Matthias Politycki

 3,8 Sterne bei 211 Bewertungen
Autor von Das kann uns keiner nehmen, Jenseitsnovelle und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Matthias Politycki

Matthias Politycki schreibt, seitdem er 16 ist und wurde schon mit seinem opulenten Romandebüt als "Formfex im Sprachfels" (Die Welt) gefeiert. Sein Werk besteht heute aus über 30 Büchern, darunter mehrere Romane, Erzähl- und Gedichtbände sowie vielbeachtete Sachbücher und Reisereportagen. Er gilt als großer Stilist und ist einer der vielseitigsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur. Sein Weiberroman, eine Hommage an die siebziger und achtziger Jahre, ist eines der zentralen Werke der literarischen Postmoderne; als "einer der schönsten Schelmenromane unserer Zeit" (Radio Bremen) wurde seine Kreuzfahrtsatire In 180 Tagen um die Welt zum Bestseller. Sieben Jahre nach seinem als "wahrer Monolith" (Stern) gerühmten Roman Samarkand Samarkand erscheint 2020 ein neuer großer Roman, für den er um ein Haar in Afrika gestorben wäre. Gerettet hat ihn die Liebe einer Frau.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Matthias Politycki

Cover des Buches Das kann uns keiner nehmen (ISBN: 9783455009255)

Das kann uns keiner nehmen

 (103)
Erschienen am 05.05.2021
Cover des Buches Jenseitsnovelle (ISBN: 9783442473632)

Jenseitsnovelle

 (48)
Erschienen am 01.02.2011
Cover des Buches Herr der Hörner (ISBN: 9783442462810)

Herr der Hörner

 (12)
Erschienen am 08.05.2007
Cover des Buches Samarkand Samarkand (ISBN: 9783455404432)

Samarkand Samarkand

 (10)
Erschienen am 16.08.2013
Cover des Buches In 180 Tagen um die Welt (ISBN: 9783442471133)

In 180 Tagen um die Welt

 (8)
Erschienen am 11.11.2009
Cover des Buches Weiberroman (ISBN: 9783455400526)

Weiberroman

 (9)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches 42,195 (ISBN: 9783455503388)

42,195

 (4)
Erschienen am 11.03.2015

Neue Rezensionen zu Matthias Politycki

Cover des Buches Das kann uns keiner nehmen (ISBN: 9783455009255)Simi159s avatar

Rezension zu "Das kann uns keiner nehmen" von Matthias Politycki

keine leichte Kost
Simi159vor 5 Monaten

Hans hat es geschafft, sein halbes Leben lag, wollte er schon auf den Kilimandscharo um endlich mit sich ins Reine zu kommen und eine alte Schuld zu begleichen. Doch ausgerechnet jetzt, hier bei der Erfüllung seines Wunsches, wird er geerbt von diesem Ur-Bayer Tscharli, ein Kerl laut, ungehobelt, respektlos. Kurz unerträglich. Doch ein Schneesturm in der folgenden Nacht, schweißt die Beiden zusammen und so begeben sie sich gemeinsam auf die Rückreise. Öffnen sich dabei und lernen, dass selbst große Gegensätzlichkeiten mehr gemeinsam haben, als es auf den ersten Blick scheint.


Fazit: Gegensätzlicher können Charaktere in Geschichten gar nicht sein. Zurückhaltender Hamburger trifft auf lauten Ur-Bayer. Und genau das macht es einem zum reinkommen in die Geschichte nicht leicht. Denn komisch und amüsant ist es nicht, was Tscharli da an Kommentaren macht, wie er sich aufführt, war für mich oft zum Fremdschämen. Das klappte dann im zweiten Teil, wenn die beiden Männer durch Afrika reisen, oder besser Tscharli Hans sein Afrika zeigt. Auch  wenn ich da auch immer mal wieder den Gedanken hatte, warum tut Hans sich das an. Denn das klärt sich für den Leser erst im dritten Teil der Geschichte, in dem man erfährt, warum es für Hans so wichtig war auf den Berg zu kommen und wem er dies versprochen hatte. 

Als Leser braucht  man sehr viel Geduld. Denn weder die Charaktere, noch der etwas andere Sprach-und Schreibstil des Autors machen es einem leicht in dieses Buch reinzukommen. Diese andere Welt Afrika, wie es funktioniert und was seine Probleme sind, versteht man erst im letzten Teil des Buches. Alles in allem keine entspannte, leichte Lektüre….

3 STERNE

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Cover des Buches Das kann uns keiner nehmen (ISBN: 9783455009255)BluevanMeers avatar

Rezension zu "Das kann uns keiner nehmen" von Matthias Politycki

Das kann uns keiner nehmen
BluevanMeervor 10 Monaten

In seinem neuen Roman arbeitet der Schriftsteller Matthias Polyticki eine persönliche Reiseerfahrung auf: bei einer Afrikasafari 1993 wäre er fast verstorben.

Das sind die biografischen Eckpunkte, bei denen Schriftsteller und Ich-Erzähler deckungsgleich sind. Aber im Roman geht es noch um so viel mehr als um ein nacherzähltes Nahtoderlebnis.

Zwei Männer Anfang 60 lernen sich auf dem Kilimandscharo kennen und können sich auf den ersten Blick nicht ausstehen. Die deutschen Touristen bilden eine Zwangsgemeinschaft, in Deutschland hätten sie wahrscheinlich nie miteinander gesprochen. Der Ich-Erzähler Hans ist Schriftsteller aus Hamburg, linksliberal, politisch korrekt unterwegs und auf der anderen Seite der Bayer Tscharli, der noch den abgeschmacktesten Spruch klopfen muss und gerne sein breites Wissen über "die Afrikaner an sich" zum Besten gibt. Für den Tscharli ist Hans nur ein "Hornbrillenwürschtl" und auch wenn man nicht aus Bayern kommt, kann man mit Sicherheit sagen, dass das kein Kompliment sein soll. Es ist kein Traumstart, den die beiden unterschiedlichen Männer hinlegen, ganz sicher nicht. Auf der einen Seite der Macho Tscharli, auf der anderen Seite der zurückhaltende Hans, der sich immer ein bisschen besser fühlt als sein Gegenüber und trotzdem nicht so gut mit den Einheimischen klar kommt. 

Doch je länger Hans Tscharli kennen lernt, desto eher muss er sich eingestehen, dass er seinen Reisegefährten absolut verkehrt eingeschätzt hat. Als Hans feststellt, dass Tscharli krank ist, lässt er sich dazu überreden, ihn auf seine Reise weiter nach Sansibar zu begleiten, denn Tscharli kennt Land und Leute. Auf der gemeinsamen Reise beginnt Tscharli von seiner großen Liebe zu erzählen und auch Hans erzählt eine Geschichte, die er noch nie erzählen konnte. Auch Hans war schon in Afrika und hat Berge bestiegen, das ist Jahre her. Seine Reise soll auch ein Schlusspunkt sein oder eine neue Erfahrung, denn er muss sich von der Vergangenheit befreien. 

Ich war anfänglich so genervt von der Figur Tscharlie. Denn natürlich ist das wie so oft: raue Schale, weicher Kern und das trifft ganz besonders auf den Tscharlie zu. In seiner Gegenwart beginnt auch Hans sich zu verändern: er denkt nicht mehr so viel nach, er wird lockerer, er setzt sich mit Tscharlie auf einen Roller und beide fahren quer über die Insel und trinken sehr viel Bier.

Das hat schon sehr viel von Easy-Rider und einem letzten Aufbäumen von der Vor-Boomer-Generation und das ist, auch das gehört zu diesem Roman, so ein ganz wenig peinlich. Immerhin sind die Frauen alle sehr hübsch und kümmern sich rührend um die alten Knacker, dann ist es auch nicht schlimm, dass Frauenfiguren sonst nur in der Rolle einer immerhin gut aussehenden Ärztin und den verflossenen Liebschaften der beiden Hauptfiguren vorkommen. 

Trotzdem hat mir der Roman viel Spaß gemacht und einige Vorurteile, die Hans als aufgeklärter Europäer mit sich herumträgt, werden geschickt reflektiert. Davon ein bisschen mehr wäre schön gewesen. 

Kommentare: 2
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Cover des Buches Das kann uns keiner nehmen (ISBN: 9783455009255)B

Rezension zu "Das kann uns keiner nehmen" von Matthias Politycki

Eine besondere Reise durch Afrika
bookflower173vor einem Jahr

Der zurückhaltende Hans will den Kilimandscharo besteigen. Als er den Gipfel erreich hatte,  trifft er oben am Krater einen anderen Mann, den respektlosen und unerträglichen Bayern Tscharli, der in Afrika lebt. Während sich beide am Anfang zutiefst unsympathisch finden, rücken die beiden durch einen gefährlichen Schneesturm in der Nacht näher zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich langsam eine außergewöhnliche, aber tiefe Freundschaft. Gemeinsam beschließen sie eine Abenteuerreise durch Afrika zu machen und kommen dem Sinn des Lebens ein Stück weit näher.


Meinung:


Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich bei diesem Buch mit einer ganz anderen Geschichte gerechnet habe. Das Besteigen des Kilimandscharo war nur am Anfang ein Thema. Der Roman spiel hauptsächlich auf einem road trip durch Afrika. Daher finde ich den Klappentext sehr unpassend. 


Die Charaktere waren mir eher unsympathisch, vor allem Tscharli, dessen Ansichten ich teilweise sehr schlimm fand und seien vorlaute Art mochte ich generell nicht. Umso erstaunlicher war es, dass sich zwischen solch gegensätzliche Männern eine so besondere Freundschaft entwickelt.


Was mir besonders gefallen hat war, dass man ein authentisches Bild von Afrika bekommt. Man lernt die Natur und das Leben dort sehr gut kennen, auch die schlechten Seiten.


Sehr interessant ist auch, dass der Autor selbst in Afrika gewesen ist und dort in eine lebensgefährliche Situation gekommen ist, aber dem Tod glücklicherweise noch einmal von der Schippe gesprungen ist. Daher wirkt der Roman auch sehr gut recherchiert und beruht auf wahren Ereignissen, was mich beeindruckt hat.


In der Mitte hat sich der Roman aber doch ziemlich gezogen. Die Gespräche zwischen den beiden Männern waren meistens interessant, aber es hat trotzdem ziemlich lange gedauert, diesen Teil zu lesen, weil nicht wirklich etwas Spannendes passiert ist.


Dafür fand ich den letzten Teil ziemlich spannend und überraschend. Man bekommt noch einmal einen tiefen Einblick in das Leben und die Geheimnisse der Protagonisten. Das hat mich sehr berührt und mitgenommen.


Der Roman zeigt die Bedeutung der Freundschaft und den Sinn des Lebens sehr gut auf, was ich sehr schön fand.




Fazit: Wenn man sich auf eine Reise durch Afrika und teilweise unsympathische Protagonisten einlässt, kann der Roman lesenswert sein. Der Roman geht bei wichtigen Themen in die Tiefe und man erhält ein sehr authentisches Bild von Afrika. Das Buch hat zwischendrin seine Längen, aber auch sehr berührende und spannende Momente.

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Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

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