Matthias Matting Meltworld Shanghai

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Inhaltsangabe zu „Meltworld Shanghai“ von Matthias Matting

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    FaMI

    FaMI

    04. March 2013 um 06:45

    Ich sitze gerade etwas ungläubig hier und frage mich einfach nur: Was war das? Als ich von dem Buch gehört habe, war ich wirklich begeistert. Bisher hatte ich nichts Vergleichbares gelesen. Die Story hörte sich interessant an, die Gestaltung des Buches ist klasse. Neben dem tollen Cover zieren Schriftzeichen und Illustrationen die Geschichte. Ja, aber das war es dann auch an Dingen, die mir gefallen haben. Schon der Einstieg ins Buch fällt nicht leicht. Die Handlung wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Den größten Teil nehmen Hannah, Hiro und Es ein. Bei Hiro und Es habe ich mich die meiste Zeit gefragt, welchen Sinn diese beiden Figuren haben. Viel zu lange sind sie einfach nur da, ohne dass man als Leser einen Bezug zu ihnen aufbauen kann. Lediglich die Hannah-Perspektive war noch einigermaßen interessant, aber auch sie kann nicht überzeugen. Alle Personen sind einfalls- und charakterlos. Zu keiner Zeit hat mich irgendjemand auch nur annähernd berührt. Die langweiligen Charaktere werden in einen weitestgehend spannungsfreien Plot integriert. Die Idee an sich ist ja wirklich super, aber der Autor schafft es einfach nicht mich zu fesseln. Jedes mal wenn annähernd so etwas wie Spannung aufgebaut wird, wird das im nächsten Moment wieder zunichte gemacht. Wenn also die liebe Hannah im Auto sitzt und plötzlich feststellt, dass ihr Ring sich nicht mehr bewegen lässt, weil sich kleine Haken in ihre Haut gebohrt haben, dann wird man nicht panisch, nein, das tut ja nicht weh, also lässt man das einfach so. Kann ja mal passieren. Also bitte. Hinzu kommt, dass die gesamte Story einfach zu konfliktarm ist. Wenn eine 16-jähre von Berlin nach Shanghai auswandern muss, dann erwartet man doch, dass sie den Eltern das Leben zur Hölle macht und rebelliert. Wenn der liebe Hiro einem sagt, dass er ein Dämon sei, dann nimmt man das doch nicht einfach so hin. Wenn ein Mann die 16-jährige Tochter erst nachts nach Hause bringt, dann setzt man doch alles daran, den Kontakt zu verbieten. All das wird in ein oder zwei Sätzen abgetan. Schließlich hat man sich ja auf die eine Aufgabe zu konzentrieren. So wirkt das Ganze wie ein Bericht. Ich habe richtig gemerkt, wie ich beim Lesen immer unkonzentrierter wurde und ständig mit meinen Gedanken abgeschweift bin. Der Funke ist nicht übergesprungen. Weder Handlung noch Charaktere haben mich überzeugt. Vielleicht habe ich es aber auch einfach nur nicht verstanden. Fazit Es ist schade, dass aus dieser Idee so wenig gemacht wurde. Emotionen, überraschende Wendungen oder facettenreiche Charaktere hätten dem Buch gut getan, aber so wirkt alles konstruiert, platt und öde.

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  • Leserunde zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Matthias_Matting

    Matthias_Matting

    Shanghai. Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ein Moloch, der sich schleichend verändert: Wer hat alle Schatten verkürzt? Warum weht der Wind ständig auf die Stadt zu? Welche unsichtbaren Fäden ziehen verirrte Seelen in das Straßengewirr? Woher kommt die Welle unmenschlicher Gewalt?  Hast du Lust, der Hauptperson Hannah Harlof in "Meltworld Shanghai" in diese spannende Stadt zu folgen? Dann bewirb dich jetzt: Der Verlag verlost zehn Taschenbücher und zehn eBooks von "Meltworld Shanghai", das es ein paar Tage nach Erscheinen schon auf die Amazon-Bestsellerliste geschafft hat.  Bewerbungsschluss: 8. Dezember! Bitte bei der Bewerbung mit angeben, ob ein eReader oder Tablet vorhanden ist (Fabrikat ist nicht wichtig).

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Rezistern

    Rezistern

    01. February 2013 um 00:03

    Mit „Meltworld Shanghai“ legt Matthias Matting sein Roman-Debüt im Genre Urban Fantasy vor. Inhalt Die 16-jährige Hannah Harlof hat es momentan nicht leicht. Sie musste vor kurzem mit ihren Eltern von Berlin nach Schanghai ziehen und hat nun Schwierigkeiten, sich in dieser quirligen chinesischen Metropole einzuleben. Da sie nicht sehr kontaktfreudig ist, in ihrer neuen Schule keinen Anschluss findet und mit der neuen Sprache und Kultur überfordert ist, zieht sie sich zurück und zeichnet lieber. Auf ihren Streifzügen durch die spannende Stadt und das französische Viertel, in dem sie nun wohnt, entdeckt sie seltsame Phänomene, die sie zunehmend beschäftigen und beunruhigen. Ihre Beobachtungen deuten darauf hin, dass ein natürliches Gleichgewicht durcheinander geraten zu sein scheint und bestimmte natürliche Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt wurden. Überglücklich ist Hannah, als ihr Vater ihr während der Schulferien einen Aushilfsjob in der berühmten Zikawei-Bibliothek vermittelt. Dort begegnet sie dem mysteriösen jungen Chinesen Hiro, der ebenfalls den rätselhaften Vorgängen auf den Grund gehen will. Er ist ein Dämon aus der Unterwelt in Menschengestalt, der in geheimer Mission nach Shanghai gekommen ist. Hannah ist fasziniert von Hiro und gemeinsam begeben sich die beiden auf eine aufregende Suche nach Antworten. Hannah hat keine Ahnung, worauf sie sich da eingelassen hat und welche Rolle ihr dabei zugedacht ist, und wird immer tiefer in fremde surreale Welt hineingezogen. Meine Meinung Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, vor allem aber aus Sicht der beiden Protagonisten Hiro und Hannah. Erst allmählich offenbart sich, wie sehr die unterschiedlichen Handlungstränge ineinandergreifen und miteinander verwoben sind. Lange Zeit hat man als Leser keine Ahnung, was es mit einigen Erzählebenen auf sich hat, ist aber sogleich gefesselt von der mystischen fast bedrohlichen Atmosphäre, die in den Abschnitten herrscht. Die Protagonistin Hannah war mir gleich sympathisch. Man hat Mitleid mit ihr und kann sich gut vorstellen, wie schwierig es für sie anfangs in Shanghai ohne Freunde ist. Sehr schön beschrieben wird, wie Hannah sich immer besser einlebt und häufiger aufbricht, diese spannende Metropole zu erkunden. Doch dann beobachtet sie die falschen Schatten, diese unheimlichen Spatzen- und Heuschreckenschwärme, die sich als Wolken zusammenballen, den tückischen unberechenbaren Wind, schwarze Schmetterlinge – alles für sie mysteriöse und beängstigende Phänomene, die auch uns rätseln lassen. Und so werden wir langsam in eine andere, phantastische Welt hineingezogen. Auch Hiro ist ein interessanter Charakter und wird einem im späteren Verlauf der Geschichte immer sympathischer, da er eine Wandlung von einem emotionslosen zu einem mitfühlenden Wesen durchmacht. Etwas unglaubwürdig finde ich allerdings, dass Hannah völlig unberührt von Hiros Geständnis ist, dass er ein Dämon ist und einen Menschen getötet hat, um in dessen Körper zu schlüpfen. Auch wenn sie in ihn verliebt ist, vertraut sie ihm anfangs etwas zu schnell. Sehr angenehm und einfühlsam ist die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden dargestellt. Über Hannahs Familie erfahren wir kaum etwas, denn sie tritt leider nur in wenigen Episoden in Erscheinung und ist eher blass gezeichnet. Gemeinsam mit Hannah erleben wir Shanghai als eine vielseitige fesselnde Mega-City mit vielen atemberaubenden Schauplätzen und einer einzigartigen asiatischen Atmosphäre. Durch die verschiedenen Geschichten erfahren wir Shanghai als ein Schmelztiegel verschiedener bizarrer Welten mit Licht- und Schattenseiten, wo westliche Kultur und alte chinesische Tradition aufeinandertreffen, unvorstellbarer Reichtum, bittre Armut und unbewältigte Vergangenheit im Kommunismus allgegenwärtig sind. So nimmt uns Hannah zum Tango-Tanzen mit in den Paramount Ballroom, in dem auch heute noch das Flair der glorreichen 1930-er Jahre Ballsäle herrscht. zeigt Sogar in die berühmte Zikawei- Bibliothek dürfen wir sie begleiten und mit ihr zwischen dem gesammelten Wissen von Jahrhunderten recherchieren. In die Handlung hat der Autor sehr geschickt neben verschiedenen phantastischen Elementen auch Gestalten und Motive aus der überlieferten chinesischen Mythologie wie beispielsweise der Totenrufer und die Wanderung verirrter Seelen eingearbeitet. Hierdurch ist es ihm hervorragend gelungen eine ganz eigene Atmosphäre zu erzeugen und eine ungeheure Spannung aufzubauen. Sehr gut hat mir vor allem die sehr detail- und phantasiereiche Beschreibung der bizarren Unterwelt gefallen, die man sich als eine fesselnde Art Parallelwelt zur realen Welt vorzustellen hat. Als Leser wird man immer mehr von dieser besonderen Mischung aus Realität und Phantastik in den Bann gezogen. So steigert sich die Spannung immer weiter und die Geschichte bleibt fesselnd bis zur letzten Zeile. Am Ende können wir uns auf einen filmreifen Showdown in einem wirklich toll gewählten Ambiente freuen, in dem alle gemeinsam gegen das Böse kämpfen und ihren Teil zum Sieg beitragen. Auch wenn man sich am Schluss einige Zusammenhänge selbst zusammenreimen muss und manches nicht aufgeklärt wird, hat mich dieser außergewöhnliche Fantasy-Roman sehr begeistern können! Der Autor hat meines Erachtens die Idee von Meltworld, nämlich Realität und Fiktion miteinander verschmelzen zu lassen, sehr gut in seinem Roman umgesetzt. So wurden einige Szenen aus der chinesischen Kulturrevolution in Form von Erzählungen in die Geschichte eingebaut, die uns von unvorstellbaren Grausamkeiten berichten und uns an jene Zeit erinnern wollen. Diese echten Zeitdokumente sind sehr erschütternd und schockierend und wurden dem Buch "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser" von Liao Yiwu als Zitate entnommen. Eine tolle Idee des Autors war es auch, passend zu den Geschehnissen im Buch, Links zu Videoclips einzubauen. Diese realen Meldungen geben uns einen verstörenden Einblick in den alltäglichen Wahnsinn in Chinas Städten. Im Buch finden sich zu vielen der beschriebenen Schauplätze in Shanghai außergewöhnlich schöne Illustrationen, die in der Taschenbuchausgabe im Stil von Tuschezeichnungen leider nur in Schwarz-Weiß zu sehen sind. Auf der Homepage zum Buch kann man sich diese Graphiken farbig ansehen, wodurch sie eine sehr viel intensivere Wirkung haben. Da der Grundkonflikt in Meltworld Shanghai nicht gelöst wurde, kann ich mir eine Fortsetzung der Geschichte um Hannah sehr gut vorstellen und so freue ich mich schon auf ein Wiedersehen mit ihr. Ob sie sich wohl bald wieder auf Facebook meldet? Fazit Der Fantasy-Roman „Meltworld Shanghai“ hat mich mit seiner außergewöhnlich mystischen Atmosphäre und den faszinierenden Eindrücken der Millionenmetropole Shanghai fesseln und begeistern können. Eine sehr gelungene Verflechtung der chinesische Mythologie und mit den Fantasy-Elementen! Nicht nur für Fantasyfans sehr lesenswert!

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Starbucks

    Starbucks

    28. January 2013 um 02:04

    'Meltworld Shanghai' von Matthias Matting ist mehr als ein ebook: Es kommt mit tollen Links zu wahren Begebenheiten, die Hannah Harlof dann in ihrem Shanghai erlebt. Unglaublich, was das alles so passiert. Manchmal meint man ja, das kann nur Fiktion sein, dann aber sieht man den passenden Zeitungsartikel! Des Weiteren besticht das Buch durch tolle Illustrationen (von Hannah!), und wenn man bereits in Shanghai war, kann man nicht nur im Text, sondern auch in den Bildern einfach vieles wieder erkennen. Das Buch hat erst einmal drei Hauptstränge: Es gibt Hiro, Es, und es gibt Hannah, die mir von den dreien am besten gefiel, denn sie ist eine Schülerin, die mit nach Shanghai musste, da ihr Vater einen Job in Shanghai fand. Nach anfänglichem Hadern macht sie das Beste draus, nimmt einen Job in der Bibliothek (die ich beim nächsten Mal unbedingt besuchen muss) an und trifft auf Hiro, der ihr offenbart, dass er ein Dämon ist, was Hannah auch so annimmt und merkwürdigerweise kaum hinterfragt. Obwohl dieser Hiro den Körper eines anderen Mannes angenommen hat und Hannah das auch weiß, fühlt sie sich außerdem zu ihm hingezogen... Insgesamt hat es mir anfangs sehr lange gedauert, bis die Handlungsstränge zusammen führen. Man liest anfangs eher drei Bücher als eines. Schön sind die Hannah-Kapitel, auf die ich mich immer sehr gefreut habe. Sie ist ein toller Charakter, schön gezeichnet, und sie zeichnet ja auch schön! Dass sich Hiro so entwickeln würde, wie er es letztendlich tut, hätte ich nicht erwartet. Manchmal bleibt Figuren aber doch sehr blass, die mehr Beachtung verdient hätten oder die man genauer hätte hervorheben können. Hier gäbe es noch Potential. Auch die Spannung kommt eher erst spät auf. Im ersten Viertel oder gar Drittel war ich schon etwas verwirrt oder sagen wir, ich habe immer mit dem Fragezeichen gelesen, wie die Teile zusammen gehören, bis man schließlich etwas ahnt. Die Sache mit Hiro und Hannah geht dann aber wieder etwas sehr zügig. Eine geniale Idee war übrigens die Sache mit dem Ausschnitt aus 'Frau Hallo und der Bauernkaiser'. Warum soll man das Rad neu erfinden, wenn es die Schilderungen aus der Zeit der Kulturrevolution doch schon gibt, und eindringlicher als die Realität kann es die Fiktion sicher auch nicht schildern. Es hat mich einfach begeistert, es so einzubauen. Alles in allem ist dieses Buch eine geniale Idee, die sich sicher erst im ebook so richtig ausleben kann. Ähnlich Vielschichtiges ist mir noch nicht begegnet. Große Freude hatte ich persönlich einfach daran, immer wieder das Shanghai zu erkennen, wie es auch unzählige Male durch meine Touristenaugen gesehen wurde. Auch ich war mehrmals da und kenne viele Ecken, hatte die gleichen Erlebnisse... Alles in allem ein pfiffiges, schönes Buch, halb Fantasy, halb Reiseroman.Gern möchte ich noch mehr von der sympathischen Hannah lesen. Zuletzt möchte ich dem Autor Matthias Matting danken für seine Präsenz und das offene Ohr, das er für meine technischen Probleme hatte. Auch die guten Tipps zum Reader bringen mich meinem neuen ebook Reader immer näher. Da werde ich mich auch an die Tipps des Autors halten. Vielen Dank für diese Leserunde!

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    27. January 2013 um 22:46

    Hannah zieht mit ihren Eltern von Berlin nach Shanghai.. Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann.. Hannah fühlt sich fremd und alles andere als wohl in dieser Stadt, bis sie einen Job in einer Bibliothek erhält, der ihr auch wirklich sehr viel Spaß bereitet.. In ihrer neuen Schule in Podung jedoch findet sie nur schwer Anschluss.. Sie ist lieber für sich allein und versucht sich ihrem Schicksal zu fügen.. Sie streift gerne durch die Stadt, um sie näher kennen zu lernen und erkundet die Französische Konzession, in der sie lebt.. Dieses neue Leben betrachtet sie mehr als nur genau.. Hannah hat ein Auge für Details.. Somit entgeht ihr auch nicht, wie sich nach und nach die Stadt zu verändern scheint.. Die Schatten verkürzen sich, viele schwarze Schmetterlinge fliegen umher und die Gewalt der Menschen nimmt reichlich zu.. Hannah postet ihre Erlebnisse und Beobachtungen immer wieder auf Facebook.. Und als sie dann auch noch in der Bibliothek einem Mann Namens Hiro begegnet, der nicht das ist, als er zu sein scheint, und sie um Hilfe bittet, merkt Hannah, dass sie sich bereits in Gefahr befindet.. Sie stürzt in eine unmögliche Liebe, sie verschmilzt mit der "Meltworld Shanghai" - doch mehr als das: Ahnungslos treibt sie die ewige Vorherrschaft des absolut Bösen in der Welt der Menschen voran.. Wir Hannah all dies schaffen, was von ihr verlangt wird? Kann sie Hiro vertrauen? * Meine persönliche Meinung: Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, als viele Blogger eine geheimnisvolle Postkarte von Hannah Harlof aus Shanghai bekamen.. Als es sich dann herausstellte, dass es sich um das Buch von Matthias Matting "Meltworld Shanghai" handelte, und dann auch nach und nach tolle Rezensionen online gingen, wurde auch ich neugierig.. Eine Geschichte, in der Shanghai eine große Rolle spielt, habe ich bisher noch nie gelesen.. Auch dies war ein Grund, dass ich "Meltworld Shanghai" unbedingt lesen wollte.. Leider hat sich die Geschichte nicht ganz so entwickelt wie ich erhofft hatte.. Von Anfang an war ich einfach nur verwirrt.. Die Kapitel wechseln sich zwischen Hannah - Hiro - ES und nach und nach mit Großmutter - Urgroßvater - Katze - Totenrufer - Zhao Weng uva. ab.. Am besten gefielen mir die Kapitel mit Hiro und Hannah.. Und wer war eigentlich ES? Sehr sehr lange wusste ich nicht, was es mit ES auf sich hat.. Eigentlich sollte dies für noch mehr Spannung sorgen, mich nervte es jedoch sehr, so lange in Nichtsahnung gelassen worden zu sein.. Ich wusste mit ES nichts anzufangen, mich verwirrten diese Kapitel umso mehr, viele viele Fragezeichen taten sich auf, ich verlor die Lust an dieser Geschichte dann ziemlich schnell.. Was mich jedoch immer wieder faszinierte und für Begeisterung sorgte waren die Links, die hin und wieder am Ende der Kapitel zum Vorschein kamen, und die einem zu Artikel im Internet führten, die sich tatsächlich in Shanghai mal zugetragen haben, und diese Geschehnisse der Autor in die Geschichte mit einbezogen hat.. Eine tolle Idee, die mir bisher noch nie untergekommen ist.. Hannah jedoch gefiel mir von Anfang an.. Ein Mädchen, das eher zurückgezogen lebt, so ganz ohne engere Freunde und sich lieber mit sich selbst beschäftigt.. Sie ist zurückhaltend und schüchtern, und diese Eigenschaften helfen ihr nicht wirklich auf andere Leute zuzugehen.. Sie hängt gern ihren Gedanken nach und ist kein Freund von unnötigen Small Talk.. In Facebook jedoch traut sie sich ihre Gedanken ohne zu überlegen zu posten.. Manches mal wirkt sie älter, als sie tatsächlich ist.. Der Autor hat in dieser Geschichte den Fokus sehr auf die Hauptcharaktere gelegt.. Auch dies störte mich ein wenig, als die Eltern von Hannah in der Geschichte auftauchten.. Sie kamen mir sehr oberflächlich, naiv und blass vor.. Geständnisse von Hannah und Hiro nahmen sie doch ziemlich leicht und viel zu gut gelaunt auf, wo sich eigentlich normale Eltern Sorgen machen und den Umgang mit Gewissen Menschen verbieten würden.. Mir hat sehr oft der Tiefgang gefehlt, die Ausarbeitung der anderen Charaktere.. Für mich war all dies kaum greifbar.. Die Skizzierungen im Buch haben mir jedoch wieder ziemlich gut gefallen.. Sie widerspiegeln Hannahs Leben und beleben die Geschichte total.. Man erkennt Hannahs Hobby, das Zeichnen wider, und wie gut sie darin ist.. Ein Ende mit dem ich nicht ganz so zufrieden war.. Der Anfang des Buches fand ich wirklich toll.. Trotz vieler Fragezeichen gab ich nicht auf und hoffte doch immer wieder auf Auflösung.. Wie bereits oben geschrieben, zogen sich diese Fragezeichen durch das ganze Buch und meine Verwirrtheit nahm somit nicht ab, sondern zu.. Als ich "Meltworld Shanghai" zu Ende gelesen und weggelegt habe, verstand ich vieles noch immer nicht.. Sehr sehr schade, da ich mir doch ein wenig mehr von dem Buch erwartet hätte.. Vor allem alles andere, als tausend Fragezeichen in meinem Kopf.. Die Idee des Buches fand ich klasse, für mich jedoch viel zu kompliziert und zu wenig ausgearbeitet.. Mit einem zugedrückten Auge gibts von mir 3 von 5 Zebras!

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Manja82

    Manja82

    27. January 2013 um 14:59

    Kurzbeschreibung: Shanghai. Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ein Moloch, der sich schleichend verändert: Wer hat alle Schatten verkürzt? Warum weht der Wind ständig auf die Stadt zu? Welche unsichtbaren Fäden ziehen verirrte Seelen in das Straßengewirr? Woher kommt die Welle unmenschlicher Gewalt, deren auf Zeitungspapier getrocknete blutige Gischt die 16-jährige Hannah Harlof seit einiger Zeit in ihrer Facebook-Chronik postet? Die Berlinerin, die erst seit kurzem mit ihren Eltern in Shanghai lebt, muss sich hier nicht nur einer neuen, komplizierten Sprache stellen. Sie erlebt uralte chinesische Traditionen und seltsame Rituale einer neuen Oberschicht. Sie erforscht düstere Schauplätze wie aus einer Alptraumversion ihrer Heimatstadt. Hannah stürzt in eine unmögliche Liebe, sie verschmilzt mit der "Meltworld Shanghai" – doch mehr als das: Ahnungslos treibt sie die ewige Vorherrschaft des absolut Bösen in der Welt der Menschen voran. (Quelle: amazon) Meine Meinung: Hannahs Vater nimmt einen neuen Job an, allerdings in Shanghai. Somit heißt es für die Familie sie müssen umziehen und Berlin hinter sich lassen. Hannah ist zwar nicht so begeistert davon und hat Probleme sich mit diesem neuen Leben anzufreunden. Doch sie möchte der Vergangenheit nicht hinterher trauern und versucht sich zu arrangieren. Ihre Zeit vertreibt sie sich mit einem Job in einer Bibliothek und ihrer Lieblingsbeschäftigung dem Zeichnen. Dabei bemerkt sie etwas merkwürdiges, die Schatten werden jeden Tag kürzer. Was hat das zu bedeuten? Eines Tages trifft Hannah auf Hiro, der sich sehr für die Veränderungen, die sie bemerkt hat, zu interessieren scheint. Was aber bewegt Hiro dazu sich damit genauer zu beschäftigen? Hannah gerät nun immer mehr in etwas hinein, was sie nicht versteht und bemerkt, dass sie dabei eine entscheidende Rolle spielt … „Meltworld Shanghai“ stammt aus der Feder von Matthias Matting. Der Autor hat dieses Buch selbstverlegt und ich finde die Aufmachung des Buches ist wirklich gelungen. In seinem Roman entführt Matthias Matting den Leser nach Shanghai, eine pulsierende Metropole, die voller Leben ist. Hannah, die Protagonistin, ist 16 Jahre alt. Ihr Vater nimmt in Shanghai einen neuen Job an und so muss Hannah Berlin hinter sich lassen und in China nochmal neu anfangen. Hannah wirkt schon recht reif für ihr Alter. Zu Beginn allerdings empfand ich sie als ein wenig trotzig, wie sie auf den Umzug reagiert. Sie arrangiert sich aber damit und entdeckt o ihre Liebe zur Metropole Shanghai. Hannah hat ihren eigenen Kopf und weiß ziemlich genau was sie will. Mir wurde sie während des Lesens sehr sympathisch. Hiro ist ein Dämon, der eine bestimmte Aufgabe hat. Bisher allerdings hat er in seinem Leben noch nicht soviel Gutes vollbracht. Doch nachdem er Hannah getroffen hat verändert er sich. Diese Veränderung, vom bösen, kalten Unterweltwesen zu einem liebenswerten Kerl vollzieht sich in meinen Augen allerdings etwas zu schnell und geht zu glatt. Es gibt noch weitere Figuren im Roman. Diese bleiben jedoch recht blass, man bekommt kaum Informationen über sie. Der Schreibstil des Autors ist angenehm flüssig. Die Sätze sind zwar manchmal etwas abgehakt und recht kurz aber man gewöhnt sich schnell daran. Die sprudelnde Metropole Shanghai wird bildhaft beschrieben, man kann sie sich gut vorstellen. Es gibt insgesamt 8 verschiedene Sichte aus denen die Geschichte erzählt wird. Sie wechseln von Kapitel zu Kapitel und verwendet wurde der personale Erzähler. So bekommt man als Leser wirklich einen umfassenden Einblick ins Geschehen. Diese vielen Handlungsstränge fügen sich nach und nach zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Matthias Matting hat neben fantastischen Elementen auch chinesische Mythen und Legenden mit in die Handlung eingearbeitet. Zu Beginn ist die Handlung vielleicht etwas schleppend, dann aber ab einer gewissen Stelle geht es wirklich Schlag auf Schlag und die Spannung nimmt stetig zu. Das Buch gipfelt in einem wirklich packenden und dramatischen Showdown. Und rein theoretisch wäre sogar eine Fortsetzung möglich, denn gerade im Epilog kommen noch ein paar Fragen auf, die nicht beantwortet werden. Fazit: „Meltworld Shanghai“ von Matthias Matting ist alles in allem ein sehr gutes Buch. Zu Beginn gibt es ein paar Schwächen, dann aber wird der Leser mit einer spannenden Handlung kombiniert mit Mythen und Legenden Chinas belohnt. Durchaus ein lesenswertes Buch!

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    lillicat

    lillicat

    25. January 2013 um 18:22

    Inhalt: Shanghai. Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ein Moloch, der sich schleichend verändert: Wer hat alle Schatten verkürzt? Warum weht der Wind ständig auf die Stadt zu? Welche unsichtbaren Fäden ziehen verirrte Seelen in das Straßengewirr? Woher kommt die Welle unmenschlicher Gewalt, deren auf Zeitungspapier getrocknete blutige Gischt die 16-jährige Hannah Harlof seit einiger Zeit in ihrer Facebook-Chronik postet? Die Berlinerin, die erst seit kurzem mit ihren Eltern in Shanghai lebt, muss sich hier nicht nur einer neuen, komplizierten Sprache stellen. Sie erlebt uralte chinesische Traditionen und seltsame Rituale einer neuen Oberschicht. Sie erforscht düstere Schauplätze wie aus einer Alptraumversion ihrer Heimatstadt. Hannah stürzt in eine unmögliche Liebe, sie verschmilzt mit der "Meltworld Shanghai" – doch mehr als das: Ahnungslos treibt sie die ewige Vorherrschaft des absolut Bösen in der Welt der Menschen voran. Das Cover: Das Cover finde ich sehr gelungen. Es stellt eine Szene aus dem Buch da, in der Hannah ein rotes Kleid mit goldenen Stickereien trägt. Zudem wirkt sie auf dem Bild sehr asiatisch, was auch gut zu der Szene passt, da Hannah zwar eigentlich deutsche Wurzeln hat, sich aber an dieser Stelle so geschminkt hat, dass sie chinesisch aussieht. Im Hintergrund sieht man die Stadt, was auch passt, da die Handlung in Shanghai spielt. Ich finde das Cover eigentlich recht ansprechend, wobei das Buch von der Qualität her nicht ganz so gut ist und sich nicht sonderlich angenehm anfassen lässt. Meine Meinung: Der Schreibstil des Buches hat mir anfangs sehr gefallen, leider hatte ich das Gefühl, als würde er mir der Zeit stark nachlassen dies könnte jedoch auch meinen zunehmenden Missfallen über dem Inhalt zufolge passiert sein. Das Buch hat mir mit jeder Seite weniger gefallen. Anfangs ließ sich über die Kleinigkeiten, die ich persönlich nicht mochte, noch hinwegsehen, aber es wurden zunehmend mehr... Das Buch hat mir einfach nicht zugesagt. Die Grundidee war wirklich super, aber die Umsetzung halt eher weniger. Die Probleme gingen los, als ich mich nicht richtig in die Hauptcharakterin hineinversetzen konnte. Hannah, 16 Jahre alt, mitten in der Jugend ,wird unfreiwillig aus ihrem normalen Leben gerissen und zieht zusammen mit den Eltern und der kleinen Schwestern nach China. So weit, so gut. Meine Frage: Was empfindet sie dabei? Ist sie nicht stinksauer auf ihre Eltern? Schulwechsel, Freunde weg, neue Sprache, fremdes Land,... Ich glaube ich wäre mehr als etwas stinkig auf meine Eltern und da kann es noch so sehr beruflich sein! Ich meine, ist ja lobenswert, dass sie so aufmerksam ist und ihr gleich auffällt, dass in Shanghai etwas mit den Schatten nicht stimmt, aber hat Hannah auch Gefühle?? Irgendwelche Emotionen? Hannah meckert kurz minimal, was bei mir nicht wirklich als Meckern zählt (und das will schon was heißen) aber dann scheint sie sich einfach nach 2 Minuten damit abgefunden zu haben und löscht z.B. ihren Facebookacount, was ich irgendwie komisch finde, da ich an ihrer Stelle zumindest versuchen würde weiter in Kontakt mit meinen alten Freunden zu bleiben. Wenn auch nur, um an etwas Gewohntem festzuhalten. Sorry, aber ich verstehe Hannah einfach nicht. Was geht in ihrem Kopf vor sich? Sie wirkt einerseits so erwachsen, dann ist sie jedoch wieder total kindisch, naiv, ja sogar richtig dumm! Ein völlig Fremder mit tollen Augen (die wirklich sehr betont werden) tischt ihr etwas auf und jeder normale Mensch mit gesundem Menschenverstand würde sich schlapp lachen und sich fragen, was denn mit dem kaputt ist, doch sie glaubt ihm auf der Stelle jedes Wort! Ich finde die Reaktion in Büchern von einem Menschen wenn sie mit etwas Übernatürlichem konfrontiert werden immer wieder spannend, aber was bitteschön war das denn? Ungefähr die Reaktion, wie wenn wer sagt "Hey, bei mir gab's gestern Pizza." Aber das Tollste ist, es kommt noch besser! Dummheit ist jetzt vererblich! Denn wie sich herausstellt haben Hannahs Eltern ebenfalls mit dem Problem zu kämpfen, dass sie auf der Stelle alles glauben was ihnen Leute erzählen. Auch Hiro, der zweite Hauptcharakter in dem Buch, ist nicht gerade eine Intelligenzbestie. Ihm verdanken wir es überhaupt, dass Hannahs Eltern ihre Leichtgläubigkeit unter Beweis stellen durften. Ich meine die Stelle war ja ganz lustig, als er Hannahs Vater erklärt hat, dass er in echt kein Mensch ist, sondern ein Dämon und dass der Körper, den er gerade hat von wem ist von dem er keine Ahnung hat was mit ihm passiert ist und wo die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch ist, dass er tot ist. Ich bin kein Vater, aber so wenn würde ich nicht mit meiner Tochter ausgehen lassen... Leider konnten diese Charakterfehler auch nicht durch die Handlung abgeschwächt werden. Ich fand das ganze Szenario wirklich völlig überzogen. Gut, fast jeder Hauptcharakter kennt Leute, die perfekt zum Helfen geeignet sind, aber: 1. Hannah und Hiro sind beide noch nicht lange in der Stadt. 2. DAS ist echt nicht mehr realistich. Ich kann gar nicht beschreiben, was der Autor da in dem Buch abgezogen hat, aber das finde ich wirklich nicht mehr normal... Sie kennen eine Person und schwupp die wupp haben sie eine ganze Horde von total wichtigen Leuten auf ihrer Seite die liebend gerne für sie im Dreck wühlen, zumal die auch noch irgendwie alle verwandt sind... So eine ganze Familie an Dreckwegmachern... Ich kann es wirklich nicht ab, wenn die Hauptcharaktere faul bis sonstwohin sind und sich die Leute nur so darum reißen die Drecksarbeit zu machen. Wenn jemand etwas haben will soll er sich selbst drum kümmern, besonders wenn es eigentlich seine Aufgabe ist sich selbst darum zu kümmern... Fazit: Sehr schöne Idee, aber es hätte besser bei einer Idee bleiben sollen. Das Buch hat mir absolut nicht gefallen und ich musste mich dazu zwingen es zu lesen. Es kann weder mit Gefühl, mit Charakteren oder Handlung punkten. Wirklich schade.

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    Warum nur verkürzen sich die Schatten in Shanghai? ... das beschäftigt die 16-jährige Hannah Harlof, die erst kürzlich mit ihrer Familie aus Berlin in das für sie so fremde Shanghai gezogen ist. Weit weg von ihren alten Freunden, die sie sicherlich schnell vergessen werden, gibt sich Hannah frustriert ihrem Schicksal hin. Freunde findet sie schwer in ihrer neuen Schule in Pudong, sie sucht auch nicht danach. Sie ist lieber allein für sich, erkundet die Stadt und die Französische Konzession, in der sie lebt und streift durch den Fuxing Park. Sie hat ein Auge für Details und betrachtet das Shanghaier Leben genau. So bleiben ihr diverse Veränderungen nicht verborgen. Die Schatten verändern ihre Form, die Gewalt der Menschen nimmt zu und ungewöhnlich viele Schwarze Schmetterlinge fliegen umher, worüber sie auch immer wieder bei Facebook postet. Hannah's Vater kann ihr einen Ferienjob in der Zikawei-Bibliothek - eine Anlaufstelle für Studenten und Wissenschafler - besorgen, den sie gerne annimmt. Hier lernt sie Hiro kennen ehe sie sich versieht, wird sie tief in den Strudel der seltsamen Geschehnisse mit hineingezogen. Die Stadt befindet sich in einer großen Gefahr und Hier benötigt ihre Hilfe. Wird sie, Hannah, das schaffen, was von ihr verlangt wird? "Würde sie verhindern können, sich selbst zu verlieren an diese andere Seele, die ihr so vertraut vorkam und doch so fremd war?" Seite 148 Handlung & Charaktere: Matthias Matting hat mit "Meltworld Shanghai" sein Debüt im Romanbereich vorgelegt und dieses Debüt auch wirklich hervorragend gemeistert. "Meltword Shanghai" siedelt sich im Genre Urban Fantasy an und sorgt durch seine erfrischend neuen Ideen für wahren Lesespass. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, es erwarten den Leser eine einfache Satzbildung ohne Verschachtelungen. Die Sprache ist frisch und leicht jugendlich gehalten und ermöglicht so auch den jungen Lesern ein angenehmes und verständliches Lesen. Der Titel des Buches ist hervorragend gewählt, spiegelt es doch genau wider, was im Shanghai dieser Geschichte gerade vor sich geht. Eine pulsierende Stadt voller Energie und Leben, und auch voller Hektik und Stress. Nur wenige nehmen bewusst die Veränderungen war, die sich schleichend ausbreiten, sich wie ein dunkler Vorhang über die Stadt legen. Hannah gehört zu diesen Wenigen. Sie hat ein Auge für diese Dinge, da sie von Natur aus sehr gerne beobachtet. Dies spricht auch für ihr liebstes Hobby, das Zeichnen. Sie beobachtet und zeichnet, was sie sieht. Hannah's Charakter ist sehr schön dargestellt. Sie erscheint sehr sympathisch, aber sie ist auch sehr zurückhaltend. Sie ist lieber allein, hängt ihren Gedanken nach. Ihre Schüchternheit lässt es auch nicht zu, auf andere Personen zuzugehen oder gar Fremde anzusprechen. Auch ist sie kein Freund von unnötigem Small Talk. Doch in der Anonymität der Social Networks traut sie sich, die Missstände, die sie in dieser Stadt beobachten kann, auf ihrer Facebook-Pinnwand zu posten. Sehr gelungen ist hier übrigens, dass diese Facebook-Seite tatsächlich existiert und hier in der Tat immer wieder Links zu tatsächlichen Geschehnissen, zu aktuellen Nachrichten in Shanghai nachgelesen werden können, die dann - durchzogen mit Fantasyelementen - in die Geschichte "Meltworld Shanghai" mit eingearbeitet wurden. Ein Besuch von Hannah's Seite lohnt sich auf jeden Fall. Links dazu sind auch immer wieder in die Geschichte mit eingearbeitet. Erzählt wird die Geschichte immer im Wechsel aus der Sicht von acht verschiedenen Charakteren in der dritten Person. So erhält man einen großen, weitschweifigen Einblick in die Geschehnisse, man erlebt die Geschichte aus den verschiedensten Blickwinkeln - und genau dies macht den großen Reiz dieses Romans aus. Viele Meinungen, viele Perspektiven und unterschiedliche Gedanken und Gefühle verschmelzen zuletzt zu einer gemeinsamen Sache. Als Leser wird man so tief in die Geschehnisse mit hineingezogen und man rätselt mit, was hier gerade passiert. Nachdem sich nach und nach der Vorhang lüftet, stellt man dann sogar noch rückwirkend das ein oder andere fest, dass hervorragend in das nun gelöste Puzzle passt. "ES lebte nicht, und ES war nicht tot. Nur was lebte, hatte Vergangenheit und Zukunft, und ES sehnte sich nach beidem. ES brauchte eine Hülle." Seite 13 Herr Matting hat den Fokus auf die Hauptcharaktere gelegt und so erscheinen manch andere, wie zum Beispiel Hannahs Eltern etwas blass und oberflächlich. So muss man sich doch wundern, wie locker die Eltern die Tatsache hinnehmen, dass ihre Tochter nun mit einem Dämon zusammen ist. Ebenso hat auch Hannah selbst dies etwas zu locker aufgenommen und beinahe als selbstverständlich abgetan. Dieser Part hätte besser und nervenkitzelnder ausgearbeitet werden können. Gelungen wiederum sind die tollen Skizzierungen / Illustrationen der Grafikerin Sidnei Marquez, die sich durch das Buch ziehen. Sie beleben die Geschichte ungemein und spiegeln hervorragend Hannahs liebstes Hobby, dem Zeichnen, wider. Mein persönliches Fazit : Da auch ich, wie auch einige andere Lesebegeisterte, schon vor Erscheinen dieses Buches mit Hannah in Kontakt gekommen bin, war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Auch ich habe Postkarten von Hannah aus Shanghai bekommen und habe neugierig ihren Facebook-Account verfolgt. An dieser Stelle möchte ich nochmals erwähnen, dass dies eine wirklich gelungene Aktion war, die mir viel Freude bereitete. Diese Ungewissheit, als die erste Karte kam, das Grübeln mit anderen Betroffenen bei Facebook, bis man dann plötzlich klar sah - das war schon gut aufgezogen :-) Mit hat das Buch wirklich große Lesefreude bereitet, was mich über den oben beschriebenen Mangel etwas hinwegblicken lässt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und fand des Aufbau, die Idee der Geschichte sehr spannend. Ich bin eingetaucht in die Welt von Hannah Harlof, bin mit ihr zusammen auf eine fantastische Reise nach Shanghai gegangen und in zwei verschiedene Welten eingetaucht. Ein gelungenes Debüt! "Sie musste etwas unternehmen. Etwas, dass die Fronten gerade rückte. Das die Verwirrung in Gewissheit verwandelte gleich welcher Art. Etwas Unerwartetes, Mutiges, Erwachsenes." Seite 223 © Rezension: Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    18. January 2013 um 16:32
  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    schmoeker-rike

    schmoeker-rike

    11. January 2013 um 22:51

    Eigentlich lese ich keine Fantasy Bücher. Deshalb war ich etwas voreingenommen, als ich merkte, daß dieses Shanghai-Buch davon handelt, daß die Stadt von der Welt der Dämonen infiltriert wird. Aber als ich dann trotzdem weiterlas, war ich von der spannenden Handlung gefesselt. Die Geschichte um Menschen, Tiere und Dämonen wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, mit einigen Fotos aus Shanghai illustriert und im ebook ganz nett mit einigen Links angereichert, die dem Geschehen etwas Authentisches geben. Außerdem gibt es Ausflüge in die chinesische Geschichte, insbesondere die grausame Kulturrevolution. Genervt hat mich zwar immer wieder, wie unlogisch sich der Mensch – das Mädchen Hanna- in diesem Roman verhält. Sie ist nicht entsetzt, daß der schöne Hiro ein Dämon ist, sondern verliebt sich in ihn, und auch ihre Eltern…- naja, wahrscheinlich darf man mit diesen Maßstäben nicht an einen Fantasy Roman herantreten. Wenn man das Bedürfnis nach „normalem“ Verhalten der handelnden Menschen zurückstellt, wird man von diesem Buch gut und spannend unterhalten und in die Atmosphäre der vielschichtigen Stadt Shanghai entführt. Dann kann man gespannt verfolgen, ob es Hanna und Hiro gelingt, die drohende Durchlässigkeit der Grenze zwischen Dämonenwelt und Menschenwelt zu verhindern.

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Letizia

    Letizia

    08. January 2013 um 19:31

    Aufgrund eines neuen Jobs ihres Vaters, zieht die 16-jährige Hannah mit ihrer Familie nach Shanghai. Am Anfang fällt es ihr sehr schwer sich in der fremden Stadt und der anderen Kultur einzuleben. Ihr Vater besorgt ihr einen Job in einer Bibliothek. Dort lernt sie Hiro kennen. Aber ist kein Mensch, sondern ein Dämon und er hat einen Auftrag zu erfüllen. Merkwürdige Sachen spielen sich in der Metropolenstadt ab und Hiro soll ihnen auf den Grund gehen. Ein etwas anderes Buch, das einen aber in den Bann zieht und zudem sehr spannend ist. Es werden mehrere Erzählerperspektiven verwendet, hauptsächlich Hannah, Hiro und Es. Dadurch werden aber nicht Informationen vorausgenommen, sondern gestalten die Geschichte noch interessanter. Negativ ist mir aufgefallen, dass man sich viele Zusammenhänge selber erschließen muss und auch das Ende einen etwas ahnungslos zurück lässt und sehr offen ist. Dadurch hält sich der Autor aber die Möglichkeit offen eine Fortsetzung zu schreiben, dem gegenüber ich nichts auszusetzen hätte. Im Buch finden sich ein paar sehr schöne Zeichnungen und auch Links, (die mit dem Ebook direkt aufgerufen werden können) die Hannah im Buch selber verwendet. Eine außergewöhnliche Geschichte mit viel Fantasy, die mir sehr gut gefallen hat.

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Queenelyza

    Queenelyza

    08. January 2013 um 08:33

    Dieses Buch zu beschreiben und gar zu beurteilen ist gar keine leichte Aufgabe. Meltworld Shanghai ist so vielschichtig, düster und einfallsreich, dass wohl kaum einem Leser bereits beim ersten Durchlauf alle Details, alle Schönheiten und Grausamkeiten des Buches auffallen können. In einer dicht gewobenen Atmosphäre wird ein Setting präsentiert, das fasziniert, aber auch abstößt, atemlos, ruhelos, skrupellos... Zunächst einmal fängt alles ganz harmlos an, als die junge Hannah mit ihren Eltern nach Shanghai übersiedelt. Hannah ist nicht wirklich begeistert, derart "verpflanzt" zu werden, fügt sich aber in ihr Schicksal, beginnt die fremde Welt zu erkunden und findet auch neben der Schule rasch eine Arbeit in einer Bibliothek. Doch die Stadt verändert sich, seltsame Dinge geschehen, Menschen geraten außer Rand und Band. Der Strudel aus unerklärlichen Ereignissen reißt Hannah mit, bis sie sich Mächten stellen muss, von denen sie bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts geahnt hat... Es ist schwer, die Geschichte dieses Buches so anzureißen, dass man nicht spoilert, also möchte ich es bei dieser kurzen Beschreibung belassen. Das Buch ist Fantasy, Science Fiction und Coming-of-Age-Geschichte in Einem, nimmt den Leser nicht nur mit in die reale Welt Shanghais, sondern schaut ins Dunkle, Andersartige, Gefährliche. Eingewoben werden tatsächliche Schauplätze der Stadt, und die ganze Atmosphäre ist so bildlich beschrieben, dass man förmlich meint, den Duft der Suppenküchen riechen zu können. Hannah ist eine sympathische Protagonistin, die allerdings wesentlich reifer wirkt als ihre 16 Jahre es vermuten lassen würden. Ihr Weg in diese für sie so andere Kultur ist sehr gut ausgearbeitet, man fühlt mit ihr mit und ist nach jedem Kapitel gespannt, was weiter passieren wird. Überhaupt, die Kapitel, sie sind kurz und knackig, frei nach dem Motto: och, jetzt lese ich doch noch eins mehr, bevor ich schlafengehe / etwas esse / aus der Bahn steige. Sowas mag ich persönlich gerade bei spannenden Geschichten sehr, da es einen viel leichter am Ball bleiben lässt. Doch "Meltworld Shanghai" lässt einem generell keine große Zeit, um zu verschnaufen, ständig passiert etwas, und das auch noch aus verschiedenen Sichtweisen dargestellt, denn die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht verschiedener Darsteller erzählt. Am ehesten hat Meltworld Shanghai mich an ein buntes, grausames Märchen erinnert, voller Eindrücke aus einer anderen Kultur, voll von grausamer Schönheit, atemloser Spannung, voller Kopfkino, überhaupt könnte ich mir die Geschichte gut in Filmform vorstellen. Das Buch ist anders, vielschichtig, intelligent und wert, mehrfach gelesen zu werden, auch wenn es für den klassischen Mainstreamleser unter Umständen zu abgefahren und komplex sein könnte. Mitdenken ist hier nämlich durchaus erwünscht! Mich hat es auf alle Fälle sehr beeindruckt, und obwohl ich kein Fan von Fortsetzungen bin, könnte ich mir hier gut eine vorstellen. Wer weiß?

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. January 2013 um 17:09

    Die 16-jährige Hannah Harlof zieht mit ihren Eltern aus Berlin nach Shanghai. Nur langsam lebt sie sich dort ein. Dort bemerkt sie immer öfter seltsame Vorkommnisse: Schatten sind zu kurz, sie hat Visionen von einem anderen Shanghai und wird Zeuge von dem Einfall eines riesigen Heuschreckenschwarms in der Stadt. Welche Katastrophe bahnt sich dort an? Hannah bekommt einen Aushilfsjob in einer Bibliothek. Dort lernt sie Hiro kennen, der mit einem Auftrag aus der Dämonenwelt nach Shanghai geschickt wurde. Kännen die beiden das Schicksal der Welt abwenden? Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Es gibt Hannah, Hiro und Es, die abwechselnd beschrieben werden. Besonders schön im Buch sind die Zeichnungen und Beschreibungen von Sahnghai und den Sehenswürdigkeiten. Das Buch ist von skurilen Charakteten bevölkert, die Story ging mir ein bißchen zu schnell voran und die Reaktionen von Hannah waren teilweise etwas unwahrscheinlich. Dafür hat es viel Spaß gemacht, Shanghai etwas kennen zu lernen. Begleitend zum Buch gibt es ein ebook: "Fünf Tage in Shanghai" von Hannah Harlof, in dem einige Sehenswürdigkeiten und Orte vorgestellt werden, was die Lektüre von Meltworld Shanghai interssanter macht.

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    23. December 2012 um 15:08

    Ein Mädchen in einer fremden Großstadt, ein Dämon mit einem Auftrag und zwei Welten, die aufeinanderprallen... Die sechzehnjährige Hannah lebt erst seit kurzem in Shanghai und muss sich nicht nur an eine völlig fremde Kultur und Sprache gewöhnen, sondern sieht sich auch mit scheinbar unerklärlichen Fragen konfrontiert: warum wirken die Schatten in der Stadt plötzlich verkürzt? Und wieso verändern Gegenstände ihre Form? Als immer mehr Schlagzeilen über unfassbare Gewalttaten in den Zeitungen erscheinen und Hannah einen jungen Mann trifft, der behauptet, kein Mensch zu sein, kommt ihr langsam der Verdacht, dass eine andere, dunkle Welt in unsere eindringt… -------- Ich liebe Geschichten, bei denen unsere reale Welt verschwimmt, bei denen sich Magie und fantastische Wesen in unseren Alltag mischen. Und genau das bietet uns "Meltworld Shanghai" vor der Kulisse einer überwältigenden Stadt. Hannah, die erst vor kurzem von Deutschland nach Shanghai gezogen ist, ist fasziniert von der Weltmetropole, in der sich Moderne und alte Traditionen vermischen. Doch nach und nach kommt ihr der Verdacht, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Schatten verändern ihre Form, schwarze Schmetterlinge schwirren in den Gärten herum, ein merkwürdiger Wind pfeift durch die Straßen und selbst die Häuser und Bäume scheinen sich zu verändern. Erst der mysteriöse Hiro verschafft ihr Antworten: ein dunkles Wesen ist in ihre Welt eingedrungen und lässt die Grenzen zwischen Dies- und Jenseits verschwimmen. Werden sie gemeinsam die Veränderungen aufhalten können? Durch die Einarbeitung realer Kulissen wie den prächtigen Paramount Ballroom oder die Yuyuan-Gärten verströmt das Buch ein unheimlich realistisches, doch auch irgendwie magisches Flair. Matthias Matting, der die chinesische Metropole selbst einige Male besucht hat, verschafft uns durch Hannahs Augen ein Bild von einer faszinierenden, geschichtsträchtigen Stadt, die von ihren mystischen Traditionen und ihrer brutalen Geschichte unwiderruflich geprägt wurde. Durch Hiro, der den Körper eines Menschen besetzt hat, erleben wir aber auch die andere Seite. Ein Dämon ist in die Menschenwelt eingedrungen und es ist Hiros Aufgabe, ihn aufzuhalten. Doch erst Hannah lässt ihn zweifeln, ob er wirklich alles für seinen Auftrag opfern würde... Zu Beginn wirkten viele Dinge oder Ereignisse im Buch auf mich irgendwie nicht richtig greifbar, weil sich nicht nur Hiro, sondern auch weitere Wesen in unsere Welt schleichen und Chaos unter den Menschen anrichten. Aber gerade dieses zu Beginn Undurchsichtige fand ich äußerst fesselnd und ich war bis zuletzt gespannt darauf, wie die Geschichte enden wird. Trotz der Faszination, die diese Geschichte auf mich ausgeübt hat, sind mir aber auch ein paar Schwachstellen aufgefallen. Besonders zum Schluss hin wirkte die Geschichte, die sonst mit so viel Detailreichtum und Geduld erzählt wurde, nämlich etwas überhastet und unvollständig, wodurch doch einige Fragen offenblieben, die hoffentlich in einer Fortsetzung geklärt werden. "Meltworld Shanghai" hat mir insgesamt betrachtet auf jeden Fall ein ungewöhnliches Lesevergnügen bereitet, welches ich gerne an alle empfehle, die die Vermischung von Realität und Fantasie mögen. Mir jedenfalls hats gefallen. :-)

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    irismaria

    irismaria

    21. December 2012 um 08:54

    Durch eine Leserunde bin ich auf „Meltworld Shanghai“ von Matthias aufmerksam geworden und war vor allem an der Stadt Shanghai und den Erlebnissen eines deutschen Mädchens dort interessiert. Normalerweise lese ich keine Fantasy-Romane und war zu Beginn etwas überrascht, als zwei der drei Handlungsstränge von Dämonen handeln. Dann bin ich aber gut in die Story reingekommen. Die Menschenhandlung erzählt von der 16-jährigen Hannah, die mit ihrer Familie aus Deutschland nach Shanghai gekommen ist und sich nur mühsam in der neuen Umgebung einlebt. Durch einen Job in einer historischen Bibliothek kommt sie in Kontakt mit Chinesen und lernt den jungen Mann Hiro kennen. Hiro ist ein Dämon, der Menschengestalt angenommen hat um eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Gemeinsam versuchen Hannah und Hiro den merkwürdigen Veränderungen in der Stadt auf den Grund zu gehen. Die Geschichte ist fesselnd geschrieben und vermischt modernes Leben in Shanghai, alte Mythen und chinesische Geschichte. Eine faszinierende Leseentdeckung! Ich habe das Ebook gelesen, das neben der Ggeschichte auch Bilder und interessante Links bietet.

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  • Rezension zu "Meltworld Shanghai" von Matthias Matting

    Meltworld Shanghai
    Sunnyle

    Sunnyle

    20. December 2012 um 19:07

    Bevor ich mit der Rezension selbst beginne, möchte ich vorab noch etwas zu dem Buch sagen. Mit einer sehr gelungenen Idee hat der Autor seine Protagonistin Hannah Harlof bereits vor Erscheinen des Buches mit dem Leser bekannt gemacht. Vielleicht können sich einige von euch noch an die Postkarte aus Shanghai erinnern? Hierbei handelte es sich um die Protagonistin aus ebendiesem Buch, welche bereits auf Facebook verraten hat, dass sie das Gefühl hat, dass die Schatten kürzer werden und sich merkwürdige Dinge abspielen. "Meltworld Shanghai" einen passenderen Buchtitel hätte Matthias Matting nicht wählen können. Denn der Autor lässt einen als Leser sowohl mit der Geschichte als auch Shanghai geradezu verschmelzen und auch im Verlauf der Handlung bekommt der Buchtitel immer mehr Wichtigkeit. Der bildliche Schreibstil schafft es, einem als Leser das Gefühl zu vermitteln, an den Handlungen und Schauplätzen der Protagonisten stets teilzuhaben. Das Buch gliedert sich überwiegend in drei Erzählstränge. Hierbei ist über dem jeweiligen Kapitel zu entnehmen, ob es sich um die Erzählperspektive von "Hannah", "Hiro" (ein Junge, welchen diese kennenlernt) oder "Es" handelt. Zunächst war ich etwas verwirrt. Wer ist "Es"? Welchen Zweck hat dieses "Es" in der Geschichte? Doch gekonnt gelingt es dem Autor, die drei Erzählstränge nach und nach miteinander zu verknüpfen, und hierdurch immer mehr der geheimnisvollen Umstände preiszugeben. Obwohl die jeweiligen Perspektiven auktorial erzählt werden, erhält man nicht zu viele Hintergrundinformationen, was die Spannung bei mir stets gesteigert hat. Besonders gut gefallen hat mir, dass Hannah nicht nur im Roman agiert, sondern manche ihrer Erlebnisse ebenso "belegt" sind. Sei es nun ein Facebook-Posting oder ein Link zu einer Schlagzeile, welche sich (wie in dem Buch erzählt) wirklich so ergeben hat. Dies verleiht der Handlung ein wahres Gänsehautfeeling. Denn die Vermischung von realen Begebenheiten mit fiktiven Handlungen ist hierdurch sehr authentisch dargestellt, sodass ich voll und ganz in der Geschichte um Hannah gefangen war. Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Die Handlung baut nicht auf viele Dialoge, was mich bei manchen Büchern schon sehr gestört hat. Doch hier passt es einfach. Es bedarf nicht vieler Dialoge, um einem die Protagonisten näher zu bringen. Die auktoriale Erzählperspektive ist hierfür sehr gelungen gewählt, da diese einen durchweg an den Gefühlen der Protagonisten sowie deren Gedanken teilhaben lässt. Was mir nicht so ganz in den Kopf wollte, war die Tatsache, dass Hannah sowie deren Familie auf manche Dinge ziemlich gefasst reagiert hat. Hier hatte ich stellenweise mit etwas mehr Skepsis oder auch Unglauben gerechnet. Zur Handlung selbst, möchte ich gar nicht allzu viel sagen. Ich möchte euch nur mitgeben, dass ihr euch von der Handlung voll und ganz in den Bann ziehen lassen solltet. Begebt euch gemeinsam mit Hannah nach Shanghai und lasst euch von den Beschreibungen Shanghai´s sowie den merkwürdigen Umständen verzaubern. Fazit: "Meltworld Shanghai" nimmt den Leser mit auf eine Reise der Protagonistin Hannah Harlof. Gekonnt lässt der Autor die Realität mit dem Fiktiven verschmelzen. Gänsehautfeeling ausgezeichnet durch mysteriöse Umstände lassen die Handlung durchweg glaubwürdig erscheinen. Lediglich das Ende hätte ich mir ein bisschen ausführlicher gewünscht, obwohl dieses doch Spielraum für einen Folgeband bieten würde. Abgesehen davon, ist "Meltworld Shanghai" ein gelungener Debütroman von Matthias Matting, welcher mich, hoffend auf eine Fortsetzung, begeistert zurück lässt.

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