Gott ist kein Zigarettenautomat

von Matthias Gerhards 
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Gott ist kein Zigarettenautomat
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martina400s avatar

Ein berührender, musikalischer und erschütternder Debütroman, der zum Nachdenken anregt und das Erwachsenwerden beschleunigt.

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Unglaublich gut. Absolut lesenswert!

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Inhaltsangabe zu "Gott ist kein Zigarettenautomat"

Wer sagt denn, dass man über eine unglückliche Kindheit nicht lachen darf?

Thomas Sieben ist vierzehn, geht auf die Hauptschule und hat gerade begriffen, dass es den lieben Gott nicht gibt. Es gibt auch keinen Vater, dafür eine Mutter, die das Leben nur im Suff erträgt. Zusammen mit ihr und seiner Schwester lebt er in der verfallenen alten Schule, die wie der Rest des ganzen Dorfes schon von den Vermessungstrupps der Rheinbraun AG durchstöbert wird. Und da ist noch sein Bruder. Der treibt gerade im Bach an ihm vorbei, tot, und das ganz offensichtlich nicht freiwillig.

Matthias Gerhards' Romandebüt über einen Jungen unterhalb der Armutsschwelle und den letzten Sommer eines Dorfs im rheinischen Braunkohlerevier ist ein unwiderstehlich witziger und erschütternd ernster Roman über das Leben, den Tod und das Ende der Kindheit. Lange hat es unter deutschen Erzählern der Gegenwart keine Stimme mehr gegeben, die so unbarmherzig klar das Elend benennt und dennoch komisch darüber erzählen kann. Ein Roman, der amüsiert, bis dem Leser die Tränen kommen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813505504
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:26.08.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Thalas avatar
    Thalavor 5 Jahren
    Positiv denken

    Matthias Gerhards beschreibt in seinem Erstlingswerk das Leben des 14-jährigen Thomas Sieben, jüngster Spross des wie vom Pech verfolgten Sieben-Clans. Thomas besucht eine Hauptschule, hat kaum Freunde, der Vater hat schon lngst das Weite gesucht und seine Mutter findet nur im Essen und im Alkohol Trost. Thomas' Bruder Jakob ist auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen, er treibt im Schillbach an Thomas vorbei. Wer hat Thomas auf dem Gewissen? Ist es vielleicht Otto, Dorf-Skin mit dem IQ einer Packung Erdnüsse? Die Tatsache, dass nun Jakobs Siegelring an Ottos Hand steckt, macht ihn reichich verdächtig. Thomas begibt sich auf Spurensuche und lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn er aus disziplinarischen Maßnahmen an eine Sonderschule versetzt wird und plötzlich ohne ein Zuhause dasteht, da Schillbach dem Erdboden gleich gemacht werden soll. Schliesslich liegt Schillbach mitten im Braunkohlegebiet.


    Trotz der sehr prekären Situation verliert Thomas nie seinen Humor und sein Lebenswille lässt ihn über sich hinaus wachsen. Mit dem Tod seines Bruders verändert sich sein ganzes Leben, die Kindheit ist schlagartig vorbei.


    Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, Thomas' trockener Humor ist einfach zu herrlich und der Roman ist sehr flüssig geschrieben, garniert mit einigen philosophischen Überlegungen des Protagonisten. Dadurch schafft Gerhards eine besondere Nähe zu seiner Hauptfigur, die ich einfach ins Herz schliessen musste. Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Eigentlich hat Thomas nicht viel zu lachen, aber seinen Humor verliert er nie.


    Für das gelungene Debut vergebe ich 4 Sterne.

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    Literaturs avatar
    Literaturvor 5 Jahren
    Die Suche nach dem großen Plan


    "Schweigen ist manchmal die einzige Möglichkeit, um die eigene Seele zu retten." (S. 103)
    "Das Schlimmste war die Hoffnung. Das unausrottbare Gefühl, dass es einen Ausweg geben musste." (S. 128)
     
    Der Debütroman "Gott ist kein Zigarettenautomat" beschreibt die Ausweglosigkeit, Resignation und Zukunftslosigkeit der Familie Sieben und ihrer Mitmenschen, bewegt sich stets zwischen sozialen Spannungsfeldern und vermittelt mit viel Feingefühl die daraus folgende Stimmung der Verwahrlosung, emotionaler Gleichgueltigkeit und Starrheit. Sprachlich bewegt sich der Roman zwischen nüchterner Deskription, provozierenden Bemerkungen, scharfsinnigen lebensphilosophischen Zwischentönen und kurzen gefühlvollen Anklängen. Das Theodizee-Motiv des Protagonisten, auf das bereits der Titel verweist, ist glaubhaft eingewebt in die empfunde Lebenskatastrophe des Protagonisten. Inhalt und Stil ergänzen sich sehr gut zu einem literarischen Kunstwerk, das nachdenklich stimmt und den Leser oft zunächst sprachlos zurücklässt. Der Roman erfordert Zeit, um das Gelesene zu verarbeiten.
    Inhaltlich interessant, schockierend und berührend zugleich, sprachlich durch seine Vielseitigkeit an Nuancen und seine lebensnahe Metaphorik ein Genuss! Der Debütautor Matthias Gerhards verdient Beachtung im Genre der sozialdeskriptiven und sozialkritischen Literatur.

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    martina400s avatar
    martina400vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein berührender, musikalischer und erschütternder Debütroman, der zum Nachdenken anregt und das Erwachsenwerden beschleunigt.
    Gott ist kein Zigarettenautomat

    "Ich war nicht blöd. Aber meistens waren die Dinge in meinem Kopf irgendwie falsch angeordnet." S. 26

    Inhalt:
    Der 14-jährige thomas Sieben geht auf eine Hauptschule und gehört der unteren Sozialschicht an. Der Vater ist weg, die Mutter lebt in ihrer eigenen Welt vor dem Fernseher zwischen Trauer, Hilflosigkeit und Suff, sein Bruder treibt tot im Bach und nun ist er mit seienr Schwester auf sich allein gestellt. Er geht regelmäßig zur Schule, welche jedoch von der Rheinbraun AG schon für den Abbruch vorbereitet wird. So, wie der ganze Ort. Der Dorfpolizist "reißt sich bei seinen Ermittlungen keinen Haxn aus". Noch dazu leidet Thomas unter der im Ort ansässigen Skinnheadbande. Doch leicht unterkriegen lässt sich der Junge nicht.

    Cover:
    Das Cover, sowie der Titel, machen stutzig, Mit dem leuchtenden Geld sticht es sofort ins Auge, der Titel macht neugierig, ebenso die Essiggurke in einem halbleeren Glas. Es lässt viel Raum für Interpretationen wofür die Essiggurke steht, wie die Geschichte dem Titel gerecht wird und warum dennoch das Buch in einem sonnigen Gelb erstrahlt. Man möchte es in die Hand nehmen und wird sofort neugierig, worum es geht.

    Meine persönliche Meinung:
    Es ist ein Buch, das man nicht schnell mal für ein paar Minuten zur Hand nehmen kann. Die Geschichte berührt, man lässt sich auf den Schreibstil des Autors ein und lebt mit den Protagonisten mit. Thomas, der trotz mangelnder Erziehung ein guter Mensch geworden ist und wegen seines Fehlverhaltens einfach in die Sonderschule abgeschoben wird, Peter, der mit einer Behinderung lebt und doch das Wesentliche sehr wohl kapiert, die Mutter, die vor sich hin vegetiert, die Skinnheadgang, deren Hauptaufgabe es ist andere zu massakrieren ... allesamt starke Persönlichkeiten.
    Die Geschichte spielt in einem Viertel sozial benachteiligter Menschen und so ist auch der Umgangston, die Erziehungsmethoden und logischerweise auch ganz andere Prioritäten im Leben. Thomas Mutter ist völlig neben der Spur, er kommt in eine Sonderschule, weil er mit seinem Verhalten der Gesellschaft nicht entspricht, sein Bruder wird ermordet, die Schwester haut ab und Thomas Bruchbude wird zugenagelt. Was soll man noch mehr sagen, als dass diese Geschichte berührt, noch lange nachhallt und den Leser zum Nachdenken anregt.
    Als Draufgabe gibt es einen Soundtrack, mit genau passenden Liedern zum Buch, den man sich immer wieder zu Gemüte führt.

    Fazit:
    Ein berührender, musikalischer und erschütternder Debütroman, der zum Nachdenken anregt und das Erwachsenwerden beschleunigt.

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    Carol-Graysons avatar
    Carol-Graysonvor 5 Jahren
    Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott



    Der vierzehnjährige Thomas Sieben hat als Sozialhilfeempfänger kein leichtes Los: Sein Vater ist verschwunden, seine Mutter sitzt lethargisch in einem Messiehaushalt vor dem Fernseher, die Schwester Petra bandelt mit einem Neonazi an und dann wird auch noch sein Bruder Jakob tot in einem Bach aufgefunden. Verdächtig, etwas mit dem Tod von Jakob zu tun zu haben, ist eben jener Freund seiner Schwester. Schlimmer könnte es nicht kommen, doch es kommt: Das gesamte Dorf und auch sein denkwürdiges Zuhause soll durch den Braunkohle-Tagebau dem Erdboden gleichgemacht werden. Thomas zweifelt oft an der Existenz Gottes. wenn das Schicksal wieder derart hat zuschlägt, besitzt jedoch einen überaus zähen Überlebenswillen (und einen sicheren Fluchtinstinkt), selbst als er letzten Endes ganz auf sich allein gestellt ist. Denn da zieht seine Schwester zum Vater ihres Freundes, seine Mutter kommt ins Krankenhaus und er entdeckt auch noch ein Familiengeheimnis.

    Dieser Roman ist eher umgangssprachlich angesiedelt, gespickt mit rheinischem Dialekt (was durchaus seinen Charme ausmacht) und fast philosophischen Metaphern, wodurch dem Autor ein Augenzwinkern zwischen den Zeilen gelingt. Der Tenor dieses Buches könnte durchaus lauten "Gib niemals auf, egal was passiert" oder "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott". Was mir weniger gefiel. waren die oft ziemlich abrupten Szenenwechsel, die den Lesefluss etwas hemmten. Insgesamt drei von fünf Punkten.  

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    sapadivor 5 Jahren
    Gott ist auch kein Kaugummiautomat

    Thomas Sieben ist 14 Jahre alt und seine Familie lebt von Sozialhilfe, wie Hartz IV in den 80er Jahren noch hieß. Sein Vater ist vor langer Zeit verschwunden und seine Mutter geht nicht mehr aus dem Haus und lässt dieses verkommen. Dennoch hat Thomas sein Leben einigermaßen im Griff und kommt gut zurecht, dass ändert sich allerdings als die Leiche seines Bruders entdeckt wird. Von diesem Zeitpunkt an ist sein Leben ein anderes.

    Der auffällige Titel ist erstmals ein wenig unbegreiflich, allerdings wird er mehrmals vom Dorfpfarrer erwähnt: „Liebe Kinder, denkt immer daran, das Gott kein Zigarettenautomat ist, in den man Gebete einwerfen kann.“ Es erinnert mich an die Pralinenschachtel von Forest Gump und ich muss aufpassen das ich das meinen Kindern nicht auch mal sagen werde.

    Das Cover findet so keinen wirklichen Bezug zum Inhalt, allerdings passt es dennoch zu diesem Roman, da es mir auch schwer fällt ihn in einer Kategorie unterzubringen. Er ist einfach alles und nichts zugleich. Ein wenig Krimi, ein wenig Drama / Tragödie, ein wenig Umweltschutz und einen Hauch von Liebesgeschichte.

    Das Buch lebt nicht nur von der Handlung, sondern vor allem durch den Schreibstil des Autoren. Matthias Gerhards nimmt einen mit auf eine Episoden des Erwachsenwerdens mit viel Gefühl, philosophierende Ausflüge der Sprache und immer mit Humor. So entsteht eine Erzählung die man nach der ersten Seite nicht mehr aus der Hand legt.

    Immer wieder sind kleine Wendungen in der Handlung vorhanden die den sich durch Buch ziehende roten Faden nicht ändern, aber zusätzliche Spannung erzeugen.

    Die Figuren und deren Handlungsweise sind sehr gut nachzuvollziehen und immer authentisch.

    Ein kleines Highlight ist es einen „Soundtrack“ zum Buch zu machen, so sind nicht nur die Überschriften aus Songtexten entnommen, sondern vermitteln auch noch ein Gefühl für die Situation. Bei manchen Liedern musste ich diese teilweise vor mich hin summen (was in öffentlichen Verkehrsmitteln ein paar Lacher erzeugt hat – vielleicht sollte der Verlag eine Warnung auf den Buchdeckel schreiben, dass dieses Buch nur bedingt für öffentliche Verkehrsmittel geeignet ist).

     Fazit: Ein abwechslungsreiches Buch das vor allem durch den Erzähl- und Schreibstil überzeugen kann und für ein Erstlingswerk wirklich herausragend ist.

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    stueckles avatar
    stuecklevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Unglaublich gut. Absolut lesenswert!
    Keine SaureGurkenzeit

    Keine SaureGurkenzeit mit diesem Buch. Auf gar keinen Fall. Hier erstmal eine Kurzbeschreibung laut Amazon:

    Kurzbeschreibung

    Wer sagt denn, dass man über eine unglückliche Kindheit nicht lachen darf?


    Thomas Sieben ist vierzehn, geht auf die Hauptschule und hat gerade begriffen, dass es den lieben Gott nicht gibt. Es gibt auch keinen Vater, dafür eine Mutter, die das Leben nur im Suff erträgt. Zusammen mit ihr und seiner Schwester lebt er in der verfallenen alten Schule, die wie der Rest des ganzen Dorfes schon von den Vermessungstrupps der Rheinbraun AG durchstöbert wird. Und da ist noch sein Bruder. Der treibt gerade im Bach an ihm vorbei, tot, und das ganz offensichtlich nicht freiwillig.


    Matthias Gerhards' Romandebüt über einen Jungen unterhalb der Armutsschwelle und den letzten Sommer eines Dorfs im rheinischen Braunkohlerevier ist ein unwiderstehlich witziger und erschütternd ernster Roman über das Leben, den Tod und das Ende der Kindheit. Lange hat es unter deutschen Erzählern der Gegenwart keine Stimme mehr gegeben, die so unbarmherzig klar das Elend benennt und dennoch komisch darüber erzählen kann. Ein Roman, der amüsiert, bis dem Leser die Tränen kommen.


    Über den Autor

    Matthias Gerhards ist in einer dörflichen Schäferei bei Köln aufgewachsen. Er schreibt, seitdem er in der katholischen Leihbücherei den "Abenteuerlichen Simplicissimus" für sich entdeckt hat. Er besuchte zunächst eine Hauptschule, wechselte mit sechzehn aufs Gymnasium, um anschließend Germanistik und Philosophie zu studieren. Heute lebt er mit seiner Familie bei Düsseldorf, entwickelt Software und schreibt Romane.

    So. Jetzt mal die eigentliche Rezension: Ein berührendes, witziges, trauriges, musikalisches, herzerwärmendes Erstlingswerk, dass diesen Namen nicht verdient.  Man wird sofort warm mit dem Protagonisten, fühlt mit, lacht mit, staunt über die philosophisch-religiösen Ergüsse des offensichtlich wachen Geistes eines Jugendlichen, der mit ansehen und anfühlen muss, wie die Familie, Freundschaftsbande und ein ganzes Dorf zerbricht. Und selbst (fast) ungebrochen sein Leben lebt.

    Ein eingehender Roman, der beeindruckt hat durch die Detailliebe, die kurzweiligen und gerade deshalb liebenswerten Beschreibungen und eine in sich stimmige Geschichte, die auch heute genauso und überall passieren kann.

    Ich habe ständig wechselnde Gefühle gehabt. Gelacht, weil Jungs einfach Jungs sind und unglaubliche Grütze im Kopp haben und im nächsten Moment ist mir das Grinsen im Gesicht eingefroren, weil Thomas einfach so benachteiligt vom Schicksal wird (oder etwas, dass wir Schicksal nennen).

    Das Buch wird einen ewigen Platz in meinem Buchregal finden, weil ich es jedem weiterempfehlen werde. Jeden zwingen werde es zu lesen! :-)

    Ein Buch über das Erwachsenwerden. Ob man will oder nicht.

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    LeseAlissaRattes avatar
    LeseAlissaRattevor 5 Jahren
    What a Wonderful World Sam Cooke

    Welch eine Ironie der Song,
    What a Wonderful World darstellt...

    Der Schriftsteller
    Matthias Gerhards
    schreibt in diesem Buch, "Gott ist kein Zigarettenautomat", über einen Jungen der einige Schicksalsschläge ertragen muss und wie er damit umgeht.
    Ob es falsch oder richtig ist wie er versucht zu überleben, ist reine Ansichtssache.
    Hier spielt Familie, Freunde und auch Feinde eine große Rolle, wer spielt ein falsches spiel?
    Mit einem rheinländischem Dialekt finden hier Gespräche zwischen den Bewohnern des Dorfes statt.
    IN diesem Buch finden Philosophische Gedankengänge ihren Platz, genau wie einige schmunzl Attacken über einen gebracht werden.
    Lasst euch mitreißen in eine reale Welt eines Jungen der es nicht einfach hat.

     
    Gebete werden Überbewertet, denn Gott ist ja kein Zigarettenautomat.


    >4 von 5 Sternen<

    Meine Meinung :

    Das Buch ist einfach geschrieben man kann sich alles perfekt vorstellen, es wird nicht ewig über das aussehen eines Baumes philosophiert.
    Ich fand es sehr spannend wie die Dialoge der Protagonisten waren und hatte einiges zu schmunzeln.
    An sich eine sehr realistische Lektüre, jedoch gab ich für dieses Buch 4 von 5 Sternen aus dem Grund, das es mir ein wenig zu tolle war, die Umgangssprache (z.B. "Bullenfotze") es spielt ja in der Vergangenheit und ich bin der Annahme das so früher nicht gesprochen wurde, vorallem nicht von Erwachsenen die als Vorbilder dienten.
    Darüber kann man hinwegsehen, denn dafür gibt es schöne Philosophische Gedankengänge des Protagonisten die einen wirklich mitreißen, zum Grübbeln.


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    U
    ulyssavor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Unbedingt lesen! Bis zur letzten Seite überraschend.
    Auch traurige Bücher können witzig sein

    Dieses Buch ist nicht leicht einzuordnen. Obwohl Titel und Klappentext auf eine humorige Coming of Age-Geschichte mit ernsten Untertönen vorbereiten, ist Gott ist kein Zigarettenautomat" doch viel mehr: oft unverblümt, erschütternd, poetisch - und immer schräg und voller origineller Einfälle. Matthias Gerhards führt seinen Helden unaufgeregt durch eine glaubwürdige Kulisse aus Kleinbürgertum, Lebenslügen und niederschmetterndem sozialen Milieu. Doch während dieser sich bedächtig und altklug abmüht, Licht in das Chaos vor seiner Haustür zu bringen und sich dabei Stück für Stück von seiner Kindheit verabschiedet, erfahren wir eine ganze Menge über Leben und Tod, über Familiengeheimnisse, über das Erwachsenwerden, Liebe, Glück, die Entstehung des Universums und der Zerstörung ganzer Landstriche durch die Rheinbraun AG. Nach der bis zur letzten Seite überraschenden Handlung bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack, mit dem der Autor beweist, dass auch traurige Bücher glücklich machen können.
    Meine Empfehlung: unbedingt lesen!

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    S
    SevenStarsvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein schönes und schräges Buch, das traurig ist, über das man aber trotzdem lachen kann.
    Ein kluges Buch mit vielen verschiedenen Seiten

    Alles fängt damit an, dass der Erzähler seinen Bruder tot in einem Bach findet. Aber eigentlich fängt das Buch mit einem Prolog an, in dem auf zehn Seiten die Geschichte des ganzen Universums nacherzählt wird, was gewagt,  aber ziemlich amüsant ist. Danach lernen wir Thomas Sieben kennen, der seinem toten Bruder begegenet und der sich danach durch sein wenig amüsantes Leben schlägt. Es geht ihm wirklich nicht gut, seine Familie lebt von der Sozialhilfe, seine Mutter säuft und das Dorf soll von der Rheinbraun abgebaggert werden. Das ist traurig und machmal ziemlich literarisch, aber auch leicht sentimental, witzig und schräg mit einer Menge komischer Typen. Wer schwarzen Humor mag, wird mit dieser Mischung gut klar kommen. Es gibt Anklänge an einen Krimi, der am Ende auch aufgelöst wird (was ich sehr gut finde), aber auch eine tragische Komödie, bei der man gelegentlich lachen muss. Ein wirklich ungewöhnliches Buch mit vielen verschiedenen Seiten, das klug und sehr unterhaltsam ist.

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    sternenstaub178s avatar
    sternenstaub178vor 5 Jahren
    Gott ist kein Zigarettenautomat

    Im Buch geht es um den vierzehn Jahre alten Thomas Sieben. Er lebt zusammen mit seiner Schwester und seiner Mutter, die ständig nur Alkohol trinkt zusammen in einem alten Haus, das wie der Rest des ganzen Dorfes vernichtet werden soll. Als dann auch noch sein Bruder Jakob in einem Bach tot aufgefunden wird glaubt Thomas endgültig nicht mehr an Gott. Die ganze Geschichte und was Thomas in seiner Kindheit noch so erlebt hat wird alles aus der Sicht von Thomas erzählt. Die Erlebnisse, die er hat sind nicht immer ganz so toll aber er macht das Beste aus seiner Situation. Es wird gut beschrieben, wie Thomas versucht erwachsen zu werden und irgendwann doch noch eine andere Sicht auf die Dinge bekommt, die ihm passiert sind. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und viele Situationen, die eigentlich eher ernst sind werden auf eine witzige und humorvolle Weise beschrieben.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Das Jahr 2012 stand bei LovelyBooks ganz im Zeichen der deutschsprachigen Debütautoren. Mehr als 200 Leser haben bei unserer Debütautoren-Aktion die Bücher von über 140 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2013 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestseller-Autoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestseller-Autoren von morgen.

    Aktuelle oder demnächst startende Aktionen:












    Laufende und beendete Aktionen:


    Ablauf der Debütautoren Aktion:

    Es geht darum im Jahr 2013 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig im Jahr 2013 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt.

    Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen.

    Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2014 zu lesen und zu rezensieren.
    Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken!

    'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2013 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2013 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint!

    Außerdem könnt ihr hier für eure liebsten deutschsprachigen Debütautoren nominieren und für sie abstimmen.

    Wie kann man mitmachen?


    Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet und ich nehme euch in die Teilnehmerliste auf. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Wenn ihr ein passendes Buch gelesen und rezensiert habt, postet ihr hier den Link zur Rezension und ich passe immer euren aktuellen Lesestand an.

    Weitere Informationen

    • Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich!
    • Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim!
    • Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen.
    • Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude!


    Für Autoren:

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    Die Liste der Teilnehmer und der Anzahl ihrer gelesenen Bücher (Stand: 17.01.2014) kannst du dir hier herunterladen!
    --

    PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-)

    Es zählen alle Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind, für die Aktion
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    dieFlos avatar
    Letzter Beitrag von  dieFlovor 4 Jahren
    Jetzt habe ich es gelesen : letztes Jahr ... Ach Gott
    Zum Thema
    Matthias-Gerhardss avatar

    Wer sagt denn, dass man über eine unglückliche Kindheit nicht lachen darf? 

    Hallo Ihr Lieben,

    ich möchte gerne eine Leserunde zu meinem Debütroman "Gott ist kein Zigarettenautomat" beginnen. 

    Eigentlich wollte ich nur einen komischen Roman über das Erwachsenwerden in einem gottverlassenen Nest schreiben. Aber daraus ist nichts geworden. Schließlich habe ich nicht nur ein Buch über das Ende der Kindheit, sondern auch über den Untergang einer Familie und eines ganzen Dorfes geschrieben. 

    Das klingt ziemlich traurig. Ist es auch. Aber trotzdem ist es vor allem ein komisches und ein hoffungsvolles Buch, auch wenn eine Beerdigung eine zentrale Rolle darin spielt. Ich finde nach 350 Seiten hat jeder Leser ein (mehr oder weniger)  glückliches Ende verdient. 

    Jenseits aller Genregrenzen beschreibt "Gott ist kein Zigarettenautomat" eine Jugend in Deutschland unterhalb der Armutsschwelle. Dabei verbindet das Buch komische, poetische und tragische Momente zu einer wilden und unterhaltsamen Mischung. Ich finde Literatur muss rocken.

    Der Knaus Verlag hat sich freundlicherweise bereit erklärt 10 Exemplare zu verlosen. Ich freue mich, wenn ihr euch bewerbt und werde wild und aktiv an der Leserunde teilnehmen. Die Gewinner sollten eine Rezension schreiben. Gerne dürft ihr auch neue Themen vorschlagen, um bestimmte Aspekte des Buches zu diskutieren. 

    Zur Einstimmung noch ein paar Textpassagen:

    Ich erinnere mich noch sehr klar an einen Gedanken, den ich in dieser Zeit mit mir herumtrug: Eigentlich sollte sich etwas verändern, wenn ein Mensch gestorben ist. Die Hunde sollten schweigen, der Himmel sollte sich verdunkeln, die Bäume sollten aufhören zu rauschen und alles sollte wenigstens ein bisschen langsamer und ein bisschen leiser werden. Aber nichts davon geschah, denn der Tod änderte nichts, er hinterließ nur eine Lücke. Es war, als hätte mir jemand einen Zahn gezogen, und meine Zunge konnte nicht aufhören, das zu betasten, was gar nicht mehr existierte.

    ...

    Draußen steht Julia Helpenberg und will dir ihre Möse zeigen, wenn du ihr fünf Mark gibst.«
    »Stimmt nicht! So was macht sie nicht«
    »Woher willst du das wissen?«
    »Hab sie schon gefragt.«
    Gelegentlich gelang es ihm tatsächlich, mich zu überraschen.
    »Also, wie geht’s jetzt weiter?«
    »Ich geh nich weg!«
    »Musst du auch nicht.«
    »Doch. Das ganze Dorf kommt weg.«
    »Das ist Quatsch. Du hast doch gehört, was dein Vater gesagt hat. Wir werden nicht abgebaggert.«
    Peter sah auf den Boden und schüttelte den Kopf.

    ...

    In einer komplizierten Welt kann es keinen einfachen Gott geben.

    ...

    Im nächsten Augenblick geschah etwas, was alles veränderte. Es war eines jener Ereignisse, die uns vermuten lassen, dass wir in einem n-dimensionalen Universum in Hufeisenform lebten. Kurz und gut: Man weiß niemals was passieren wird und sollte sich mit voreiligen Schlüssen zurück halten. 

    Zur Leserunde

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