Matthias Keidtel

 3.5 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor von Ein Mann wie Holm, Das Leben geht weiter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Matthias Keidtel

Der deutsche Schriftsteller Matthias Keidtel wurde 1967 in Schleswig-Holstein geboren und wächst unter anderem in Japan und im Iran auf, von wo aus der 1979 nach Israel floh. 1989 kehrte er zurück nach Deutschland und absolvierte seinen Zivildienst in Frankfurt am Main. In Berlin studiert er Germanistik und Geschichte. Er hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Heute lebt er in Berlin-Kreuzberg, gemeinsam mit Frau und Kindern.

Alle Bücher von Matthias Keidtel

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Ein Mann wie Holm

Ein Mann wie Holm

 (31)
Erschienen am 11.01.2008
Das Leben geht weiter

Das Leben geht weiter

 (14)
Erschienen am 11.05.2010
Karaoke für Herta

Karaoke für Herta

 (11)
Erschienen am 21.08.2015
Geht doch! -

Geht doch! -

 (4)
Erschienen am 19.03.2012
Frau Endlich geht

Frau Endlich geht

 (1)
Erschienen am 18.08.2017
Das Leben geht weiter

Das Leben geht weiter

 (0)
Erschienen am 03.03.2014
Ein Mann wie Holm & Das Leben geht weiter

Ein Mann wie Holm & Das Leben geht weiter

 (0)
Erschienen am 08.07.2014

Neue Rezensionen zu Matthias Keidtel

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Nelly87s avatar

Rezension zu "Karaoke für Herta" von Matthias Keidtel

"Karaoke für Herta" von Matthias Keidtel
Nelly87vor 3 Jahren

MEINE MEINUNGSchon beim Blättern in den Verlagsvorschauen bin ich über dieses Buch gestolpert, weil ich einfach bei einer solchen Covergestaltung immer genauer hinschaue. Meistens verspreche ich mir davon ein witziges und unterhaltsames Buch, das sich in einem Rutsch weglesen lässt.
Auch der Klappentext war wirklich vielversprechend. Der 70-jährige Norbert möchte eigentlich nur sein Renter-Dasein genießen, doch diese Rechnung hat er ohne seine rüstige 89-jährige Mutter gemacht, die schon immer der Ansicht war, dass Norbert noch erzogen werden muss. Kurzerhand beschließt sie, bei ihrem Sohn einzuziehen.

So weit, so gut. An sich hat die Geschichte wirkich Potenzial, leider konnte sie mich trotzdem nur mäßig überzeugen. Anfangs beginnt die Geschichte noch mit recht viel Tempo und man lernt die wichtigsten Charaktere auch ziemlich schnell ziemlich gut kennen. Ich hatte mir vor allem witzige Szenen erhofft, die vor allem durch ein neuerliches Zusammenleben von Mutter und Sohn entstehen.

Doch nach ca. einem Viertel des Buches hatte ich das Gefühl, als würde die Story ordentlich auf die Bremse drücken. Die Handlung stagnierte und ich musste mich ein wenig durchkämpfen. Zwar kommen immer wieder kleinere Ideen auf, die durchaus Potenzial hatten, aber es schien, als stände sich Matthias Keidtel da ein wenig selbst im Weg.

Dabei hat er mit Norbert und Herta eigentlich ganz nette Charaktere geschaffen, die zwar schon das eine oder andere Klischee bedienen, aber trotzdem sehr liebenswert sind. Norbert liebt sein langweiliges, ereignisloses Leben. Er hat nicht viele Freunde, hat 40 Jahren lang im gleichen Geschäft gearbeitet und liebt Fernsehtürme, also zumindest deren Modelle, denn mit seiner Höhenangst würde er nie einen betreten. Dagegen ist seine Mutter Herta das komplette Gegenteil. Nur vom Alter will sie sich nicht vom Leben abhalten lassen. Sie reist viel, trifft sich mit Freundinnen und hat nicht vor, so bald ins Grab zu springen. Daher ist es ihr auch ein Dorn im Auge, dass ihr Sohn so gar nichts mit seinem Leben anfängt.

An einigen Stellen musste ich wirklich laut auflachen, doch es gab auch genauso viele Stellen, an denen ich nur unverständlich den Kopf schütteln konnte. Herta ist sehr viel authentischer ausgestaltet als ihr Sohn. Dessen Gedankengänge waren für mich an manchen Stellen schwer nachvollziehbar. Zwar wird dem Leser schnell klar, dass Norbert eigentlich auch gar nicht so recht von Muttis Rockzipfel weg möchte, doch es gab schon Passagen, da hätte ich mir sogar von ihm eine andere Reaktion erwartet. Zumal durch genau sein Handeln vielen Textstellen die Spannung genommen wurde.

Dass mir ein wenig die Spannung gefehlt hat, lag vielleicht auch zum Teil an Matthias Keidtels Schreibstil. Ich tat mir persönlich ein wenig schwer damit, wobei ich noch nicht mal genau weiß, an was das lag. An sich ist der Schreibstil recht einfach gehalten, lässt sich gut und recht fix lesen. Aber im Zusammenhang mit dem etwas flachen Handlungsbogen konnte ich mich nicht so recht damit anfreunden.
FAZITKaraoke für Herta konnte mich nur mäßig überzeugen, da das Buch in der Mitte rum größere Stellen aufwies, denen es einfach an Spannung fehlte. Allerdings konnte ich auch mal laut lachen und zum Ende hin macht der Spannungsbogen einen richtigen Aufschwung. Die Charaktere waren dafür wirklich gut dargestellt und ich hatte wirklich das Gefühl, sie zu kennen. Dieses Buch lässt sich trotzdem ganz gut für Zwischendurch lesen.

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ju_theTrues avatar

Rezension zu "Das Leben geht weiter" von Matthias Keidtel

Rezension zu "Das Leben geht weiter" von Matthias Keidtel
ju_theTruevor 7 Jahren

Wenn dieses Buch eine Person wäre, wäre es Christian Ulmen. So oder ähnlich kann man sich den Humor vorstellen.

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mehrsonntags avatar

Rezension zu "Geht doch! -" von Matthias Keidtel

Rezension zu "Geht doch! -" von Matthias Keidtel
mehrsonntagvor 7 Jahren

Dass Holm alt wurde, merkte er daran, dass er anfing, sich für die Apotheken Umschau zu interessieren.

Dabei ist er doch erst knapp 40. Und wohnt noch immer im Klettenweg im Haus seiner Eltern im Kinderzimmer unterm Dach. Alle drei Tage beginnt sein Vater den Tag mit dem Mähen des ovalen Rasenstücks hinter dem Haus, indem er den riesigen Frot Lawn Boss Aufsitzmäher aus der Gerümpelkammer holt und das Grün auf wenige Zentimeter stutzt. Sieht ja auch für die Nachbarn besser aus, wenn man den Garten im Griff hat.

Manchmal sieht Felix Holm in den Spiegel und erschreckt sich. Nicht, dass er früher einer der bestaussehendsten Burschen gewesen wäre, aber dieses Gesicht, das Doppelkinn - irgendwie wird er seiner Mutter Hella immer ähnlicher. Das liegt wahrscheinlich an den Holmschen Genen, vermutet er.

Seitdem er das erste und einzige Reinhard Mey Konzert tränenüberströmt hinter sich gebracht hat, sitzt Holm oft einfach nur da und denkt nach. Über sein Leben, das er vierzig Jahre lang in seinem Zimmer verbracht hat, ohne auch nur eine Dummheit, ein einziges Abenteuer erlebt zu haben. In der letzten Zeit geht er häufiger zu Eröffnungen von, nun, zum Beispiel Einkaufzentren. Schon lang vor der Zeit steht er da, hübsch zurecht gemacht in seinem Sonntagsanzug und erwartet die Öffnung der Türen. So kommt es ihm denn in seiner tristen Dasein ganz recht, dass das KaDeWe, sein Lieblingskaufhaus, zum 100 jährigen Bestehen einen ganz großen Event startet. Zu dem natürlich auch der regierende Bürgermeister seiner Heimatstadt anwesend sein wird.

Um der Nachwelt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, plant er, sich auf dem roten Teppich vor dem Haus zu platzieren und bei der Gelegenheit natürlich auch dem Bürgermeister die Hand zu schütteln. Vielleicht, ja, vielleicht kann er ein paar Worte mit ihm wechseln und vielleicht wird er ja fotografisch festgehalten und erscheint in der Zeitung?
Leider, oder zum Glück - alles kommt anders.

Ein kleines Mädchen bringt die Sektglaspyramide genau in dem Moment zum Einsturz in dem der Regierungschef die sieben Meter hohe Festtagstorte anschneiden möchte und Holm? Holm steht genau neben diesem Kind und wird, als vermeintlicher Vater, zunächst einmal gemeinsam mit ihm zur Vernehmung gebracht. Wie sich alsbald herausstellt, handelt es sich bei dem Mädchen um die fast siebenjährige Zarah und die ist, der Zufall geht manchmal seltsame Wege, Tochter von Frau Dr. Röschmann. Jener Dame, die auf dem erinnerungsträchtigen Reinhard Mey-Konzert die Eintrittskarte von Felix Holm erhalten hat.

Auf dem Weg in die Eigenständigkeit, die durch die Renovierung und Umbaumaßnahmen im Kinderzimmer im heimischen Klettenweg vorangetrieben wird, wird Holm zum Unterhalter von alten Menschen und lernt rudern und überwindet letztendlich sogar seine Höhenangst.

Herrliche Schilderungen absurder Alltagsbegebenheiten eines vierzigjährigen Mamasöhnchens bringen die Leserschaft häufig zum Lachen, abstruse Dialoge entbehren in ihrer Komik nicht dem Fünkchen Hintergedanken und Wahrheit, welches nötig ist, um ein äußerst unterhaltsames Werk zu einem komplett gelungenen Zeitvertreib werden zu lassen.

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Zusätzliche Informationen

Matthias Keidtel wurde am 07. September 1967 in Itzehoe, Schleswig-Holstein (Deutschland) geboren.

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