Matthias Mösch

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Cover des Buches Der Kristallpalast: Ein Steampunk Roman (ISBN: 9783867621489)

Der Kristallpalast: Ein Steampunk Roman

 (20)
Erschienen am 17.07.2012
Cover des Buches Der Kristallpalast (ISBN: 9783903006515)

Der Kristallpalast

 (14)
Erschienen am 13.10.2018

Neue Rezensionen zu Matthias Mösch

Cover des Buches Der Kristallpalast (ISBN: 9783903006034)Silent_Darknesss avatar

Rezension zu "Der Kristallpalast" von Oliver Plaschka

Der Kristallpalast
Silent_Darknessvor einem Jahr

Cover: Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das Luftschiff, der Kristallpalast - einfach herrlich.

Die Handlung: Kurz vor der ersten Weltausstellung in London wird ein Mitglied der königlichen Komission ermordet - ein Fall, der wie Welt für immer verändern wird. Der Tote besitzt ein Artefakt, das von vielen begehrt wird. Drei Rivalen müssen schließlich erkennen, dass sie aufeinander angewiesen sind, wenn sie der Wahrheit über das Artefakt auf den Grund gehen wollen: Miss Niobe, Captain Royle und Frans, ein niederländischer Spezialist.
Alle Spuren führen zum Kristallpalast...

Meine Meinung: Das Steampunk-Krimi, wie ich das Werk kurzerhand beschreiben würde, ist wundervoll detailreich geschrieben. Trotz des tollen Schreibstils brauchte ich aber einige Zeit, um in die Geschichte zu finden. Einige Passagen zogen sich in die Länge, während andere sich rasant und spannend lasen. Alles in allem ist das Buch wert gelesen zu werden, obwohl es sich dabei sicherlich nicht um eine Lektüre für zwischendurch handelt. Leider hatte ich zu wenig Zeit, um das Buch richtig genießen zu können. Es ist eben ein Werk, das man nicht schnell zwischen Tür und Angel lesen kann, um vollends darin eintauchen zu können.

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Cover des Buches Der Kristallpalast (ISBN: 9783903006515)C

Rezension zu "Der Kristallpalast" von Oliver Plaschka

Detailverliebt und durchdacht
Catanievor einem Jahr

Das Buch beginnt mit Niobe und einem Mord, der die Handlung ins Rollen bringt. Doch auch der Suche nach dem Mörder wird weit mehr und sehr bald begleitet der Leser nicht nur den Mörder selbst durch die Kapitel, sondern auch ein Mitglied eines Geheimbundes. Alle drei Charaktere sind in Ich-Perspektive geschrieben und wechseln sich immer wieder ab. Trotz Kapitelunterteilung ist dieser Wechsel zu Beginn sehr verwirrend, da nicht auf Anhieb klar ist, wen wir gerade begleiten.

Von Anfang an sind die Szenen und Details so genau beschrieben, dass eine einzigartige Atmosphäre entsteht. Doch nicht nur die erfundenen Kristalle und „Talente“, die im Buch eine sehr große Rolle spielen, sind faszinierend, sondern auch die vielen recherchierten historischen Details. Als hätte der Autor das London des 19. Jahrhundert wirklich durchlebt, schildert er bis ins kleinste Detail Gerüche, Geräusche, die Zustände in den Straßen und zwischenmenschliche Gegebenheiten, die zu der Zeit normal waren. Das ist beeindruckend, nicht zuletzt, weil man herauslesen kann, wie viel Arbeit darin steckt. Leider führt das auch zu einem verlangsamten Tempo, das an manchen Stellen die Spannung hemmt. Auch wenn ich den genauen Schreibstil gut finde, wären mir schnelle Dialoge und „oberflächlichere“ Handlungsstränge oft lieber gewesen. Innere Monologe, wie sie bei der Ich-Perspektive häufiger vorkommen, überlagern in wichtigen Momenten die Dialoge und Aktionen. Gerade, wenn man möchte, dass es schnell weitergeht, weil etwas interessantes passiert, erscheinen die vielen Details wie Hindernisse auf dem Weg zum Ziel.

Die drei ProtagonistInnen treffen im Laufe des Buches aufeinander, jagen und verfolgen sich, was einen besonderen Reiz ausmacht. Von Anfang an lernen wir sie kennen und diese Begegnungen zu lesen war sehr interessant und amüsant. Das Zusammentreffen bringt die Handlung voran und der Höhepunkt des Buches ist schneller da, als man erwartet hätte, doch was dann geschieht, lässt mich ein wenig mit dem Gefühl zurück, dass da hätte mehr sein können. Das Buch hat in meinen Augen keinen richtigen Abschluss, es bleiben viele Fragen offen und selbst mit der Kurzgeschichte, die zumindest den Verbleib eines Hauptcharakters noch ein wenig abschließt, bleibt man als Leser irgendwie zurückgelassen.

Wenn ich nur beurteilen würde, wie mir der Aufbau und die Handlung gefallen hat, müsste ich drei Sterne geben. Schon zu Anfang lernen wir Antagonisten kennen, die zwar unheimlich viel Spannung aufbauen, aber keine größere Rolle spielen. Vielleicht erscheint mir das Buch am Ende deshalb so unfertig, weil es voll ist von ausgereiften Details, nur am Ende scheinen diese bei der Auflösung der Geschichte zu fehlen.

Für die Details, die genaue Recherche und Komplexität würde ich fünf Sterne geben. Der Autor hat unglaubliches Geschaffen und mehr Details aus dieser Zeit hineingearbeitet, als ich je in einem Steampunk oder zeitgenössischen Roman (der nicht zu der Zeit entstanden ist) gelesen habe. Hut ab, vor dieser Leistung.

Fazit:

Wer detailverliebte, bis ins letzte Detail beschriebene Szenen in einer realistisch düsteren Welt Londons liebt und bereit ist, sich auf eine komplexe Welt einzulassen, ohne auf flüchtige Spannung zu hoffen und sich an losen Enden zu stören, wird diesen Roman lieben.

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Cover des Buches Der Kristallpalast (ISBN: 9783903006034)Ginger_owlets avatar

Rezension zu "Der Kristallpalast" von Oliver Plaschka

Der Kristallpalast
Ginger_owletvor einem Jahr

Zum Inhalt:

Der Klappentext beschreibt den Inhalt der Geschichte bereits sehr treffend. Im London des Jahres 1851 bereitet man sich auf die erste Weltausstellung vor, die in einem eigens dafür entworfenen und im Hyde Park errichteten Gebäude stattfinden soll: dem Kristallpalast. Wir begegnen in dieser Kulisse der bezaubernden Miss Niobe, die neben einer großen Empathie noch über weitere spezielle Fähigkeiten verfügt, dem skrupellosen Ingenieur Frans Ovenhart und dem überheblichen Offizier Sokrates Royle. Aus der Ich-Perspektive schildern die drei Protagonisten ihre Sicht der Erlebnisse. Ergänzt werden diese Ausführungen durch Auszüge eines Tagesbuchs, das während einer früheren Expedition in Indien angefertigt worden ist. So werden nach und nach die Geheimnisse um die rätselhaften Artefakte entschlüsselt und die Wahrheit über den Zweck des Kristallpalastes aufgedeckt.

Zur Ausgabe:

Das Cover zeigt im Vordergrund Teile des Westminster Palace mit dem berühmten Uhrenturm, der im Hintergrund von der Kuppel des Kristallpalastes überspannt wird. Ein besonderer Hingucker ist das Luftschiff, das als Symbol für den technischen Fortschritt gesehen werden kann. 

Es handelt sich bei dem Buch um die Neuauflage aus dem Verlag ohneohren. Der Printausgabe liegt eine herausnehmbare Karte bei. Für Leser des e-Books ist es vielleicht interessant zu wissen, dass es eine hoch auflösende historische Karte von London mit den relevanten Schauplätzen sowie weiterführende Informationen zum Roman auf der Homepage des federführenden Autors zu entdecken gibt. 

Meine Einschätzung:

Die Protagonisten werden sehr detailliert und plastisch gezeichnet und haben außergewöhnliche Eigenschaften und Werdegänge, die sie allesamt zu sehr interessanten, wenn auch nicht immer sympathischen Persönlichkeiten machen. Dennoch war mein Favorit der geheimnisvolle Lord Bailey, der Gönner Miss Niobe’s, der ebenfalls tief in die Geschehnisse verstrickt ist, und dem ich gern in einem weiteren Roman von Oliver Plaschka noch einmal begegnen würde.

Der Schreibstil ist sehr eloquent und kreiert eine Atmosphäre, die wunderbar zum viktorianischen Zeitalter passt. Die Handlung und Kulisse werden so ausführlich beschrieben, dass ein lebendiges Bild vor dem inneren Auge entsteht. Die historischen Gegebenheiten sind sehr gut recherchiert und passend in die Geschichte eingearbeitet worden. Die Handlung war fast durchweg sehr spannend, oft actionreich, und hatte nur wenige Längen.

Ich empfand den Kristallpalast insgesamt als eine sehr herausfordernde und anspruchsvolle Lektüre, der man einige Aufmerksamkeit und detektivische Denkarbeit widmen muss. Dafür wird man allerdings belohnt, sobald die vielen kleinen Puzzleteile ein schlüssiges Gesamtbild ergeben. Leider sind für mich am Ende doch ein paar Fragen offen geblieben, weshalb ich einen halben Stern abziehen und 4,5 Sterne als Gesamtwertung vergeben möchte.

Fazit: 

Zusammenfassend kann ich den Roman allen Fans von Urban Fantasy und Steampunk ans Herz legen, die nicht nach seichter Unterhaltung suchen, sondern Spaß an rätselhaften und geheimnisvollen Geschichten haben!

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