Matthias Falke Das Haus am Fjord

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Inhaltsangabe zu „Das Haus am Fjord“ von Matthias Falke

Ein altes Herrenhaus am norwegischen Eisfjord ist der Schauplatz dieses Romans, in dessen Mittelpunkt der melancholische Schriftsteller Severin steht. §Henrik und Solvejg sind die Gastgeber, die sich hier mit einem Kreis von Freunden umgeben. Severin ist seit langem in Solvejg verliebt, aber diese ist glücklich mit Henrik verheiratet. Dennoch ist Severin nicht ohne Hoffnung, daß seine Gefühle erwidert werden, zumal Henrik beruflich immer wieder für längere Zeit ins Ausland muß. §Die Lyrikerin Ada und die Sängerin Birga, der Internist Tom und Johan, der Armenadvokat, komplettieren den Kreis. Und dann sind da noch Pastor Tjörulf mit seiner Vorliebe für den japanischen "Massagesalon", die Taucherin, deren Gesang in warmen Sommernächten über den Fjord tönt, und der geheimnisvolle Komponist Rangström. §Ein vielschichtiger Roman voller Spannung und Erotik, bei dem die norwegische Landschaft mehr als bloße Kulisse ist und bei dem am Ende nichts mehr so sein wird, wie es vorher war.

Ein sehr lesenswerter philosophisch-melancholischer Liebesroman. Unter dem Titel "Das Lied der Taucherin" als Ebook erhältlich.

— Stargate

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  • Melancholisch und unergründlich wie ein norwegischer Fjord

    Das Haus am Fjord

    Stargate

    07. February 2015 um 17:21

    Eigentlich kennt man Matthias Falk mehr aus dem Science Fiction Genre. In letzter Zeit besonders durch seine Enthymesis-Saga, die bei Begedia erscheint. Seine Erzählungen wurden schon mehrfach für den Kurt-Laßwitz-Preis und den Deutschen Science Fiction Preis nominiert. Doch wer sich seine Biografie ansieht, wird bemerken, dass er mit „Das Lied der Taucherin“ keinesfalls von seinem Weg abgedriftet ist, sondern eher zu seinen Wurzeln zurückgefunden hat. Denn sein Studium der Literatur- und Musikwissenschaften sowie der Philosophie spiegeln sich genauso in dem Roman wider, wie sein Interesse an Kassandra und dem Hobby des Bergsteigens. In „Das Lied der Taucherin“ entführt uns Falke an den fiktiven Eisfjord in Norwegen, der vom Schwarzeisgletscher überragt wird. Eine Gruppe Freunde trifft sich dort regelmäßig im Landhaus von Solveig und Henrik. Solveig lädt ihre Jugendliebe, den depressiven Schriftsteller Severin, in das Haus ein. Während Henrik monatelang beruflich im Ausland ist, entwickeln sich zwischen Solveig und Severin Gefühle. Jeder von beiden zieht jedoch etwas anderes aus dieser Beziehung. Solveig möchte ihrer unglücklichen Ehe entfliehen und würde sich gern in Severins Armen fallen lassen. Doch Severin erhebt seine Liebe zu ihr auf ein platonisches Podest. Für ihn ist sie eher wie eine Göttin, die man anbetet, doch nicht anfasst. Seine sexuellen Bedürfnisse stillt er lieber mit der Sängerin Birga. Für weitere Verwicklungen sorgen die Dichterin Ada, ihr Mann Tom, der Anwalt Johann und seine ständig kochende und backende Frau Babs, ein Pastor, zwei Japanerinnen und die geheimnisvolle Taucherin, deren Lied in lauen Sommernächten wie ein mystischer Traum über dem Fjord schwebt. Die Kühle und Melancholie der Norwegische Fjordlandschaft spiegelt sich in den Seelen der Figuren wider. Ihre seelischen Abgründe sind tief und unergründlich wie der Fjord vor ihrer Haustür. Ein „Kalter Krieg“ zwischen zwei Männern, die um eine Frau buhlen, wird im Schneesturm auf einem Gletscher ausgetragen. Doch wie das Erwachen des Frühlings auf den Bergwiesen sind die heiteren und erotischen Momente der Figuren eingestreut, die trotz aller Depressionen und Verwicklungen das Leben im Gynth-Haus genießen. Der Roman ist ein sehr lesenswerter philosophisch-melancholischer Liebesroman. Die Charaktere werden bis ins Innerste ausgelotet, wirken aber trotzdem geheimnisvoll und unergründlich wie die sie umgebene Landschaft. Sehr lesenswert und frei von klischeehaftem Kitsch.

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  • Melancholisch und unergründlich wie ein norwegischer Fjord

    Das Haus am Fjord

    Stargate

    07. February 2015 um 17:20

    Eigentlich kennt man Matthias Falk mehr aus dem Science Fiction Genre. In letzter Zeit besonders durch seine Enthymesis-Saga, die bei Begedia erscheint. Seine Erzählungen wurden schon mehrfach für den Kurt-Laßwitz-Preis und den Deutschen Science Fiction Preis nominiert. Doch wer sich seine Biografie ansieht, wird bemerken, dass er mit „Das Lied der Taucherin“ keinesfalls von seinem Weg abgedriftet ist, sondern eher zu seinen Wurzeln zurückgefunden hat. Denn sein Studium der Literatur- und Musikwissenschaften sowie der Philosophie spiegeln sich genauso in dem Roman wider, wie sein Interesse an Kassandra und dem Hobby des Bergsteigens. In „Das Lied der Taucherin“ entführt uns Falke an den fiktiven Eisfjord in Norwegen, der vom Schwarzeisgletscher überragt wird. Eine Gruppe Freunde trifft sich dort regelmäßig im Landhaus von Solveig und Henrik. Solveig lädt ihre Jugendliebe, den depressiven Schriftsteller Severin, in das Haus ein. Während Henrik monatelang beruflich im Ausland ist, entwickeln sich zwischen Solveig und Severin Gefühle. Jeder von beiden zieht jedoch etwas anderes aus dieser Beziehung. Solveig möchte ihrer unglücklichen Ehe entfliehen und würde sich gern in Severins Armen fallen lassen. Doch Severin erhebt seine Liebe zu ihr auf ein platonisches Podest. Für ihn ist sie eher wie eine Göttin, die man anbetet, doch nicht anfasst. Seine sexuellen Bedürfnisse stillt er lieber mit der Sängerin Birga. Für weitere Verwicklungen sorgen die Dichterin Ada, ihr Mann Tom, der Anwalt Johann und seine ständig kochende und backende Frau Babs, ein Pastor, zwei Japanerinnen und die geheimnisvolle Taucherin, deren Lied in lauen Sommernächten wie ein mystischer Traum über dem Fjord schwebt. Die Kühle und Melancholie der Norwegische Fjordlandschaft spiegelt sich in den Seelen der Figuren wider. Ihre seelischen Abgründe sind tief und unergründlich wie der Fjord vor ihrer Haustür. Ein „Kalter Krieg“ zwischen zwei Männern, die um eine Frau buhlen, wird im Schneesturm auf einem Gletscher ausgetragen. Doch wie das Erwachen des Frühlings auf den Bergwiesen sind die heiteren und erotischen Momente der Figuren eingestreut, die trotz aller Depressionen und Verwicklungen das Leben im Gynth-Haus genießen. Der Roman ist ein sehr lesenswerter philosophisch-melancholischer Liebesroman. Die Charaktere werden bis ins Innerste ausgelotet, wirken aber trotzdem geheimnisvoll und unergründlich wie die sie umgebene Landschaft. Sehr lesenswert und frei von klischeehaftem Kitsch.

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