Matthias Wald

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Matthias Wald

Lebenslauf von Matthias Wald

Matthias Wald alias Zeloniffer wurde am 24.11.1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Der Autor lebte in Südspanien, Bayern und Argentinien, bis er eine Weltreise durchführte. Er reiste über Land von Bangkok bis nach Deutschland. In Freiburg im Breisgau, Neapel und Bangalore studierte er Rechtswissenschaften. Jetzt lebt er als freier Autor in Freiburg. In seiner Freizeit tanzt er gerne Tango, macht Spaziergänge und genießt das Leben...

Alle Bücher von Matthias Wald

Matthias WaldDie Zeugin der Schönheit
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Die Zeugin der Schönheit
Die Zeugin der Schönheit
 (2)
Erschienen am 26.01.2018
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 (0)
Erschienen am 25.05.2016

Neue Rezensionen zu Matthias Wald

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4Mephistopheless avatar

Rezension zu "Die Zeugin der Schönheit" von Matthias Wald

Die Zeugin der Schönheit oder Verharren in der Vergangenheit
4Mephistophelesvor 7 Monaten

Johanna Mondschild lebt und leidet fortwährend in der Psychatrie. Die Psychopharmaka setzen ihr zu, sie leidet an ihrer Passivität, die ihr zugewiesen wurde. Lichtblick und Leiden zugleich sind die Erinnerungen an ihre große Liebe, den Schriftsteller Fabrizio Le Carré, der wie kein anderer beobachten und die Welt in sich aufnehmen konnte.

Das Bändchen beginnt mit der ersten Begegnung von Johanna und Fabrizio an einem Brunnen im Herbst. Dieses Setting scheint genau so wenig zufällig, wie die sorgsam gewählten Worte: Der Brunnen wird in der Literaturgeschichte gemeinhin als Symbol der Weiblichkeit interpretiert, der Herbst steht im Kontrast zu der angedeuteten Jugend der beiden, deutet aber die Endlichkeit der Beziehung schon an. Eine Geschichte also, in der das Weibliche und die Endlichkeit der Beziehung im Vordergrund steht.

Das Paar findet sich und ihr Streben nach Leidenschaft wird Rechnung getragen, indem sie gemeinsam im Glockenturm der Stadt sind (Sinnbild für den Höhepunkt der Liebe?), und auch einen spontanen Ausflug nach Venedig, der Stadt der Liebe aber auch des Maskenballs. (An dieser Stelle wird Wert darauf gelegt, dass das Paar nur die Schönheit des Moments genießt, wobei ein Maskenball zweifelsohne noch einen Spannungsmoment hinzugefügt hätte.)

Dem körperlichen Trieb des Paares wird zahlreich Rechnung getragen, von Lust ist häufig die Rede. Hierbei verlässt der Autor jedoch den sprachlichen gehobenen Gestus. Findet man sonst zahlreiche Metaphern und Fremdwörter, werden weibliche Geschlechtsteile hier nun "Titten" und "Möse" genannt. Dieser Bruch im Gestus hat wohlmöglich den Sinn, die Triebe in ihrer Brutalität auch sprachlich hervorzuheben, es stört das sprachliche Gesamtbild aber empfindlich, weil die Intimität, Feinsinnigkeit und Vertrautheit des Paares in der Wortwahl es nicht in die Sexualität schafft. Obgleich die Sprache in dem Band ansonsten relativ zeitlos ist und auch über eine vergangene Liebe erzählt, werden hier aber auch aktuelle (Schimpf?-)Wörter für die Sexualität gebraucht, es ist gewissermaßen ein Bruch in der Erzählung.

Die Liebe scheitert, als der gemeinsame Neuanfang des Paares geplant wird, der Mann erscheint nicht zur Überfahrt in die "Neue Welt" und statt einer gemeinsamen neuen Welt stürzt Johanna in die Verzweiflung und einen Selbstmordversuch, da Fabrizio nicht auffindbar ist und sich außer Johanna keiner an ihn zu erinnern scheint.

Johanna ist keine zuverlässige Erzählerin, da sie selbst an ihren Erinnerungen zweifelt und umso beharrlicher daran festhält und so kann sich der Leser nicht sicher sein, ob es tatsächlich ein "Happy Ending" ist, als Fabrizio am Ende genau so in der Psychatrie erscheint, mit allen Details, wie Johanna es zuvor erträumte. Denn woher sollte er ihren Aufenthaltsort wissen, wie hätte sie seine Kleidung vorausahnen sollen, weshalb die jahrzehntelange Pause?

Ich bewundere die sprachliche Kraft, mit der Matthias Wald die Geschichte erzählt hat, welche eine Szenerie sehr klar und präzise ausgestaltete und doch Raum für die eigene Fantasie ließ. Den Bruch, der in der Beschreibung der Sexualität entstand, empfand ich enorm als störend, es passte für mich weder zu der Inszenierung von Johanna als eigentlich kluger und wortgewandter Frau, noch zu dem Bild des feinsinnigen Schriftstellers, der auch um jedes Wort ringt. Die Geschichte ist obendrein recht zeitlos: Johanna studiert, es kann also nach 1900 spielen und erzählt die Jugend der Zeit. Umso mehr ärgern mich die Kraftausdrücke, die doch eher die Bezeichnungen unserer aktuellen Zeit sind. Hierbei muss ich allerdings betonen, dass ich die -mitunter auch explizite- Darstellung der Sexualität des Paares befürworte, sie ist ein wesentliches Element der Liebesgeschichte, ich kritisiere hierbei lediglich die Wortwahl, zumal die Geschichte gerade in den Formulierungen ihre Stärke hat.

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Jazzys avatar

Rezension zu "Die Zeugin der Schönheit" von Matthias Wald

Netter Kurzoman über die Freude des Lebens.
Jazzyvor 7 Monaten

Beschreibung:


Nichts war ihr wertvoller als ihre Liebe zu einem Schriftsteller, kein Mensch hat sie mehr geprägt als er. Doch gab es diesen Schriftsteller Fabrizio Le Carré wirklich oder hat sie ihn sich nur erträumt? 
Das behaupten jedenfalls die Ärzte und Pfleger in der Psychiatrie, in der Johanna Mondschild lebt. 
Bis es eines Tages an der Tür klopft... 



Meine Meinung:


Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Der Roman und die Idee an sich, sind nicht schlecht, aber man hätte noch mehr daraus machen können. 
Der Autor beschreibt die Geschichte einer Frau, sie sich unsterblich verliebt hat und alles für diese Liebe gibt. Während sie sich ganz ihren Gefühlen hingibt und das Paar gemeinsame Pläne schmiedet, schwebt sie auf Wolke 7. Das Leben scheint perfekt für sie zu sein. Sie erlebt alles viel intensiver und lebt ganz für ihre Liebe. 
Als die Liebe enttäuschend für sie endet, wird sie vor lauter Kummer und Gram in die Psychiatrie eingeliefert. Dort wird ihr klargemacht, dass dieser Mann nie existiert hat und sie verrückt sei.
Gegen Ende des Buches wird dies noch aufgeklärt.


Fazit:


Ein netter Kurzroman für zwischendurch, der durchaus anregt, dass man das Leben genießen sollte. Wer auf sinnliche Romane steht, ist hier genau richtig.

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Gespräche aus der Community

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MatthiasWalds avatar
Liebe Lovelybook-Fans,


ich möchte euch sehr gerne zu einer Leserunde meiner romantischen Liebesgeschichte "Die Zeugin der Schönheit" einladen.


Im Mittelpunkt meiner kurzen und leidenschaftlichen Geschichte steht die 85-jährige Patientin der Psychiatrie namens Johanna Mondschild, die ihre Erinnerungen im Hinblick auf ihre einzige, wahre Liebe niederschreiben möchte: Fabrizio Le Carré.
Aber gab es diesen jungen und weisen Schriftsteller wirklich oder hat sie sich das alles nur erträumt?
Ist Johanna verrückt?
Denn das behaupten zumindest die Ärzte und Pfleger der Psychiatrie.
Aber Johanna lässt nicht locker und reiht Wort für Wort hintereinander, "um eine Geschichte aufzuschreiben, ungeachtet dessen, ob es sie gab oder nicht."
Es beginnt eine dramatische, poetische und sehr schöne Erzählung, um große, philosophische Fragen und wunderbar einfühlsam erzählt.


Verlost werden insgesamt 25 Bücher, davon 5 in gedruckter Version und 20 als ebook.


Mitmachen kann jeder, der romantische Liebesgeschichten mag und folgende Frage bis zum 17.2.2018 beantwortet:
Was war der romantischste Moment in eurem Leben?
Antworten am besten per Email an matthiaswald@yahoo.com.
Die Antworten bleiben auf Wunsch des Bewerbers unveröffentlicht.


Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zu zu einer aktiven Teilnahme an der Leserunde und zu Abgabe einer ehrlichen Rezension auf amazon.de und lovelybooks.




Ich werde an der Leserunde selbst teilnehmen und beantworte gerne all eure Fragen. Ich denke, wir werden sehr viel Spaß miteinander haben.


Und nun, würde ich sagen, geht es los: "Ich sah ihn zum ersten Mal, im Herbst muss es gewesen sein, am Brunnen..."


Herzlichst, 
eurer Matthias Wald







MatthiasWalds avatar
Letzter Beitrag von  MatthiasWaldvor 7 Monaten
Liebe 4Mephistopheles, wie soll ich mich denn bei einer so klugen und feinsinnig-analytischen Rezension gemaßregelt fühlen? Vielen Dank dafür! Lieber erhalte ich nur einen Stern - oder gar keinen, aber dafür solche Rezensionen, als 5 Sterne, die niemandem was sagen. Poste sie gerne auch auf Amazon, wenn du magst! Und schreib mir mal eine Email, wenn du bei meiner nächsten Leserunde auch teilnehmen willst: matthiaswald@yahoo.com Vielleicht hast Du ja auch Lust, Testleserin meiner Kurzgeschichten zu werden? ---- Es ist sehr interessant, was Du über die sexuelle Sprache schreibst- tatsächlich hat mein Lektor, dem die Geschichte sehr gefallen hat, genau das gleiche geschrieben. Warum habe ich diese modernen Kraftausdrücke beibehalten? Abgesehen davon, dass ich nach zigmaligem Lesen der Geschichte absolut farbenblind wurde, was sprachliche Feinheiten (noch) anbelangte, denke ich, musste Johanna so von Fabrizio sprechen, während sie mit ihm schlief. Denn die enorme Leidenschaft, diese Anziehungskraft gipfelte nun mal in seinem Apartment, in seinen Armen, in der körperlichen Vereinigung, diesem wilden Übereinanderherfallen. Mir ist bewusst, dass hier das philosophische, wenn du so willst, an der Liebe zurücktritt, und die Frau sich reduziert auf ihre "Möse", der Mann auf "das Glied". Aber dennoch denke ich, musste es so sein in diesem Moment, es brauchte diese rohe Sprache und diese - aus deiner SIcht- "Brutalität". Ich denke, ich war hier sehr inspiriert von Zeruya Shalev, die ich ausgesprochen schätze. Gerade in ihrem Roman "LIebesleben", der hochpoetisch ist, hat sie auch einige Male rein sexuelle Begriffe verwendet. Zugegeben, er ist kontemporaner Natur, aber diese Stilistik Poesie und Direktheit, hängt, denke ich, im Grunde zusammen. Zumindest bei mir... Zu der Passivität noch: Ich kann Dich verstehen. Du fragst, wieso sie die Sache nicht abgeschlossen hat, hinter sich gelassen und sich neu aufgestellt hat. Zunächst handelt es sich ja hier auch nicht unbedingt um eine moderne Patientin, sondern eine 85jährig alte Dame. Aber wie hätte sie auch das ganze abschließen können? Wie hätte sie Fabrizio, der sie so geprägt, nein, entzündet!, hat, denn vergessen können? Die Geschichte konnte nicht abgeschlossen werden, da wesentliche ihrer Elemente unbeantwortet blieben: Gab es ihn denn? Was hat sie tatsächlich erlebt? Wenn es ihn gab: Hat er sie auch geliebt? Und zu guter Letzt: Wenn ja, warum ist er verdammt noch mal nicht erschienen? Aber vielleicht offenbart sich hier auch eine Problematik von Seiten Carrés, - ein ganz neuer Aspekt, der schon immer in der Geschichte geschlummert hat -, der es vielleicht nicht ausgehalten hat, mit Johanna den Gipfel des Glücks zu erleben, die Distanz brauchte, und die Unwirklichkeit des Phantasierenden. Vielleicht war nur einer der beiden am Ende wirklich krank... Vielen Dank und ein schönes Wochenende, Matthias Wald
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Matthias Wald wurde am 24. November 0187 in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) geboren.

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in 4 Bibliotheken

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