Matthias Moor

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Finstersee, Flammensee und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Matthias Moor

Finstersee

Finstersee

 (5)
Erschienen am 29.06.2015
Flammensee

Flammensee

 (3)
Erschienen am 07.10.2014
Geistersee

Geistersee

 (2)
Erschienen am 18.08.2016

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Rezension zu "Geistersee" von Matthias Moor

Ermittlungen am Bodensee
NiWavor 2 Jahren

Alexander Stetten - in Fachkreisen als führender Archäologe bekannt - erhält ein Paket mit grausigem Inhalt von seiner längst verstorbenen Mutter zugesandt. Außerdem wird er nachts von nebulösen Erscheinungen gequält, die tote Schwäne in seinem Garten hinterlassen. Wer oder was hat es auf den Schlossherrn am Bodensee abgesehen?

Alexander Stetten fackelt nicht lange und zieht Privatermittler Martin Schwarz hinzu. Schwarz soll Licht ins Dunkel bringen und außerdem ist er ebenfalls am Bodensee daheim, wodurch er die Gegend kennt.

Anfangs war mir nicht bewusst, dass es sich bei „Geistersee“ um den dritten Teil der Krimireihe um den Privatermittler Martin Schwarz handelt. Allerdings wurde ich sehr positiv überrascht, weil es nicht notwendig ist, andere Bände der Reihe zu kennen, sondern man sofort ins kriminalistische Lesevergnügen einsteigen kann.

„Geistersee“ ist ein typischer Krimi, der meiner Meinung nach durch zwei Besonderheiten besticht. Erstens ist es die Umgebung des Bodensees, der die Nachbarländer Deutschland, Österreich und Schweiz mit seinen Gewässern eint, und zweitens, zeichnet sich die Handlung durch die vielschichtige Erzählweise aus.

Der Bodensee an und für sich ist schon ein interessantes Gebiet. Schon allein dadurch ist es spannend, einen Kriminalfall an dessen Ufern zu verfolgen. Martin Schwarz nimmt die Ermittlungen direkt im Schloss des bekannten Archäologen auf und tuckert dazu mit seinem Boot über den See, wobei er von dicken Fischen an seiner Angelrute träumt.

Die Erzählweise hat von der ersten Seite an mein Interesse geweckt. Dem Leser werden verschiedene Zeitstränge präsentiert, die jeder für sich, spannend zu lesen sind. Manches spielt in den 1960er-Jahren, ein weiterer Erzählstrang in der näheren Vergangenheit, und natürlich sind die Ermittlungen in der Gegenwart anberaumt. Durch diesen Wechsel wird deutlich Spannung erzeugt und das Interesse geweckt, weil man sich lange nicht erklären kann, wie alles zusammenhängt. Sehr schön fand ich eingearbeitete Zeitungsartikel, die meiner Meinung nach immer einen Schliff Authentizität verleihen und dadurch noch neugieriger machen.

Einzig unangenehm waren mir die vielen Personen, die an der Ermittlung beteiligt sind. Martin Schwarz schart ein kleines Team um sich, die teilweise nur eine Randnotiz sind und trotzdem das Geschehen vorantreiben. Hier fiel es mir manchmal schwer den Überblick zu behalten, und ich denke, dass weniger Personen für die Handlung ausreichend gewesen wären.

Die Handlung bzw. der Fall an sich war etwas speziell und hat mir sehr gut gefallen. Die Verwicklungen und Verstrickungen waren für mich nicht vorhersehbar und am Ende wurde ich mit der Auflösung überrascht, weil der Autor ein gelungenes Verwirrspiel geliefert hat.

Die Ermittlungen am Bodensee punkten bei mir durch Lokalkolorit, interessantes Hintergrundwissen und dem einnehmenden Handlungsaufbau, der durch seine Dynamik einen besonderen Krimi schafft.

Insgesamt hat mir „Geistersee“ daher gut gefallen und ich war sehr gern mit Martin Schwarz am Bodensee unterwegs. Wer sich auf den Reiz dieser besonderen Umgebung einlassen und einen soliden Krimi lesen will, dem kann ich mit bestem Gewissen dieses Buch empfehlen.

Bisher erschienen:
1) Finstersee
2) Flammensee
3) Geistersee

Kommentare: 8
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mixtapemaedchens avatar

Rezension zu "Flammensee" von Matthias Moor

Zu viele Facetten
mixtapemaedchenvor 2 Jahren

Vor drei Jahren verschwand am Bodensee der sechsjährige Tim. Damals fiel der Verdacht auf die Schauspielerin Katharina Mink, die Mutter des Jungen. Als jetzt die gleichaltrige Martha verschwindet, ist Katharina die letzte, die das Mädchen lebend gesehen hat. Die Tochter ihrer besten Freundin Verena.  Während die Polizei auf die Spur eines rätselhaften Mannes gerät, ermittelt Privatdetektiv Martin Schwarz im Kreis der Familien. Dort stößt er auf ungeahnte Verstrickungen und Abgründe - und ein verstörendes Geheimnnis.

Ich mag deutsche Krimis und ganz besonders dann, wenn sie in meiner Heimat spielen. Mir persönlich war dieser Krimi aber too much. Zwei befreundete stinkreiche Familien. In beiden Familien gibt es kein einzig normales Familienmitglied und im gesamten Buch gab es keine mir sympathische Person. Alle haben "Dreck am Stecken", fast alle haben psychische Probleme oder Affären.
Die Ermittlung führt rund um den Bodensee und das Hinterland und die Ermittler kommen auf die Spuren von Menschenhändlern, Pädophilen und abstrusen Geschichten. Die haben aber gar nichts mit den Vermisstenfällen zu tun, wie der Leser am Schluss erfährt. Nun könnte man sich eigentlich freuen, dass man bis zum Ende keine Ahnung hatte, was denn nun wirklich mit den vermissten Kindern passiert ist.
Tatsächlich ist es aber so, dass ich am Ende des Buches einfach müde war. Müde von den immer weiter abstrusen Drehungen und Vermutungen. Müde von den "Freaks".   Mir hat das Buch nicht gefallen und mir ist bis jetzt nicht klar, was der Titel mit der Geschichte zu tun hat.  Manchmal ist eben weniger doch mehr!

Kommentare: 2
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D

Rezension zu "Finstersee" von Matthias Moor

Mörderische Intrigen
DanielBadraunvor 4 Jahren

Dem Autor Matthias Moor gelingt es, seine Figuren durch die Gegend zu jagen, immer neue Verwicklungen herbeizuführen und die Leserinnen und Leser lange über die Hintergründe der Fälle im Ungewissen zu lassen. Wer die Gegend kennt, hat einen zusätzlichen Mehrwert. Der Titel ist möglicherweise etwas irreführend, denn ein grosser Teil des Textes spielt im düsteren Schwarzwald. Meisterhaft, wie das Heranwachsen eines Kindes in diesem Milieu beschrieben wurde. Möglicherweise hätte man die Geschichte etwas straffen können, 80 Seiten weniger würde der Geschichte noch etwas mehr Zug geben.

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