Matthias Oden Junktown

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Inhaltsangabe zu „Junktown“ von Matthias Oden

Abstinenz ist Hochverrat! Diese Zukunft ist ein Schlaraffenland: Konsum ist Pflicht, Rauschmittel werden vom Staat verabreicht, und Beamte achten darauf, dass ja keine Langeweile aufkommt. Die Wirklichkeit in »Junktown«, wie die Hauptstadt nur noch genannt wird, sieht anders aus. Eine eiserne Diktatur hält die Menschen im kollektiven Drogenwahn, dem sich niemand entziehen darf, und Biotech-Maschinen beherrschen den Alltag. Als Solomon Cain, Inspektor der Geheimen Maschinenpolizei, zum Tatort eines Mordes gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass dieser Fall ihn in die Abgründe von Junktown und an die Grenzen seines Gewissens führen wird. Denn was bleibt vom Menschen, wenn der Tod nur der letzte große Kick ist?

Zu verwirrend und am Ende hat es doch keinen Sinn

— buechermaus88

Anders, aber guuut!

— Kaisu

Mordermittlung in einer schönen neuen Welt - ein ungewähnliches Buch genau nach meinem Geschmack!

— Laberladen

Sehr guter dystopischer Krimi/Thriller! Rezension auf meinem Blog!

— germanbookishblog

Ein interessanter Krimi, in der der Konsum von Drogen Pflicht ist. Eine Zukunftsversion, die ich mir nicht unbedingt herbeiwünsche.

— Moni2506

Erschreckende Zukunftsvision deren Vorstellungen mir teilweise sehr schwer fielen.

— SillyT

Ein mit Drogen gefüllter Kriminalfall gepaart mit Polit-Thriller! Leider lässt das Ende zu viele offene Fragen im Raum stehen...

— JayLaFleur

Der Start war zäh, doch danach wurde es ein echter Pageturner.

— denise7xy

Eine fesselnde Geschichte über eine Welt, die es so hoffentlich nie geben wird!

— Elizzy

Eine erschreckende Geschichte wie es in der Zukunft mal ablaufen könnte

— Lyreen

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    Junktown

    derMichi

    03. October 2017 um 13:53

    Vom Rauschsicherheitshauptamt bis zur konsumistischen Partei: Die Betonsprache der doppelten Diktaturerfahrung Deutschlands ist nicht zu überhören. Auch sonst zitiert der Autor freimütig die Vergangenheit, selbst wenn es sich dabei um die Welt der Popkultur handelt. Der abgehalfterte Inspektor mit der düsteren Vorgeschichte könnte glatt mit Rick Deckard aus "Blade Runner" verwandt sein, sein Name, geborgt von Robert E. Howards Dämonenbekämpfer Solomon Kane, die Atmosphäre irgendwo zwischen dem Retrofuturismus des Dieselpunks und einer halb ironischen Weiterführung zeitgenössischer Konsumperversionen angesiedelt. Die im Roman beschriebene Gesellschaft, in der Müll als Statussymbol vor dem Haus verteilt wird und ein frühes Ableben durch einen Goldenen Schuss zur gefühlten Unsterblichkeit führt, könnte kaum deutlicher als Warnung vor der übertriebenen Hingabe an Sinneslust und grenzenlosen Kommerz inszeniert sein.Aber dann ist da ja noch die Handlung. Zwischen all den Beschreibungen seiner dystopischen Welt versteckt Oden eine Detektivgeschichte, die sich aus bestens vertrauten Bauteilen zusammensetzt. Ein undurchsichtiger Chef, ein deprimierter Ermittler, unfähige Untergebene, womöglich Spione in den eigenen Reihen, eine mysteriöse Zeugin ... auf all das scheint auch in der fernen Zukunft noch Verlass zu sein. Die meisten dieser Handlungsstränge enden dann auch wie erwartet, kleinere Überraschungen finden sich allerdings dennoch gegen Ende des Buches. Da darf endlich das ganze Ausmaß der Verschwörung deutlich werden, die vorher leider irgendwo in den Tiefen Junktowns zur Nebensache wurde.Ähnliches geschieht mit Inspektor Cain. Er und die meisten anderen Figuren mit ihren fast durchweg biblischen Vornamen bleiben hinsichtlich ihrer Charaktereigenschaften derart auf der Strecke, dass insbesondere Cains tragisches Schicksal vollkommen trivial wirkt. Das nimmt dem eigentlich ziemlich wendungsreichen Finale viel von seinem Potenzial. Der von Cain untersuchte Mord an der Maschine deutet zudem darauf hin, dass in Junktown Menschen und HMW (Höhere Maschinenwesen) einträchtig nebenbeinander leben und sogar Beziehungen eingehen (man kommuniziert per Lochkarte). In einigen Nebensätzen erfährt man noch ein wenig mehr darüber, insgesamt scheint dem Autor die kontinuierliche Beschreibung seiner Welt aber wichtiger zu sein als dieses vergleichsweise unterentwickelte Motiv. Hoch anzurechnen ist es dem Werk allerdings, dass es nicht in pseudoprofessionellen Anglizismen versinkt und so manches kreative Wortspiel mit bekannten Begriffen enthält.Ein interessanter Roman also, der dennoch nicht vollständig überzeugt. Man darf von einem Leser im einundzwanzigsten Jahrhundert durchaus erwarten, dass er eine Dystopie mit Verweis auf die Fehler der Vergangenheit erkennt, selbst wenn es nicht auf jeder Seite wörtlich geschrieben steht. Als Journalist und Ex-Redakteur einer Werbezeitschrift weiß Matthias Oden um das propagandistische Potenzial von Kommerz und Werbung, was auf jeder Seite deutlich wird. Dennoch gibt es elegantere Arten davor zu warnen als es dem Leser plakativ ins Gesicht zu schreien. Diese Art zu schreiben gehört eher zu klassischen Genrevertretern wie Aldous Huxley oder George Orwell. Damit wirkt "Junktown" teilweise, als wäre es bereits vor vierzig Jahren verfasst worden. Wer Hommagen an diese Zeit mag und mit kaum verhüllten Allegorien klarkommt, der hat womöglich seine Freude daran.Seitenzahl: 400Format: 13,5 x 20,5 cm, KlappenbroschurVerlag: Heyne

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  • Zwangskonsum ist Pflicht

    Junktown

    Wuerfelheld

    11. September 2017 um 12:07

    Wir befinden uns in der nahen Zukunft. Das alltägliche Leben hat sich dank der Konsumpartei zu einem Schlaraffenland verwandelt. Alles ist erhältlich, selbst Drogen sind frei zugänglich und der Konsum ist Pflicht und wird durch Blutproben kontrolliert. Verweigerung wird bestraft, ist aber gesellschaftlich auch verachtet. In dieser Zukunft fristet Inspektor Solomon Cain sein Dasein. Bis er eines Tages erneut zu einem Mord gerufen wird. Das Besondere an diesem Mord ist, dass er an einer Brutmutter, eine Maschine, begangen wurde. Für Cain ist es nicht der erste Mord den er an einer Maschine sieht, schließlich ist er GEMAPO (Geheime Maschinenpolizei) Inspektor. Cain beginnt sofort mit den Ermittlungen, rennt aber von einer Sackgasse in die Nächste und bekommt am Anfang erst einmal keinen roten Faden zu fassen. Wobei sich die Geschichte im Hintergrund aufbaut, ohne das er es wirklich merkt. MEINE MEINUNGVom Setting her bewegen wir uns hier in einer dystopischen Zukunft, in der Konsum das Maß der Dinge ist. Der Konsument ist Herrscher, wobei sich das schnell als Trugschluss darstellt. Hier findet man Ansätze von, wie oben bereits genannt, „Ubik“ und „Equilibrium“ und einigen weiteren Cyberpunk Streifen. Die Charaktere, die Oden ins Geschehen wirft, sind sehr unterschiedlich von der Zugänglichkeit. So war Solomon Cain (böse wer hier an den Film denkt), für mich bis kurz nach dem Mord ein gelungener Protagonist. Als er dann in die Ermittlungen einsteigt wird es für mich aufgrund der haarsträubenden Fehler und einigen unglaubwürdigen Handlungen einfach nur fragwürdig und ich musste das Buch ein paarmal zuklappen und abkühlen, auch wenn man das ein oder andere von Cain erfährt, es geht aber zu sehr in Richtung „Blade Runner“. Der Mordfall an sich entwickelt sich über die Seiten hinweg sehr gut, wird aber dann nach und nach verzwickter und verzweigter und verliert sich dann auch in Unnützes. Hier hätten einige Abstriche mehr Unterhaltung bedeutet. „Junktown“ findet gute Ansätze, hinterlässt mich als Leser aber nicht wirklich zufrieden zurück. Die Zutaten waren gut gewählt, fanden aber nicht das richtige Mischverhältnis.

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  • Eine erschreckende Zukunftsvision voller abartiger Ideen

    Junktown

    bieberbruda

    13. August 2017 um 21:35

    Abstinenz ist Hochverrat! Wie sieht eine Welt aus, in der der Drogenkonsum Pflicht ist? In der Maschinen für die Menschen arbeiten und für Nachwuchs Sorgen? Matthias Oden zeichnet mit "Junktown" wirklich ein deprimierendes Zukunftsszenario...Inhalt:Solomon Cain ist Ermittler in Junktown - eine dystopische Stadt, in der die Menschen per Gesetz unter Drogeneinfluss sein müssen und sich eher nach den seltenen abstinenten Tagen sehnen. Er wird zu einem grausamen Verbrechen gerufen: Eine so genannte "Brutmutter" mit rund 800 Föten wurde geradezu hingerichtet. Wer tut dem unschuldigen Roboter so etwas an? Gleichzeitig verschwindet ein Wissenschaftler eines angesehenen Pharmakonzerns, dass für die ermordete Brutmutter verantwortlich ist. Cain muss schnell feststellen, dass hinter dem zunächst recht simplen Mordfall ein weitaus größerer Fall steckt, den es zu lösen gilt...Meine Meinung:Eine große Einführung in die Welt von Junktown bietet der Autor nicht. Es ist eine Welt, in der Menschen neben Robotern und "Weichen" (= eine Mischung aus beidem) leben und die Geschicke der Welt eher in der Welt der Roboter liegt. Dem Leser erschließt sich nur häppchenweise eine Bild, wie das Leben in dieser Stadt ist und wie es so weit kommen konnte - ich hätte mir tatsächlich weitere Informationen hierzu gewünscht, da viele Fragen auch nach dem Ende der Lektüre unbeantwortet blieben. Doch Junktown ist in erster Linie ein klassischer Krimi, der nur in diesem außergewöhnlichen Setting spielt. Und hier schwächelt das Buch leider, denn der eigentliche Kriminalfall ist eher zäh und letztendlich zu vorhersehbar und banal. Das ist wirklich schade, denn der Autor strotzt nur so vor erschreckenden/kranken Einfällen und weiß zu provozieren. Neben der düsteren Welt hätte ich mir deshalb auch mehr Einfallsreichtum beim Kriminalfall gewünscht. Es ist definitiv kein Buch für zarte Gemüter, denn das Buch ist durchweg düster, kühl und sehr explizit in seinen Beschreibungen.Fazit:Eine erschreckende Zukunftsvision voller abartiger Ideen. Eigentlich genau mein Genre, aber der Kriminalfall ist mir dann leider doch zu banal und enttäuschend. Ich vergebe dennoch solide 3 Sterne und bin gespannt, was dem Autor in Zukunft sonst noch einfallen wird.

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  • Die Stadt der Drogen

    Junktown

    buechermaus88

    30. July 2017 um 11:38

    Eine Stadt, in der es Gesetz ist, Drogen zu nehmen. Ein wirklich interessanter und gleichzeitig erschreckender Gedanke und deshalb wollte ich dieses Buch lesen.Das Cover:Die Schriftart finde ich toll und auch, dass die Buchstaben auf dem Cover aussehen, als wenn sie kurz vor dem Zusammenbrechen sind. Das passt zu einer Stadt, in der es Kategorien gibt und die Menschen früher oder später „aussortiert“ werden, weil sie für die Gesellschaft nicht mehr nützlich sind.Ansonsten ist das Cover einfach nur uninteressant.Das Buch:Inspektor Solomon lebt in Junktown und versucht seiner Pflicht als Polizist nachzugehen. Vor Jahren hat sich seine Frau freiwillig geopfert und seitdem genießt er einen Sonderstatus. Maschinen in der Stadt sowie die regelmäßige Einnahme von Drogen, die von der Stadt überprüft wird, sollen ein friedliches, geordnetes Leben garantieren. Bis Inspektor Solomon beginnt an diesem Konstrukt zu zweifeln.Meine Meinung:Die Grundidee des Buches fand ich sehr interessant, auch wenn ich diesen Sinn, alle Menschen unter Drogen zu stellen, immer noch nicht verstehen kann, weil es in meinen Augen nur eine kranke Welt und keine geordnete Welt schafft.Inspektor Solomon fand ich als Charakter etwas verwirrend. Trotz, dass immer aus seiner Perspektive erzählt wird, habe ich mich nicht in ihn hineinversetzen können. Ich wusste nie so genau auf welcher Seite er tatsächlich steht, ob er das System wirklich verurteilt oder nur in großer Trauer wegen seiner Frau ist. Meiner Meinung nach ist er auch nicht der typische Held, den man in so einer Geschichte erwartet. Meine Erwartung war, dass er dieses System, Menschen unter Drogen zu setzen, verurteilt und versucht, etwas grundlegend zu ändern. Man bemerkt zwar, dass er nicht immer einig mit dem System ist, aber er macht auch nicht wirklich etwas dagegen. Das hat mich etwas enttäuscht. Wer das Buch liest wird zudem feststellen, dass manch andere Charaktere im Buch viel eher die Helden der Geschichte sein könnten und nicht immer sind die Bösen die Bösen und die Guten die Guten. Diese Wendungen haben mir sehr gut gefallen und waren auch logisch aufgebaut.Da dieser Roman in der Zukunft spielt gibt es hier einige Begriffe, die quasi nicht existieren. Hier fand ich gut, dass der Autor ein Lexikon ans Ende des Buches gepackt hat, wo alle Begriffe nochmal erklärt werden.Mein Fazit:Alles in allem war ich etwas gelangweilt und trotz, dass ich es mag, wenn Bücher nicht so verlaufen wie erwartet, hätte ich es mir in diesem Fall dann doch anders gewünscht. Es ist zudem die Frage, ob hier eventuell ein zweiter Teil erscheint, eventuell mit anderen Protagonisten, weil die Geschichte in meinen Augen noch nicht zu Ende erzählt ist. Kaufen würde ich diesen dann allerdings nicht.

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  • Gute Idee, aber Umsetzung nicht ausgereift

    Junktown

    dominona

    26. July 2017 um 17:48

    Hier wird man in eine völlig verkehrte Welt geworfen. Konsum ist Pflicht - egal ob Waren oder Drogen. Wer sich weigert regelmäßig harte Drogen zu nehmen wird liquidiert und die Kinder kommen aus der Retorte. Wir begleiten einen Cop, der selber nicht mehr so ganz "auf Linie" ist und müssen einen mysteriösen Fall aufklären.Die Idee fand ich gut und musste auch oft lachen, weil einiges aus heutiger Sicht absurd klingt, aber der Fall war mir zu simpel und ich wusste, wer dahintersteckt. 

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  • Drogenkonsum = Pflicht!

    Junktown

    Kaisu

    22. July 2017 um 23:49

    „Unterkonsum: Unterschreiten der vorgeschriebenen Mindestmenge psychoaktiver Substanzen, zieht strafrechtliche Konsequenzen nach sich.“ (Begriffsverzeichnis) Willkommen in Junktown! Da muss ich glatt den ersten Satz vom Buchrücken übernehmen, denn besser könnte man einen Touristen in dieser Stadt nicht begrüßen. Da kämpfen wir heute gegen jeglichen Drogen- und Alkoholkonsum. Warnen vor Missbrauch und den schädlichen Folgen. Prangern derartige Produkte mit illegal an und dann plötzlich ist da diese fiktive Welt, wo man Drogen nehmen MUSS. Es gehört zur Pflicht eines guten Bürgers, regelmäßig seine Drogen zu nehmen. Schließlich muss bei den regelmäßigen – staattlich verordneten Tests – ein gewisser Wert erreicht werden. Jeglicher Nicht-Konsum oder gar eine Verweigerung wird sofort bestraft. Entsprechend kann man sogar Drogentrips von seinem Arzt verschrieben bekommen. Sollte sich ein Tief ankündigen. So viel zum Grundgerüst von Junktown. Welche Rolle spielt nun Inspektor Solomon Cain in dem Geschehen? „Die Sonne hievte sich über den Horizont und schien nieder auf ein Junktown, das den Morgen so teilnahmslos über sich ergehen ließ wie eine Cracknutte den letzten Freier nach einer viel zu geschäftigen Nacht.“ (S.13) An jenem Morgen wird eine Leiche gefunden. Nicht irgendeine. Eine Maschine wurde ermordet. Wie soll man denn eine Maschine ermorden können? In einer Epoche, wo es Brutmuttern gibt, die für Nachwuchs sorgen, kann auch eine zerstörte Maschine eine äußerst wichtige Rolle spielen. In diesem Fall wurden direkt zeitgleich 800 Föten mit umgebracht. Während Cain seine Ärmel hochkrempelt und sich an die Aufklärung macht, schalten sich zeitgleich hohe Ämter ein, die jeden Schritt von ihm genauestes beobachten. Komischerweise fangen diese an, eine Vergangenheit ebenfalls unter die Lupe zu nehmen. Nur warum? Ist Cain auf etwas gestoßen, was keiner herausfinden soll? Schließlich wird er dezent darauf hingewiesen, dass er nicht zu tief bohren soll. Nur, wer CAIN heißt, der hält sich bestimmt nicht an Regeln. Nope. So viel kann ich verraten. Nach dem Gesetz handelt er definitiv nicht. Nur reitet er sich dabei in Dinge hinein, der er vielleicht etwas vorsichtiger hätte anpacken sollen. „Kraft durch Konsum“ (Werbeslogan) Wow, denkt man sich nach den ersten Seiten. Was für eine Welt, was für ein Setting. Dann die Beschreibungen, die Charaktere, das macht was her! Leider bekommt diese kleine Wohlfühl-Oase gelegentlich kleine Risse. Zwar werden am Ende alle Abkürzungen und Begriffe erklärt, dennoch wünscht man sich öfters mehr Tiefe. Das Buch hat absolut das Potenzial dazu und niemand würde schimpfen, wenn es doppelt so dick wäre. Nein! Denn man lauscht gerne den Worten der Charaktere und ist fasziniert von deren absurder Welt. Da es ein Debütroman ist, hat der Autor definitiv eine zweite Chance verdient und kann seinen Werken noch mehr Leben einhauchen, als er es jetzt schon macht. Damit würde nicht nur mich glücklich machen, sondern viele andere Leser auch. Genügend kurioses Kopfkino ist schließlich vorhanden. Mit meiner Kritik möchte ich das Buch aber nicht klein machen. Es liest sich flott weg. Man ist von Anfang an drin und gesellt sich gern zu Cain und seinem Kollegen Brom. Ist ein Geheimnis gelüftet, taucht schon ein neues auf und selbst unsere Hauptfigur hat mit ihren Schatten zu kämpfen. Die natürlich noch ans Tageslicht gezerrt werden und eine unfreiwillige traurige Analyse bekommen. Letztlich kann ich das Buch Crime Lesern empfehlen, die nichts gegen futuristische Welten haben und gern einen Abstecher in abstruse Städte machen.

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  • Rezension zu "Junktown"

    Junktown

    Zsadista

    17. July 2017 um 16:36

    Eine Welt in der Zukunft. Konsum und Drogen werden hier groß geschrieben, sogar vom Staat angeordnet und überprüft. Die Welt ist so kaputt, dass die Menschheit sich nicht mehr selbst fortpflanzen kann. Sogenannte Brutmütter haben das Gebären übernommen. Riesengroße Maschinen, die der Produktion von Menschen dienen. Und dann passiert es. Solomon Cain wird zu einem Vorfall gerufen. Eine junge Brutmutter ist ermordet worden. Zuerst sieht es nach einer Beziehungstat aus. Der Ontogenetiker Thon steht an erster Stelle auf der Fahndungsliste. Und Cain setzt sich gleich in Bewegung um, den Typen dingfest zu machen. Doch auch der Geburtsvorstand der Pregnantam, der Firma, der die Brutmutter gehört, möchte mit Cain ein paar Wörtchen reden. „Junktown“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Matthias Oden. Der Roman lässt sich irgendwie zwischen Dystopie und Science Fiction eingliedern. Der Schreibstil des Autors ist einzigartig. Die Wortgewandtheit und der Einfallsreichtum sind wirklich bemerkenswert. Oden schafft eine Welt, die ich bisher noch nie gehabt hatte. Ich war gleich auf der ersten Seite schon in die Geschichte versunken. Diese Welt ist so krank und kaputt, dass ich nur am Lachen war. Ich könnte gar keine Beispiele nenne, ich müsste das komplette Buch wiedergeben. Die Story war absolut meine Schiene. Alleine die Idee mit diesen Brutmüttern, darauf muss man erst einmal kommen. OK, manche Sachen waren vielleicht etwas fraglich. Wie kann sich ein Mensch in eine Brutmutter verlieben, aber seien wir doch mal ehrlich, gibt es nicht jetzt schon genug Menschen, die ihr Auto oder sonst was wirklich lieben? Also ist das dann doch nicht wieder so weit hergeholt. Auch der Einfall, dass man vom Staat her Drogen konsumieren muss, ist mal etwas ganz anderes. Nur auf einen Abstinenzschein kann man bei bestimmten Fällen auf Drogen verzichten. Könnte man auch sagen, ist ja kein Wunder, wenn sich die Menschheit deswegen nicht mehr selbst fortpflanzen kann. Und die Tatsache, dass man sich Menschen züchten kann, wie man sie braucht ist auch nicht so abwegig. Es gibt heute auch schon genug, die gerne in die Gene ihrer Kinder alles Mögliche spritzen würden. So scheint es auch nicht so abwegig, dass man Brutmütter mit verschiedenen Humanklassen schwängern lassen kann. Man braucht auch schließlich immer bestimmte Personen für bestimmte Dinge. So kommt niemand unnötig auf die Welt. Und wenn dann doch mal nur die Klasse D heraus fällt, dann wird das Material gleich zum Recyceln benutzt, wie praktisch. Hab ich schon erwähnt, wie krank und abgefahren das Buch ist?Ob man die Personen im Buch mögen muss? Keine Ahnung. Ich glaube, sie sind einfach zu kaputt, um richtig gemocht zu werden. Egal, ich fand Caine und Stukk einfach nur klasse. Natürlich ist die Story in ihrer Art Geschmackssache. Ich persönlich fand das Buch einfach klasse, humorvoll, unterhaltend, erfrischend in der Wortschöpfung und einfach nur genial. 

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  • Kraft durch Konsum

    Junktown

    Kitsune87

    13. July 2017 um 12:59

    Rezension zu Junktown von Matthias Oden Konsum ist alles. Wer abstinent lebt, stellt sich gegen die Partei. Drogen, Müll: alles gibt es im Überfluss. Doch zu welchem Preis? Wenn euch das Konzept des Romans und meine Meinung dazu nun neugierig gemacht haben, wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen. Wie immer freue ich mich sehr über eure Meinung, falls ihr den Roman bereits gelesen habt.  Daten: Titel: Junktown Autor: Matthias Oden Verlag: Heyne Genre: Roman Preis: Broschiert 12,99 € | ebook 9,99 € Erscheinungsdatum: 09.05.2017 Isbn: 978-3453318212 Vielen Dank an den Heyne Verlag sowie das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Überlassung des Rezensionsexemplars. Klappentext: Diese Zukunft ist ein Schlaraffenland: Konsum ist Pflicht, Rauschmittel werden vom Staat verabreicht, und Beamte achten darauf, dass ja keine Langeweile aufkommt. Die Wirklichkeit in »Junktown«, wie die Hauptstadt nur noch genannt wird, sieht anders aus. Eine eiserne Diktatur hält die Menschen im kollektiven Drogenwahn, dem sich niemand entziehen darf, und Biotech-Maschinen beherrschen den Alltag. Als Solomon Cain, Inspektor der Geheimen Maschinenpolizei, zum Tatort eines Mordes gerufen wird, ahnt er noch nicht, dass dieser Fall ihn in die Abgründe von Junktown und an die Grenzen seines Gewissens führen wird. Denn was bleibt vom Menschen, wenn der Tod nur der letzte große Kick ist? (Heyne) Meinung: „Kraft durch Konsum“ - Seite 13 Die Sprache in diesem Roman ist grob und derb und passt somit hervorragend zu der heruntergekommenen Gesellschaft, der Stadt und seinen Bewohnern. Durch das selbstverständliche Einarbeiten der Abkürzungen, Humanklassen, Parteipositionen usw. wird der Leser ins buchstäbliche kalte Wasser geworfen und direkt mitten hinein ins Geschehen. Zum Glück gibt es in den Anlagen ein Verzeichnis über alle erwähnten Humanklassen und Abkürzungen. Zu anfangs empfand ich das häufige Nachhintenblättern noch als störend, hatte ich erst einmal die gängigsten Begriffe im Kopf, las es sich auch direkt flüssiger. Der Roman wurde in einem dystopischen Setting angesiedelt, dass in einer Zukunft spielt, die nicht all zu weit weg von unserer Zeitspanne liegen kann. Die Menschen sind unfruchtbar geworden und werden von Maschinen, den sogenannten „Brutmuttern“, zur Welt gebracht. Humanklassen und Werdegang werden so schon vor der Geburt jedem einzelnen Bewohner von Junktown in die Wiege gelegt. Nach einer großen Revolution, die im scheinbar totalem Chaos endete, stehen nun der Konsum an sich sowie - und vor allem - der Konsum von Drogen allerlei Art im Vordergrund. In dieser Gesellschaft, in der Gebrauch von - früher illegalen - Drogen nun nicht nur straffrei, sondern auch zur Bürgerpflicht geworden ist, gehen Mensch und Maschine gemeinsame Wege. Ein Mord an einer HMW (Höheres Maschinenwesen) ist somit ebenso strafbar, wie der an einem Menschen. Und zu genau so einem Mordfall wird der Protagonist, Solomon Cain, Inspektor der Gemapo (geheime Maschinenpolizei), gerufen.  „Die einzigen Highways, die dieses Land braucht, sind die Venen seiner Bewohner.“ - Seite 37 Kreativ ist „Junktown“ allemal. Gesellschaftlich anerkannte legale Drogen wie Alkohol und Zigaretten sind in der Stadt verpönt und wer sich nicht dem Konsum hingibt, muss nicht nur mit rechtlichen Schritten gegen sich rechnen. Der Aufbau der Stadt, die Unterteilung der Menschen in bestimmte Klassen und die Versumpfung der Bevölkerung wurden anschaulich und auf eine gute Art und Weise abgewrackt und düster dargestellt. Auch der Protagonist, der in einem „klassischen“ Kriminalroman als derb und abgeranzt erscheinen würde, wirkt hier als einer der wenigen normalen Menschen. „Junktown“ hätte mich also regelrecht umhauen müssen, wäre der Kriminalfall - auch im Hinblick auf sein ungewöhnliches Opfer - nicht so banal und langatmig gewesen. So interessant das Setting war, dem eigentlichen Plot fehlte es durchaus an Spannung. Mir blieben auch zu viele Fragen ungeklärt. Manche Darstellungen waren mir zu abstrakt und konnten sich nicht schlüssig in Kopfkinobilder umwandeln. Hier und da werden Rückblicke bezüglich der angedeuteten Revolution eingestreut, für mich war dies jedoch leider immer noch zu wenig, um die Geschichte greifbarer zu machen. Fazit: „Junktown“ ist ein guter Kriminalroman, aber für einen ausgezeichneten dystopischen Roman hat es mir doch an Spannung gefehlt. Viel Potenzial ist vorhanden, wurde aber nicht ganz ausgeschöpft. Ich werde Matthias Oden trotzem auf dem Schirm behalten, denn von ihm werden wir sicher noch einige gute Romane lesen können, da hier bereits viel Luft nach oben vorhanden ist.  Weitere Meinungen: „Mal ein anderer Kriminalroman, der auf jeden Fall fesselt und durch ein spezielles Setting überzeugen kann. Ich kann auch das Buch auf jeden Fall empfehlen, würde es jetzt aber eher in die Altersklasse 18+ einstufen.“ Elizzy von Read Books and fall in Love „Lesen! Unbedingt! Mehr gibt es wohl als Fazit nicht zu sagen. Alle Sprachliebhaber werden zudem ihre Freude am Einsatz der Sprache als unterstützendes Mittel haben.“ Pilgerin Belana Hermine „Ein netter Kriminalfall mit einer recht schlüssigen Auflösung vor einem außergewöhnlichen Hintergrund. So außergewöhnlich, dass er kaum einer Erklärung würdig zu sein scheint. Wen das nicht stört, wer sich einfach so in einer neuen Ordnung zurecht finden kann und vor allem auch möchte, dem kann ich das Buch sicherlich empfehlen. Wen es stört, nach einer Lektüre einige sehr große Fragezeichen vor sich schweben zu sehen, der findet sicherlich eine andere Dystopie, die in sich besser funktioniert.“ Gabriela vom Buchperlenblog

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  • Mordermittlung in einer schönen neuen Welt

    Junktown

    Laberladen

    11. July 2017 um 11:34

    Ich hätte gerne mehr über diese "schöne neue Welt" erfahren, das kam ein bisschen zu kurz für meinen Geschmack - sonst wären das 5 Punkte geworden. Darum geht’s:Für die Bewohner von Junktown ist es Pflicht, ständig Drogen zu konsumieren. Umso wichtiger sind Maschinen, die die Arbeit erledigen. Diese Maschinenwesen sind gleichberechtigte Einwohner und deshalb wird es auch als Mord angesehen, als eine maschinelle „Brutmutter“ getötet wird und ihre 800 ungeborenen Kinder damit ebenfalls nicht überleben können. Solomon Cain, Inspektor der Geheimen Maschinenpolizei, wird mit den Ermittlungen beauftragt.So fand ich’s:Was für eine Welt, die Matthias Oden erschaffen hat. Auf den ersten Blick eine scheinbar traumhafte Zukunftsvision, in der es nicht nur legal ist, sämtliche Drogen zu konsumieren, sondern in der es sogar erwartet wird. Doch bei näherem Hinsehen erscheint das gar nicht mehr so paradiesisch und nicht umsonst sind alle scharf auf einen ABS, einen Abstinenzberechtigungsschein, der es einem erlaubt, mal für einen Tag auf Drogenkonsum zu verzichten. Neben den „Weichen“, den Menschen aus Fleisch und Blut, gibt es auch HMWs, die höheren Maschinenwesen, denen ein Sozialleben und eine Persönlichkeit zugesprochen werden. Und eine dieser HMWs, die mit 800 Föten schwangere Brutmutter BM17, wurde ermordet.Mit ganz viel Liebe zum Detail und gespickt mit Anspielungen auf Begriffe (früher) real existierender Gesellschaftssysteme (z. B. das Auto namens Tripbant) hat mich die dystopische Zukunftsvision von Matthias Oden begeistert. Es wurden ganz viele neue Begriffe erfunden, die zum Teil deutlich aussagten, was dahinter steckte, bei denen man aber auch teilweise mit seiner Fantasie alleingelassen wurde. Obwohl ich als Krimifan natürlich den Mordfall grundsätzlich für am wichtigsten halte, hätte ich doch noch gerne viel mehr über diese Welt erfahren. Man wird hineingeworfen und muss sich nach und nach die Informationen zusammen sammeln, während Solomon Cain versucht, den Mordfall aufzuklären. Und am Ende bekommt man doch nur einen oberflächlichen Einblick, der nicht alle meine Fragen zu dieser neuen Gesellschaftsform und wie es dazu kam, beantwortet hat.Cain ist ein alter Hase bei den Ermittlern, nach außen hin ein hoch angesehenes Mitglied der Gesellschaft, ein „Alter Kämpfer“ und Witwer einer „Goldenen Schützin“, die sich zur Ehre des Staates den goldenen Schuss gesetzt hat. Doch den Tod seiner Frau hat er nie verkraftet und rettet sich in einen Zynismus, der immer besser zu dem System passt, in dem er lebt, je mehr man hinter die Kulissen schaut. Cain fühlt sich zu alt und ist verbittert – und doch kann er es nicht lassen, den Mordfall ernst zu nehmen und sich mit all seinem Wissen und seiner Erfahrung zu engagieren. Der anfangs ganz eindeutige Mordfall wird immer undurchsichtiger, und je mehr Cain gräbt, desto mehr Widerstand wird ihm entgegengebracht.Matthias Oden schafft eine sehr ungewöhnliche Welt, die dicht gewebt und in sich schlüssig ist und setzt einen spannenden und intelligenten Kriminalfall hinein. In düsteren Bildern wird ein menschenverachtendes System gezeigt, in dem Cain versucht, über die Runden zu kommen und diesen Mordfall zu lösen. Manches wirkt auf den ersten Blick skurril, und doch bleibt einem oft genug das Schmunzeln im Hals stecken, wenn man Zeit hat, ein bisschen darüber nachzudenken, welches Zukunftsbild Oden da zeigt.Wer abseits vom 08/15 Krimi etwas durch und durch Ungewöhnliches lesen möchte und nicht vor einer düsteren Welt zurückschreckt, dem kann ich „Junktown“ nur wärmstens empfehlen.

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  • Ist mir zu deprimierend

    Junktown

    Sandra1978

    07. July 2017 um 17:07

    Inhalt  In Junktown werden die Bürger damit unter Kontrolle gehalten, dass Sie vom Staat zwangsverordnet Drogen nehmen - und zwar die ganz harten Sachen. Abstinenz wird hart bestraft. Ist der Körper verbraucht, wird er recycelt. Unsere Gesellschaft, wie wir sie kennen, ist gefallen und ein Opfer des Drogenkonsums geworden. In den Bars und Kneipen gibt es keinen Alkohol mehr, sondern Medikamentencocktails. Die größten Helden sind die, die sich einen goldenen Schuß setzen und damit die Welt verlassen. Etwas anderes zählt in dieser Konsumwelt nicht mehr. Kinder werden von Maschinen zur Welt gebracht und gezielt auf ihre späteren Aufgaben hin gezüchtet.  Inspektor Solomon Cain wird gerufen, als eines Nachts eine Brutmutter samt ihrer in Ausbildung befindlichen Föten "ermordert" aufgefunden wird und gleichzeitig ein hochrangiger Wissenschaftler verschwindet. Schnell findet er Ungereimtheiten in dem Fall und die Spur führt zu einem der größten Pharmakonzerne der Nation - die allerdings die Föten selbst in Auftrag gegeben hat. Während seiner Recherchen muss Solomon Cain sich zum Einen seinen eigenen Dämonen stellen, zum Anderen enthüllt er immer unfassbarere Fakten im Zusammenhang mit den Grundlagen der Drogenkonsumgesellschaft, den Mächtigen und den Interessen der Pharmakonzerne.  Da wird die tote Brutmutter bald zur Nebensache... Beurteilung  Kalt, deprimierend, hart und düster sind Worte, die mir zum Stimmungsbild dieses Romans einfallen.  Leider hat es mir insgesamt nicht so gut gefallen.  Eine solche Welt, in der wir nur noch im Drogendelirium umhertaumeln und uns mit Maschinen paaren, will ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.  Auch vor allem am Beginn die detailreiche Beschreibung der Brutmutter und wie man sich ihrer bedient hat, fand ich ziemlich widerwärtig. Für Jugendliche ist dieses Buch glaube ich definitiv nichts. Den Fortschritt der Handlung fand ich insgesamt ziemlich mühselig und musste mich wirklich anstrengen, mich durch das ganze Buch zu kämpfen. Es ist eigentlich nicht gut geschrieben, aber es gibt in der Handlung einfach nichts, was mich irgendwo berührt oder mitgenommen hätte. Mit Herz und Seele hat mir die hier entworfene Welt nicht gefallen - die komplette Menschheit wird von der Regierung lebenslang unter härteste Drogen gesetzt??? Liebe, Freundschaft, Menschlichkeit, das bleibt doch da total auf der Strecke. Außerdem hat mich der Protagonist Cain recht schnell ziemlich genervt. Für mich ist er ein selbstmitleidiges Weichei, das nichts anderes mehr macht, als zu versuchen, seine Vergangenheit zu vergessen, die Gegenwart zu verfluchen und die Zukunft in Frage zu stellen.  Und ohne zuviel verraten zu wollen, wird die ganze deprimierende Grundidee zum Ende hin, als Solomon Cain in seiner Ermittlungsarbeit vorankommt, noch kaputter und grausiger.  Nein, tut mir leid, nicht mal in einer fiktiven Geschichte möchte ich von so einer Welt lesen - dann lieber Zombies, Außerirdische oder sonstige Katastrophen...... Ich kann bei aller Liebe hier nicht mehr als 3 von 5 Sternen geben und die auch nur, weil der Roman nicht unspannend ist, aber absolut nicht meins, sorry.

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  • „Junktown“ von Matthias Oden

    Junktown

    JayLaFleur

    05. July 2017 um 19:55

    https://bookish-jay.blogspot.de/2017/07/junktown-von-matthias-oden.htmlInhaltIn der Hauptstadt Junktown herrscht absoluter Drogenkonsum, geführt von der Konsumpartei. Abstinenz wird bestraft - je mehr Drogen desto besser. In dieser düsteren Welt lebt Solomon Cain. Er ist Inspektor bei der Geheimen Maschinenpolizei, kurz Gemapo, beschäftigt. Er untersucht Mordfälle an Maschinen und wird zum Tatort der ermordeten Brutmutter BM17 gerufen. Doch ist es wirklich ein gewöhnlicher Mordfall? In was genau ist Solomon Cain hinein geraten? MeinungEs ist ein sehr interessantes Thema, was der Autor Matthias Oden zu Papier gebracht hat. Junktown ist eine fiktive Stadt, jedoch ist es vorstellbar, dass die Welt mal so aussehen könnte - Drogen sind legal, müssen sogar genommen werden; der Staat hat die absolute Kontrolle über die Bürger. Der Roman ist Dystopie, Kriminalfall und Polit-Thriller in einem. Der Anfang der Geschichte war ein wenig zu langatmig und hat mich im ersten Moment leicht überfordert, da zu wenig bzw. zu spärliche Informationen und Erklärungen vorhanden waren. Auch die Verzeichnisse am Ende des Buches waren nur an der Oberfläche angekratzt und nicht ausreichend. Der Stil der Sprache ist eher ungewöhnlich und leider nicht so wirklich mein Fall gewesen. Der Wechsel zwischen minimaler Poesie, vulgärer Ausdrucksform und Fachwissen zu Drogen und deren Wirkstoffen war mir zu krass. Obwohl die vulgäre, obszöne Sprache sehr gut zu Junktown passt, war es mir an einigen Stellen irgendwie befremdlich. „Wahnsinn in jeder Himmelsrichtung, zu jeder Stunde. Wenn nicht auf der einen Seite der Stadt, dann auf der anderen, dann oben in den Hipsterbezirken, dann unten auf der A100 Richtung Umland. Funken schlagen konnte man überall.“ (Zitat S. 148)Die Figuren aus Junktown waren gut dargestellt. Inspektor Solomon Cain ist ein etwas anderer Protagonist. Ich merkte schnell, dass er zwar den Anschein eines verlässlichen und vertrauensvollen Bürger und Inspektor der Gemapo macht, er aber den diktatorischen Führungsstil der Regierung hinterfragt. Hin und wieder bekam ich kleine Fetzen aus Cain’s Vergangenheit und seiner inneren Gedankenwelt zu lesen und trotzdem wurde er mir nicht zu 100 Prozent sympathisch. Das Ende und die Auflösung des Mordfalls sind schlüssig, insgesamt hinterlässt mir der Roman aber zu viele offene Fragen. FazitEin mit Drogen gefüllter Kriminalfall gepaart mit Polit-Thriller! Leider lässt das Ende zu viele offene Fragen im Raum stehen… „Junktown“ bekommt drei von fünf Sternen. Weitere InformationenVerlag: Heyne  Seiten: 400Erscheinungsdatum: 09. Mai 2017Preis: 12,99€Taschenbuch (Paperback, Klappenbroschur)ISBN: 978-3-435-31821-2

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  • Zukunft extrem

    Junktown

    SillyT

    02. July 2017 um 12:21

    In der Zukunft werden die Kinder nicht mehr durch Frauen geboren, denn es gibt hier Brutmütter, in denen gleich große Mengen Embryonen heranwachsen können. Eines Nachts wird eine dieser Brutmütter getötet. Solomon Cain wird an den Schauplatz bestellt und beginnt mit seinen Ermittlungen. Doch diese stellen sich schnell als ganz schön kompliziert heraus, denn in einer Gesellschaft, in der nur Konsum und Drogen zählen, stellen ihm sich einige Schwierigkeiten in den Weg. Warum wurde die Brutmutter getötet? Hat es was mit den Embryonen zu tun, die sich zur Zeit ihres Todes in ihrem Inneren befanden? Meine Meinung: Ich bin ein großer Fan von Zukunftsromanen, gerade Dystopien mag ich immer sehr gerne, aber auch sonstige Blicke in die Zukunft reizen mich, da ich mir immer wieder die Frage stelle: wäre dieses Szenario vorstellbar? Nun hat Matthias Oden eine durchaus interessante Vorstellung einer nicht allzu fernen Zukunft, denn eine Konsumgesellschaft sind wir auch heute schon. Doch hier wird es sehr hart, gerade zu Beginn reihten sich mir völlig fremde und zunächst auch nicht verständliche Begriffe aneinander und ich fühlte mich irgendwie völlig allein gelassen in einer Zeit, die ich nicht kannte. Erst nachdem ich das Glossar am Ende des Buches entdeckte, wurde es verständlicher und nach einer Weile hatte ich mich auch in diese Zeit eingelesen. Der Schreibstil an für sich ist zwar sehr flüssig, aber die vielen "Erfindungen der Zukunft" brachten mich immer wieder ins stocken. Mir fehlte hier einfach ein bisschen die Erklärung, warum es diese Konsumpartei an die Spitze geschafft hat, die ab und an eingestreuten, kurzen Rückblicke auf die Geschichte haben mir einfach nicht ausgereicht. Dazu kommen dann noch die Zukunftsvisionen, dass Menschen unfruchtbar sind und Maschinen dort stehen und Kinder regelrecht auf Wunsch erschaffen werden. Beziehungen zu Maschinen, gerade zu solchen wie die beschriebenen Brutmütter, kamen mir absurd vor und sind auch einfach nicht zu einem Bild in meinem Kopf geworden. Ganz im Gegenteil, ich fand allein den Gedanken daran äußerst abstoßend. Vielleicht aber auch genau so gewollt von dem Autor? Menschen, die Drogen nehmen müssen und auf ihren Drogenkonsum geprüft werden, Müll, der gesammelt wird und als Wohlstand gilt? All das machte es mir schwer, passt dies doch alles gar nicht in mein Weltbild und selbst als Zukunftsvision fällt mir diese Vorstellung unglaublich schwer. Ich habe zwar irgendwo schon verstanden, auf welche Misstände der Autor hier mit seinem Buch hinweisen möchte und doch fehlte es mir an Etwas, dass das alles für mich verständlicher und greifbarer werden ließ. Die Geschichte wird zum großen Teil aus der Perspektive des Polizisten Solomon Caine geschildert. Durch den Erzähler in der dritten Person verfolgten wir hier das Geschehen und bekamen Einblicke in das Geschehen. Dabei wechselte für mich immer wieder das Geschehen zwischen Ereignissen, die durchaus spannend waren und Ereignissen, die ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Der Protagonist Cain war mir durchaus irgendwo sympathisch, kam er mir so manches Mal doch vor, wie der letzte Mensch, den ich zumindest halbwegs verstand. Er ist einer der wenigen, die noch auf natürlichem Wege auf die Welt kamen und sein Denken und Handeln war für mich meistens nachvollziehbar. Aber eine Art Beziehung konnte ich auch nicht zu ihm aufbauen, z. B. als ich sein wahres Alter erfuhr, war ich erstmal erstaunt, hätte ich ihn auf Grund seiner flapsigen Sprache und Art für viel jünger gehalten. Alles in allem machten alle Charaktere einen mehr oder weniger kaputten Eindruck, genau so, wie die Welt, die hier um sie herum beschrieben wird. Mein Fazit:Ein Krimi in der Zukunft, einer Zukunft, die für mich leider nicht richtig greifbar wurde, da mir einfach viel zu wenig erklärt wurde. Vielleicht wären Erklärungen zu langatmig geworden, aber so fühlte ich mich doch zum großen Teil allein gelassen. Zu Beginn habe ich noch immer wieder nachgeblättert, was denn da gerade überhaupt zur Sprache kam, aber das störte meinen Lesefluss doch gewaltig. Die Kritik, die der Autor mit seinem Buch an unserer Gesellschaft nimmt, ist für mich durchaus klar: Konsum und Drogen, wohin man nur schaut, aber richtig nah ging mir das nicht. Der Kriminalfall war spannend und so wechselte sich beim Lesen für mich spannendes mit unverständlichem ab. Ich könnte mir aber vorstellen, dass dieses Buch durchaus seine Liebhaber finden wird, deshalb, schnappt euch eine Leseprobe und besucht Junktown!

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  • Willkommen in Junktown, die Stadt der Drogen

    Junktown

    Moni2506

    02. July 2017 um 11:57

    „Junktown“ von Matthias Oden ist ein Science-Fiction Krimi, in dem es um einen Mord an einer Brutmutter in einer Welt voller Drogen geht. Erschienen ist der Roman im Mai 2017 im Heyne Verlag. Solomon Cain, ein Polizist im Dienste der Gemapo (Geheime Maschinenpolizei), wird zu einem Mord an einer jungen Brutmutter gerufen. Ihr Tod ist mysteriös und anfangs ahnt Cain nicht in was er da hineingeraten ist. Er lebt in einer Zukunft in der der Konsum von Drogen oberste Bürgerpflicht ist. Eine Diktatur in der bei monatlichen Drogentests überprüft wird, ob man seinen Pflichten nachkommt. Abstinenz gilt als Hochverrat und wird hart verfolgt. Das öffentliche Leben ist fast gänzlich zum Erliegen gekommen und Maschinen bestimmen den Alltag. Auch wenn ich normalerweise nicht so der Krimi-Fan bin, hat mich der Klappentext des Buches neugierig gemacht auf eine Welt oder eine Zukunft in der alle Menschen Drogen nehmen müssen. Für mich eine echte Horrorvorstellung, da man in Junktown ja auch keine Wahl hat. In monatlichen Drogentests wird überprüft, ob man auf das geforderte Level an Drogenkonsum kommt. Reisen in andere Städte oder Länder gibt es nicht mehr. Die Menschen pflanzen sich nicht mehr selber fort, sondern dafür gibt es Zuchtreihen und sogenannte Brutmütter. Man kann auch Beziehungen zu diesen Brutmüttern haben, die sehr große Maschinen mit mehreren Stockwerken sind. Das Buch hat mir eine ganz schöne Bandbreite an Absurditäten geboten, die ich gar nicht alle aufzählen kann und die mich teilweise ein wenig verstört haben. Diese Neugierde auf die Welt hat mich durch die erste Hälfte des Buches getragen. Für mich war das Buch zu dem Zeitpunkt nicht wirklich spannend, da es eben nur ein einfacher Mordfall war, der gelöst werden musste und die Lösung erschien recht offensichtlich und einfach. Der Fall entwickelt sich allerdings doch noch weiter und bekommt eine viel größere Dimension, die den ganzen Staat umfasst. Hier wurde es für mich dann auch spannend und interessant und gerade in der zweiten Hälfte wurde ich sehr schnell durchs Buch getragen. Solomon Cain ist mir als Ermittler mit seinem Schicksal letztendlich doch noch irgendwie ans Herz gewachsen und so wollte ich dann natürlich auch wissen wie es ausgeht. Zum Schreibstil kann ich gar nicht so viel sagen, da ich so von den Absurditäten dieser Welt abgelenkt war. Dieser lies sich aber durchaus gut lesen. Von der Wortwahl her kommen natürlich viele Drogen vor. Von vielen habe ich schon mal gehört, von vielen wiederum auch nicht. Es ist daher möglich, dass in dem Buch ein paar neue Drogen erfunden worden sind. Die Zusammenhänge wurden aber gut und verständlich erklärt, so dass man dem Geschehen gut folgen konnte. Ich denke wer viele Krimis liest, ahnt das Ende schon voraus. Für mich ist es dann oftmals so, dass ich im Nachhinein feststelle, ach ja stimmt, da habe ich nicht ganz aufgepasst, da hätte ich auch drauf kommen können. Ein guter Ermittler wäre aus mir also mit Sicherheit nicht geworden. Beim Ende hatte ich eine gewisse Vorahnung, dennoch hatte die Geschichte auch einige unvorhergesehene Wendungen für mich zu bieten. Fazit: Ein solider Science-Fiction Krimi, der sich schnell zu mehr entwickelt und mich mit seinen Absurditäten sowohl geschockt als auch unterhalten hat. Wer Krimis mag und die Welt, die im Klappentext beschrieben wird, interessant findet, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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  • Achtung Suchtgefahr

    Junktown

    denise7xy

    30. June 2017 um 11:48

    >>„Überall, wo Geld und Pflicht zusammenkommen, mangelt es erfahrungsgemäß nicht an Gründen, über Leichen zu gehen.“<< Seite 288Erster SatzDie Sonne hievte sich über den Horizont und schien nieder auf ein Junktown, das den Morgen so teilnahmslos über sich ergehen ließ wie eine Cracknutte den letzten Freier nach einer viel zu geschäftigen Nacht.MeinungKonsum ist Pflicht, so lautet die erste Regel in Junktown, wo die Konsumpartei das Sagen hat. Solomon Cain ist Inspektor bei der geheimen Maschinenpolizei und wird eines Tages zu einem Tatort gerufen. Eine Brutmutter und deren achthundert Föten ermordet. Nichtsahnend macht er sich auf die Suche nach dem Mörder, ohne zu wissen, dass er durch diesem Fall sein Leben in Frage stellen würde. Der Schreibstil ist angenehm, aber mit vielen selten verwendeten Wörtern gespickt, was für so manch einen schwerverständlich ist. Außerdem wird nicht gerade unverblümt über gewisse Dinge geschrieben, der Ausdruck der Charaktere ist eher harsch. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Erzählers, der dem Protagonisten folgt, geschrieben.Der Start in Junktown war alles andere als verständlich, da es sich hier um eine Dystopie handelt, in der sich das Regime und die Lebensverhältnisse geändert haben. Intelligente Maschinen leben neben den Menschen, beide arbeiten, lieben und konsumieren gemeinsam. So war mir erst nicht klar, wie ein Mann mit einer meterhohen Brutmutter eine körperliche Beziehung haben konnte. Anbetracht dieser Umstände, waren die ersten hundert Seiten recht zäh, bevor der Fall danach ins Rollen kam und mein Verständnis für die Welt wuchs. Im Buch selbst gibt es Anhänge, die die Humanklassen, Abkürzungen und einige Begriffe kurz erklären. >>Revolution ist der Austausch der einen Herrschaft durch eine andere.<< Seite 362CharaktereInspektor Solomon Cain ist in seinen Fünfzigern, hatte seine besten Tage schon hinter sich und verbringt seine Zeit nun mit der Arbeit. Früher ein Verfechter der Partei und seinerzeit aktives Mitglied während der Revolution. Seine Frau gab sich, aus für ihn unerklärten Gründen, vor Jahren den letzten Schuss und wurde somit zu einer verehrten Heldin des Staates. Er schert sich nicht viel drum, was andere über ihn denken, hegt nicht viele soziale Kontakte und vertieft such dafür umso mehr in die Arbeit.Strukk, Cains jahrelanger Partner und Mechapathologe, geht sein Leben entgegengesetzt locker an und genießt den Konsum, die durchzechten Nächte und kommt mit einem ziemlich obszönen Humor daher. Er ist einer von Cains wenigen Kontakten und kann ihn manchmal zu Unternehmungen überreden.FazitSpannender Sci-Fi Krimi, mit einem etwas anderem Protagonisten und sehr zähem Start. Doch danach entwickelt er sich zum Pageturner. 4/5 Sterne

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  • Junktown

    Junktown

    Elizzy

    30. June 2017 um 09:20

    ZusammengefasstSolomon Cain ist Inspektor der Gemapo und somit für alle Fälle rund um Maschinen zuständig. Als eine der Brutmuttern ermordet wird, beginnt für ihn einer der seltsamsten Fälle überhaupt. Denn anstatt voran zu kommen, wirft ihn jede neue Erkenntnis zurück und es gibt immer mehr Fragen, die er beantworten muss. Gemeinsam mit seinem Partner Bas versucht er der Sache auf den Grund zu gehen und gerät so plötzlich selbst ins Visier. Denn nicht jeder möchte, dass er den Fall auflöst. Als dann auch noch weitere Morde geschehen, weiss Cain, dass die Sache noch viel schlimmere Ausmasse annehmen wird.Wird er den Fall rechtzeitig aufklären können? Und was versucht man vor ihm zu verbergen?Darüber Gedanken gemachtMan taucht beim Lesen in eine neue Welt ein, in der Maschinen Kinder gebären und Menschen so berauscht von Drogen sind, dass man gar nicht mehr unterscheiden kann, wer high und wer nüchtern ist. Matthias Oden hat auf jeden Fall eine quere neue Welt geschaffen, die viele Dinge grausam aber auch irgendwie amüsant darstellt.Hat man sich erstmal mit den verschiedenen Charakteren angefreundet und die Abkürzungen (im Anhang – gut dargestellt) nachgeschlagen, kann man sich ganz auf den Fall von Solomon Cain konzentrieren. Dieser ist richtig spannend aufgebaut und mit jedem Kapitel wurde der Fall um einiges komplizierter. Es kamen immer weitere Figuren hinzu und so wurde es nie langweilig.Obwohl ich nicht ein Fan von Kriminalfällen in Bücher bin, muss ich ehrlich sagen, dass mich diese Geschichte ungemein packen konnte. Dies mag vielleicht am seltsamen Setting liegen, welches Geschaffen wurde doch auch irgendwie an Cain selbst. Die Figur wurde so gut beschrieben, dass man sofort ein Bild von ihm im Kopf hatte. Doch auch die anderen Charakteren waren so authentisch, dass ich sie beinahe vor mir sah.Natürlich machte ich mir auch Gedanken über die vielen Drogen, die im Buch erwähnt wurden und muss dazu sagen, obwohl manche doch verherrlicht wurden war einem unterschwellig, die Gefahr, die von diesen Ausging doch sehr bewusst.Gefiel mir sehrWie die ganze Geschichte aufgebaut wurde gefiel mir wirklich sehr, man hatte genug Zeit sich in den Fall hinein zu fühlen und sich mit den Charakteren auseinander zu setzen. Was meiner Meinung nach für solch eine Geschichte absolut notwendig ist, denn überall wo „neue“ Welten erschaffen werden, braucht man eine gewisse Zeit, um sich an das ganze drumherum zu gewöhnen.„Die meisten Tage haben es verdient zu sterben….“ S. 242Besonders toll fand ich auch die Gespräche von Sol und D. denn irgendwie konnte man ihren Schmerz immer fühlen und obwohl eine Liebesgeschichte so gar nicht erwartet wurde gefiel mir dieses kurze Intermezzo mit D. ganz gut.Gefiel mir nichtEinige Seiten musste ich ehrlich gesagt einfach durchblättern, denn dort standen nur Bezeichnungen von verschiedensten Drogen oder Abkürzungen von wissenschaftlichen Daten drin. Dies war meiner Meinung nach nicht wirklich relevant für die Geschichte, also überflog ich es eher. Auch das Ende war mir irgendwie zu schnell vorbei, dies fand ich im Nachhinein doch schade. Der Autor hätte sich mit der Auflösung doch etwas mehr Zeit lassen können. Doch das Ende an sich, finde ich wirklich gut und richtig gelöst.Schreibstil & CoverDer Schreibstil war okay, aber manchmal auch etwas zu sehr abgekürzt, denn ich hatte nicht Lust bei jeder Abkürzung zum Anhang zu blättern und die Bezeichnung nachzulesen.Das Cover ist toll und passt auf jeden Fall zum Setting der Geschichte.FazitMal ein anderer Kriminalroman, der auf jeden Fall fesselt und durch ein spezielles Setting überzeugen kann. Ich kann auch das Buch auf jeden Fall empfehlen, würde es jetzt aber eher in die Altersklasse 18+ einstufen.BewertungBuchlänge ♥♥♥♥ (4/5)Schreibstil ♥♥♥ (3/5)Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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