Leserpreis 2018
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Matthias-Gerhards

vor 5 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Wer sagt denn, dass man über eine unglückliche Kindheit nicht lachen darf? 

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte gerne eine Leserunde zu meinem Debütroman "Gott ist kein Zigarettenautomat" beginnen. 

Eigentlich wollte ich nur einen komischen Roman über das Erwachsenwerden in einem gottverlassenen Nest schreiben. Aber daraus ist nichts geworden. Schließlich habe ich nicht nur ein Buch über das Ende der Kindheit, sondern auch über den Untergang einer Familie und eines ganzen Dorfes geschrieben. 

Das klingt ziemlich traurig. Ist es auch. Aber trotzdem ist es vor allem ein komisches und ein hoffungsvolles Buch, auch wenn eine Beerdigung eine zentrale Rolle darin spielt. Ich finde nach 350 Seiten hat jeder Leser ein (mehr oder weniger)  glückliches Ende verdient. 

Jenseits aller Genregrenzen beschreibt "Gott ist kein Zigarettenautomat" eine Jugend in Deutschland unterhalb der Armutsschwelle. Dabei verbindet das Buch komische, poetische und tragische Momente zu einer wilden und unterhaltsamen Mischung. Ich finde Literatur muss rocken.

Der Knaus Verlag hat sich freundlicherweise bereit erklärt 10 Exemplare zu verlosen. Ich freue mich, wenn ihr euch bewerbt und werde wild und aktiv an der Leserunde teilnehmen. Die Gewinner sollten eine Rezension schreiben. Gerne dürft ihr auch neue Themen vorschlagen, um bestimmte Aspekte des Buches zu diskutieren. 

Zur Einstimmung noch ein paar Textpassagen:

Ich erinnere mich noch sehr klar an einen Gedanken, den ich in dieser Zeit mit mir herumtrug: Eigentlich sollte sich etwas verändern, wenn ein Mensch gestorben ist. Die Hunde sollten schweigen, der Himmel sollte sich verdunkeln, die Bäume sollten aufhören zu rauschen und alles sollte wenigstens ein bisschen langsamer und ein bisschen leiser werden. Aber nichts davon geschah, denn der Tod änderte nichts, er hinterließ nur eine Lücke. Es war, als hätte mir jemand einen Zahn gezogen, und meine Zunge konnte nicht aufhören, das zu betasten, was gar nicht mehr existierte.

...

Draußen steht Julia Helpenberg und will dir ihre Möse zeigen, wenn du ihr fünf Mark gibst.«
»Stimmt nicht! So was macht sie nicht«
»Woher willst du das wissen?«
»Hab sie schon gefragt.«
Gelegentlich gelang es ihm tatsächlich, mich zu überraschen.
»Also, wie geht’s jetzt weiter?«
»Ich geh nich weg!«
»Musst du auch nicht.«
»Doch. Das ganze Dorf kommt weg.«
»Das ist Quatsch. Du hast doch gehört, was dein Vater gesagt hat. Wir werden nicht abgebaggert.«
Peter sah auf den Boden und schüttelte den Kopf.

...

In einer komplizierten Welt kann es keinen einfachen Gott geben.

...

Im nächsten Augenblick geschah etwas, was alles veränderte. Es war eines jener Ereignisse, die uns vermuten lassen, dass wir in einem n-dimensionalen Universum in Hufeisenform lebten. Kurz und gut: Man weiß niemals was passieren wird und sollte sich mit voreiligen Schlüssen zurück halten. 

Autor: Matthias Gerhards
Buch: Gott ist kein Zigarettenautomat

LeserInchen

vor 5 Jahren

Klingt interessant. Ich würde echt gerne mitlesen. :-)

Taluzi

vor 5 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich wäre auch gern dabei.

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Thala

vor 5 Jahren

8-9 Beerdigung mit Hindernissen
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So, nun habe ich nach 2 Umzügen endlich wieder etwas Zeit gefunden..ich finde es total lustig, dass die Geschichte teilweise auch in Grevenbroich spielt, da ich ja nun dort in der Nähe kurz gelebt habe. Das Buch fasziniert mich, einerseits ist alles so traurig andererseits ist Siebens Ironie einfach toll. Ob Petra nun was mit Otto am Laufen hat?

Thala

vor 5 Jahren

10-14 Das Dorf wird abgebaggert
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Ein kleines Dorf leistet Widerstand gegen die mächtige Braunkohleindustrie. Schillbach wird zum Gallien! Nur das hier Asterix und Obelix fehlen..Das Zuckerrüben-Werfen bei der Demonstration vor dem Landtag fand ich sehr mutig und außerdem eine schlaue Idee, die Früchte des Ackers dafür zu verwenden. Die Szene mit Thomas ' MUtter fand ich sehr beklemmend. Eine zutiefst unglückliche Frau, die die Trennung von ihrem Mann anscheinend nie überwunden hat und nie die Kraft gefunden hat, sich ein neues Leben aufzubauen. Stattdessen hat sie sich gehen lassen und sich diesen Kummerspeck angefressen. Ich hoffe, dass es ihr bald wieder besser geht.

Thala

vor 5 Jahren

15-16 Die alte Schule überlebt
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Wenn du denkst, es geht nicht mehr schlimmer.. zu allem Überfluß wird nun auch noch das Haus der Siebens geräumt und Thomas ist fortan sich selbst überlassen. In einer WG wohnen möchte er nicht, stattdessen baut er sich sein Lager draußen. Das muss ziemlich hart sein und hat mich irgendwie an diesen Film mit Tom Hanks erinnert, bei dem er an einer einsamen Insel strandet.

Thomas' Mut und Erfindungsreichtum bezüglich der Nahrungsbeschaffung ist schon bewundernswert, denn er lässt sich nicht unterkriegen!

Thala

vor 5 Jahren

17-19 Widerstand gegen die Staatsgewalt
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Hui, in den beiden Kapiteln ist richtig viel passiert. Endlich hat Thomas seine "Julia" gefunden- die erste Kußszene des Romans, herrlich unschnörkelig beschrieben. Peter ist Thomas' Bruder-warum er wohl bei den Overbruchs aufgewachsen ist? Und Otto taucht auch wieder auf-ob sich die beiden am Schluss versöhnen werden? Ich ese schnell weiter...

Thala

vor 5 Jahren

20-22 Irgendein Mörder findet sich immer
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So ein schönes Ende! Peter und Thomas fahren gemeinsam als Brüder zu ihrer Mutter und Thomas findet eine coole Pflegefamilie samt genialer Plattensammlung. Trotzdem sind noch jede Menge ungeklärter Fragen da, genug Stoff für den nächsten Band. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und meine Rezension stelle ich auch noch rein am Wochenende!

Thala

vor 5 Jahren

Soundtrack

Hier noch die LInks zu meinen Rezensionen:

LB
http://www.lovelybooks.de/autor/Matthias-Gerhards/Gott-ist-kein-Zigarettenautomat-1056408498-w/rezension/1072464188/

Amazon
http://www.amazon.de/review/R3D3YUZ6R94RGF/ref=cm_cr_pr_perm?ie=UTF8&ASIN=3813505502&linkCode=&nodeID=&tag=

Danke, dass ich dabei sein durfte!

Matthias-Gerhards

vor 5 Jahren

Soundtrack
@Thala

Hallo Thala,
2 Umzüge hast du hinter dir. Mein Beileid. Ich habe im Oktober einen Umzug hinter mich gebracht und bin noch immer nicht fertig. Man stellt immer wieder fest, dass man einfach zu viele Dingehat, die man eigentlich nicht braucht.

Über die Feiertage habe ich deshalb einfach mal ausgespannt. Kein Fernsehen, (fast) kein Internet. Einfach nur sein. Das war schön.

Aber jetzt geht es weiter. Vielen vielen Dank für die schöne Rezension. Sie hat mir wiklich gut gefallen und mich gut ins neue Jahr geleitet. Auch deine Kommentare zu den einzelnen Kapiteln fand ich sehr schön. Es ist immer spannend zu sehen, wie ein anderer Mensch die Dinge interpretiert, die man in den Text hineingelegt hat. Ich versuche dann auch immer für mich daraus abzuleiten, was gut funktioniert hat und was weniger gut funktioniert hat und worauf ich beim nächsten Projekt achten sollte.

Vielen Dank nochmals und viele Grüße (vermutlich wohnst du jetzt nicht mehr in Grevenbroich)

Matthias Gerhards

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