Matthias Eckoldt Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist

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Inhaltsangabe zu „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ von Matthias Eckoldt

Von der Steinzeit bis heute – eine unterhaltsame und kenntnisreiche Geschichte der HirnforschungIn den vergangenen Jahrhunderten mussten die Wissenschaftler, die unser Gehirn erforschten, ihre Konzepte immer wieder verwerfen – was einmal glanzvoll bewiesen schien, galt bereits wenig später als widerlegt. Und auch heute nehmen die offenen Fragen eher zu als ab – können wir unser Gehirn überhaupt verstehen? Und woher wissen wir, wie wir fühlen und denken?Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.

Sicherlich für manchen Leser interessant, doch mich konnte es leider nicht so sehr überzeugen.. Deshalb "nur" 3 Sterne.

— Nepomurks
Nepomurks

Überraschung gut geschrieben und durch die Epochen hinweg dargestellt

— JeannasBuechertraum
JeannasBuechertraum

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  • Sicherlich für manchen Leser sehr interessant, aber leider nicht ganz mein Fall...

    Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
    Nepomurks

    Nepomurks

    08. June 2017 um 20:24

    Matthias Eckoldt unternimmt in „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ (erschienen im Pantheon Verlag) eine Zeitreise, begonnen bei den alten Griechen bis hin zur Neuzeit. Immer im Fokus das menschliche Gehirn und seine Funktionsweisen in jeglichem Blickwinkel.Mich hat Cover des Buches sofort angesprochen und ich habe mich ein wenig von dem Untertitel „Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken“ leiten lassen. Das Buch selber handelt aber tatsächlich immer vom entsprechenden epochalen Wissen zu Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Hirns und der Bedeutung des menschlichen Geistes. Eckoldt stellt in chronologisch fortlaufender Form und in entsprechenden Kapiteln sehr eindrücklich dar, wann welches Wissen in der "Hirnforschung" erlangt wurde und wie sich das Forschen nach neuen Erkenntnissen in diesen Bereichen zu bestimmten Zeiten in der Vergangenheit entwickelte. Der Schreibstil ist dabei sehr eingängig und alle Inhalte sind durchweg gut verständlich beschrieben. Das Buch wirkt dabei eher wie eine Zeitreise durch die Geschichte, immer im Plauderton mit Blick auf die neurologischen Entdeckungen. Die Schilderungen waren dabei zwar stellenweise interessant, aber für mich doch nicht unbedingt fesselnd oder besonders spannend. Insbesondere die Darstellungen aus den Zeiten der Antike konnten mich nicht sonderlich einnehmen. Ein wenig besser wurde es, je näher man sich an die neuzeitlichen Erkenntnisse herantastete. Doch auch hier konnte mich das Buch nicht mehr wirklich mitreißen. Vielleicht lag es ein wenig an meinen falschen Erwartungen an dieses Buch..Sicherlich finden sich für „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ begeisterte Leser. Meins war es leider nicht so sehr. Stellenweise interessant, aber im Ganzen für meinen Geschmack nicht besonders überzeugend.. Sehr schade! Trotzdem lesenswert und dafür 3 Sterne.

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  • historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge

    Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    24. March 2017 um 12:03

    Angefangen bei den ersten Überlegungen zum Sitz der menschlichen Gedanken in der Antike bis zur modernen Überlegung, wie künstlich unser Gehirn ist und wie natürlich eine Maschine wirken kann geht das Buch die verschiedenen Stationen der Hirnforschung durch. Den Anfang machen Knochenfunde, die belegen, dass bereits in grauer Vorzeit Operationen an Kopf und Gehirn vorgenommen wurden, die von den Patienten überlebt wurden. Dabei galt der Kopf lange nicht als Sitz des Geistes. Die Sinneswahrnehmungen von Sehen, Hören, Schmecken wurden schnell dort lokalisiert – immerhin sitzen am Kopf praktischer Weise auch Mund, Ohren, Augen, Nase – das Denken selbst wurde unabhängig davon betrachtet. Interessant war für mich, wie lange sich die Vorstellung einer gasförmigen Substanz hielt, die die „Seele“ oder den beseelten Geist beinhalten sollte. Dort glaubte man Denken und Fühlen. Durch die kirchlichen Normen geprägt, war die Abkehr dieser körperlichen Ausprägung der Seele so lange undenkbar, dass auch die, die sich schließlich über das Gesetzt hinwegsetzten und Leichen sezierten, mit dem Gehirn vor ihrer Nase nicht von der Idee abbringen ließen. Beeindruckend am Buch finde ich, wie wertfrei der Autor an die einzelnen Schritte der Geschichte herangeht. Die kirchlichen Doktrinen, die der Forschung lange im Weg standen – ihr vielleicht immer noch im Weg stehen – werden keiner modernen Kritik ausgesetzt. Es war eben so, Punkt. Diese Sicht macht es wesentlich einfacher, den Forschungen zu folgen, als eine Zusammenfassung, die jeweils die Umstände verteufelt, statt sich auf die Ergebnisse zu konzentrieren. Elementar beim Verständnis von Gehirn und Geist, das macht der Autor immer wieder klar, ist die Technisierung, die immer wieder neue Metaphern für das hochkomplexe Gebilde unseres Gehirns liefert. Wie viel Elektrizität ins uns steckt, wie viel davon in Wirklichkeit Chemie ist, wie viel wir immer wieder überwerfen müssen, weil das bisher gedachte einfach falsch war. Staunend habe ich dieses Buch gelesen und war immer wieder beeindruckt. Von den Forschern, aber umso mehr von unserem Gehirn, unserem Wesen, das immer noch zu weiten Teilen im Dunkeln liegt, weil wir abermals an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den aktuellen Grenzwert erreicht haben. Bis hierher und nicht weiter – jedenfalls momentan. Mit jedem weiteren Tag, jedem Fortschritt, jeder Entdeckung, jedem neuen Stück Technik kann sich auch sofort wieder die Vorstellung unseres Gehirns verändern. Vom Aufnahmepunkt der Sinneneindrücke bis zur Datenzentrale, dem Internetknotenpunkt unseres Körpers. Beeindruckend fand ich auch, dass der Autor nicht etwa Biologe ist. Matthias Eckoldt hat Philosophie, Germanistik und Medientheorie studiert. Dennoch – oder gerade darum – findet er die richtigen Worte, um die komplexen Forschungsschritte so zu erklären, dass sie verständlich werden. Fehlen darf dabei dann auch nicht die Entdeckungen von Broca und Wernicke, die Germanistikstudenten wie Biologiestudenten zumindest einmal kennen gelernt haben sollten. Hier zeigt sich auch wie ausgefeilt unser Gehirn ist. Während Broca ein Areal lokalisierte, das für das Zustandebringen zusammenhängender Sätze, also die grammatikalische Einbettung  – nicht aber für das Verstehen von Sprache und Worten – zuständig ist, entdeckte Wernicke einen Bereich, bei dessen Störung Sprache zwar noch reproduzierbar ist, aber ohne Sinn. Die Grammatik stimmt noch, aber die Worte ergeben keinen Sinn. Vielleicht ist es gerade die wissenschaftliche Herkunft des Autors geschuldet, dass andere, ebenso faszinierende Beispiele neurologischer Erkrankungen teilweise fehlen. Andererseits gibt es davon so viele, dass das Buch um gut 100 Seiten fülliger, das Ergebnis umso verwirrender würde. Als Fazit bleibt zu sagen. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist ist eine sehr interessante Lektüre, die historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge bietet und mich sehr in ihren Bann gezogen hat.

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  • Sachlich & philophisch

    Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
    JeannasBuechertraum

    JeannasBuechertraum

    28. December 2016 um 17:04

    InhaltMatthias Eckoldt hat Philosophie, Germanistik und Medientheorie studiert. In diesem Werk geht es um das Verständnis von Gehirn und Geist über die Epochen Hinweg. Angefangen mit der Antike (der Griechischen und Römichen) mit einem Sprung ins Mittelalter und die Renaissance zur Neuzeit, der Modernen und der Gegenwart. Es wird dargestellt wie die Menschen anfingen den Geist und das Gehirn zu verstehen, wie und mit was sie auf neue Erkenntnisse kamen wie sich das ganz miteinander verknüpft  und mit was beides sie es über die Jahrhunderte verglichen wurde.MeinungIch war ehrlich überrascht wie gut sich ein Sachbuch lesen lassen kann. Anfangs kennt man noch vieles aus der Schule - aber auch im Philosophieunterricht der Oberstufe kann nicht alles angesprochen werden. Obwohl ich hier das Gefühl hatte das es an manchen Stellen ruhig hätte tiefer gehen können war es für mich eine gute einfache Darstellung und Zusammenfassung. Natürlich gab es vorallem später einige Stellen die schwerer zu lesen waren und bei denen ich auch mal was zweimal lesen musste. Dennoch kann ich sage das der Schreibstil sehr angenehm war, was ich so von Sachbüchern gar nicht gewöhnt bin. Es ist gut gemacht das immer mal wieder die Theorien Rückblickend vergleichen werden und sich die Entwicklung wie ein roter Faden durch die Zeit zieht. Im Mittelalter war mir der Sprung etwas zu groß - das ist wohl aber eher ein allgemeines Problem und nicht auf H. Eckoldt zurückzuführen ;)Das Gehirn wird ausführlich betrachtet nur beim Geist bleibt alles etwas offen. Das hätte gern ruhig etwas mehr Platz im Buch bekommen können. FazitAlles in allem find ich das der Autor er schafft komplexe Theorien einfach, strukturiert und miteinander verknüpft wieder zu geben. Man bekommt einen überschaubaren Überblick über die Epochen hinweg und wird, wenn man bisher nicht viel mit den Themen zu tun hatte  sehr gut in die Theorien hineingeführt. 

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  • Die Geschichte der „Selbstreflexion“

    Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. November 2016 um 12:43

    Die Geschichte der „Selbstreflexion“„Wenn das Hirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, dann wären wir so einfach, dass wir es nicht könnten“.Mit diesem Zitat von Emerson Pugh eröffnet Matthias Eckold seine interessante, aber sprachlich doch im Stil recht wissenschaftlich, verfasste „Schau“ auf die Geschichte der „Selbstreflexion“, des „sich selbst Gewahr werden.Zum „einfach lesen“ taugt das Buch daher weniger, Konzentration ist nötig und ein gewisses Vorwissen zum Thema schadet ebenfalls nicht, auch wenn Eckoldt quasi „bei Null“ beginnt und der Frage der Selbstwahrnehmung von ihren Ursprüngen in der antiken Philosophie her folgt.„In der Antike wird aus den Geistern der Geist, als die griechischen Philosophen die großen Fragen von Erkenntnis und Wissen stellen“.Bis hin zur „Neuroplastizität“ und deren Verhältnis zum „freien Willen“ reicht dann der Bogen, denn Eckoldt bis in die Gegenwart und die neusten Erkenntnisse der Neurobiologie zieht.Und auch hier dann aber, wie im Gesamten seiner Betrachtungen, immer wieder konstatiert, wie der „Geist“ sich (dem Zitat vom Beginn her entsprechend) einem „zugriff“ letztlich doch entzieht.„Doch der schöne Schein (der Neurowissenschaften) trügt. Wie nackt die Hirnforschung inmitten der Euphorie dasteht, wird erstmals 2005….hörbar“.Dennoch ist dies nicht „unnützes Wissen“, was Eckoldt im Buch zusammenträgt, sondern eine in Teilen faszinierende Konstatierung, dass es für den Menschen von höchstem Interesse immer schon war, sich selbst zu kennen, sich selbst bewusst lenken zu wollen. Und dass es so etwas wie einen „Geist“ inmitten all der chemischen Vorgänge gibt. Der sich in philosophischen Fragen und Denkgebäuden, im Setzen von Zielen, im prüfenden und reflektierenden Herangehen an das Leben immer Bahn bricht.Was dem „inneren“ Zustand nachweislich entspricht.„Im Hirn herrscht immer Erregung und eine spezifische Leistung wird nicht von einem bestimmten Areal alleine vollbracht“. Also auch chemisch „bricht sich (der Geist, das Denken) konsequent seine Bahn.So bleiben die genauen Vorgänge immer noch und weiterhin ein ungelöstes Rätsel, aber die Fakten zeigen eindeutig auf, dass die Beschäftigung mit sich selbst und die Abstraktionsfähigkeit von konkreten Situationen ein Wesenskern des Menschen und seiner Persönlichkeit sind.Nicht leicht zu lesen, aber informativ gerade in der breiten Schau auf die gesamte Geschichte der Selbstwahrnehmung.

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  • Es begann mit der Suche nach der Seele

    Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
    himbeerbel

    himbeerbel

    15. October 2016 um 18:13

    Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt führt den Leser in „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist – Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken“ von der Antike bis ins heutige Internetzeitalter, vom „Lebensgeist“ der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.Beim Buchcover fällt sofort auf, dass es mit Längsrippen strukturiert ist, wodurch es sich besonders anfühlt. Optisch ist es ansprechend und modern gestaltet und liefert durch die abgebildeten Glühbirnen bereits einen deutlichen Hinweis auf die enorme Bedeutung der Elektrizität für die Hirnforschung. Aber auch ein Wirrwarr und daraus resultierende Ideen, die sich zu ‚Schmetterlingen‘ entwickeln können, stellen eine gelungene Überleitung zum Text her.Das Buch gliedert sich in die Kapitel Antike, Mittelalter und Renaissance, Neuzeit, Moderne und Gegenwart. Gelegentlich wird der nüchtern und sachlich und mit zahlreichen im Anhang befindlichen Anmerkungen verfasste Text von einigen Skizzen zur jeweiligen Theorie unterbrochen. Ein befremdendes Zeugnis von dem, was seinerzeit der Forschung diente, liefern einige Fotografien, beispielsweise sind auf einer skurrile Instrumente abgebildet, mit denen in der Antike seziert wurde. Zum schnellen Nachschlagen, befindet sich im Anhang ein Register, in dem Namen und Begriffe den entsprechenden Seitenzahlen zugeordnet wurden.Es gehört zur Tradition der Hirnforschung, dass sich das herrschende Erklärungsmodell jeweils am technisch höchsten Stand der Zeit orientierte, und so beginnt alles bei den Philosophen, deren Denkansätze im Materialismus schließlich aus den Laboratorien verbannt werden. Immer wieder gab es Tier- und auch Menschenversuche und für heutige Begriffe abstruse Theorien über die Funktion des Körpers, aus denen sich zum Teil aber auch wertvolle Ansätze herausbildeten, die weiterentwickelt wurden und bis heute Bestand haben.„Weltweit agierende Forschergruppen publizieren am laufenden Band neue Arbeiten, die von Publikumsmagazinen gern aufgenommen, mit den spezifischen Methoden der Massenmedien zu spektakulären Entdeckungen stilisiert und mit bunten Hirnbildern der interessierten Öffentlichkeit dargeboten werden. Allein die Zeile ‚Hirnforscher von der Universität…haben herausgefunden, dass…‘ sorgt für Aufmerksamkeit und die beigegebenen Visualisierungen für Evidenz.“ (Seite 216)Zu vorgenannter interessierter Öffentlichkeit gehöre ich und habe mich als Nicht-Wissenschaftler aufgrund des Klappentexts für dieses Buch interessiert. Beim Lesen habe ich viel Interessantes erfahren, hatte aber durch den überaus trockenen Schreibstil oft große Probleme, konzentriert bei der Sache zu bleiben. Ich kann das Buch daher nur eingeschränkt empfehlen.

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