Matthias Knoll

Lebenslauf von Matthias Knoll

Geboren in Berlin; seit 1991 Übersetzer für lettische Literatur, veranstaltet im Sommer LiteraTouren durch Riga

Alle Bücher von Matthias Knoll

Cover des Buches Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee (ISBN: 9783776650211)

Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee

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Erschienen am 04.06.2008
Cover des Buches Warum hast du geweint? (ISBN: 9783250601067)

Warum hast du geweint?

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Erschienen am 23.02.2007
Cover des Buches Warum hast du geweint (ISBN: 9783596178858)

Warum hast du geweint

 (3)
Erschienen am 06.08.2009
Cover des Buches Adieu, Atlantis (ISBN: 9783835316034)

Adieu, Atlantis

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Erschienen am 23.02.2015
Cover des Buches Das Geheimnis der Möwenkönigin (ISBN: 9783946986119)

Das Geheimnis der Möwenkönigin

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Erschienen am 12.10.2021
Cover des Buches Flut (ISBN: 9783905574081)

Flut

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Erschienen am 26.11.2021
Cover des Buches Glut, (ISBN: B003Q2WRW8)

Glut,

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Erschienen am 07.11.1992

Neue Rezensionen zu Matthias Knoll

Cover des Buches Die wilden Piroggenpiraten (ISBN: 9783596854523)

Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Kurzbeschreibung:
Eine süße Mohnschnecke als Piratenkapitän, eine wilde Pirogge im Kloster, ein Hörnchen im Kerker, ein Eclair, der Schiffbruch erleidet. Es wird wild gekämpft, es rieseln die Füllungen, und der Schlachtruf lautet: Macht sie zu Semmelbröseln! Dieses Buch ist einzigartig. Es ist verrückt, wahnsinnig komisch und abgedreht. Und es hat alles, was ein großer Abenteuerroman braucht. Und alle, wirklich alle, werden ihren Spaß haben und lauthals lachen, wenn sie die essbaren Helden auf ihrem steinigen Weg zum großen Glück begleiten. Ein Hoch auf alle Kaffeestückchen und Teigtaschen dieser Welt!

Zum Autor:
Maris Putnins (sprich: Máhris Púttninsch), geboren 1950 in Valmiera, Lettland, ist Theater-, Drehbuch- und Kinderbuchautor, Illustrator, Filmproduzent, Schauspieler, Puppenspieler und Bühnenbildner.

Rezension:
Die verwöhnte Mohnschnecke Eloise, deren Vater Mohnstrudel einen Laden betreibt, ist gerne Gast auf Tanzveranstaltungen und Bällen. Als sie sich eines Tages heimlich mithilfe von Eclair, dem Mitarbeiter ihres Vaters, auf den Weg zu Graf Napoleon nach Sankt Krokant aufmacht, der für seine rauschenden Feste bekannt ist, wird sie von den fürchterlichen Piroggenpiraten unter Führung von Kapitän Mordan entführt. Auch Hörnchen, der ihr auf dem Fest den Hof gemacht hat, kann dies nicht verhindern.

Mordan will sie auf dem Sklavenmarkt von Djadida gewinnbringend verkaufen. Doch da hat er die Rechnung ohne Mohnschnecke gemacht! Denn Mohnschnecke mausert sich mit der Zeit zu einer echten Piratin und bringt den Piraten erst einmal "Hügjene" bei. Unterdessen versucht Eclair mit seinem neuen Freund, dem Pelmen Otto, Mohnschnecke ausfindig zu machen und auch Hörnchen bleibt nicht untätig, denn auch er möchte das schöne Mädchen retten...

Maris Putnins hat mit "Die wilden Piroggenpiraten" ein wahrhaft leckeres und zauberhaftes Kinderbuch erschaffen. Nicht nur, dass dem Leser während der ganzen Geschichte das Wasser im Mund zusammenläuft obhin der vielfältigen Gebäckarten und anderen Köstlichkeiten, nein, auch die Geschichte ist abenteuerlich und voller Humor, dass sich die Balken biegen.

Man gelangt als Leser von einer skurrilen Szene in die nächste, nimmt an Seeschlachten teil, wo Kartoffeln, Pflaumen und Pfirsiche zum Einsatz kommen, man ins entfernte Käsien reist, wo es unsagbar stinkt und man lernt die kriegerischen Blutwürste kennen, die, wenn sie besiegt werden, Harakiri durchführen, indem sie sich selbst die Haut entzweireißen. Dies sind nur einige der wahnwitzigen Szenen, die auf den Leser warten!

Die einzelnen Charaktere wurden von Maris Putnins sehr liebevoll und anschaulich gestaltet. Mohnschnecke mausert sich vom verwöhnten Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau, die sich in einer Männerdomäne durchsetzt und Anerkennung erntet. Hörnchen entwickelt sich vom Hallodri zu einem ernsthaften jungen Mann und Eclair, der anfangs bedauernswerte Mitarbeiter von Mohnschneckes Vater, geht auf seiner Suche nach Mohnschnecke mit seinem Freund Otto sprichwörtlich durchs Feuer.

Mit seinen immerhin 656 Seiten ist "Die wilden Piroggenpiraten" zwar ein sehr dickes Buch, doch fliegen die Seiten beim Lesen dank seiner mit Humor vollgepackten Szenen, in die man nahtlos schlittert, nur so dahin. Ich würde das Buch allerdings für Kinder ab 10 Jahren empfehlen, 8 Jahre empfinde ich etwas zu tief gegriffen. Auch Erwachsene werden mit diesem witzigen und innovativen Roman sicherlich ihre Freude haben! Ich war jedenfalls sehr begeistert von dieser tollen Idee des Autors.

Fazit: "Die wilden Piroggenpiraten" ist eine wirklich einmalige Geschichte, in der geschmackvolle Lebensmittel die Protagonisten sind. Mohnschnecke und ihre Freunde konnten mich ganz für sich einnehmen, und ihre Abenteuer kann ich jedem Leser, der Abenteuer und ausgefallenen Humor und Wortwitz mag, nur empfehlen.

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Cover des Buches Die wilden Piroggenpiraten (ISBN: 9783596854523)

Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Meine Erwartungen an dieses Buch waren extrem hoch, da ich von mehreren Seiten höchstes Lob gehört hatte. Vielleicht ist das der Grund, warum ich am Ende doch eher ein bisschen enttäuscht bin. Und ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Es handelt sich um eine wirklich nette, liebevoll und phantasievoll erzählte Geschichte. Doch ich konnte mich nicht so richtig hineinfühlen. Zum einen konnte ich mir die Charaktere nur schlecht bildlich vorstellen, zumal die eigentlich ganz schönen Illustrationen im Buch überhaupt nicht zu den Beschreibungen passen. Eine Mohnschnecke zum Beispiel stelle ich mir als plattgedrückten Kringel vor. Mag ja lecker aussehen, aber auf zwei Beinen wandelnt erscheint mir das nicht anmutig oder herausragend hübsch. Offenbar fehlt es mir hier an Fantasie. (Dem Illustrator aber auch.) Zum anderen fand ich außer dem kleinen Pelmen (was bitte ist ein Pelmen??) die meisten Charaktere unsympathisch oder zumindest in ihrem Verhalten nicht so, dass ich mit ihnen mitfühlen würde. Mohnschnecke zum Beispiel erscheint erstmal als eingebildet, wandelt sich dann als sie zu den Piraten stößt. Ihre Motive bleiben für mich aber im Dunkeln. Und wie kommt es eigentlich, dass die Piraten die Guten sind? Okay, wir alle lieben Jack Sparrow und ich sehe auch ein, das Piratengeschichten spannend sind, aber trotzdem. Oder bin ich zu spießig? Ronja Räubertochter war als Kind eine meiner Lieblingsfiguren. Auch dort sind wir natürlich auf der Seite der Räuberfamilien, aber immerhin wird dort festgestellt, dass die Menschen schreien und weinen, wenn man ihnen was wegnimmt, weshalb Ronja selbst am Ende kein Räuberhauptmann werden will.
Alles in allem habe ich mich zwar ganz gut unterhalten gefühlt und auch einige Male schmunzeln mussen, kann mich aber nicht mit vollem Herzen in die Geschichte hineinfühlen. Daher leider nur 3,5 von 5 Sternen.

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Cover des Buches Die wilden Piroggenpiraten (ISBN: 9783596854523)

Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins

Rezension zu "Die wilden Piroggenpiraten" von Maris Putnins
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Mit „Die wilden Piroggenpiraten“ liegt dem Leser ein besonders schmackhaftes Buch vor – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Charaktere in diesem Buch sind zweibeinige Personifikationen von etwas zum Naschen. Ob eine Mohnschnecke, ein Eclair, ein Zwieback oder eine Teigtasche – die Idee zu den Charakteren ist in der Tat ein „gefundenes Fressen“ und so innovativ, dass selbst einem älteren Leser dieses Kinderbuch Spaß macht!

Der auktoriale Erzählstil und der mitschwingende „Es war einmal“-Tonfall verleihen dem Roman ein wenig kinderfreundlichen Märchenbuchcharakter. Gleichzeitig ist die rasant voranschreitende Handlung jedoch so spannend, dass er bald sich zu einem richtigen „Abenteuerschinken“ mausert, der versehen mit einer Prise Humor jeden Lesergeschmack treffen dürfte.
Die Protagonisten sind trotz zumeist teigiger Substanz sehr authentisch dargestellt und benehmen sich trotz Blutlosigkeit wie Menschen: Sie verlieben sich, erleben Trauer, sind trotz ablaufendem Haltbarkeitsdatum heldenmutig, versnobt, machen Fehler und vollbringen Gutes. Jedes „süße Stückchen“ und jede „Teigware“ zeichnet sich durch ganz eigene Charakterzüge aus und ist auf seine Art liebenswürdig. Ich kann keinen benennen, der im Verlaufe des Buches nicht über sich selbst hinausgewachsen wäre oder dem Leser letztlich ungeahnte Füllungen offenbart hätte.
Besonders schön fand ich bei der Charakterzeichnung zudem, dass für jedes Hauptpersonenrezept stets zwei gleiche Zutaten verwendet und vom Leser auch herausgeschmeckt wurden: Hoffnung und Lebensfreude.
Und ich denke, dass das eine wichtige Botschaft für den Leser darstellt: Auch wenn es ernste und sehr traurige Moment im Leben gibt, es lohnt sich, weiterzumachen und die Freude daran nie zu verlieren. Es gab schon immer Menschen, die Angst vor der „Hölle“ haben – die Buchhelden in diesem Roman beweisen, dass selbst nach einem Aufenthalt im warmen Ofen das Abenteuer erst so richtig beginnen kann. Dann eben einfach ein bisschen „crosser“.
Zu der Handlung selbst sollte wohl nichts weiter verraten werden – ein Bäcker behält das Geheimnis um seine „Spezialzutat“ schließlich auch stets gut unter Verschluss.

Allerdings würde ich „Die wilden Piroggenpiraten“ keinem Kind unter zehn Jahren zum Lesen geben. Eine Stärke von immerhin 656 Seiten könnte auf die kleinen Schlemmerer evtl. abschreckend wirken und sie vorab übersättigen. Ebenso wie manch angebrachter Witz oder die ein oder andere behandelte Thematik, was auch die Antriebskraft hinter so mancher Tat der Protagonisten einschließt, von diesen vielleicht nicht in dem Maße verstanden werden könnte, wie es ältere Leser vermögen. Da auch einige neologistisch eingebrachten Redewendungen und Begriffe nicht ohne Nachschlagen im Glossar gleich richtig gedeutet werden könnten, was meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan hat, würde ich Putnins Werk den eingefleischteren Bücherwürmern empfehlen.
Ja, ich kann diesen Roman nur empfehlen – denn eine so originelle Geschichtsidee gehört einfach gelesen, genossen und noch mehr „Restaurantkritikern“ vorgesetzt. Als zusätzliche Bonus zählen die goldigen Zeichnungen, die jeweils am Kapitelanfang einen Ausschnitt aus dem Geschehen im Buch visualisieren und das Extra, das der Verlag für uns Leseratten und Naschkatzen im Internet zur Verfügung gestellt hat und auf das am Anfang des Buches nochmal hingewiesen wird: Die Rezepte der Helden finden sich online zum Nachbacken.
Köstlich!

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