Matthias Politycki Samarkand Samarkand

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Inhaltsangabe zu „Samarkand Samarkand“ von Matthias Politycki

"Alle Geschichten kommen aus Samarkand."
Die Welt ist aus den Fugen geraten, und wo einst die Seidenstraße entlang führte, ist 2026 das Epizentrum der Erschütterung. Alexander Kaufner, Gebirgsjäger und Grenzgänger, reist in das sagenumwobene Samarkand und begibt sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Kultstätte. Doch können Sieg oder Niederlage, Krieg oder Frieden tatsächlich von einem Haufen heiliger Knochen abhängen? Zusammen mit seinem Bergführer Odina, der ihm durch einen Schwur verpflichtet ist, und beschützt durch das wunderliche Mädchen Shochi, das die Zukunft träumen kann, durchstreift Kaufner die gewaltige Bergwelt Zentralasiens. Und gerät dabei zusehends in einen Wettlauf auf Leben und Tod, nicht zuletzt mit sich selbst. Dieses bildmächtige Epos ist Abenteuerroman, Liebesroman und Untergangsroman zugleich, es erzählt von der Konfrontation mit der Fremde, in der die großen existenziellen Fragen neu gestellt werden.

Nicht für jedermann, aber auf jeden Fall lesenswert.

— anderfeldt

Ein Buch in der Sprache der Abenteuerromane meiner Kindheit - und erschreckend nahe an der politischen Realität.

— PiaZiefle

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  • Leserunde zu "Warum der stille Salvatore eine Rede hielt" von Michael Wäser

    Warum der stille Salvatore eine Rede hielt

    MichaelWaeser

    Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion! Der Klappentext: Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten? Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus. Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog. Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

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  • Eine unvergessliche Reise (spoiler-frei)

    Samarkand Samarkand

    anderfeldt

    20. May 2015 um 10:44

    Ich habe das Buch schon vor ein paar Wochen gelesen und lange überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll. Einerseits hat es mich immer wieder genervt – manches liest sich wie eine Zukunftsvision von Pegida; ein türkischstämmiger Bundeskanzler, Europa aufgerieben zwischen den Truppen des Kalifen und der Russen. Ich denke mal (bzw. "hoffe"), so hat der Autor das aber nicht gemeint. Dann die Sprache, die manchmal so altertümlich daherkommt. Daran gewöhnt man sich aber, und das lohnt sich. Denn immer wieder überrascht der Autor mit wunderschönen Bildern und Details (z.B. den wiegenden Gang des Bergführers oder einer Beschreibung der Laute, mit denen er den Esel vorantriebt), die sich mir eingeprägt haben. Überhaupt kann ich vieles nicht vergessen von dieser magischen Reise nach Samarkand. Abenteuerroman, Zukunftsvision und Reisebeschreibung – all das ist der Roman. Dazu noch eine kräftige Prise magischer Realismus. Die Reise nach Samarkand ist manchmal beschwerlich (an ein paar Stellen hätte ich auch fast aufgegeben), aber sie lohnt sich.

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  • Abenteuer im Schatten Tamerlans

    Samarkand Samarkand

    Monsignore

    24. February 2014 um 20:45

    Endlich ist mit Matthias Politycki mal so richtig die Fantasie durchgegangen. Aber so was von. Ein Abenteuer- und Bergroman, der in den Gebirgen des fernen Samarkand spielt, der einstigen Perle der Seidenstraße. Im Jahre 2027 spielt der Roman. Deutschland ist nach jahrelangem Bürgerkrieg zerschlagen, Russland hat die DDR wieder errichtet, die Amerikaner sind pleite und fertig mit der Welt, der Kalif von Bagdad steht mit gewaltigen Truppen am Rhein, Köln existiert nicht mehr, Hamburg wird zwischen türkischen und russichen Milizen zerrieben. Und in Samarkand soll in einer Verzweiflungstat das Grab des großen Tamerlan ("Der Faust Gottes") ausgeraubt werden, um dem Kalifen einen moralischen Schlag zu versetzen. Ein ungeheuerliches Lesevergnügen, u.a. wegen Sätzen wie diesen (muss man laut und mit erhobenem Zeigefinger lesen): "Der Tag sei nicht mehr weit, da der Himmel zusammengefaltet werde wie ein Brief von seinem Schreiber."

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  • Rettung des „freien Westens“?

    Samarkand Samarkand

    michael_lehmann-pape

    19. November 2013 um 14:23

      Als Yalcin zum Bundeskanzler gewählt wurde, 2026, war dies der Tropfen, der das, eher gesagt ein Fass zum überlaufen brachte. Schleichend erst, aber doch erkennbar, dass sich Schritt für Schritt zunächst ein Bürgerkrieg in Deutschland Bahn brach.   „Auch bei uns hat es mit Straßenkampf begonnen“. Erzählt Alexander Kaufner, 58 Jahre alt, ehemaliger Gebirgsjäger.   Die „Nationale Einheitsfront“, die russlanddeutsche „Wahrheit“, die „Partei der Bibelfesten“, die „Freistaatlichen“. Schlägertruppen, Milizen, ein durchaus gewichtiger Islam in Deutschland, eine Bewegung „unter dem Kreuz“ in Russland, Kämpfe im Land und an den Ostgrenzen, Entstehung „freier Festen“ bis dahin, dass vor allem die Migranten der 2. und 3. Generation, mittlerweile als „Deutschländer“ allgemein bekannt, die einzige Gruppe darstellte, die im Kampf „ihren Mann“ steht (während die degenerierte Bundeswehr des „toleranten Westens“ beständig überrollt wird, wo man sie auch antrifft).   Eine Situation, die sich noch verschärft durch radikal islamische Truppen des „Kalifen von Bagdad“, die mittlerweile kurz vor Paris zu stehen scheinen, Oder Paris schon eingenommen haben, die Nachrichtenlage ist ziemlich unklar und der „Tagesschau“ ist kaum zu trauen. Selbst Köln scheint in einem Stoßangriff schon brutal niedergemetzelt worden zu sein, Hamburg umkämpft, Berlin nicht mehr der Rede wert, da die Gefahr nicht nur von Außen kam, sondern zunächst von Innen zersplitterte.   Ausgangssperren, Standgerichte, Selbstmordanschläge, Bibelverbrennungen, soweit ist es inzwischen gekommen, dass die „Deutschländer“ als eher liberale islamische Gruppe die Türkei um die Entsendung von Truppen gebeten haben. Die wenigen „Freien Festen“, in sich geschlossene Gebiete aller möglichen Gruppen, bieten einen gewissen Schutz, doch wirklich eingreifen in das Geschehen können sie nicht. Was aber allen „Freien“ klar ist: die „Faust Gottes“, der islamisch fundamentalistische Stoßkeil, muss aufgehalten werden.   Soweit die düstere Ausgangslage, die Polyticki in seinem Roman für die nähere Zukunft als Rahmung setzt. Eine Lage, in der die „freien Festen“ den erfahrenen Ex-Soldaten Kaufner nach Samarkand in das Grenzgebiet zwischen Tadschikistan und Usbekistan schicken. Mit dem Auftrage, die echten Gebeine des islamischen Kriegshelden Timur zu finden. Gebeine, die ein mythische Kraft für die „Faust Gottes“ freizusetzen scheinen. Sollten diese gefunden und  vernichtet werden, wäre das Rückrat des „Kalifen von Bagdad“ gebrochen. Ein Anschlag auf den „heiligen Kern“ des Gegners, da fragt sich fast, wer denn nun die Extremisten sind und wo eine innere, moralische Grenze noch verläuft. Fragen, die Polyticki intensiv in seinem Roman mitschwingen lässt und ein um das andere Mal die Ohnmacht der Antwortlosigkeit an seiner Figur des Kaufner durchdekliniert. In märchenhaften Geschichten und fremden Traditionen   Eine junger Mann, der als Führer dient und Kaufner allein durch seine Haltung nahebringt, was Ehre bis zum Tod und ein Einlassen auf die sperrige und schroffe Region des tadschikischen Gebirges wirklich bedeuten. Soweit, dass Kaufner, dem erfahrenen Gebirgsjäger, klar wird, „dass er ein Anfänger ist“. Nicht nur, was das wahre Bewegen im Gebirge angeht, gerade auch, was das innere Leben betrifft.   Wie er in der Begegnung mit der 13jährigen Sochi in Samarkand bei seiner Ankunft schon an seine Grenzen gerät. Ein Mädchen mit Visionen, mit einer gewissen Hellsichtigkeit in Träumen, die Kaufner ein um das andere Mal erstaunt und in innere Bewegung zwingt.   Unverdorbene, ihren klaren Instinkten folgende und angesichts der „Erwachsenenwelt“ ratlose Kinder sind es, die den Weg weisen können. Wenn man die Kraft hätte, sich ganz auf sie einzulassen. Was kaum jemand in Erwägung zieht. Sochi zumindest ist ob ihrer Kräfte eher eine Ausgestoßene, in Samarkand an den Rand gedrängte Person. Aber Kaufner wird lernen, soviel sei gesagt. Mythisch und düster durch Polyticki wunderbar dargestellt.   Sprachlich überzeugend, teils fast hypnotisch den Leser durch bizarre Landschaften und ebenso bizarre Begegnungen führend, stellt Polyticke die Frage nach „der Grenze“. Der fließenden, inneren Grenze zwischen „gut und böse“, „Toleranz und Mut für Werte“, innere Öffnung gegen äußere Gier, Sturheit und Festgefahrenheit, die den Leser ebenso lange beschäftigt, wie die äußere Geschichte dieser düsteren Queste an sich.

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