Herr der Hörner

von Matthias Politycki 
3,3 Sterne bei12 Bewertungen
Herr der Hörner
Bestellen bei:

Zu diesem Buch gibt es noch keine Kurzmeinung. Hilf anderen Lesern, in dem du das Buch bewertest und eine Kurzmeinung oder Rezension veröffentlichst.

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Herr der Hörner"

Eine atemberaubende, sinnliche Reise in die exotische Welt Kubas Drei rätselhaft beschriftete Geldscheine führen den Hamburger Bankier Broder Broschkus nach Santiago de Cuba. Anhand der Notizen versucht er, eine geheimnisvolle junge Frau ausfindig zu machen, die ihm einen der Scheine zugespielt hat. Bei seiner Suche taucht er ein in das weltliche und religiöse Leben der Stadt, erliegt der Faszination der archaischen afrokubanischen Kulte. Schnell spürt er, dass die ganze Stadt von etwas Dunklem beherrscht wird, über das niemand sprechen will. Dass die gesuchte Frau damit in Verbindung steht und wie sehr sie gar Inkarnation des Bösen ist, kann Broschkus freilich nicht ahnen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442462810
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:831 Seiten
Verlag:Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum:08.05.2007

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne5
  • 3 Sterne4
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Laxs avatar
    Laxvor 7 Jahren
    Rezension zu "Herr der Hörner" von Matthias Politycki

    „Herr der Hörner“ ist eine Geschichte im brodelnden Kessel Santiago de Kuba, die mit ihrer Sprache in ihren Bann zieht, manchmal verwirrt und keine Unaufmerksamkeit duldet. Zudem ist das Werk mit über siebenhundert Seiten viel zu lang.

    Der Protagonist, ein Deutscher, ein erfahrener, über fünfzig Jahre alter, besonnener Abteilungsleiter, ein Spezialist für Spekulationen mit einem seriösen Namen, der fast schon lächerlich ist, ein lächerlicher Name, der beinahe seriös ist. Dieser Broder Broschkus sieht, stolpert, trifft eine Frau auf Kuba, die ihm drei Peso-Scheine zusteckt und so beginnt das Verderben. „Einmal im Leben unlimitiert agieren...“ Der sich wandelnde Teutone, erlebt das Land, flimmernd vor Hitze, Frauen und Religion. Er, der Atheist berauscht sich am Rum, den Heiligen, Göttern der Insel und der Suche nach der Frau mit dem Fleck im Auge. „...diese Frau, die war kein normaler Mensch.“ Ist sie ein Hirngespint, eine jinetera oder gar der Herr der Hörner?
    Matthias Politycki hat mehrere mit Preisen ausgezeichnete Romane, Essays und Lyrik veröffentlicht und hat mit „Herr der Hörner“ ein Werk verfasst, das mit einer ungewohnten, verwirrenden, süchtig-machenden Sprache, aufwartet und natürlich von Kritikern gelobt wurde. Doch einmal nicht aufgepasst, zu schnell gelesen, überlesen, schon wird ein Schwein zu einem Motorrad, wird der Sinn verdreht, die Essenz verpasst und das Missverständnis ist passiert. Das Buch ist ein Monster mit über siebenhundert Seiten, in denen sich Broder zurechtfinden muss und mit ihm der Leser. Die Geschichte entwickelt sich, wandelt sich, wie der friedliebende Teutone, er will schlachten, will Blut sehen, er der stets korrekte, schleicht durch die Gassen, verirrt sich in den Frauen, Heiligen, Teufeln. „Das Jenseitige, das da mit Macht in seine Behausung hineingefahren...wer wollte sich noch nach einem Gott sehnen...“ Kuba ein Land voller Armut, Lebensfreude, Rum, Gemeinschaft, Hurerei und doch: „Kuba war eben nichts andres als eine DDR mit Palmen.“ Politycki fängt den brodelnden exotischen Kessel auf der Insel gut ein, doch die Geschichte ist zu lang, zu wiederholend, Broder immer auf der Suche nach der einen, hat er sie nicht längst gefunden? Realität, Phantasie verschmelzen, Religion wird alles, der Rum fließt, die Suche geht weiter, es ist zu viel, wo ist der Rum?, natürlich nur brauner.
    Es ist eine Geschichte, die viel bietet, aber manchmal arg langweilt, es wiederholt sich belangloses und das Stolpern ist nicht aufzuhalten. Einige hundert Seiten weniger und es wäre die perfekte Geschichte gewesen. Was bleibt? Ayayayay. „Irgend etwas stimmte nicht in dieser Geschichte.“

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    F
    fraufuchs
    seeraeuberjennys avatar
    seeraeuberjenny
    Pirias avatar
    Piria
    Paulundpauls avatar
    Paulundpaul
    lili1209s avatar
    lili1209vor 3 Jahren
    Tordiss avatar
    Tordisvor 6 Jahren
    1
    11heutevor 7 Jahren
    biblioVieless avatar
    biblioVielesvor 8 Jahren
    C
    Carsten Lvor 9 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks