Matthias Falke

 4,2 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Erstflug, Die Palisaden von S’Deró und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Matthias Falke

Matthias Falke studierte Musikwissenschaft in Karlsruhe und Freiburg. Er arbeitet heute für einen Musikverlag.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Matthias Falke

Cover des Buches Erstflug (ISBN: 9783957770905)

Erstflug

 (71)
Erschienen am 27.12.2016
Cover des Buches Die Palisaden von S’Deró (ISBN: 9783957770141)

Die Palisaden von S’Deró

 (21)
Erschienen am 21.11.2014
Cover des Buches Museumsschiff (ISBN: 9783943795653)

Museumsschiff

 (12)
Erschienen am 30.09.2013
Cover des Buches Kampf mit den Tloxi (ISBN: 9783957770509)

Kampf mit den Tloxi

 (10)
Erschienen am 30.09.2015
Cover des Buches D9E - Die neunte Expansion (ISBN: 9783955560164)

D9E - Die neunte Expansion

 (8)
Erschienen am 13.04.2015
Cover des Buches Buch aus Stein (ISBN: 9783944729510)

Buch aus Stein

 (3)
Erschienen am 14.07.2014
Cover des Buches Die magnetische Stadt (ISBN: 9783981692952)

Die magnetische Stadt

 (2)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Der Terraformer (ISBN: 9783864021893)

Der Terraformer

 (3)
Erschienen am 30.11.2014

Neue Rezensionen zu Matthias Falke

Cover des Buches Der Terraformer (ISBN: 9783864021893)E

Rezension zu "Der Terraformer" von Matthias Falke

Der Terraformer
Elmar Hubervor einem Jahr

„Ein Mann näherte sich von Norden. Er war mehrere hundert Kilometer entfernt. McCoy erkannte ihn mit dem bloßen Auge, einige Sekunden, bevor sein System eine Meldung abgab. Freilich verfügte die Einheit über keine Satellitenunterstützung und die sonstige Außensensoren hatte er auf geringstmögliche Leistung gestellt. Hier draußen war eigentlich nicht mit Einbrechern zu rechnen.“

STORY
Routiniert verrichtet Anders McCoy seine einsame Arbeit, um den namen- und leblosen Felsplaneten nach 10 Jahren der Vorbereitung in eine fruchtbare Wiege biologischer Entwicklung zu verwandeln. Nach etwa 3 Monaten seiner einsamen Arbeit nähert sich, scheinbar aus dem Nichts, ein Mann McCoys Container. Der Fremde stellt sich als Roderick vor und bittet den Wissenschaftler, bleiben zu dürfen. Er wird zu einem eifrigen Helfer bei McCoys Arbeit und ebenso zu einer emotionalen Unterstützung für den Terraformer. Das Vertrauen der Männer zueinander wächst und schließlich enthüllt Roderick den Grund seiner plötzlichen Anwesenheit auf dem einsamen Planeten. McCoy beschließt zu helfen, wird dann aber von den Ereignissen um seinem Gast eingeholt.

„Ab und zu hielt di KI Rücksprache mit McCoy. Ragna wunderte sich, dass das Schiff aus seinem mürrischen hervorgebellten Halbsätzen schlau wurde. Sie verstand kein Wort von dem Genuschel. Aber offenbar war die Spracherkennung der Bordidentität auf übellaunigen Wissenschaftler geprägt. Sie ließ sich durch seine Raunzer nicht verdrießen und führte stets freundlich und verzögerungslos alle Kommandos aus, die er ihr an den Kopf warf.“

MEINUNG
Entgegen dem, was man angesichts des stimmungsvollen Titelmotivs von Timo Kümmel erwarten würde, nämliche die gedankenschwere und möglicherweise philosophische Geschichte eines Mannes, alleine mit sich auf einem erwachenden Planeten, bekommt man mit Matthias Falkes „Der Terraformer“ eine galaktische Schnitzeljagd mit hohem Spaßfaktor geboten.

Die Geschichte beginnt noch sehr wissenschaftlich, nüchtern und „geerdet“ und bringt mit der unerklärbaren Ankunft von Roderick einem kribbelnden Geheimnis-Faktor ins Spiel. Später, als McCoy zum unfreiwilligen Spielball der Ereignisse wird, ändert sich die Tonlage erheblich und „Der Terraformer“ bietet fortan eine wilde und abgefahrene Verfolgungsjagd durch den größtenteils industrialisierten Weltraum. Dabei kommen immer mehr Details über Roderick, sein Ziel und seine Motive ans Licht.

Der anfängliche Bruch sorgt zunächst für reichlich Verwirrung, auch da McCoy plötzlich auf einige mehr als skurrile Gestalten trifft, wie etwa Rodericks Verfolger, die Namen aus der (irdischen) nordischen Mythologie tragen und mit Schwertern zu kämpfen pflegen. Der Star des Romans ist jedoch Rodericks patente und schöne Ehefrau Ragna, die McCoy auf der Hatz nach ihrem Mann nicht mehr aus ihren Klauen lässt. Der zunächst als eigenbrötlerisch charakterisierte Terraformer taut unter ihrer Fittiche auch merklich auf und beide bilden ein effektives Team, das sich auch gegenseitig mal schalkhafte One-Liner um die Ohren pfeffert.

„Der Terraformer“ bietet ein flottes SF-Abenteuer der harmlosen Sorte, wobei manches recht grob zusammen geschustert ist, so dass der Roman in Sachen Stil und Tempo nicht richtig rund werden will. Anders McCoy kehrt übrigens zurück; 2016 hat Matthias Falke einen zweiten Teil nachgeschoben.

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Cover des Buches Bran (ISBN: 9783864020629)P

Rezension zu "Bran" von Matthias Falke

Lesenswert
PMelittaMvor einem Jahr

Rangkors Senator Tobey Richards ist nicht nur spurlos verschwunden, sondern regelrecht ausgelöscht, niemand will sich an ihn erinnern können, es gibt keinerlei Dokumente über ihn. Sein alter Freund, Senator Brighton, und dessen Agent Straner allerdings haben ihn nicht vergessen und Brighton beauftragt Straner das Rätsel zu lösen.

Da Richards sich immer gegen den Planeten Zhid ausgesprochen hat, startet Straner seine Suche dort. Zhids einzige Stadt ist ein Moloch mit mehreren hundert Millionen Einwohnern. Straner lässt sich auf die Stadt und ihre Bewohner ein und erlebt manche unerwartete Wendung.

Matthias Falke hat einen ungewöhnlichen Erzählstil mit vielen sprechenden Bildern, das hat mich schnell fasziniert. Die Geschichte ist interessant und mündet schließlich in diverse Zeitsprünge, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer aufmerksam liest, wird im wesentlichen problemlos folgen können. Zusammen mit Straner macht der Leser einiges durch, und manchmal scheint nichts so zu sein, wie es aussieht. Wendungen gibt es bis zum Schluss viele, aber alle sind – im Kontext des Romans – nachvollziehbar.

Die Welt, in der der Roman spielt, ist hochtechnisiert, so gibt es eine ganze Menge technischer Aufwertungen für Menschen, Raumfahrzeuge usw. Dies fließt auch immer wieder in die Beschreibungen ein, aber SF-Leser wird das nicht stören.

Ich mochte Straner, auch wenn er eigentlich kein wirklich sympathischer Zeitgenosse ist. Er schreckt zwar auch vor Mord nicht zurück, ist aber durch und durch emotional, so dass man als Leser immer mit ihm mitempfinden kann. Er ist der einzige Protagonist der Geschichte, aber auch andere Charaktere sind interessant.

Das sehr gut zur Geschichte passende Cover stammt von Timo Kümmel, mir gefällt es, wie alle seine Werke,sehr gut.

Mich hat der Roman mit seinem ungewöhnlichen Erzählstil und seiner spannenden und immer wieder überraschenden Geschichte gut gefallen, und Lust auf weitere Romane des Autors gemacht.

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Cover des Buches Das Haus am Fjord (ISBN: 9783833492556)J

Rezension zu "Das Haus am Fjord" von Matthias Falke

Philosophisch-melancholischer Liebesroman im kühlen Norden
JacquelineMontemurrivor 3 Jahren

Eigentlich kennt man Matthias Falk mehr aus dem Science Fiction Genre. In letzter Zeit besonders durch seine Enthymesis-Saga, die bei Begedia erscheint. Seine Erzählungen wurden schon mehrfach für den Kurt-Laßwitz-Preis und den Deutschen Science Fiction Preis nominiert.
Doch wer sich seine Biografie ansieht, wird bemerken, dass er mit „Das Haus am Fjord“ keinesfalls von seinem Weg abgedriftet ist, sondern eher zu seinen Wurzeln zurückgefunden hat. Denn sein Studium der Literatur- und Musikwissenschaften sowie der Philosophie spiegeln sich genauso in dem Roman wider, wie sein Interesse an Kassandra und dem Hobby des Bergsteigens.
In „Das Haus am Fjord“ entführt uns Falke an den fiktiven Eisfjord in Norwegen, der vom Schwarzeisgletscher überragt wird. Eine Gruppe Freunde trifft sich dort regelmäßig im Landhaus von Solveig und Henrik. Solveig lädt ihre Jugendliebe, den depressiven Schriftsteller Severin, in das Haus ein. Während Henrik monatelang beruflich im Ausland ist, entwickeln sich zwischen Solveig und Severin Gefühle. Jeder von beiden zieht jedoch etwas anderes aus dieser Beziehung. Solveig möchte ihrer unglücklichen Ehe entfliehen und würde sich gern in Severins Armen fallen lassen. Doch Severin erhebt seine Liebe zu ihr auf ein platonisches Podest. Für ihn ist sie eher wie eine Göttin, die man anbetet, doch nicht anfasst. Seine sexuellen Bedürfnisse stillt er lieber mit der Sängerin Birga.
Für weitere Verwicklungen sorgen die Dichterin Ada, ihr Mann Tom, der Anwalt Johann und seine ständig kochende und backende Frau Babs, ein Pastor, zwei Japanerinnen und die geheimnisvolle Taucherin, deren Lied in lauen Sommernächten wie ein mystischer Traum über dem Fjord schwebt.
Die Kühle und Melancholie der Norwegische Fjordlandschaft spiegelt sich in den Seelen der Figuren wider. Ihre seelischen Abgründe sind tief und unergründlich wie der Fjord vor ihrer Haustür. Ein „Kalter Krieg“ zwischen zwei Männern, die um eine Frau buhlen, wird im Schneesturm auf einem Gletscher ausgetragen. Doch wie das Erwachen des Frühlings auf den Bergwiesen sind die heiteren und erotischen Momente der Figuren eingestreut, die trotz aller Depressionen und Verwicklungen das Leben im Gynth-Haus genießen.
Der Roman ist ein sehr lesenswerter philosophisch-melancholischer Liebesroman. Die Charaktere werden bis ins Innerste ausgelotet, wirken aber trotzdem geheimnisvoll und unergründlich wie die sie umgebene Landschaft. Sehr lesenswert und frei von klischeehaftem Kitsch.

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Mit der Teilnahme dieser Leserunde verpflichtet und ich zum zeitnahen lesen und diskutieren mit den anderen Teilnehmern und zum veröffentlichen einer Rezension auf Amazon, Lovelybooks etc.
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Letzter Beitrag von  Heimseitlichvor 5 Jahren

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