Matthias Politycki Herr der Hörner

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Inhaltsangabe zu „Herr der Hörner“ von Matthias Politycki

Eine atemberaubende, sinnliche Reise in die exotische Welt Kubas Drei rätselhaft beschriftete Geldscheine führen den Hamburger Bankier Broder Broschkus nach Santiago de Cuba. Anhand der Notizen versucht er, eine geheimnisvolle junge Frau ausfindig zu machen, die ihm einen der Scheine zugespielt hat. Bei seiner Suche taucht er ein in das weltliche und religiöse Leben der Stadt, erliegt der Faszination der archaischen afrokubanischen Kulte. Schnell spürt er, dass die ganze Stadt von etwas Dunklem beherrscht wird, über das niemand sprechen will. Dass die gesuchte Frau damit in Verbindung steht und wie sehr sie gar Inkarnation des Bösen ist, kann Broschkus freilich nicht ahnen …

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  • Rezension zu "Herr der Hörner" von Matthias Politycki

    Herr der Hörner
    Lax

    Lax

    27. March 2011 um 14:55

    „Herr der Hörner“ ist eine Geschichte im brodelnden Kessel Santiago de Kuba, die mit ihrer Sprache in ihren Bann zieht, manchmal verwirrt und keine Unaufmerksamkeit duldet. Zudem ist das Werk mit über siebenhundert Seiten viel zu lang. Der Protagonist, ein Deutscher, ein erfahrener, über fünfzig Jahre alter, besonnener Abteilungsleiter, ein Spezialist für Spekulationen mit einem seriösen Namen, der fast schon lächerlich ist, ein lächerlicher Name, der beinahe seriös ist. Dieser Broder Broschkus sieht, stolpert, trifft eine Frau auf Kuba, die ihm drei Peso-Scheine zusteckt und so beginnt das Verderben. „Einmal im Leben unlimitiert agieren...“ Der sich wandelnde Teutone, erlebt das Land, flimmernd vor Hitze, Frauen und Religion. Er, der Atheist berauscht sich am Rum, den Heiligen, Göttern der Insel und der Suche nach der Frau mit dem Fleck im Auge. „...diese Frau, die war kein normaler Mensch.“ Ist sie ein Hirngespint, eine jinetera oder gar der Herr der Hörner? Matthias Politycki hat mehrere mit Preisen ausgezeichnete Romane, Essays und Lyrik veröffentlicht und hat mit „Herr der Hörner“ ein Werk verfasst, das mit einer ungewohnten, verwirrenden, süchtig-machenden Sprache, aufwartet und natürlich von Kritikern gelobt wurde. Doch einmal nicht aufgepasst, zu schnell gelesen, überlesen, schon wird ein Schwein zu einem Motorrad, wird der Sinn verdreht, die Essenz verpasst und das Missverständnis ist passiert. Das Buch ist ein Monster mit über siebenhundert Seiten, in denen sich Broder zurechtfinden muss und mit ihm der Leser. Die Geschichte entwickelt sich, wandelt sich, wie der friedliebende Teutone, er will schlachten, will Blut sehen, er der stets korrekte, schleicht durch die Gassen, verirrt sich in den Frauen, Heiligen, Teufeln. „Das Jenseitige, das da mit Macht in seine Behausung hineingefahren...wer wollte sich noch nach einem Gott sehnen...“ Kuba ein Land voller Armut, Lebensfreude, Rum, Gemeinschaft, Hurerei und doch: „Kuba war eben nichts andres als eine DDR mit Palmen.“ Politycki fängt den brodelnden exotischen Kessel auf der Insel gut ein, doch die Geschichte ist zu lang, zu wiederholend, Broder immer auf der Suche nach der einen, hat er sie nicht längst gefunden? Realität, Phantasie verschmelzen, Religion wird alles, der Rum fließt, die Suche geht weiter, es ist zu viel, wo ist der Rum?, natürlich nur brauner. Es ist eine Geschichte, die viel bietet, aber manchmal arg langweilt, es wiederholt sich belangloses und das Stolpern ist nicht aufzuhalten. Einige hundert Seiten weniger und es wäre die perfekte Geschichte gewesen. Was bleibt? Ayayayay. „Irgend etwas stimmte nicht in dieser Geschichte.“

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