Matthias Luserke-Jaqui Schiller-Handbuch

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Inhaltsangabe zu „Schiller-Handbuch“ von Matthias Luserke-Jaqui

Schillers Werk kompakt und verständlich. Das Handbuch stellt neben ausgewählten Gedichten sämtliche Dramen und alle Prosa-Schriften Schillers in detaillierten Werkanalysen vor. Im Mittelpunkt steht der bedeutendste Werkkomplex: die Dramen. Die literatur- und kulturgeschichtlichen Bezüge werden präsentiert und das grundsätzliche anthropologische Interesse des Dichters, Mediziners, Philosophen und Historikers Schiller gewürdigt. Umfangreiche Angaben zur Entstehungs- und Deutungsgeschichte runden die einzelnen Artikel ab.

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  • Rezension zu "Schiller-Handbuch" von Matthias Luserke-Jaqui

    Schiller-Handbuch
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    30. April 2012 um 13:21

    Leben, Werk und Wirkung Mit dem Anspruch eines Handbuchs versehen bilden die verschiedenen Autoren im sorgfältig zusammengestellten Buch die Biographie und die Rezeption von Person und Werk Friedrich Schillers interessanterweise nicht in chronologischer Ordnung, sondern thematisch nach Gattungen des Werkes sortiert an. Innerhalb der Gattungen allerdings findet sich dann durchaus eine chronologische Ordnung im Buch wieder. Dramen, Gedichte, Erzählungen, Historische Schriften, theoretische Schriften, Kritiken und publizistische Schriften, Bearbeitungen und Übersetzungen sowie zwei abschließende Kapitel über einerseits ausgewählte Briefwechsel und andererseits Wirkung und Wirkungsgeschichte Schillers bilden Aufbau und Rahmen der Darstellung. Eine interessante Variante des Aufbaus eines Handbuches mit einem großen Vorteil, der Leser ist jederzeit in der Lage, zielgerichtet zu konkreten Werken und Publikationen des Schriftstellers umfassend und fundiert sich über die Entstehungsgeschichte, entsprechende Hintergründe der literarischen und anderer Einflüsse, über konkrete Quellen, die Schiller je nutzte, die Wirkgeschichte des jeweiligen Werkes oder der jeweiligen Publikation ebenso detailliert zu informieren, wie über literarische Deutungen und entsprechende Literaturhinweise zum konkreten Thema. Zudem kann gattungsspezifisch auch eine entsprechende Entwicklung des Dichters und Schriftstellers chronologisch nachvollzogen werden. Literarisch interessant einerseits, aber leider im persönlichen Bereich wenig aufschlussreich dargelegt, folgt man fast am Ende des Handbuches den Einlassungen zu ausgewählten Briefwechseln Schillers einerseits mit Goethe und andererseits mit Körner. Wobei hier die Briefe selbst nicht im Vordergrund stehen, sondern vor allem deren Entstehung und Überlieferung, der persönliche Hintergrund zwischen den Beteiligten, ergänzt durch eine indirekte Beschreibung der Briefwechsel selbst und die Rezeption derselben. Der Aufbau der Kapitel folgt hierbei nicht einem starren Konzept, sondern bietet je dem Werk entsprechende Darlegungen an. So findet sich zur „Verschwörung des Fisko zu Genua“ unter anderem eine Differenzierung in eine psychologische und politische Deutung, eine Unterscheidung, die im Blick auf das ein oder andere Werke sich nicht anbietet und so auch im Handbuch nicht vollzogen wird. Ebenso natürlich ist es, dass in der Betrachtung von Schillers Briefwechseln und publizistischen Schriften nicht unbedingt eine literarischen Deutung oder Interpretation Platz findet. In Form und Stil liegt das Handbuch als wissenschaftliche Darstellung vor und bewahrt durchaus Distanz zur Person Schillers. Anekdoten, persönliche Nähen, nähere Erläuterungen der persönlichen Lebensumstände sind selten und ebenso sachlich gehalten wie der Rest des Buches. Das Leben Schillers selbst findet sich daher bedauerlicherweise nicht ausreichend nachvollziehbar im Handbuch wieder. Als wissenschaftliches Handbuch zu den einzelnen Werken und der schriftstellerischen Arbeit Schillers bietet das Buch hochwertige Kapitel, welche zu einer Vertiefung auch durch die jeweiligen Literaturangaben im Einzelnen geradezu einladen. Zur Biographie und zu persönlichen Wendungen und bedeutsamen Ereignissen schweigt das Buch sich allerdings meist gründlich aus und verbleibt in nüchterner, beschreibender Distanz. Die Darstellung des „Lebens“, im Untertitel avisiert, wird daher nicht wirklich zufriedenstellend eingelöst. Das Buch bildet ein fundiertes Handbuch vor allem zum Werk Friedrich Schillers und ist mit hochwertigen Artikeln gefüllt. Was den biographischen Teil angeht findet sich allerdings deutlich zu wenig im Buch.

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