Matthias Horx

 4.2 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Das Buch des Wandels, Wie wir leben werden und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Matthias Horx

Sortieren:
Buchformat:
Das Buch des Wandels

Das Buch des Wandels

 (6)
Erschienen am 11.04.2011
Wie wir leben werden

Wie wir leben werden

 (4)
Erschienen am 19.05.2008
Zukunft wagen

Zukunft wagen

 (3)
Erschienen am 12.10.2015
Das Megatrend-Prinzip

Das Megatrend-Prinzip

 (3)
Erschienen am 15.11.2011
Anleitung zum Zukunftsoptimismus

Anleitung zum Zukunftsoptimismus

 (2)
Erschienen am 11.03.2009
Smart Capitalism

Smart Capitalism

 (1)
Erschienen am 01.05.2001
Anleitung zum Zukunfts-Optimismus

Anleitung zum Zukunfts-Optimismus

 (1)
Erschienen am 12.03.2007
Technolution

Technolution

 (1)
Erschienen am 01.09.2008

Neue Rezensionen zu Matthias Horx

Neu
W

Rezension zu "Future Love" von Matthias Horx

Wie sich Liebe, Sex und Familie in der Zukunft wohl entwickeln
WinfriedStanzickvor einem Jahr



Die Möglichkeiten und Formen, die Liebe in diesen Zeiten annimmt, sind vielfältig und haben sich doch im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht wesentlich geändert: Man ist Single, verheiratet oder geschieden, man lebt in einer treuen Zweierbeziehung oder genießt die eine oder andere Affäre.

In seinem neuen Buch geht der Zukunftsforscher Matthias Horx nun diesem Thema nach und er denkt darüber nach, wie sich Liebe, Sex und Familie in der Zukunft wohl entwickeln. Da identifiziert er allen Unkenrufen zum Trotz die Liebe zwischen Menschen als das stärkste Gefühl, das der Mensch haben kann. Er nennt es ein wunderbares Paradox unseres Lebens und sagt: "Wenn wir die Liebe aus unserem Leben nehmen, dann ist es eigentlich zu Ende".

Er beschreibt die verschiedenen Formen heutiger Liebesbeziehungen und Partnerschaften und entwirft am Ende drei verschiedenen „Szenarien der futuristischen Liebe“, die mich alle drei nicht so recht überzeugen konnten. Mehr gefallen hat mir, was er in einem Interview sagte:
„Das momentane Kulturmodell der Liebe ist die serielle Monogamie. In den Großstädten bzw. Ballungsgebieten haben die Menschen ungefähr sieben bis acht Partner in ihrem Leben. Sie haben Sex, bevor sie eine Ehe oder Lebenspartnerschaft eingehen. Wir haben heute auch ein Stück weit mehr Liebeserfahrung. Auf der anderen Seite hat man auch das Gefühl, dass wir heute viel unintelligenter und blödsinniger lieben. Wenn Sie sehen, wie heute Kabarettisten Witze über die Liebe machen, dann hat man das Gefühl: Das ist eine einzige Katastrophe. Es gibt auch einen unglaublichen Zynismus über die Liebe, weil alle Leute das Gefühl haben, das kann gar nicht funktionieren – besonders Männer haben das. Mario Barth in einem Sportstadion, das ist, glaube ich, die Apokalypse – und vor allem die Apokalypse der Liebe.“

Mattias Horx glaubt, dass auch in einer weiteren Zukunft die Liebe der Stoff sein wird, der Menschen zusammenführt und zusammenhält. Das ist für einen Zukunftsforscher wohltuend konservativ.








Kommentieren0
7
Teilen
SA-M-Ts avatar

Rezension zu "Zukunft wagen" von Matthias Horx

Zukunft definiert sich dadurch, dass wir nicht mitkommen …
SA-M-Tvor 5 Jahren

… sie raubt uns immer den Atem. – das ist eine von vielen Antworten, die uns Matthias Horx in Bezug auf die Zukunftsangst anbietet. Durch seinen lockeren Streifzug mit biografischen Elementen berührt er alle Aspekte des Lebens, die in irgendeiner Weise immer mit der Zukunft zusammenhängen. Sei es die Frage nach dem tieferen Sinn unseres Daseins, die Flucht in das Magische, dem Wesen des Krieges, der Evolution und ihrem Ziel u.v.m. Am Ende der Reise bleibt eine gewisse Entspannung übrig, eine neue Coolness, sofern man erkennt, dass Zukunftsangst nichts anderes als eine Fantasie der Entwicklungen ist, die so eintreten kann, aber nicht muss. Dass man niemals den gesamten Kontext erfassen kann und es daher müßig ist, diesen als Abgrund wahrzunehmen. Ja, man darf sich zurücklehnen und locker nach vorne blicken, denn die Apokalypse findet meist nur in unserem Kopf statt.

Dieses Buch wird jenen gefallen, die nicht ihre eigene These von der Zukunft bestätigt sehen wollen, sondern bereit sind einen Schritt zurückzutreten, um einen größeren Blickwinkel zu erfassen.

Kommentieren0
0
Teilen
M

Rezension zu "Zukunft wagen" von Matthias Horx

Den optimistischen Umgang mit dem Unvorhersehbaren wagen
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Den optimistischen Umgang mit dem Unvorhersehbaren wagen

Die Zukunft ist, in Horx Augen zumindest, was den Menschen angeht, viel zu oft eine „vorweggenommene Erinnerung“, sprich, in den Prognosen des Menschen auf die Zukunft hin schwingen vielfach zunächst „Erinnerungen“ mit, aus welchen sich die Sicht auf die Zukunft stark bestimmt ableiten.

Zudem verdeutlich Horx, wie sehr Menschen für „Kaninchen -Weltbilder“, sprich katastrophale Prophezeiungen, angstschürende Prognosen, tatsächlich nicht nur empfänglich sind, sondern diese anscheinend auch noch optimistischen Haltungen gegenüber vorziehen. Eine Zukunftshaltung, die sich vor allem eben aus Ängsten speist. Teils massiv apokalyptische Prognosen, die vor allem eines in Horx Augen eint, nämlich dass sie bis dato nicht in vorhergesagter Form eingetreten sind.

Was Horx an mannigfaltigen Beispielen darlegt und, im Stil, in sehr flüssiger und lockerer Sprache angenehm lesbar formuliert.

„In weniger als 20 Jahren wird die globale Anzahl der Geburten geringer sein als die der Todesfälle“.
So sagt es Matthias Horx z.B. voraus und zielt, was diesen Inhalt angeht, stark gegen die allseits sich verschärften Ängste von „Platzmangel“ und „Überbevölkerung“.

Er tut dies, wie auch bei den vielfachen anderen Themen im Buch nicht „irgendwie aus dem Bauch heraus“, sondern erläutert dem Leser durchaus wissenschaftlich fundiert die Relevanz seiner Argumente (in Bezug auf die „Knappheit“ rekurriert Horx auf die fehlende Kohärenz des linearen Ehrlich-Modells zum stetigen Wachstum der Weltbevölkerung).

Die „Bevölkerungsexplosion“ ist nach Horx ein „falscher Mythos“ (einer von vielen). Wie im Übrigen er in diesem Buch in vielfacher Hinsicht sich vermeintlicher „sicherer Prognosen“ zur Zukunft annimmt und vielfach widerlegt, was dem „gesunden Menschenverstand“ aktuell fast als zweifelsfrei gilt.

Die Zukunft ist kaum wirklich mit fundierten Prognosen zu fassen oder zu zwingen, dass ist eine der Erkenntnisse, Horxs, die er im Buch vor Augen führt. Was auch damit zu tun hat, dass die Welt sich immer wieder, auch im direkt biologischen Sinne, neu erfindet.

Wer hätte gedacht, dass die Zone um Tschernobyl herum nachweislich „heute die artenreichste Naturzone Europas“ ist. Ebenso, wie in einem bitterarmen Land wie Kuba auch Errungenschaften zu finden sind, auch ein hoher Optimismus, neben den alltäglichen Problematiken.

Anhand vieler, immer griffiger Beispiele zeigt Horx so zunächst ein um das andere Mal auf, dass die Zukunft eben vor allem eines ist: ein offenes Land, das sich feststellenden und kontrollierenden Prognosen sehr viel weiter entzieht, als man es generell meint.

Was nun für Horx allerdings kein bedrohliches Potential in sich, sondern im Gegenteil führt er dem Leser Seite um Seite jene Kräfte vor Augen, die bis dato immer wieder, auch in größten Krisen, für das Überleben der Menschheit gesorgt haben. Kräfte wie „Autokatalyse und Selbstorganisation“, die Horx allgemein als viel zu unterschätze Kräfte betrachtet.

Im Kern somit wendet sich Horx der Frage der Angst vor der Zukunft zu, entkräftet eine ganze Reihe von „angstvollen Befürchtungen“ nicht nur konkret, sondern auch durch seinen prinzipiell offen gestalteten Blick auf die Zukunft.

Angst aber entsteht „im“ Menschen, so geht es in erster Linie im Buch um „die Angst in uns“. Sich von dieser nicht zu schnell den Blick trüben zu lassen, sich diesen oft auch „magischen“ und irrationalen Ängsten mit dem Verstand zu stellen und damit die Chance zu ergreifen, die eigene und allgemeine Zukunft als „Ort der Möglichkeiten“ zu begreifen.

Auch wenn Horx manches Mal doch im Vagen verbleibt und zu viele durchaus ernstzunehmende Prognosen über den einen Kamm des „Kaninchenblickes“ schert, das Buch bildet in seinem lebendigem Stil und den vielen griffigen Beispielen durchaus eine empfehlenswerte Lektüre gegen eine verzerrte Sicht auf nur vermeintliche Gewissheiten.

Kommentieren0
4
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 54 Bibliotheken

auf 14 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks