sich dann wieder bis zur Gegenwart vor, wo es kurze Zeit nach dem Mord wieder weitergeht. Sehr gute Einblicke inwieweit die App das Leben mancher Menschen verändert, veranschaulichen die 3 wichtigsten Handlungsstränge. Einerseits die PQlerin Johanna die mehr und mehr versucht ihren PQ zu steigern und dabei auch tiefe Kritik einstecken muss vonseiten ihres Netzwerkes als sie ganz offen über ihr Leben schreibt, dann die Studenten die PQ ins Leben gerufen haben, angefangen von einem kleinen Startup bis hin zu einer weltweiten Marke, inklusive Skandale und großer Zukunftspläne, sowie einen PQ Neueinsteiger, der letztendlich zu einem der größten Gegner von PQ wird. Mehr und mehr entgleitet allen ihr eigenes Leben und PQ bestimmt auf verschiedenste Art und Weise ihre Zukunft. "Es geht hier nicht um Einzelinteressen, sondern um PQ. Wir müssen alle Opfer bringen. Und gerade du als Top-PQlerin kannst es dir nicht erlauben, PQ und dein Netzwerk so zu hintergehen." Die Geschichte lebt von den menschlichen Charakteren die zeigen, dass selbst die besten Absichten nicht immer in etwas positivem enden. Der Autor schildert hier die guten und schlechten Seiten der heutigen technologischen Zeit, inklusive Medienhetze, der Frage nach dem Datenschutz, der Privatsphäre und der Sucht nach Beachtung und Bestätigung, sei es auch nur übers Internet, aber auch wie man seinen Lebensstandard verbessert, Gleichgesinnte findet und ein besserer Mensch wird. "Es ist unsere Pflicht, dich auf dein Fehlverhalten hinzuweisen. Wir müssen auch an unsere eigenen PQs denken..." Beängstigend wie gut man sich hier teilweise reinfühlen kann und wie man gespannt den weiteren Verlauf der Geschichte folgt um zu erfahren, was genau die Gründe für diesen Mord waren. Eine Mischung aus Dystopie und Krimi. Nach und nach entsteht eine 2 Klassengesellschaft getrennt in PQler und nicht PQler. Das Buch hat mich in Punkto Eigendynamik von PQ sehr stark an "Die Welle" von Morton Rhue erinnert, auch darin wurde dieser Druck und Zwang, der von einer neuen Gruppe ausgeübt wird, sehr spannungsgeladen und intensiv vermittelt. Fazit: Eine sehr anschauliche Geschichte, die aufzeigt wie aus einer simplen kleinen App ein weltweites Phänomen wird, das die Leute langsam aber sicher verändert und immer mehr ins normale Leben eingreift. Durchwegs sehr realistisch und obwohl nicht viel actionreiches passiert, kann man trotzdem nicht aufhören weiterzulesen, man will wissen wie ein Mensch so weit gehen kann und was genau hinter PQ steckt. Das Ende fand ich sehr gelungen, trotzdem hat mir hier doch etwas der letzte Funke gefehlt, dieser Knalleffekt, den man sich eigentlich noch gegen Ende erwartet hätte. Daher eine 4+ Bewertung von mir.

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    • 3
  • Keine reine Fiktion mehr.

    PQ
    VeraPestel

    VeraPestel

    21. February 2016 um 17:41

    Wer rennt nachts im Nachthemd bei Schnee in den Garten, um nachzusehen, was in den Büschen ist? Carolin Niemeyer. Bevor sie sehen und verstehen kann, was dort ist, wird sie ermordet. Erstochen. Johanna Gruber wischt das Messer ab, steckt es ein und verlässt langsam und zu Fuß den Tatort. Sie hat es getan. Sie hat eine PQ-Betrügerin gerichtet und postet dies unmittelbar, nachdem sie ihr zu Hause erreicht hat. Denn PQ ist ihr Leben. Alles ist bei ihr darauf ausgerichtet, ihren sogenannten PQ zu steigern. PQ bezeichnet den Persönlichkeitsquotienten, der mithilfe der gleichnamigen App errechnet wird. Wie, das weiß niemand so genau. Das angebliche Ziel der App ist es, die Menschen besser zu machen. Dauernd wird von den Gutmenschen gesprochen. Entwickelt wurde diese App von einem einzigen Programmierer, der mit Freunden in einer kleinen WG angefangen hat. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte. Bis der Mord passiert, der fortan nur noch als PQ-Mord bezeichnet wird. PQ sieht aus wie ein nettes Spiel, eine Social Media App, man kann sich mit anderen Menschen vernetzen, sich austauschen, wird jedoch auch bewertet, jede Tat, jeder Gedanke. Das Netzwerk ist immer dabei. Daten werden gesammelt, Profile erstellt, doch wen schert es, was mit den Daten geschieht? Der PQ steht im Vordergrund. Jeder möchte ein „guter" Mensch sein, was immer das auch bedeutet. Das Unternehmen wächst, wird größer und nimmt immer mehr Einfluss. Sogar bei Wahlen wird der PQ herangezogen, um die Eignung eines Kandidaten abzuschätzen. Ohne einen guten PQ läuft nichts mehr. Der Mensch wird in ein Leben hineingepresst, bewertet von wildfremden, beobachtet, was ist echt? Ein Horrorszenario, denken wird vielleicht, doch wir sind schon mittendrin und geben täglich viel zu viele Dinge von uns preis. Angeblich gibt es schon Programme, die alle kursierenden Daten von uns zusammenführen können. Immer mehr wird unser Leben beeinflusst, gesteuert und manipuliert, wir merken es oft nicht mal. So konnte es passieren, dass Johanna einen Mord beging. Und das ist nicht nur reine Fiktion. Im Januar wurde das Urteil zum Facebook-Mord in Arnheim gesprochen, Auslöser waren Kommentare im sozialen Netzwerk. Es gibt weitere Beispiele, auch aus Deutschland, wo Eltern einen Facebook-Kontakt der Tochter erstochen haben. Die Grenzen verschwimmen. Real, virtuell, virtuell ist auch real. Die Welt wird immer größer und vernetzter und alle können verbreiten, was sie wollen, das hat schon einige ruiniert. Stichwort Cybermobbing, die Grenzen werden überschritten, das Unrechtsbewusstsein schwindet, warum eigentlich? Mal eben etwas geschrieben oder geostet, verbreitet oder geteilt zieht es heute viel größere Kreise, als es nur der Freundin zu erzählen, doch das ist Vielen nicht bewusst. Hinzu kommt dieses Ranking, dieser Wettbewerb, der durch den PQ ausgerufen wird. Er soll dazu führen, ein besserer Mensch zu werden. Das wird häufig erwähnt, ja fast herunter gebetet, doch wie sieht ein „guter" Mensch aus, was macht ihn aus, wie konform läuft er mit und handelt er noch eigenständig? Am Anfang habe ich mich mit dem Roman schwergetan. Sachlich beschreibt der Autor die Entwicklung und den Werdegang einer App, welchen Einfluss sie auf die Nutzer ausübt und das gesellschaftliche Leben erreicht. Manchmal scheint er mir zu weit weg, hängt sich an die Fakten. Vergleiche wie: „vor Gericht zu stehen, kam Johanna manchmal vor wie eine Nahtoderfahrung“, machen es nicht besser, sie lassen mich ratlos zurück. Bis mir klar wurde, es ist eine Dokumentation, die Dokumentation des PQ-Mordes und wohin die virtuelle Welt führt, welche Emotionen sie hervorruft. Und eine große Frage wirft sie auf. Welcher Moral müssen wir uns stellen in der virtuellen Welt?

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  • Ein erschreckendes Buch

    PQ
    mistellor

    mistellor

    21. February 2016 um 00:50

    Zu Beginn möchte ich sagen, dass es mir absolut unverständlich ist, dass der Autor diesen Roman als E-Book selbst verlegen musste, weil kein Verlag diesen Roman verlegen wollte. Dieser Roman handelt von der Entdeckung eines Algorithmus, dem es gelingt, den Persönlichkeitsquotienten eines Menschen zu ermitteln. Dazu muss der Nutzer einen erheblichen Teil seiner Daten preisgeben. Dafür bekommt er Punkte und wird angehalten, mit Unterstützung des Netzwerkes, weitere Punkte zu bekommen. Der Nutzer soll seinen Quotienten täglich überprüfen, soll ein moralisch, umweltbewusstes, nachhaltiges, gesundes, rücksichtsvolles und mitmenschliches Verhalten leben. Nur dann wird er mit Punkten belohnt, entspricht er den Anforderungen nicht, wird er mit Punkteabzug bestraft. das entspricht fast einer sozialen Ächtung. Im Buch unterscheidet sich zu Beginn die Menschheit in PQ-Befürworter und PQ- Ablehner. Jedoch nehmen die Befürworter immer mehr zu, nach5 Jahren hat das Internetunternehmen es geschafft, die Politik zu beeinflussen, dass alle Kinder eine PQ-Watch besitzen müssen, Wahlen mitzuentscheiden und ein neues gültiges Wertesystem zu etablieren. Eigentlich habe ich schon viel zu viel verraten. Es gibt noch eine Menge mehr im Roman zu entdecken. Der Autor beschreibt sehr interessante Personen, einen Mord und Selbstmord, Wandlungen und Verwandlungen und noch vieles mehr. Das Buch ist gut und flüssig geschrieben. Es liest sich, trotz des manchmal trockenen Themas leicht und spannend. Die drei Hauptfiguren sind gut und treffend beschrieben. Von Beginn an wird die Spannung aufgebaut, man möchte als Leser unbedingt weiterlesen. Der Autor hat sich in das Thema sehr gut eingearbeitet, nirgends konnte ich Brüche oder mangelnde Logik erkennen. Ihm gelingt es sogar, dass der Leser streckenweise vergisst, dass es sich um eine Fiktion handelt. Der Roman lässt einen nicht in Ruhe. Man wird gezwungen nachzudenken, auch über sein eigenes Internetverhalten. Ich war schon immer eine vehemente Facebookverweigerin. ich wollte nie, dass von mir zu viel Daten im Internet zu finden sind. Mein Gott, bin ich naiv. Ich kaufe in Amazon, ich bezahle mit Karten, besuche Ebay. Und wie viel Zeit, wie viele Abende verbringe ich bei LovelyBooks? Wer schützt dort meine Daten? Warum sind so viele Mensch in Sozialen Medien? Warum haben sie keine Angst davor, warum gehen sie oft so leichtsinnig mit dem Internet um? Auch auf diese Frage hat der Autor eine Antwort: "........ dass ihr bei anfälligen Leuten ein Bedürfnis erweckt, das vorher eigentlich gar nicht da war ... eine Sucht ... und wenn dann irgendwas schiefläuft, sprecht ihr euch von jeglicher Verantwortung frei..." Diese Sucht nach Anerkennung, Freunden, Likes und was sonst noch, wird nur sehr oberflächlich von Facebook, Twitter oder Instagram erfüllt. Ein App wie diese fiktive PQ-App würde vielen Nutzern elementare Bedürfnisse erfüllen. Nur wie weit darf so eine App gehen. Auch da hat der Autor eine Antwort : "Wenn wir irgendwann aufwachen und feststellen, dass PQ unser ganzes Leben überwacht, ist es zu spät. Und nicht nur überwacht, sondern auch manipuliert ... und uns wie kleine Roboter steuert ... das ist keine finstere Zukunftsversion ... das ist heute bereits möglich ... und geschieht in einigen Bereichen bereits.“ Ich hätte dem Buch gerne 5 Sterne gegeben, aber es gibt einige sprachliche Unstimmigkeiten etc. Wäre dieses Buch von einem Lektor mit dem Autor noch einmal durchgearbeitet worden, hätte es sofort 5 Sterne bekommen. Aber wie schon zu Anfang gesagt, es ist mir absolut unverständlich, dass dieses Buch keinen Verlag gefunden hat. Ich halte es nämlich auch für ein wichtiges Buch.

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  • Wie viel Einfluss hat der PQ auf unser Leben?

    PQ
    cupcakeprincess

    cupcakeprincess

    16. February 2016 um 23:53

    Johanna Gruber ist ein aktives Mitglied bei PQ, einer App, die den Persönlichkeitsquotienten ermittelt. Dabei haben unterschiedliche Werte aus verschiedenen Lebensbereichen Einfluss auf den Wert. PQ soll aus den Menschen gute Menschen machen. Gute Taten wirken sich positiv auf den Wert aus, und je höher der Wert, desto besser ist der Mensch. Bald schon dreht sich Johannas Leben nur noch um PQ. Sie besucht eine Verwandte im Seniorenheim. Nicht, weil sie Kontakt mit ihr haben möchte, sondern weil sie durch diesen Besuch ihren Wert bei PQ steigert. Auch die Beziehung zu ihrem Chef beendet sie, da die anderen User sie daran erinnern, dass sich dies negativ auf ihren Wert auswirken wird. Johanna wird mehr und mehr zu einer Marionette von PQ, einer Marionette ohne eigenen Willen. Einige Tage später jedoch gesteht Johanna einen Mord und bringt Skeptiker und auch Befürworter von PQ auf den Plan. Wie viel Schuld trägt PQ an diesem Mord? Und vor allem wie sehr beeinflusst PQ das Leben seiner Benutzer? Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben und hat seinen Schwerpunkt auf Apps und den sozialen Netzwerken. Es zeigt die guten, aber auch die negativen Seiten der neuen Technik. Schön ist es auch, dass man nicht nur Einblicke in das Leben der User bekommt, sondern auch Einblicke in die Kulissen dahinter. Wie sieht es bei PQ selbst aus? Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Es spricht eine Thematik an, die in unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken ist und regt zum Nachdenken an.

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  • PQ - Ist es die Zukunft, die wir hier lesen?

    PQ
    dia78

    dia78

    16. February 2016 um 01:09

    Dieses Buch, welches gleich mit einem Mord beginnt, ist sehr zu empfehlen. Ich würde sogar sagen, dass der heutigen Handygesellschaft ein Spiegel vorgehalten wird und ein Szenario gebildet wird, welches tatsächlich stattfinden könnte in der nächsten Zeit. Zum Inhalt: Es sind verschiedene Erzählstränge, die zu einer sehr spannenden Geschichte zusammen geflochten werden. Max, welcher PQ unbedingt aus einer Laune heraus testet und sich dann nach einer gewissen Zeit wieder abmeldet, da er die Gefahr, welche hinter der App steckt entdeckt und die anderen Menschen warnen möchte. Es geht im Laufe des Buches so weit, dass er sogar Morddrohungen bekommt und tätlich angegriffen wird. Sein Leben wird nach dem PQ-Prozess nicht mehr das selbe sein. Nikolai, arbeitet bei einer kleinen Firma, welche PQ erfindet und schließlich nach etlichen Skandalen (Plagiatsskandal und Selbstmord des Entwicklers der Software) mit einer amerikanischen Firma fusioniert und nach dem PQ-Mord sein zukünftiges Leben, sehr negativ beeinflusst. Micha, der Programmierer der App, welcher nach dem Plagiatsskandal Selbstmord begeht. David, ebenfalls ein Gründer und Chef von PQ Johanna, um die sich das Buch dreht. Sie ist die Täterin, bei dem PQ-Mord, da sie mit den unlaueren Lebenswandel von Caroline Niemayr nicht leben kann und will. Auch ihre Freunde und Follower lernen wir kennen, wobei eigentlich nur eine gut aussteigt, die anderen alles verlieren. Im Laufe des Buches lernen wir diese Menschen genauer kennen, und finden heraus, dass Abhängigkeiten schreckliche Dinge verursachen können.

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