Matthias Mader , Arno Hoffmann Heavy Metal Made in Germany

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Inhaltsangabe zu „Heavy Metal Made in Germany“ von Matthias Mader

Kapitel 1 Prolog Kapitel 2 Gebrauchsanweisung Kapitel 3 Begriffsdefinition German Metal: Vom Krautrock zum Thrash Kapitel 4 Die Top 100 German Metal-Raritäten Kapitel 5 O-Ton-Interviews Kapitel 6 Bands A-Z Kapitel 7 Epilog Kapitel 8 Sampler Kapitel 9 Literaturhinweise Das Sprichwort vom Propheten im eigenen Lande ist uralt, und doch trifft es haargenau auf die relativ späte Entstehung einer kohärenten Hardrock/HM-Szene in Deutschland zu! Die entscheidende Initialzündung war ohne Zweifel der große Erfolg der Scorpions, die mit ihren frühen LPs wie „Lonesome Crow“ (1972), „Fly to the Rainbow“ (1974) oder „In Trance“ (1975) zuerst im Ausland Erfolg hatten, vor allem in Japan und England. Es dauerte bis in die ‘80er Jahre, ehe Klaus Meine und Co. mit ungewohnt harten Alben wie „Animal Magnetism“ und „Blackout“ auch im eigenen Lande eine größere Fanschar hinter sich vereinigen konnten. Überhaupt war die Musikwelt der ‘70er Jahre, bis zum Urknall des Punk, geprägt von Stagnation, international verloren Hardrock-Dinosaurier wie Black Sabbath, Deep Purple oder Uriah Heep immer mehr den Kontakt zu ihrer einst breiten Fanbasis. Erst die Ende der Dekade in Großbritannien losbrechende New Wave of British Heavy Metal (siehe die im I.P. Verlag erschienenen Bücher „NWoBHM - The glory Days“ und „NWoBHM Vol.2), angeführt von Bands wie Iron Maiden, Def Leppard oder Saxon, hauchte dem Genre mit Nachdruck neues Leben ein! In Deutschland trieb zu jener Zeit (neben den obligatorischen Trends wie Disco oder Glam) eine ureigene, eskapistisch gefärbte Bewegung ihr Unwesen: der sogenannte Krautrock (auch heute für wohlhabende Sammler rund um den Erdball ein nach wie vor blühendes Betätigungsfeld). Bands wie Jane, Eloy, Focus oder Wallenstein (um nur die bekanntesten Vertreter zu nennen) griffen die wabernden Klänge 20-minütiger Rainbow- oder Deep Purple-Epen auf, dekonstruierten sie und verhalfen den ohnehin schon elitären Kompositionen damit zu neuer, pseudo-philosophischer Tiefe, zu ur-deutscher (?) Kopflastigkeit. Auch der ursprüngliche Sound der bereits angesprochenen Scorpions (nach Meinung vieler Experten die erste deutsche Hardrock-Band in der Musikgeschichte) war natürlich nicht ganz frei von Prägungen jenes Zeitgeistes (siehe „Fly to the Rainbow“ oder „In Search of Peace of Mind“). Im Sog der Hannoveraner, oder parallel zu ihnen, je nach Sichtweise, entwickelten sich vereinzelt weitere Bands des fließenden Hardrock-Spektrums. So etwa Faithful Breath (bereits in den späten ‘60er Jahren gegründet), die mit „Fading Beauty“ 1974 ihr erstes Vinyl vorlegten (der auf Deutsch gesungene Song „Die Mörderbiene“ aus dem Jahre 1981 zeugt nachdrücklich von der Krautrock-Vergangenheit der Westdeutschen). Oder etwa Fargo, 1973 in Hannover mit dem späteren Scorpions-Gitarristen Matthias Jabs gegründet (erste LP „Wishing Well“ 1979 auf Crystal), die in Victory übergingen. Ebenfalls zu den deutschen Hardrock/Heavy Metal-Pionieren zählen Accept, 1971 in Solingen aus der Taufe gehoben (die Debüt-LP erschien bekanntlich 1979 auf Brain, dem Vorzeigelabel diverser renommierter Krautrock-Acts). Weitere frühe Vertreter waren Bullfrog (erste LP 1976 auf Sky, dem Label von Faithful Breath) sowie Bastard aus der heimlichen Hardrock-Hauptstadt Hannover (die 1978 mit „Back to Nature“ auf Lava ihren Einstand gaben) und auch Mass („Back to the Music“, 1977). Neben jenen mehr oder minder „reinrassigen“ Hardrock-Acts gab es zum Ausklang der ‘70er Jahre aber auch zahlreiche Vertreter anderer Stilrichtungen, die durchaus härtere Elemente in ihren Sound einfließen ließen. Zeitweise äußerst populär war die „Zweckverbidnung“ zwischen Deutsch- und Hardrock, u.a. Franz K, Puhdys, Zeltinger und auch partiell Udo Lindenberg („Brust oder Keule“). Etwas später verwendeten diverse Neue Deutsche Welle/New Wave-Acts massiv Hardrock-Zitate, siehe Dr. Koch Ventilator, Trio, Morgenrot, Bel Ami etc. bzw. gingen den umgekehrten Weg, von den Hardrock-Roots zur NDW. Anfang der ‘80er Jahre schwappte dann eine zweite Mini-Welle von Hardrock/Heavy Metal-Bands über Deutschland, die komischerweise weder stilistisch, textlich noch optisch besonders ausgeprägt von der wirklich einflußreichen NWoBHM inspiriert war. Irgendwie pflegten Gruppen wie Viva (natürlich auch aus Hannover, wie kann es auch anders sein, mit Barbara Schenker, der Schwester von Michael Schenker, an den Keyboards), Rampage (mit dem späteren Helloween-Mitglied Roland Grapow), Trance (sehr stark von den Scorps beeinflußt) oder Bullet (ansatzweise in England recht erfolgreich) ihre individuellen Spielarten, die mehr von Dauerbrennern wie AC/DC, Kiss oder Purple hatten als von den jungen Wilden in Form von Iron Maiden, Venom oder Raven. Während in England der Kerrang! ein äußerst wichtiges Szene-Organ war und selbst das BBC-Fernsehen und -Radio über die neue Bewegung berichteten, dauerte es in Deutschland noch bis 1982 ehe mit dem Aardschok und später Desaster die ersten einschlägigen Magazine erschienen. Ende der ‘70er/Anfang der ‘80er Jahre war der bundesdeutsche HM-Fan noch auf die völlig unzureichende Berichterstattung in Organen wie der Bravo, Pop Rocky oder dem Musik Express angewiesen (dessen „HM Special“-Ausgabe dann die Trendwende einleitete). Ganz allmählich begannen aber auch in der Bundesrepublik die bürgerlichen Medien vom internationalen Heavy Metal-Boom Kenntnis zu nehmen, die eigene Szene wurde dabei indes, wie konnte es auch anders sein, eher stiefmütterlich behandelt. Einzig und allein Viva kamen etwas größer heraus (wohl nicht zuletzt durch die Persönlichkeit von Barbara Schenker), der „Beat Club“ im dritten Fernsehprogramm strahlte sogar ein 45-minütiges Live-Konzert aus. Das waren noch Zeiten.

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