Matthias Moor

 4,3 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor*in von Finstersee, Flammensee und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Matthias Moor

Matthias Moor, Jahrgang 1969, lebt seit über 20 Jahren am Bodensee. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, arbeitet als Gymnasiallehrer und als freier Journalist und liebt den Bodensee mit seinen vielgestaltigen Landschaften. Wenn mal nichts anliegt, fährt er am liebsten mit seinem Boot zum Angeln auf den See hinaus. www.matthias-moor.de

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Matthias Moor

Cover des Buches Finstersee (ISBN: 9783954511730)

Finstersee

 (5)
Erschienen am 29.06.2015
Cover des Buches Geistersee (ISBN: 9783954519798)

Geistersee

 (4)
Erschienen am 18.08.2016
Cover des Buches Flammensee (ISBN: 9783954514441)

Flammensee

 (5)
Erschienen am 07.10.2014
Cover des Buches Irische Finsternis (ISBN: 9783740811358)

Irische Finsternis

 (3)
Erschienen am 18.03.2021
Cover des Buches Fischerkrieg am Bodensee (ISBN: 9783740812607)

Fischerkrieg am Bodensee

 (2)
Erschienen am 22.07.2021
Cover des Buches Schattensee (ISBN: 9783740814786)

Schattensee

 (0)
Erscheint am 18.05.2023

Neue Rezensionen zu Matthias Moor

Cover des Buches Fischerkrieg am Bodensee (ISBN: 9783740812607)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Fischerkrieg am Bodensee" von Matthias Moor

Hier prallen handfeste Wirtschaftsinteressen und Umweltschutz aufeinander
Bellis-Perennisvor 4 Monaten

Journalistin Alexandra Kaltenbacher kehrt mit gemischten Gefühlen in ihre Heimat am Bodensee zurück. Vor Jahren ist ihre Mutter verschwunden, der Vater verdächtig und die Familie darüber zerbrochen. Jetzt soll sie über die schwindenen Fischbestände und die Aufregung der handwerklichen Fischer berichten, die gegen Errichtung einer Felchen-Farm protestieren, die ihnen die Lebensgrundlage abgräbt.  

Doch dann entdeckt sie der Zeitung das Foto eines Mordopfer. Es ist ausgerechnet jener Mann, der ihr vor kurzem Informationen zum Verschwinden ihre Mutter angeboten hat. Kaltenbacher engagiert den Privatermittler Martin Schwarz, der hier Licht ins Dunkel bringen. Allerdings befeuern seine Recherchen gleich mehrere Konflikte und der Fischerkrieg scheint unvermeidlich ... 

Meine Meinung: 

Geschickt verpackt Matthias Moor gleich mehrere heiße Eisen in diesen fesselnden Krimi. Der staunende Leser erfährt, dass also zu sauberes Wasser im Bodensee für den Fischbestand sogar schädlich ist, weil dem Plankton (der Fischnahrung) die Lebensgrundlage fehlt. Eine kleine Erhöhung der Phosphatkonzentration könnte Abhilfe schaffen, wird aber von den Ultras bei den Umweltschützern kategorisch abgelehnt. Die Diskussion der Expertengruppe hat die unterschiedlichen Standpunkte recht deutlich gemacht. Da wird Lachs aus Zuchtfarmen über hunderte Kilometer heran gekarrt, statt auf örtlichen Fischfang zu setzen. 

Hinter diesem politischen Gemetzel kommt der Kriminalfall um den Toten bzw. um Alexandras Mutter stellenweise unter die Räder, wird aber wieder hoch gekocht. 

Die Erinnerungen des inzwischen pensionierten Ermittlers bringen dann gemeinsam mit den aktuellen Überlegungen, eine Lösung des Falles ans Tageslicht, die ich schon längst vermutet habe.  

Einzig die persönlichen Probleme des Afghanistan-Veteranen Schwarz hätte ich nicht so unbedingt gebraucht. Die tragen zu den Ermittlungen nichts bei, außer, dass Schwarz das eine oder anderen Mal unkonzentriert wirkt. Sonst lässt sich das Buch gut lesen. 

Fazit: 

Gerne gebe ich diesem Bodensee-Krimi 4 Sterne.

 

 

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Cover des Buches Irische Finsternis (ISBN: 9783740811358)
katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Irische Finsternis" von Matthias Moor

Wer die Seele tötet, weckt die Dämonen. (Saul Bellow)
katikatharinenhofvor 2 Jahren

Marc wird fast von der Trauer zerfressen, denn er muss nicht nur den Verlust von seiner Verlobten Anna verarbeiten, sondern auch der des ungeborenen Kindes. Einzig die Fotos aus guten Tagen scheinen ihm Kraft und Trost zu spenden. Doch er stutzt, als er auf einer Aufnahme seine erste große Liebe Jane entdeckt. Doch wie kommt sie von Irland nach Frankfurt ? Dem will Marc auf den Grund gehen, reist nach Irland und ahnt nicht, dass er an den Orten, wo er damals glücklich war, an einem Wettlauf auf Leben und Tod beteiligt wird...

Wahnsinn !! Dieser Krimi ist einfach nur der helle Wahnsinn und das im doppeldeutigem Sinn. Matthias Moor hat mit "Irische Finsternis" einen düsteren, unheilschwangeren und packenden Krimi geschrieben, der den Leser vom ersten bis zum letzten Buchstaben an die Seiten kettet. Eine bedrückende, unheimliche und zugleich leicht melancholische Stimmung ist von Anfang an zu spüren und sorgt dafür, dass man dieses gewisse Kribbeln in den Fingern hat, das von Nervenkitzel und Anspannung zeugt.

Irland ist ein extrem gut gewählter Schauplatz, denn die steilen Klippen, das tosende Meer und die leicht mystische Stimmung auf der Grünen Insel bilden eine perfekte Kulisse für die zerrissenen, getriebenen Charaktere, die hier authentisch und realistisch ihre Lebensgeschichte erzählen. Unterschwellig schwingt immer ein bedrohliches, unheilvolles Gefühl mit, wenn man mit Marc auf der Jagd nach den Dämonen der Vergangenheit ist.

Matthias Moor spielt hier mit der Angst seiner Figuren und weiß dieses Gefühl aus Unsicherheit und die Bedrohung auf den Leser geschickt zu übertragen. Die Gefühls- & Gedankenwelt von Marc und Jane wird zugänglich und man blickt in menschliche Abgründe, die erschütternde Szenen bereithalten. Ungesagtes kommt endlich auf den Tisch, aber wer glaubt, dass damit alles gut ist, der hat sich geirrt. Denn je mehr Wahrheiten ans Licht kommen, desto mehr zieht sich die Schlinge aus Gewalt, Rache und Hass zu und sorgt für dramatische, Nerven zerreißende Szenen.

Bis zum Schluß ist der Leser in einem fesselnden, fast schon Thriller ähnlichen Plot aus Seelenpein, innerer Zerreißprobe und Vergangenheitsbewältigung gefangen und kann nicht anders, als das Buch regelrecht zu inhalieren


Absolute Leseempfehlung !!.

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Cover des Buches Flammensee (ISBN: 9783863586126)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Flammensee" von Matthias Moor

Was ist mit Tim und Martha passiert?
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Knapp drei Jahre nach dem der damals sechsjährige Tim Mink verschwunden ist, fehlt auch von seiner kleinen Freundin Martha Steinfort, jede Spur. Die Letzte, die das Mädchen im Dingelsdorfer Strandbad gesehen hat, ist ausgerechnet die Schauspielerin Katharina Mink, also Tims Mutter, die damals verdächtigt worden ist, Tim getötet zu haben. 

Sowohl die Familie Mink als auch die Steinfort sind am Bodensee bekannte Gesichter und so liegt die Möglichkeit einer Kindesentführung und die anschließende Erpressung nahe.

Wieder beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, den die Polizei, in Gestalt von Marek Hafen und Marlene Winter, anders als vor drei Jahren, diesmal gewinnen will. Die Polizei bietet alles, was verfügbar ist, auf, um diesmal erfolgreich zu sein. Doch das ist Mink zu wenig und der beauftragt Martin Schwarz, einen ehemaligen Afghanistankämpfer und Privatermittler auf, alle, und besonders seine Frau zu observieren.

 

Meine Meinung:

 

Immer wenn kleine Kinder die Opfer von Verbrechen sind, ist Fingerspitzengefühl des Autors gefragt. Das ist hier gut gelungen. Der Leser muss sich nicht mit Details der Taten herumschlagen. Allerdings bekommt man es diesmal mit zwei etwas seltsamen Familien zu tun. 

 

Die beiden Elternpaare, Wolfgang und Katharina Mink sowie Robert und Verena Steinfort sind mit sich selbst und ihren Karrieren beschäftigt, sodass wenig Zeit für die Kinder bleibt, die alle im nahe gelegenen Internat untergebracht sind. Selbst in den Schulferien, bleiben die drei größeren Kinder, die Zwillinge Sebastian und Sarah Steinfort sowie Ruth Mink, allesamt Teenager, sich selbst überlassen. Immerhin sind sie mit den Eltern in das Luxushotel gefahren. Die kleine Martha muss, ob sie will oder nicht, in die Kinderbetreuung. Ein geordnetes Familienleben sieht anders aus. 

 

Nach und nach kommen die Probleme in den Familien ans Tageslicht. Obwohl erfolgreich, haben Wolfgang, Katharina und Verena jeweils eine ähnliche, traumatische Kindheit erlebt. Besonders die Schauspielerin, die für ihre lebensechte Darstellung berühmt ist, hat(te) unter ihrer schizoiden Mutter arg zu leiden und ist, was leicht nachvollziehbar ist, nach Tims Verschwinden und dem anschließenden Spießrutenlauf, unter Depressionen.

 

Der Krimi ist durchaus spannend, doch hin und wieder erscheint er ein wenig  mit Personen überfrachtet, die psychisch angeknackst sind. Neben Katharina, leiden auch Martin Schwarz und die drei Kinder an unterschiedlichen psychischen Problemen. Das wirkt auch mich ein wenig zu dick aufgetragen. Dass Kinder, die in einem so ungesunden Klima aufwachsen, eigene Probleme entwickeln, ist verständlich.

 

Interessant ist, dass die Polizei so quasi als „Beifang“ einem Kinderhändlerring das Handwerk legt. Das wird wohl im echten Leben auch manchmal passieren, dass unvermutet andere Verbrechen aufgedeckt werden.

 

Was für mich ein wenig verstörend wirkt ist, dass nur der Leser erfährt, was mit Tim bzw. Martha passiert ist. 

 

Fazit:

 

Ein Bodensee-Krimi, der noch ein wenig Luft nach oben hat. Deshalb erhält das Buch 3 Sterne.

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