Unternehmer

von Matthias Nawrat 
4,2 Sterne bei14 Bewertungen
Unternehmer
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Positiv (13):
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Bunte Charaktere in traurigfeine Sprache verpackt. Viele Geschichten in einzelnen Sätzen ergeben eine wunderbare Erzählung!

Kritisch (1):
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Hat mich leider nicht ganz überzeugt! Schade! Hatte mich so darauf gefreut!

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Inhaltsangabe zu "Unternehmer"

Vielleicht ist das überhaupt das Wesen der Arbeit: Dass sich stets – so schön diese Arbeit auch sein mag – eine zweite Person in einem regt, die nicht arbeiten will. Und fehlt dieses Nichtwollen in einem drin bei einer Tätigkeit, dann handelt es sich nicht um Arbeit.

Lipa ist dreizehn, und sie ist Mitarbeiterin des Monats in einem Familienunternehmen der besonderen Art. Gemeinsam mit dem Vater und ihrem kleinen Bruder, dem einarmigen Berti, durchforstet sie die Industrieruinen der Schwarzwaldtäler nach verwertbaren Stoffen, Tantal und Wolfram etwa, denn die, sagt der Vater, 'werden uns besonders reich machen'. Er sagt: 'Heute ist Spezialtag.' Und: 'Schmerzen müssen wir ertragen können. Das ist das Gesetz des Unternehmertums.'
Davon, aber auch von Lipas Liebe zum langen Nasen-Timo, vom Aufbegehren und von den unvermeidlichen Verschiebungen im Familiengefüge erzählt Matthias Nawrat in kaum je gehörten Sätzen. 'Unternehmer' sucht nach dem Wert und dem Wesen der Arbeit, der Familie, der Liebe, überhaupt der Beziehungen untereinander und berichtet davon mit den Mitteln der Poesie: witzig, warmherzig und auch weise. Dass Matthias Nawrat als Erzähler die Menschen kennt, als Naturwissenschaftler aber auch die Dingwelt und ihre Gesetze, hält dieses Unternehmen mühelos am Boden der Tatsachen.
'Ein grandioser Auftakt', befanden Jury und Publikum des Bachmann-Preises über das erste Kapitel dieses abenteuerlichen Coming-of-Age-Romans, der zugleich Parabel ist auf die Welt der Werktätigen und eine dunkle Liebeserklärung an den Schwarzwald.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498046125
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:144 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:07.03.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Perles avatar
    Perlevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich leider nicht ganz überzeugt! Schade! Hatte mich so darauf gefreut!
    Matthias Nawrat - Unternehmer (Roman)

    Klappentext:
    Zwischen Utzenfeld und Schönau, der Ravenna-Schlucht und der Ruinenstadt Staufen sind sie unterwegs - der Vater, die 13-jährige Lipa und der einarmige Berti, ihr kleiner Bruder -, unterwegs zu den verlassenen Fabriken der ehemals boomenden Region. Sie suchen nach Magnetspulenherzen, rattrigen, summenden, um sie bei dem Mann mit den Öllappenhänden in Klimpergold zu verwandeln. Doch die Nachfrage sinkt, und so wagen die drei Unternehmer einen besonders gefährlichen Beutezug mit ungewissem Ausgang.

    "Der herrliche Erzähler Matthias Nawrat hat uns eingewickelt, im besten dichterischen Sinn." (Feridun Zaimoglu)

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch habe ich seit Mitte September dieses Jahres, ich entdeckte es in Aachen in einem Öffentlichen Bücherschrank und nahm es kurzentschlossen mit, da mir das Cover so gut gefiel.

    Doch ich las nur ein paar Seiten und merkte sofort, dass es mir nicht gefiel. Die Erzählform sprach mich irgendwie nicht an. Ich wurde nicht warm mit den Protagonisten geschweige denn mit dem ganzen Roman. Trotzdem las ich es weiter, am ersten Tag schon bis Seite 63 von 137, hätte es fast ganz an einem Tag ausgelesen, aber ich dachte, heb es Dir für den nächsten Tag auf, da icxh andere wichtige schönere Sachen zu erledigen hatte.

    Die restlichen 74 Seiten las ich dann am nächsten Abend in zwei Stunden aus. Brauchte also nur ca. 3 Stunden dafür, man konnte es schnell und flüssig lesen. Das war fast das Einzige Gute an dem Buch, da in normaler Schriftgröße gedruckt wurde. Die letzten 40-50 Seiten waren etwas besser, wäre es von Anfang an so gewesen, hätte es mindestens einen Stern mehr bekommen.

    Es hat mich leider nicht ganz überzeugt! Schade! Hatte mich so darauf gefreut! Mal schauen, wem ich es weitergebe, vielleicht im Januar beim nächsten bookcrossing-Treffen. Vielleicht interessiert sich ja dort jemand dafür.

    Der Autor sagt mir auch nichts.
    Ziemlich unbekannt anscheinend oder auch noch ziemlich Neu. Er ist 1979 im polnischen Opole geboren, siedelte als 10-jähriger mit seiner Familie nach Bamburg um. Er studierte in Freiburg und Heidelberg Biologie, danach am Schweizer Literaturinstitut in Biel.

    Für seinen Debütroman "Wir zwei allein (2012) erhielt er u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Sein Roman "Unternehmer" (2014), euphorisch besprochen und für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde u.a. mit dem Kelag-Preis und dem Bayern-2-Wortspiele-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien "Die vielen Tode unseres Opas Jurek". Matthias Nwrat lebt in Berlin.

    Vergebe hierfür leider nur 2 Sterne mit einem + dazu.



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    Arizonas avatar
    Arizonavor 2 Jahren
    Unternehmer

    Im Schwarzwald ist die 13-jährige Lipa mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder Berti unterwegs, um in Fabrik-Ruinen einige Metall-Rohstoffe herauszuholen. Daher stammt auch der Titel des Romans, denn die Familie begreift sich eben als „Unternehmer“. Die beschriebene Situation im Land erscheint irgendwie seltsam fremd, es scheint eine Art von dystopischer Endzeitstimmung zu herrschen, daher lässt sich die Handlung zeitlich nicht so klar zuordnen. Irgendwie wirkt auch alles so altmodisch, so wie nach einem Krieg. Auf jeden Fall sind die drei eben als Unternehmer in den leerstehenden Fabriken unterwegs, was nicht immer so ungefährlich ist. Sie verkaufen ihre Waren in einem Laden namens „Paradies“ und bekommen so ihr „Klimpergeld“. Nebenbei ist Lipa auch etwas verliebt in einen Jungen aus dem Dorf. Und es geht um ihre Familie, um die Konkurrenz zu ihrem Bruder. So ist sie die Assistentin und er der Spezial, und beide möchten gerne Mitarbeiter des Monats werden. Später gibt es Veränderungen in der Familie, und die beiden Kinder müssen in die Schule gehen, was nun die Welt der Arbeitslosen darstellt.

    Dieser Roman ist etwas Besonderes. Vor allem sprachlich, denn der Autor benutzt hier eine ganz eigene, poetische Sprache, mit ungewöhnlichen Worten. Dadurch entsteht eine ganz eigene Stimmung. Es ist ein etwas befremdlicher Roman, der jedoch ganz konsequent erzählt ist und in seiner eigenen, selbst erschaffenen Welt spielt. Es ist mit 136 Seiten nur ein dünnes Büchlein, das es wert ist entdeckt zu werden. 

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    Gulans avatar
    Gulanvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein kleines Buch mit vielen Facetten (Erwachsenwerden, Familie, Heimat, Arbeitswelt) und einfacher, aber schöner Sprache.
    Bitter Sweet Symphony

    "Entweder man ist Unternehmer, oder man ist es nicht. Bist du es?" (S.28)

    Die 13jährige Lipa ist Teil eines Familienunternehmens. Ihr Vater, sie und ihr kleiner Bruder Berti durchstreifen den Schwarzwald und seine Industrieruinen auf der Suche nach Metallen. Der Traum der Familie ist es, irgendwann nach Neuseeland auszuwandern, doch sie halten sich mehr schlecht als recht über Wasser. Lipa steckt in der Pubertät und verliebt sich in Nasen-Timo aus dem Dorf. Sie beginnt, die strengen Regeln des Familienunternehmens in Frage zu stellen.

    "Unser Beruf bringt viele Schmerzen mit sich. Aber die Schmerzen müssen wir ertragen können. Das ist das Gesetz des Unternehmertums." (S.64)

    Die Geschichte spielt in einer nicht näher definierten Zukunft. Die Menschen mussten teilweise ihre Städte verlassen und sich behelfsmäßige neue Siedlungen errichten. Industrieanlagen scheinen nur noch als Ruinen zu bestehen. Gleichwohl gibt es weiterhin so etwas wie ein Gemeinwesen. In dieser Situation bestreitet Lipas Familie ihren Unterhalt als Metallsammler. Dabei nimmt der Vater auch äußerste Gefahren in Kauf, Berti hat bereits einen Arm verloren. Das Gesetz des Unternehmertums ist die heilige Kuh der Familie. Beide Kinder sind von dieser Philosophie bereits völlig eingenommen. Freie Tage oder Urlaub sind nicht vorgesehen. Die Schule ist ein „Ort der Arbeitslosen“. Mit der Zeit beginnt Lipa eine leise Rebellion gegen diese eisernen Regeln. Allerdings wird dies mit einer chronischen Erkrankung des Vaters in Frage gestellt.

    Matthias Nawrats Roman umfasst nicht einmal 150 Seiten und doch schafft er es, zahlreiche Facetten zu erzählen. Dies ist zum einen die Geschichte des Erwachsenwerdens, des Protests gegen elterliche Vorgaben, zum anderen das meist harte, unbarmherzige Wesen der Arbeitswelt, dass allerdings auch wenige glückliche Momente des Erfolgs bereithält. Daneben erzählt dieses Buch auch von Heimat und dem unerschütterlichen Zusammenhalt der Familie.

    "Die Familie ist eine Kapitalgesellschaft. Was man einträgt, darf man mit Profit zurückerwarten. Und umgekehrt darf niemand glauben, etwas ohne eigene Auslage zu bekommen." (S.127)

    Wir erleben die Geschichte aus Lipas Perspektive. Sie erzählt in einer einfachen, simplen, aber immer wieder beeindruckenden Sprache mit wunderbaren Wörtern wie „Köstlichkeitsbescheid“ oder „Vaterschwere“. Lipa legt eine große Naivität an den Tag. Doch gerade diese erlaubt es ihr in Momenten des Scheiterns und der Zukunftsangst (die sie als solche nicht wahrnimmt) Zuversicht und Hoffnung zu schöpfen. Ihre pubertären Abnabelungstendenzen kollidieren am Ende mit ihrem Pflichtbewusstsein als Familienunternehmerin.

    Ein bittersüßer Roman, einerseits berührend und liebevoll, andererseits traurig und hoffnungslos. Eine schöne Erzählung, nicht zu Unrecht stand dieser Roman auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis.

    Kommentare: 10
    66
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    ralf_boldts avatar
    ralf_boldtvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Sprachlich interessante Novelle
    Sprachlich interessant

    Die dreizehnjährige Lipa, ihr einarmiger Bruder und ihr Vater bilden ein Unternehmen in der Nähe der Schwarzwaldstadt Stauffen. Zeitlich ist die Novelle wohl in einer nicht näher definierten Zukunft zu verorten. Die ehemals blühende Wirtschaft ist quasi nicht mehr existent und das Familienunternehmen schlägt sich mehr schlecht als recht mit dem Gewinnen von Rohstoffen aus den Überresten der Industrie durchs Leben. Kabel und Spulen werden für ein geringes Geld an einen Schrotthändler verkauft. Die Zeiten sind schwer und die Konkurrenz belebt nicht eben das Geschäft, sondern schmälert die Erträge. Der Vater hat früher angestellt und sah keine andere Möglichkeit als die „Selbständigkeit“, um seine Familie zu ernähren. Die Kinder, die noch nie eine Schule von innen gesehen haben, haben seine neue erzwungene Sichtweise von viel Arbeit bei geringer Freizeit schnell angenommen. Obwohl es ihnen nicht gut geht, sehen sie gesellschaftlich über den Arbeitslosen stehen. Auch Schüler werden abfällig als solche bezeichnet. Der kleine Bruder Berti ist dabei noch völlig unreflektiert. Doch Lipa kommt in die Pubertät und beginnt neue Interessen zu entwickeln. Damit kommen erste Zweifel am Tun des Vaters. Doch als dieser erkrankt, versteht sie immer noch nicht, dass er untätig ist. Der ehemals so starke „Unternehmer“ verliert sich dennoch in seiner Krankheit. Die Mutter, eine ehemals attraktive und begehrenswerte Frau, muss schließlich Dinge aus dem Haushalt verkaufen, um die Familie zu ernähren. Alles hat sich geändert. Auch Lipa muss sich anpassen und zur Schule gehen, wo sie mit ihrer bisherigen Lebens- und Denkweise zunächst Probleme hat. Matthias Nawrat beschreibt die Geschichte aus der Sicht des ungebildeten Mädchens Lipa. Auf diese Sprache muss sich der Leser zunächst einlassen, denn man könnte anfangs denken, dass dies ein Kinder- oder Jugendbuch sei. Dies trifft aber nicht zu. In der kurzen Form entwickelt er die Figur stetig weiter. Das Mädchen wird zur Frau, ist aber im strengen Rahmen der Familie gefangen. Die alleswissende Vaterfigur, ein ehemaliger Arbeiter, versucht als Selbständiger der Familie ein angenehmes Leben zu bieten. Doch schon der Schrotthändler, der seine Metalle kauft, nimmt ihn nicht für voll. Er ist ihm nicht ebenbürtig und bekommt die Preise vorgegeben. Eine freie Marktwirtschaft mit Angebot und Nachfrage sieht anders aus. Gegen den Banker, der ihm einen Kredit gewähren soll, hat er keine Chance. Lipa muss ihm sogar als seine „Assistentin“ die Zahlen vorbereiten. Dies ist für Lipa nicht ungewöhnlich, denn sie fühlt sich in diesem Gefüge der Familie sprich des Unternehmens wohl, denn sie hat eine Aufgabe. Als der Vater nur noch ein weinendes Häufchen Elend ist und die Mutter mit seiner Pflege komplett ausgelastet ist, verläßt sie die Schule und ist fest entschlossen, das Familienunternehmen weiterzuführen. Matthias Nawrat gelingt es, den Leser schnell in den Bann der einfachen Erzählung zu ziehen. Doch gerade in der Einfachheit von Sprache und Handlung ist der Reiz des Buches zu finden. Auf nur wenig mehr als einhundert Seiten erfahren wir etwas über die vor allem körperliche Entwicklung eines Mädchens zu Frau. Mental bleibt sie jedoch weiterhin in dem gefangen, was der Vater ihr versucht hat vorzuleben. Ihre nur ansatzweise vorhandene Reflektion über das Leben, das eigene Leben und die Zukunft ist erschreckend. Der Leser erfährt aber eine Menge über die Landschaft, in der die Menschen leben und was sie antreibt, dort zu leben. Die Novelle ist lesenswert, da sie in ihrer ihr eigenen Art nachdenklich über das Geschriebene macht und lange Zeit nachhallen wird.

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 4 Jahren
    Die Prinz(essinn)en von Staufen, die Könige vom Schwarzwald


    ... um mit John Irving bzw. seinem Protagonisten aus "Gottes Werk und Teufels Beitrag" zu sprechen, sind es, um die es in "Unternehmer" von Matthias Nawrat geht, zwar nicht Waisenkinder wie bei Irving, aber doch diejenigen, die ganz am Rande der Gesellschaft, am unteren Ende der Sozialstruktur angesiedelt sind - das ist in diesem Falle die Familie Rehm: Vater, die 13jährige Tochter Lipa und der einarmige Sohn Bruno betreiben einen Rohstoff- und Schrotthandel, bezeichnen sich hochtrabend als Unternehmer.

    Stopp, ist es wirklich hochtrabend? Nein, ihr Unternehmertum zeugt von Würde und Selbstachtung, soweit diese Lebensform finanziell und vor allem gesundheitlich machbar ist. Im Fokus steht als Ich-Erzählerin die 13jährige Lipa, auf der Schwelle vom Mädchen zur Frau. Was sie berichtet, zeugt vom Leben in einer ganz eigenen Welt mit völlig individuellen Wertvorstellungen - eine Welt, in der nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie zu Hause ist, eine Welt, in der Schule ein Ort für Arbeitslose ist (S. 108/109). Lediglich die Mutter - als Einzige nicht ins Familienunternehmen eingebunden - scheint den Zugang zur Realität und einen gewissen - durchaus gesunden - Zweifel an der Zukunft zu wahren.

    Es hat etwas von der Zuversicht des Ausweglosen, vom positiven Denken des Guido Orefice im Film "Das Leben ist schön" und vor allem von der Lebensfreude der Figuren in John Steinbecks Roman "Straße der Ölsardinen", die ganz und gar auf ihren eigenen Kosmos vertrauen. Bezaubernd ist es, anrührend, gleichzeitig jedoch bedrückend und auch traurig ob der Ausweglosigkeit, die man als quasi über dem Geschehen thronender Leser wahrnimmt.

    Eine Art Schelmen-, vielmehr Schelminnenroman ist es mit einer Art Pippi Langstrumpf in der Rolle der Erzählerin, die sich in ihrer ureigenen Sprache die Welt malt - die jedoch leider nicht immer gefällt. Ein wenig schwer fällt es manchmal Lipas Sprache, ihren Gedankengängen zu folgen, doch es eröffnet sich der Zugang zu einer anderen Welt, die zu betreten sich durchaus lohnt.

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    DieBuchkolumnistins avatar
    DieBuchkolumnistinvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Bunte Charaktere in traurigfeine Sprache verpackt. Viele Geschichten in einzelnen Sätzen ergeben eine wunderbare Erzählung!
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    JensSteiners avatar
    JensSteinervor einem Jahr
    T
    ttowervor 2 Jahren
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    Nicnamevor 2 Jahren
    R
    Romyvdlvor 4 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 steht seit Kurzem fest und hier könnt ihr auch schon bei LovelyBooks für euren persönlichen Favoriten abstimmen.

    Jetzt haben wir noch eine besondere Aktion für euch vorbereitet: Ihr habt nun die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen und natürlich auch ihre Bücher zu gewinnen!

    Die Autoren von Diogenes, dem Luchterhand Literaturverlag, dem Residenz-Verlag und dem Rowohlt Verlag haben bereits zugesagt, die Liste ist aber noch nicht final, sondern wird noch erweitert werden. Seid gespannt!

    Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen:

    Montag, 8. September 2014:
    Thomas Melle - "3000 Euro"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Matthias Nawrat - "Unternehmer"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Michael Ziegelwagner - "Der aufblasbare Kaiser"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Dienstag, 9. September 2014:

    Christoph Poschenrieder - "Das Sandkorn"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Mittwoch: 10.September 2014:

    Saša Stanišić - "Vor dem Fest"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Dienstag, 16. September 2014:

    Ulrike Draesner - "Sieben Sprünge vom Rand der Welt"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Mittwoch, 17. September 2014
    Martin Lechner - "Kleine Kassa"
    Hier geht es zur Fragerunde!

    Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten! Bitte beachtet, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind.

    Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 3 tolle Buchpakete mit den folgenden Büchern aus der Longlist:


    Ich wünsche euch schon einmal viel Spaß bei den Fragerunden! Seid ihr schon gespannt? :)


    Nachtrag: Die Shortlist des Deutschen Buchpreises ist nun auch veröffentlicht! Hier könnt ihr sehen, welche Titel es geschafft haben!
    Flohs avatar
    Letzter Beitrag von  Flohvor 3 Jahren
    Oh Danke, da habe ich ja noch gar nicht mit gerechnet!
    Zum Thema
    TinaLiests avatar


    Fragerunde mit Matthias Nawrat, dem Autor von "Unternehmer"

    "Vielleicht ist das überhaupt das Wesen der Arbeit: Dass sich stets – so schön diese Arbeit auch sein mag – eine zweite Person in einem regt, die nicht arbeiten will. Und fehlt dieses Nichtwollen in einem drin bei einer Tätigkeit, dann handelt es sich nicht um Arbeit."

    Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2014 habt ihr die Chance, den Autoren, die mir ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen!

    Es ist mir eine große Freude in dieser Fragerunde Matthias Nawrat begrüßen zu dürfen! Sein Roman "Unternehmer" ist zugleich Parabel auf die Welt der Werktätigen und eine dunkle Liebeserklärung an den Schwarzwald. Eindrucksvoll und raffiniert erzählt Nawrat in dem abenteuerlichen Coming-of-Age-Roman von der 13-jähirgen Lipa, ihrem Bruder Berti und dem Familienunternehmen ihres Vaters.

    Mehr zum Buch:

    Lipa ist dreizehn, und sie ist Mitarbeiterin des Monats in einem Familienunternehmen der besonderen Art. Gemeinsam mit dem Vater und ihrem kleinen Bruder, dem einarmigen Berti, durchforstet sie die Industrieruinen der Schwarzwaldtäler nach verwertbaren Stoffen, Tantal und Wolfram etwa, denn die, sagt der Vater, «werden uns besonders reich machen». Er sagt: «Heute ist Spezialtag.» Und: «Schmerzen müssen wir ertragen können. Das ist das Gesetz des Unternehmertums.»
    Davon, aber auch von Lipas Liebe zum langen Nasen-Timo, vom Aufbegehren und von den unvermeidlichen Verschiebungen im Familiengefüge erzählt Matthias Nawrat in kaum je gehörten Sätzen. «Unternehmer» sucht nach dem Wert und dem Wesen der Arbeit, der Familie, der Liebe, überhaupt der Beziehungen untereinander und berichtet davon mit den Mitteln der Poesie: witzig, warmherzig und auch weise. Dass Matthias Nawrat als Erzähler die Menschen kennt, als Naturwissenschaftler aber auch die Dingwelt und ihre Gesetze, hält dieses Unternehmen mühelos am Boden der Tatsachen.


    Hier geht es zur Leseprobe!


    Mehr zum Autor:
    Matthias Nawrat wurde 1979 im polnischen Opole (Oppeln) geboren. 1989 siedelte seine Familie nach Bamberg in Deutschland um. Nach dem Abitur studierte er von 2000 bis 2007 Biologie in Heidelberg und in Freiburg im Breisgau, seit 2009 ist er Student des Lehrgangs Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Daneben arbeitet er als freier Wissenschaftsjournalist und Kulturkritiker. Matthias Nawrat lebt in Berlin. Sein aktueller Roman "Unternehmer" ist für den Deutschen Buchpreis 2014 nominiert.

    Wir verlosen gemeinsam mit dem Rowohlt Verlag 5 Exemplare von "Unternehmer" unter all denjenigen, die bei der Fragerunde neugierig sind und mitmachen! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren Fragen stellt, wandert zusätzlich in den Lostopf für eines von drei Buchpaketen, vollgepackt mit den nominierten Werken!

    Matthias Nawrat wird am Montag, den 8. September 2014, bis zum Abend Fragen beantworten - die Fragerunde wird also nicht bis um Mitternacht geöffnet sein! Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend auch schließen.

    Ich wünsche euch viel Spaß bei der Fragerunde!
    Z
    Letzter Beitrag von  Zokovor 4 Jahren
    Juchuuuu... endlich ist es da. Bin schon sehr gespannt...
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