Matthias Dusini , Thomas Edlinger In Anführungszeichen: Glanz und Elend der Political Correctness (edition suhrkamp)

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Inhaltsangabe zu „In Anführungszeichen: Glanz und Elend der Political Correctness (edition suhrkamp)“ von Matthias Dusini

Ein „schwuler” Außenminister in Deutschland und ein „schwarzer” US-Präsident repräsentieren nicht nur Staatsmacht, sondern zugleich einen Etappensieg der „Gutmenschen”. Die qualmenden und hinternklopfenden Mad Men von einst werden in Gender-Ausschüssen in die Mangel genommen, während es für muslimische Frauen Bikini-Burka-Kreuzungen zu kaufen gibt. Das gesellschaftliche Leben scheint weder länger ohne „politisch korrekte” Nachjustierungen noch ohne die selbstheroisierenden Entrüstungen über angeblichen Tugendterror auszukommen. Anhand zahlreicher Fallbeispieler aus Politik, Kunst und Kultur analysieren die Autoren die aktuellen Ambivalenzen, alten und neuen Gegner und teils unvermuteten Komplizenschaften dieser Kulturrevolution – einer Revolution, die ganz leise und ohne Anführer die Mitte der Gesellschaft erobert und eine/n allgegenwärtige/n Zeitgenossen/In zum Subjekt hat: das Opfer.

Ein wenig Brainfuck.

— Admiral
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  • Die Political Correctness. Ihre Folgen und Ursachen.

    In Anführungszeichen: Glanz und Elend der Political Correctness (edition suhrkamp)
    Admiral

    Admiral

    22. August 2015 um 11:43

    Was darf man sagen ? Und was nicht ? Und warum überhaupt !? Mit Fragen wie diesen bin ich an das Buch herangegangen. Matthias Dusini und Thomas Edlinger suchen Antworten. Aber eher auf die Frage "Warum !?". In ihrem Buch "In Anführungszeichen. Glanz und Elend der Political Correctness" (2012) gehen sie hauütsächlich den Fragen nach, was Political Correctness eigentlich, woher es kommt und warum es das gibt. Soweit ich das Buch überblicke und die Inhaltsangabe so im Rückblick richtig verstanden habe, ist das Buch zweigeteilt und verfolgt pro Teil eine andere Fragestellung. Der erste Teil geht der Frage nach, woher dieses gesellschaftliche Phänomen überhaupt kommt. Die Autoren bringen dieses Phänomen mit unserer Staatsstruktur in Verbindung. Durch die umfassende Einflussmöglichkeit in unserer Demokratie ist jeder bestrebt, sich und seine Interessen durchzusetzen. Hier sei also ein Ansatzpunkt für ein gewisses Opferideal gegeben. Denn Opfer werden stets besser behandelt, sodass sich diejenigen, die sich gut als Opfer stilisieren können, eher durchsetzen können. Dieses Opferphänomen als Ausgangspunkt für die Political Correctness als erhobener Zeigefinger zieht sich durch den ganzen 1. Teil. Der 2. Teil sucht die innermenschliche Ursache. Und da ist die Teilüberschrift programmatisch: "Narziss als Gott und Dämon der Political Correctness". Aufgrund eines überbordenden Individualismus habe der Mensch seine Maße und Grenzen verloren. Das von Freud postulierte Über-Ich sei einem Ich-Ideal gewichen, der überempfindlich macht. Sogar überempfindlich als Stellvertreter (unechte Opfer !). Das ist mehr schlecht recht. Das Buch hat es echt in sich. Die Sprache ist mMn schwierig, stellenweise schlichtweg unverständlich. Inhaltlich bin ich auch nicht so ganz befriedigt, denke ich. Ich erwartete eher mehr Auseinandersetzungen mit Feminismus und subtilem Rassismus oder so. Das Buch ist jedoch äußerst abstrakt, theoretisch und psychologisch angelegt. Freud wird bspw auch wirklich zitiert und behandelt. Vieles machte schon Sinn und war auch plausibel. Anstrengend war es dennoch und schwer zu verdauen. Ein zweites Mal muss ich wirklich noch lesen, um fundiert beurteilen zu können, ob es gut/brauchbar oder schlecht/unbrauchbar ist. Bin noch zwiegespalten. Stellenweise ist es auch schwer einzuschätzen gewesen, ob sich die Autoren hier slebst wirklich ernst nehmen. Erst im angehängten Glossar (bes. unter "Asterix") wurde mir dann klar, dass nicht alles wirklich ernst zu nehmen ist und dass sie versuchen, einzelnes mit Humor zu nehmen.

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