Matthias Nöllke

 3,1 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor*in von Kreativitätstechniken, Machtspiele und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dr. Matthias Nöllke hat Kommunikationswissenschaften, Politik und Literaturwissenschaft studiert. Er ist seit vielen Jahren als Autor und Keynote-Speaker tätig, u.a. für den Bayerischen Rundfunk und für zahlreiche Unternehmen. Im Haufe Verlag sind von ihm über 20 erfolgreiche Ratgeber und Sachbücher erschienen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Matthias Nöllke

Cover des Buches Aus die Maus (ISBN: 9783462041576)

Aus die Maus

(167)
Erschienen am 24.08.2009
Cover des Buches Machtspiele (ISBN: 9783648066065)

Machtspiele

(4)
Erschienen am 20.02.2015
Cover des Buches Kreativitätstechniken (ISBN: 9783648140215)

Kreativitätstechniken

(4)
Erschienen am 21.05.2020
Cover des Buches Schlagfertig (ISBN: 9783648035887)

Schlagfertig

(4)
Erschienen am 15.10.2012
Cover des Buches Schlagfertigkeit (ISBN: 9783648192948)

Schlagfertigkeit

(3)
Erschienen am 25.09.2025
Cover des Buches Schlagfertigkeit (ISBN: 9783648066355)

Schlagfertigkeit

(4)
Erschienen am 19.02.2015
Cover des Buches Vermieter-Ratgeber (ISBN: 9783648065631)

Vermieter-Ratgeber

(2)
Erschienen am 22.04.2015

Neue Rezensionen zu Matthias Nöllke

Cover des Buches Aus die Maus (ISBN: 9783462041576)
Rosebuds avatar

Rezension zu "Aus die Maus" von Christian Sprang

Rosebud
Nicht immer lustig

Aus die Maus, von Christian Sprang und Matthias Nöllke, Kiepenheuer&Witsch


Sprang hat schon zu Studienzeiten angefangen lustige, komische oder seltsame Todesanzeigen zu sammeln. Schnell begannen Freunde und Bekannte ihm ihre skurrilen Fundstücke zukommen zu lassen.


Dies ist eine Sammlung aus seltsamen, komischen oder fragwürdigen Anzeigen zu einem ernsten Thema.


Immer ist mir bei der Lektüre, das Lachen im Hals steckengeblieben, unfreiwillig komisch, Druckfehler, seltsame Namen, ungewollt lustigeTexte. Selbstanzeigen es ist alles dabei.


Hat mich gut unterhalten, von mir 4 Sterne

Cover des Buches Aus die Maus (ISBN: 9783462041576)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Aus die Maus" von Christian Sprang

Tilman_Schneider
herrlich

Todesanzeigen sind manchmal echt kurios. Die komischsten, witzigsten, traurigsten und außergewöhnlichsten sind hier versammelt. Da wird nach der Todesanzeige für die verstorbene Frau noch schnell eine Kontaktanzeige eingeschoben. Da distanzieren sich Verwandte vom Rest der Familie oder man bewirbt das eigene Geschäft. Herrlich, köstlich, böse und voller kurioser Einfälle. Ich mag den Begriff Toiletten Bücher nicht, aber alle Gäste kommen lachend zurück oder bleiben auffalend lange, wenn dieses Buch da liegt.


Cover des Buches Eine tapfere Leber hat aufgehört zu arbeiten (ISBN: 9783462002607)
Joseph_Weisbrods avatar

Rezension zu "Eine tapfere Leber hat aufgehört zu arbeiten" von Christian Sprang

Joseph_Weisbrod
Kein Grund zur Trauer: „Nie wieder Honig von Deinen Bienen“

Eine originelle Sammlung von Traueranzeigen dokumentiert den Wandel im Umgang mit dem Tod

Mein Beileid. Das Leben geht weiter. Die Zeit heilt alle Wunden. Hilflose Floskeln sind für Trauernde, die einen geliebten Menschen verloren haben, oft kein wirklicher Trost. Die Unsichereit, die richtigen Worte zu finden, drückt sich auch in vielen Todesanzeigen aus. Die Wenigsten hinterlassen Zitate wie der am 20. November 2013 verstorbene Dieter Hildebrandt: „Ich glaube, ich habe im Wesentlichen herumgestochert“. Diese ironische Selbsterkenntnis steht auch über der Traueranzeige für den legendären „Scheibenwischer“-Kabarettisten.  

Nach der Trilogie „Aus die Maus“ (2009), „Ich mach mich vom Acker“ (2013) und „Wir sind unfassbar“ (2018) legen Christian Sprang, promovierter Musikwissenschaftler und Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und der für den Bayerischen Rundfunk tätige Autor Dr. Matthias Nöllke bereits den vierten Band aus ihrer scheinbar unerschöpflichen Todesanzeigen-Sammlung vor. Das Buch ist entstanden aus einer Longlist von 1.600 Anzeigen. Die besten 300 Stücke sind in dieser keineswegs todtraurigen Anthologie dokumentiert, kategorisiert und kommentiert.

Die Todesanzeigen haben sich seit den ersten Auflagen verändert. Die Autoren haben fünf Trends identifziert. Im Zuge der Digitalisierung werden die klassischen Printanzeigen in den Zeitungen durch Trauerportale im Internet ergänzt und immer häufiger mit Farbfotos und grafischen Motiven illustriert. Dazu gesellen sich die sozialen Medien mit ihren virtuellen Kerzen, Nachruf-Videos und den nach dem Ableben weiter im Netz geisternden Facebook- oder Instagram-Profilen.

Als zweiter Trend hat sich eine zuvor eher seltene Unverblümtheit, Bitterkeit und Heiterkeit in den Texten ausgebreitet. Mobbing, Unfälle, Verbrechen, Krankheiten und Vereinsamung sind kein Tabu mehr. So der letzte Gruß an Ute K: „So still hätte sie weder gehen wollen, noch sollen.“ Einer ruft der Verstorbenen hinterher:  „Noch eins: Ich habe Dich nicht ins Heim gebracht!“ Tod und Sterben werden oft nicht mehr pathetisch verklärt, sondern banalisiert. Da sollen die Verstorbenen schon mal „das Bier kalt stellen“, „den Grill anwerfen“ oder den Liegestuhl am Mallorca-Strand frei halten. Auch die rheinische Variante darf nicht fehlen: „Einer hät immer die Aaschkaat“. R. We. freut sich auf das Wiedersehen: „Hola Dicker! Auf zu Gott! Im Himmel ist Kirmes. Treffpunkt: Riesenrad!“

Als dritten Trend erkennen die Autoren die „Selbstanzeigen“. Hier wollen die Verstorbenen das letzte Wort haben. Sich verabschieden, Trost spenden, nachkarten oder sich lustig machen. Klaus-Dieter G. ist in den Bergen geblieben: „Mein letzes Skirennen: König-Ludwig-Lauf, Oberammergau, den 01. 02. 2015“. Peter K.: „Ich hatte die Schnauze voll und sage Euch Tschüss, bis bald! Ihr hättet gerne noch einen auf mich trinken können, aber… Corona“. Karin K. tröstet die Hinterblienenen: „Jammert nicht! Seid froh, dass Ihr mich ertragen durftet.“

Der vierte Trend ist das Weglassen. Viele Anzeigen belassen es bei Andeutungen. Wesentliche Basics kommen nicht mehr vor. Wer trauert um wen? Wer ist überhaupt wann gestorben? Gibt es eine Trauerfeier und wenn ja wo? Steht am Ende gar die leere Anzeige – ohne Namen, Geburts- und Sterbedatum und Hinterbliebenen? Damit einher geht, so die Autoren, ein fünfter Trend. Die Anzeigen richten sich nicht mehr an die Öffentlichkeit, sondern an die eigene Kernzielgruppe, an Menschen aus dem persönlichen Umfeld. Nur für Insider verständlich.  Wie das unter der Überschrift „Handlampe, Kabeltrommel und Stecker sind wieder vereint“ gewürdigte Treiben von Willy, Fritz und Hanny. Bei Christiane (Janni) D. steht die Frage im Trauerrahmen: „Gehört das so?“.

Beim besinnlich-vergnüglichen Stöbern in den Faksimiles der von den Autoren einfühlsam und pointiert  kommentierten Originalanzeigen über starke Abgänge (Martin, Du warst der Allergeilste), bittere Bilanzen (Arbeiten bis zum Umfallen), Berufliches (Endlich gibt es im Himmel vernünftiges Brot), Familienleben (Frau zu sein ist schwer), Hobbys (Die Katze fliegt nicht mehr), Todesursachen (Corona, Du hast uns tief getroffen), Abschiedsgedichte (Nie wieder Honig von Deinen Bienen, nie wieder zocken hinter geschlossenen Gardinen),  Danksagungen (Besonderer Dank gilt dem Rotwein, der uns über 90 Jahre hat leben lassen) fragen sich die LeserInnen unwillkürlich, welche Art von Todesanzeige man für sich selbst wünschen würde. Vielleicht ja eine mit Trauerrand und blütenweißer Weste, äh Fläche. Hoffentlich hat nicht der bulgarische Theaterregisseur Dimitri Gotscheff das letzte Wort: „Da ist Loch“.  

Joseph Weisbrod

Info: Christian Sprang & Matthias Nöllke: „Eine tapfere Leber hat aufgehört zu schlagen – Ungewöhnliche Todesanzeigen“. 272 Seiten. 12 Euro. Kiepenheuer & Witsch, Köln

 

 

 

 

 

 

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