Matthias Gerschwitz Endlich mal was Positives

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Inhaltsangabe zu „Endlich mal was Positives“ von Matthias Gerschwitz

Es gibt viele Bücher zu HIV und AIDS, aber nur wenige, die einen direkten Einblick in das Leben mit dem Virus geben. In »Endlich mal was Positives« beschreibt Matthias Gerschwitz, der 1994 das positive HIV-Testergebnis erhielt, seinen Umgang mit der Infektion ohne Larmoyanz oder Betroffenheitspathos, sondern optimistisch, informativ und manchmal auch etwas provokativ.

Das Buch wendet sich nicht nur an von der Krankheit Betroffene und ihr Umfeld, sondern insbesondere an diejenigen, die immer noch glauben, sie wären sicher vor HIV. Eine trügerische Einstellung, denn es kann jeden treffen, egal, ob Mann oder Frau, ob homo-, bi- oder heterosexuell. Das Virus ist nicht wählerisch.

»Endlich mal was Positives« ist teils Tagebuch, teils Statement. Der Erfahrungsbericht zeigt, dass man mit HIV das Lachen nicht verlernen muss und auch mit einer unheilbaren Krankheit zukunftsorientiert leben kann. Und das ist doch endlich mal was Positives. Matthias Gerschwitz wurde für »Endlich mal was Positives« mit dem Annemarie-Madison-Preis 2010 ausgezeichnet.

Website: http://www.endlich-mal-was-positives.de

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  • Rezension: Endlich mal was Positives

    Endlich mal was Positives

    MiniBonsai

    25. October 2013 um 15:43

    Eine positive Lebenseinstellung, das ist nicht das einzige Positive am Autor des Buches: Er ist HIV-positiv. In seinem Buch berichtet er offen und optimistisch von seinem Leben und dem Leben mit der Infektion von der anfänglichen Unsicherheit und Lethargie bis zum heutigen offenen Umgang. Dabei spannt er einen Bogen von der Geschichte der Infektion und der Situation der HIV-Infizierten in den 80er Jahren bis ins Heute. Er möchte mit seinem Buch nicht nur Betroffene und ihre Angehörigen erreichen und ihnen Mut machen, sondern vor allem auch Aufklärungsarbeit leisten. Für "Endlich mal was Positives" erhielt Matthias Gerschwitz den Annemarie-Madison-Preis 2010, der den menschlichen Umgang mit HIV und den Infizierten würdigt.   Mit seinem lockeren Schreibstil erreicht er beim Leser eine Atmosphäre, als ob er ihm gegenüber sitzt und erzählt. Dabei fließen neben grundlegenden Informationen zu HIV und Aids auch Anekdoten und Gedanken aus seinen Erfahrungen mit ein.   Wichtig ist und bleibt das positive Gedankengut trotz (oder gerade wegen) der Infektion und Erkrankung. Ich zitiere: „Nutzt man die positiven psychosomatischen Möglichkeiten – schon im Alten Testament (Sprüche 17,22) heißt es Ein fröhlich Herz bringt gute Besserung – kann die Seele viel dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.“   Mir hat das Buch nach persönlichen Rück- und Schicksalschlägen den Blick auf das Positive im Leben verdeutlicht und ich bin angetan von dem Optimismus des Autors.

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  • Rezension zu "Endlich mal was Positives" von Matthias Gerschwitz

    Endlich mal was Positives

    LadyBernice

    05. February 2011 um 13:17

    Da ich in einem Internetforum bereits mit großem Interesse Beiträge des Autors verfolgt hatte, war meine Erwartungshaltung an das Buch sehr hoch. Aus diesem Grund habe ich es auch erworben, obwohl sich in meinem näheren Umfeld keine Betroffenen befinden oder sich diese noch nicht geoutet haben. In Anbetracht der Seitenzahl hatte ich geplant es in einem Sitz zu lesen, aufgrund der Fülle mir unbekannter Tatsachen und Hintergrundinformationen, musste ich die Lektüre jedoch immer wieder unterbrechen, um einzelne Punkte zu verinnerlichen und neu zu überdenken. Alleine schon die umfassende Recherche zum Beginn des Auftauchens von HIV in den Medien, den ersten zum Teil schändlichen Reaktionen vonseiten der Politik sowie den sehr langsam anlaufenden Programmen zur Aufklärung bezüglich der HIV Infektion und der schließlich unausweichlich folgenden Erkrankung Aids. Dieses gekonnt formulierte und trotz vieler medizinischer Informationen kurzweilig zu lesende Buch hat bei mir viele Fragen aufgeworfen, welche ich mir leider vorher nie gestellt habe. Auch war mir nicht bewusst, dass ein HIV positiver Mensch bereits vor Ausbruch der Erkrankung eine derart aufwändige und belastende medikamentöse Therapie über sich ergehen lassen muss. Traurig finde ich, die Unfähigkeit vieler Menschen im Umgang mit Betroffenen, hier hat der Autor für nachfolgende Generationen einen Meilenstein gesetzt. Dass sogar im homosexuellen Milieu mitunter wenig Verständnis und Toleranz besteht und es selbst dort zum Teil an einer verantwortungsbewussten Handlungsweise mangelt, hätte ich nicht erwartet. Die persönliche Einstellung des Autors Matthias Gerschwitz bewundere ich zutiefst, er ist mit seiner offenen und optimistischen Art ein guter Botschafter für andere Betroffene und deren Angehörige. Dieses Buch erscheint mir in seiner unkonventionellen Art verbunden mit unzähligen wertvollen Informationen einfach ideal, um es vor allem 'nicht Betroffenen' zu schenken. Wer weiß, das könnte sich schon morgen ändern und Mitleid allein ist nicht wirklich hilfreich, wenn es gilt sich einer derartigen Diagnose stellen zu müssen.

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