Matthias Eckoldt Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?

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Inhaltsangabe zu „Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?“ von Matthias Eckoldt

Kein anderes Organ ist so komplex wie das Gehirn: Über 100 Milliarden Nervenzellen und über 100 Billionen Synapsen sorgen für die Steuerung unseres Körpers. Hirnforschung versucht die Geheimnisse dieses Superorgans zu ergründen. Dabei will sie nicht nur die Funktionsweise des Organs verstehen, sondern auch die Verknüpfung der Hirntätigkeit mit unserer Wahrnehmung, unseren Gefühlen und Denkprozessen. „Der Hirnforschung geht es um die Erklärung des unerklärten Universums in mir selbst“, sagt Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Matthias Eckoldt versammelt in diesem Buch Gespräche mit führenden deutschen Hirnforschern, die auf der gesamten Breite des Wissenschaftsfeldes arbeiten. Dabei zeigt sich der Philosoph und Wissenschaftsjournalist am aktuellen Stand der Neurowissenschaft ebenso interessiert wie an deren Grenzen. Die Gespräche drehen sich um Neuroprothetik, die Wirkweise von Psychopharmaka, Ton- und Sprachverarbeitung im Gehirn, um Strategien und Strukturen des Gedächtnisses, um besondere Eigenschaften neuronaler Netze, konkurrierende Paradigmen und um die Wahrheitsproblematik. Ein philosophisches Lesevergnügen und eine exklusive Einführung in die Hirnforschung aus erster Hand. Gespräche mit: Gerald Hüther • Wolf Singer • Gerhard Roth • Hans J. Markowitsch • Angela Friederici • Christoph von der Malsburg • Frank Rösler • Henning Scheich • Randolph Menzel.

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  • Erkenntnisse und Grenzen der Neurowissenschaft

    Kann das Gehirn das Gehirn verstehen?

    michael_lehmann-pape

    10. March 2014 um 10:27

    Erkenntnisse und Grenzen der Neurowissenschaft „Nein“, wäre, nach der Lektüre der hochinteressanten, aber beileibe nicht immer einfach zu verstehenden Dialoge, die Eckoldt mit namhaften Vertretern der Neurowissenschaft im Buch führt, wohl am ehesten die Antwort auf den Titel des Buches. Soweit man unter „Verstehen“ einen bewussten Vorgang des „Bewusstseins“ versteht. Denn gerade was dieses „Bewusstsein“ angeht, da geraten die Erkenntnisse, die klaren Aussagen, die Überzeugungen von den je eigenen Forschungen doch im Rahmen der im Buch niedergelegten Gespräche, erkennbar an ihre Grenzen. Wie sollte das auch nachgewiesen werden im praktischen Versuch? Und wie könnte eine solche Frage nach dem „bewussten Verstehen“ überhaupt auch nur Ansatzweise eine gemeinsame und belastbare Antwort erfahren, wenn schon die Definition des Begriffes wenig greifbar und, bei den verschiedenen Gesprächspartnern, auch sehr verschieden gefüllt im Raum steht? Dass diese leichte Verwirrung so offen zu Tage tritt, dass in den Gesprächen teils der „Boden verlassen“ wird, das ist vor allem der intensiven, nicht nachlassenden und sich nicht mit zunächst ungefüllten Begriffen abspeisen lassenden Haltung Ekoldts zu verdanken. In aller Ruhe hakt der Philosoph nach, stellt sich hier und da einfach mal „ganz dumm“, fragt konkret und gezielt nach und so treten im Lauf der Lektüre der Gespräche zwei Erkenntnisse dem Leser klar vor Augen: Zum einen ist „die Sache mit dem Gehirn“ im ganzen nicht wirklich fassbar, darstellbar, nachweisbar, weder mit EEG noch mit „Landkarten des Gehirns“ noch in klarer Abgrenzung zu anderen Lebewesen. Zum anderen aber ist in vielen Einzelheiten, in umrissenen Fragen, in empirischen Versuchen viel passiert an Erkenntnis seit dem „Manifest der Hirnforschung“, welches vor einem Jahrzehnt von deutschen Neurowissenschaftlern formuliert wurde. Dieses Manifest ist zugleich auch der „Aufhänger“ des Buches. Denn was für Fortschritte wurden gemacht? Hat es einen Erkenntnisgewinn seitdem gegeben und wenn ja, welchen? Leitfragen, mit denen Eckoldt in die einzelnen Gespräch hineingeht. Wobei viele Themen gestreift werden, die durchaus interessante Informationen enthalten. Gerade im vereinfachten Blick auf das Gehirn als „Chemiebaukasten“ finden sich im Buch eindeutige Absagen, gar Warnungen vor Psychopharmaka, deren Folgen weitgehend noch gar nicht absehbar sind und die eben nicht „einfach so“ gezielt wirken. Das Gehirn ist kein „Baukasten“, das Gehirn ist eine „Struktur“, welche man einfach chemisch steuern könnte. Oder auch den durchaus nicht von der Hand zu weisenden „materiellen Ansatz“, den Frank Rösler im Buch andeutet. Dass für jede Handlung, aber auch für jeden Gedanken „materielle Prozesse“ im Hintergrund stehen, als „Produkt eines biologischen Systems“. Auch wenn dieses nicht einfach oder klar zu verorten ist. Wenn „Denken“ nicht gemessen werden kann, ist ein Nachweis dieses materiellen Verständnisses mentaler Prozesse schwierig. „Was ist Bewusstsein“? „Das ist eine weitere der nicht gelösten harten Fragen, die wir haben“. Eine souveräne Gesprächsführung, die nicht locker lässt, die Antworten der Gesprächspartner durchaus erhält, die die aktuellen Forschungsgänge nachvollzieht, aber auch die Grenzen gerade bei den „harten Fragen“ des aktuellen Standes der Diskussion offen legt. Insgesamt ein sehr interessantes und lehrreiches Buch, gerade weil einfache Antworten nicht möglich sind und das Gehirn des Lesers in Bewegung gerät innerhalb der vielfältigen Ansätze und Erkenntnisse der Gesprächspartner Eckoldts.

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