Ein Mann wie Holm

von Matthias Keidtel 
3,5 Sterne bei31 Bewertungen
Ein Mann wie Holm
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engineerwifes avatar

Anders ... ungewöhnlich ... ich fand's klasse!

Carriecats avatar

Manchmal sehr überzogen.

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Inhaltsangabe zu "Ein Mann wie Holm"

Holm ist 37 Jahre alt und lebt auf dem Sofa seiner Tante. Jetzt soll er raus ins feindliche (weibliche) Leben! Ist Holm normal? Ein Mann, der bei seiner Eierlikör trinkenden Tante lebt und noch nie eine Freundin hatte? Aber ein Mann wie Holm braucht keine Abenteuer. Schließlich ist es aufregend genug, auf der Suche nach Toilettenpapier die Abteilung für Intimpflege eines Supermarktes zu durchforsten. Aber dann lernt Holm eine Frau kennen – ein Vorgang, der auch für weniger komplizierte Charaktere eine Herausforderung sein kann. Ist es Liebe? Und wenn ja, woran erkennt man das? Eine glänzende Komödie über die Absurdität der Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442542581
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:351 Seiten
Verlag:Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum:11.01.2008
Teil 1 der Reihe "Holm"

Rezensionen und Bewertungen

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    olgicas avatar
    olgicavor 8 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Holm ist der Inbegriff eines Losers. Mit 37 wohnt er zwar nicht mehr bei seinen Eltern, aber auf dem Sofa seiner Tante. Mit ihr verbringt er am liebsten seine Zeit und benimmt sich generell wie ein Rentner; die Tagesschau ist das Highlight seiner zwar minütiös durchgeplanten, doch ereignislosen Tage. Da er sich im Leben noch immer nicht angekommen fühlt, beschließt er dass es nun an der Zeit ist, sich endlich einzuleben. Deshalb sucht er sich Arbeit und lässt sich von seiner Tante mit einer Hemdenverkäuferin verkuppeln. Damit beginnen die Probleme erst richtig.

    Was habe ich mich bei dieser Lektüre amüsiert. Der Sonderling Holm ist dermaßen gut gezeichnet, sein lebensfremder Charakter absolut realistisch und bis ins kleinste dargestellt. Anfangs hat es mich noch verwirrt, dass die wörtliche Rede nicht mit Anführungsstrichen dargestellt ist, doch einmal eingelesen war ich in der Geschichte gefangen. Durch die gute Darstellung des Protagonisten habe ich mich desöfteren ob seines skurilen Verhaltens fremdgeschämt und auch lauthals gelacht. Matthias Keidtels nüchterne Sprache harmoniert hervorragend mit der Erzählweise, Holms Gedanken ohne Vorwarnung in die Geschichte einfließen zu lassen. Dadurch hat man gut an seinen Gedanken teil und kann seine seltsamen Handlungen besser nachvollziehen. "Ein Mann wie Holm" ist der erste Teil der Trilogie um das Leben eines modernen Mannes und hat meine Lust auf die folgenden Bände geweckt.

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    Dilbertines avatar
    Dilbertinevor 9 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Felix Holm, 37 jähriger Junggeselle, ist ein neurotischer, schrulliger, kontaktscheuer, lebensfremder, egozentrischer Einzelgänger, der nach einem exakt strukturierten Tagesablauf lebt, eine Affinität für Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens hegt (Tagesschau und Tatort), ungern auf fremde Toiletten geht, nach 17:00 Uhr keine aufputschenden Getränke mehr zu sich nimmt, die Geräusche seiner Flatulenzen durch die Wäsche seiner Tante dämpft, noch nie eine Nacht von zu Hause weggeblieben ist (Sex eingeschlossen), (West)Berlin noch nicht verlassen und keine Ahnung von dem Freizeitverhalten seiner Altersgenossen hat. Er hat keinen Job und ist bislang nur als Konsument hervorgegangen. Seine sozialen Kontakte beschränken sich auf seine 55 jährige Tante Hede, die am südlichen Stadtrand von Berlin lebt und eine Reihe an verschrobenen Freundinnen um sich schart.
    ***********************
    „Genau genommen waren es die Rahmenbedingungen des Alters, die ihn ansprachen. Es gab keine Sexualität, keine Exzesse, keine zu erringenden Ziele mehr, nur noch eine langsam rotierende Lebensmaschine an den Rändern der geschäftigen Welt und die Hoffnung, gesund zu bleiben. Vielleicht ein Eierlikör außer der Reihe, das war´s.“
    ***********************
    Holm vergleicht seine Lebensumstände mit denen eines Grottenolms, der schwierig zu halten ist, selten in Gefangenschaft überlebt und ausgewogen Licht, Wasser und Futter benötigt. Außerdem möchte er keine Unruhe, am liebsten liegt er den ganzen Tag da.
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    „Der Grottenolm, sagte der Verkäufer, geheimnisvoll und drückte die Brille gegen die Stirn, ist eine zoologische Besonderheit, weil auch das erwachsene Tier Kiemenbüschel besitzt. Man könnte ihn auch als erwachsen gewordene Larve bezeichnen, die keine vollständige Verwandlung von der Kaulquappe zum Adulttier mehr durchmacht.“
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    Das ein nicht voll entwickeltes Wesen durchaus eine Spezies sein konnte, begeistert Holm. Seine Entschlusslosigkeit und mangelnde Tatkraft konnten also als ausgereifte Charaktereigenschaften betrachtet werden. Schlagartig wird ihm klar, dass er nur die nötigen Rahmenbedingungen benötigt, um sein Leben artgerecht genießen zu können. Zielorientiert startet er sein Projekt „Einleben“. Er nimmt einen Job als Verkäufer von karibischen Zigarren in einem Tabakladen an und sorgt erstmalig für die „Ausfransung seiner Verhältnisse“ Er raucht sich im wahrsten Sinne des Wortes in seinen Job ein. Was ihm nun noch zu seinem Glück fehlt, ist ein weibliches Pendant.
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    „Eine Frau, die sich bei Richard Wagner und Leberwurstbroten etwas vorstellen konnte und der bei Sofa und Zigarre warm ums Herz wurde, war die Frau, mit der Holm erwachsen werden wollte.“
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    Holm findet diese Frau (Ulrike) in der Herrenabteilung des KadeWe. Sie stellt ihn jedoch vor weitere unlösbare Rätsel des Lebens. Umgang und Zusammenleben mit einer gleichaltrigen Frau, das übersteigt die Möglichkeiten und Rahmenbedingungen eines Holms. Seine Anpassungsmaßnahmen und Feinabstimmungen in der Beziehung sind zum kläglichen Scheitern verurteilt, schließlich kann keine Frau den Vergleich mit Tante Hede bestehen. Das Ende des Romans ist der Anfang, nur das der Protagonist sich weiterentwickelt, mit lebenswichtigen und weniger lebenswichtigen Fragen auseinandergesetzt hat und nicht zu vergessen, auf seine ersten sexuellen Erfahrungen mit einer Frau zurück blicken kann.
    „Ein Mann wie Holm“ ist eine absurde Geschichte über den ganz normalen Wahnsinn des Alltags, betrachtet aus der Sicht eines männlichen Weltfremden, der mit der sozialen Kompetenz eines Mr. Bean ausgestattet ist.
    Ich habe mich köstlich in der kurzweiligen Gesellschaft von Felix Holm amüsiert. Der Kauf von Toilettenpapier, das Betanken eines Autos im verfeindeten, ostzonalen Randgebiet der Stadt Berlin, der Entsorgungsprozess von Hausmüll und viele andere Trivialitäten des Alltags haben seitdem eine völlig neue Bedeutung für mich gewonnen.
    „Ein Mann wie Holm“ ist ein Buch für all diejenigen, die gern hintergründige Komik mögen, Freude an Wortwitz und absurden, überzogenen Situationen haben.

    Glückes Geschick, tirili, Holm lebt weiter. Der Autor hat eine Triologie angekündigt. Der zweite Teil ist Anfang des Jahres als fester Einband erschienen. Ich warte sehnsüchtig auf die TB Ausgabe.

    Übrigens, ich weiß warum das Buch den Titel trägt „Ein Mann w i e Holm“. ;-)

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Jaaa, so sind sie die Männer....

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    marvolos avatar
    marvolovor 9 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Nun ja, ein Mann wie Holm lebt bei Tante Hede auf der Couch und tut nichts, bis er ins Leben eintaucht und einen Job findet und die eine oder andere Bekanntschaft macht. Und so plätschert das Buch vor sich hin, Holm beobachtet, pflegt seine Rituale und meistert sein Leben, und wundert sich über diese Tatsache wohl selbst offenbar am meisten. Eigentlich gar keine schlechte Idee, aber mit elenden Längen und manchmal wirklich eine Qual. Einzig der Hauch eines Wiedererkennungswertes mit der eigenen Biographiebewältigung ist reizvoll, denn abseits der wirklich schrulligen Eigenarten fragt man sich doch bei gewissen Situationen auch, wie genau andere Leute sowas meistern, und man sich selbst den Kopf über jeden einzelnen Schritt zerbricht. Nun, das geht anderen wohl genau so... aber für ein gutes Buch reicht dieses bisschen Identifikation dann doch nicht.

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    ArnieQs avatar
    ArnieQvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Lesenswerte Geschichte über das Schattendasein eines gesellschaftlich ausgegrenzen, welches jener gar nicht so empfindet.

    Erster Eindruck beim Lesen: Ja, von der Sorte kenne ich auch drei Stück.

    Das Klischee wird bestätigt, dennoch humuristisch aufgewertet und der Protagonist ist tatsächlich ein "Held" in seiner eigenen kleinen Welt.

    Sehr schön, jedoch streckenweise etwas langatmig.

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    Karigans avatar
    Kariganvor 10 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Leider hat mich das Buch nicht so vom Hocker gehauen wie ich erhofft hatte. Manchmal waren die Gedankengänge des Helden einfach zu überdreht für meinen Geschmack. Dieses Buch spricht wahrscheinlich eher Männer als Frauen an

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    thebookishtypes avatar
    thebookishtypevor 11 Jahren
    Rezension zu "Ein Mann wie Holm" von Matthias Keidtel

    Matthias Keidtel hat mit Holm einen liebenswerten, aber nicht sehr pragmatischen Helden geschaffen, der dabei ist, sich - mit 37 Jahren - gerade erst im Leben zurechtzufinden. Dazu gehört natürlich auch: eine passende Frau! Glänzend beobachtet, stets humorvoll und komisch, aber auch mit einer großen Ernsthaftigkeit beschreibt Keidtel einen "modernen Mann" auf der Suche nach sich selbst. Dass renommierte Kollegen wie Frank Schulz und Eckhard Henscheid sich bei der Lektüre dieses Romans bestens amüsiert haben, ist kein Wunder. Ein komisches Buch mit Anspruch, dass auch Freunden von Wilhelm Genazino oder Walter Kempowski gefallen könnte.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Anders ... ungewöhnlich ... ich fand's klasse!
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    Carriecats avatar
    Carriecatvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Manchmal sehr überzogen.
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    Elbkind

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