Matthias Weik , Marc Friedrich Der größte Raubzug der Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Der größte Raubzug der Geschichte“ von Matthias Weik

HERZLICH WILLKOMMEN auf einer spannenden Reise in die Welt des Wahnsinns, der Lügen, des Betrugs und der größten Kapitalvernichtung, die die Menschheit je erlebt hat. Vor unseren Augen findet der größte Raubzug der Geschichte statt, und wir alle sind seine Opfer. Die Reichen in unserer Gesellschaft werden immer reicher, während alle Anderen immer ärmer werden. Die Autoren fragen: Wie entsteht überhaupt Geld? Wie kommen Banken und Staat eigentlich zu Geld? Warum ist das globale Finanzsystem ungerecht? Tragen tatsächlich nur die Banken die Schuld an der aktuellen Misere oder müssen auch die politischen Entscheider zur Verantwortung gezogen werden? Warum steht das größte Finanz-Casino der Welt in Deutschland, und kaum jemand weiß darüber Bescheid? Ist der Euro nicht letztlich doch zum Scheitern verurteilt? Sind Lebens-, Rentenversicherungen, Bausparverträge und Staatsanleihen noch zeitgemäße Investments? Dienen Finanzprodukte dem Kunden oder nur der Finanzindustrie? Was bedeutet es, wenn ein Staat Bankrott geht? Wer profitiert eigentlich von den Schulden unseres Staates? Kann ewiges Wachstum überhaupt funktionieren? Dieses spannende und engagierte Buch gibt nicht nur verunsicherten Anlegern Antworten. Es zeigt auf, welche Kapitalanlagen jetzt noch sinnvoll sind, und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert. Schon die nächsten Monate könnten für das finanzielle Schicksal von Staaten und deren Bürgern entscheidend sein. Auch Sie sind betroffen: Wer jetzt nicht richtig handelt, steht vielleicht bald mit leeren Händen da. Doch jede Krise hat auch ihre Chance. Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht zu den Verlierern gehören! Rezensionen „Recht reißersich, aber pointiert und sogar mit Praxistipp.“ (manager magazin) „Anlagetipps in einer unsicheren Zeit.” (Handelsblatt) „Anekdotenreiches Lehrstück: Wie Gier nach schnellem Geld unweigerlich zu Blasen und später in die Krise führt.” (€uro) „Fazit: Matthias Weik und Marc Friedrich ist mit “Der grösste Raubzug der Geschichte” ein großes, absolut lesenswertes Buch über das Finanzsystem gelungen, in dem wir leben müssen." (Smart Investor) “Europaweit interessiert man sich inzwischen für das Buch mit dem ketzerischen Titel “Der größte Raubzug der Geschichte” der beiden bis dato unbekannten jungen Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik.” (SWR Landesschau) „Wer aber ungeschönte Worte und Wahrheiten über die Finanzkrise von zwei Bestsellerautoren hören will, sollte das Interview mit Matthias Weik und Marc Friedrich über den ‚Grössten Raubzug der Geschichte‘ lesen“. (Stuttgarter Nachrichten) „Wir wollten kein trockenes Finanzbuch schreiben“, sagen die beiden. Das ist ihnen zweifellos gelungen. Sie verwenden eine junge Sprache, um auch junge Leser anzusprechen. Denn diese werden nach Ansicht der Autoren vom Crash besonders hart getroffen werden. (Südkurrier) „Der Leser wird mit Begebenheiten, Fakten, Zitaten geradezu überrollt. Welche Fleißarbeit hinter dem Zusammenstellen dieser Fakten steckt, beweist schon das 40-seitige Fußnotenverzeichnis. Knackige Zitate bieten Inseln für ein oft zynisches Schmunzeln."(Westdeutsche Zeitung) In "der größte Raubzug der Geschichte" erklären Marc Friedrich und Matthias Weik die Ursachen der Krise, angefangen mit der Antwort auf die Frage, wie Geld eigentlich entsteht und was die Banken diesbezüglich fabrizieren. Die Reise führt vom Vorkrisenjahr 2007 über die Subprime-Krise bis zur Frage, wie jeder Einzelne verhindern kann, ein Opfer des Systems zu werden - sprich, die Zeche für das "Schindluder", das die Banken betreiben, zu zahlen. (FORMAT) „Auch die Tipps, welche Kapitalanlagen noch sinnvoll sind und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert dürften von Interesse sein.” (Börsenblatt) „Die beiden Wirtschaftswissenschaftler Marc Friedrich und Matthias Weik treffen mit ihrem spannenden Buch zur Finanzkrise offenbar einen Nerv der Zeit“. (Die Oberhessische Presse) „Im Buch werden komplexe Sachverhalte verständlich, klar und spannend geschildert.“ (Preußenspiegel) „Die Autoren pieksen in Wespennester, nennen Entscheidungsträger und entschleiern, was Banken nie eingestehen würden.“ (Aachener Zeitung) „Die Wahl des Titels ist bestechend. Wer Nachhilfe in Fragen der Finanzkrise braucht, ist bei dem Buch Der größte Raubzug der Geschichte gut aufgehoben". (Die Rems-Murr Rundschau) „In ihrem Buch beleuchten die Autoren die Ursachen und Hintergründe des Zusammenbruchs und sie machen deutlich: Die Krise ist noch längst nicht vorbei.“ (Fränkische Nachrichten) „Den beiden Autoren geht es vor allem um eines, nämlich allen interessierten Menschen, ob alt oder jung, das Phänomen zu erklären.” (Meraner Stadtanzeiger) „Die beiden Wirtschaftsprofis erklären auch für Laien verständlich, was derzeit global und national passiert.” (Mitteldeutsche Kirchenzeitung) „Ihr Buch analysiert die Finanzkrise der letzten Jahre schonungslos, und so, dass auch einfache Bankkunden verstehen, was gerade geschieht.” (Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg) „Dem Leser werden, vielleicht zum ersten Mal, die Grundzüge unseres Wirtschaftssystems wirklich klar und er erkennt die ersten Fehler, die dann zu den jeweiligen Krisen führten.” (GeVestor) „Auf 380 Seiten präsentieren Weik und Friedrich das Ergebnis ihrer zweijährigen Recherche zur Finanzkrise und ihren Auswirkungen: Spannend, witzig und interessant erläutern sie die Ursachen und Folgen der Krise – ohne Fachchinesisch, dafür aber mit einer Prise Zynismus.“ (Altmark-Woche) „Dieses spannende und engagierte Buch gibt nicht nur verunsicherten Anlegern Antworten. Es zeigt auf, welche Kapitalanlagen jetzt noch sinnvoll sind, und von welchen nur die Finanzindustrie profitiert.“ (IHK-Magazin - Wirtschaft Nordhessen). „Das Buch beschäftigt sich damit, warum das globale Finanzsystem auf Dauer nicht funktionieren kann. Es geht um das Verhalten der Banken und die Frage, ob nicht Handlungsbedarf für die Politik gegeben ist."(Nordkurier) „Die Wahl des Titels ist bestechend. Wer Nachhilfe in Fragen der Finanzkrise braucht, ist bei dem Buch Der größte Raubzug der Geschichte gut aufgehoben". (Die Rems-Murr Rundschau) „Was auf den ersten Blick reichlich populistisch erscheint, haben die Spiegel-Bestseller-Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik in ihrem Verkaufsschlager "Der größte Raubzug der Geschichte" mit Fakten hinterlegt und anhand von geschichtlichen Beispielen aufgearbeitet."(Schwarzwälder Bote) "Das Sachbuch liest sich wie ein Krimi und ist eine spannende Reise in die Welt des Wahnsinns, der Lügen des Betrugs und der größten Kapitalvernichtung, die die Menschheit je erlebt hat." (Südtirol News)

Was von wegen niedriger Leitzins, seien Sie froh, dass Sie keine Negativzinsen zahlen müssen. Zumindest nicht direkt. Noch nicht.

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

„Die Autoren verwenden eine junge Sprache, ihnen gelingt es, komplexe Sachverhalte verständlich, klar und spannend zu schildern.“ fnweb.de

— Tectum_Verlag
Tectum_Verlag

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    Der größte Raubzug der Geschichte
    R_Manthey

    R_Manthey

    17. July 2015 um 10:40

    Das steht so ähnlich auf Seite 273 dieses Buches, vorsichtshalber mit einem "vielleicht" abgeschwächt und mit einem Fragezeichen bedacht. Aber im Kontext dieses Buches muss man es wohl als seine Kernaussage betrachten. Auf der Rückseite werden wir schließlich noch gewarnt, dass wir alle betroffen sind und sofort richtig handeln müssen, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen. Leider sind die Ratschläge dazu auf knapp 23 Seiten des allerletzten Kapitels etwas dünn und zu allgemein, um wirklich in zielgerichtetes Handeln münden zu können. Sie gehen auch nicht über das hinaus, was man in anderen Büchern zum Teil viel besser vorfindet. Die wirkliche Stärke dieses Buches besteht darin, die Machenschaften eines außer Kontrolle geratenen Finanzsystems zu entlarven, dass die westlichen Gesellschaften inzwischen vollständig beherrscht und sie zu ihrem Niedergang führen wird. Nicht ohne Grund wissen nur die wenigsten Menschen darüber bescheid, wie unser Geld entsteht und wie Banken funktionieren. Und das, obwohl Geld eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Es entsteht immer als Schuld. Würden in diesem System alle Schulden bezahlt sein, gäbe es kein Geld mehr. Unser Papiergeld hat keinen inneren Wert wie Gold oder Silber. Es kann deshalb beliebig vermehrt werden. Die Entscheidungen darüber liegen in der Hand von dilettantischen Politikern und von durch Eigeninteressen getriebenen Bankern, die jeweils glauben, ökonomische Gesetze würden sich ihrem Willen unterordnen. Nachdem die Autoren zunächst sehr plastisch die Entstehung unseres Geldes und die Privilegien der Banken in diesem Prozess beschrieben haben, kommen sie zur Erklärung der amerikanischen Subprime-Krise. Auch diese auf den ersten Blick komplizierte Materie meistern sie didaktisch eindrucksvoll. Die Folgen für Deutschland und die Rolle der Politik bei diesen Vorgängen werden ebenfalls hervorragend beschrieben. Insbesondere entlarven sie die Heuchelei bestimmter Politiker, die in den Kontrollgremien der Landesbanken saßen, all die Zockerei munter genehmigten oder sogar dazu aufriefen, um sich dann hinterher öffentlich darüber aufzuregen. In diesem Zusammenhang kommen die Autoren immer wieder auf den ehemaligen NRW-MP Steinbrück und dessen späteren Staatsekretär Asmussen im BFM zu sprechen. Asmussen leitete erst die Deregulierung des deutschen Finanzmarktes ein und spielte später den Retter Deutschlands in der Finanzkrise, für deren deutsche Variante er in vorderster Linie mitverantwortlich war. Nun vertritt er Deutschland in zentraler Funktion in der EZB. Die Autoren zeigen deutlich auf, wie die staatlichen Landesbanken in Steueroasen Zweckgesellschaften gründeten, die zwei ganz klare Ziele besaßen: Sie sollten aus der Bilanz der Bank verschwinden, um kreditfinanziert mit einem extremen Hebel beim Herumzocken mit amerikanischen Subprime-Krediten teilnehmen zu können. Herr Steinbrück musste das bei seiner West LB wissen, andere Landespolitiker für ihre Banken ebenfalls. Allein dafür, dass diese Verlogenheit deutlich dargestellt wird, verdient das Buch viel Lob. Die Autoren zeigen immer wieder, dass es keinen politischen Willen zu einer wirklichen Regulierung des Finanzsystems gibt. Ganz im Gegenteil: Wesentliche Gesetzestexte werden inzwischen von externen Kanzleien erstellt, die von den Banken kontrolliert werden. Auf diese Weise können eigentlich sinnvolle Maßnahmen, wie eine Erhöhung der Eigenkapitalquote oder gewisse Bilanzierungsvorschriften geschickt mit Gesetzeslücken umgangen werden. Ein öffentlich als Regulierung verkaufter Schritt läuft entsprechend ins Leere. Stattdessen feiert die Politik (wie auch die Autoren) eine Steuer, die zwar Geld bringen wird, aber nichts am System ändert, sondern von ihm profitiert. Nachdem dem Leser schließlich auch noch erklärt wird, warum der Euro kaum Vorteile für Deutschland brachte und weshalb er scheitern muss, beschreiben die Autoren die komplexen Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Politik und Banken sowie das paradoxe Finanzierungssystem der westlichen Staaten. In Europa verleiht die EZB den Großbanken Geld, was vorher nicht existierte, zu einem sehr niedrigen Zins, damit es diese Institute dann zum Aufkauf von Staatsanleihen benutzen können, die einen viel höheren Zins abwerfen, wenn die entsprechenden Staaten nicht gerade pleite gehen. Diese Zinsen zahlen schließlich die Steuerzahler. Und falls das alles dennoch schief geht, stehen sie auch noch für die Rettung dieser Banken ein, notfalls auch auf dem Wege einer wie auch immer gearteten Enteignung, beispielsweise durch eine Währungsreform. Den Weg der Staatsfinanzierung über Banken soll ein direktes Gelddrucken durch Staaten verhindern. Doch inzwischen wird selbst das bereits indirekt von den europäischen Pleitestaaten gefordert. Diesen ganzen absurden Zustand beschreiben die Autoren sehr gut. Neben den vielen guten Erklärungen besitzt der Text leider auch einige Mängel. Natürlich fällt es den Autoren schwer, bei all dem geschilderten Irrsinn kühl zu bleiben. Sie gleiten im Laufe des Buches immer mehr ins Polemisieren ab. Gelegentlich greifen sie allerdings auch etwas daneben. So wird beispielsweise die deutsche Terminbörse EUREX als eine Art Hort des Bösen aufgebauscht. Das hat etwas von geistiger Maschinenstürmerei an sich. Denn erstens haben EUREX-Termingeschäfte einen ökonomischen Sinn. Sie sind ihrem Wesen nach keine Wetten, sondern Absicherungsgeschäfte. Und zweitens machen nicht die EUREX-Termingeschäfte die Gefahr bei den Derivaten aus. An der EUREX werden nämlich standardisierte Geschäfte in einem transparenten und regulierten Markt abgewickelt. Ganz anders sieht dass im Interbankenverkehrs aus. Bis heute sind diese undurchsichtigen Märkte völlig unreguliert. Darüber hinaus bestehen keine befriedigenden Regeln, die das Risiko beim Derivatehandeln von Banken in ein vertretbares Verhältnis zu ihrem faktischen Eigenkapital setzen. Es sind also nicht die standardisierten Derivate der EUREX, sondern der unregulierte Interbankenhandeln und der ungehemmte Einsatz von gehebeltem Fremdkapital, die die wirklichen Gefahren darstellen. Eine differenziertere Betrachtung dieser nicht einfachen Sachlage hätte dem Buch gut getan. Ähnlich diffus sind die Ausführungen zum Zins. Nicht der Zins ist das Problem, sondern die Art, wie unser Geld entsteht. Leider machen die Autoren darauf nur in einem Nebensatz aufmerksam. Der Zins spielt eine wesentliche Rolle im Wirtschaftssystem. Er liefert entscheidende Informationen für die Marktteilnehmer, wenn er wirklich frei an einem regulierten Markt entsteht. Planwirtschaftliche Zinsmanipulationen durch die Zentralbanken oder politische Entscheidungen (wie die Euro-Einführung) führen zu erheblichen ökonomischen Verwerfungen. So sind beispielsweise alle großen Immobilienblasen der letzten Jahre (in den USA, Irland oder Spanien) auf Zinsmanipulationen zurückzuführen, die in der Folge völlig falsche ökonomische Entscheidungen auslösten. Den Zins abschaffen zu wollen, hieße also das Kind mit dem Bade auszuschütten. Dafür, dass die Autoren die Kumpanei zwischen Politik und der Staat und Gesellschaft beherrschenden Finanzoligarchie aufdecken und im Detail beschreiben, bekommen sie fünf Sterne. Auch wenn ihre Zitate oft genau den Kern eines Sachverhaltes aufdecken, so würde ich doch raten, die Bücher, aus denen die Zitate stammen (v. Mises beispielsweise), auch zu lesen, anstatt auf Zitatendatenbanken zurückzugreifen. Dann würde man vielleicht auch die Wachstums- und Zinsproblematik anders bewerten. Alles in allem ein gutes, wenn auch etwas polemisches Buch, das hoffentlich viel gelesen wird, denn es beschreibt das paradoxe Finanzsystem, in dem wir leben, unter aktuellen Gesichtspunkten recht treffend.

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  • Fundiertes und gut zu lesendes Buch über den Finanzwahnsinn

    Der größte Raubzug der Geschichte
    Iudas

    Iudas

    28. June 2015 um 19:45

    Wer heutzutage viel, wirklich viel Geld scheffeln will, muß dafür nicht mehr den Weg anstrengen­der, produktiver Arbeit gehen. Auch Wegelagerei oder Banküberfälle bringen nur wenig Ausbeute bei hoher Mißerfolgswahrscheinlickeit. Viel beliebter und weniger riskant dagegen ist die Beteili­gung an dem finanziellen Glücksrad der Börse – wenn man auf der richtigen Seite steht. Banker und Vorstände großer Firmen verdienen monatlich Milliardenbeträge und wenn sie in ihrem Spekulations- und Wetteifer doch mal die Spareinlagen tausender gutgläubiger Anleger im Nichts verspielen, so genehmigen sie sich als Bonus für gute Leistung noch eine großzügige Abfindung und wechseln zum nächsten Finanzinstitut. Aber nicht nur über Anlagen bei Banken ist der kleine Bürger direkt vom Raub seiner Habseligkei­ten betroffen und droht in direkten Schulden zu ersticken. Staaten rund um den Erdball sind durch gigantische Schuldenberge, die sekündlich größer werden, an Banken geknebelt und ersten Staaten droht auch, wie schon so manches Mal in der Geschichte geschehen, die Staatspleite. Und wenn ein Staat bankrott geht, dann betrifft das seine Bürger, die dann für die ausstehende Forderungen mit ih­rem Hab und Gut aufkommen müssen. Wie das alles zusammenhängt und wieso die, die mit ihrer Hände Arbeit jeden Tag produktives leis­ten, für ihre Erzeugnisse immer weniger Entlohnung sehen, während andere mit höchst virtuellen Geldblasen immer reicher werden, erklären dem Leser die beiden Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich, die zusammen auch eine Vermögensberatung leiten. Ihr vor drei Jahren bei Tec­tum erschienenes Sachbuch trägt den Titel »Der größte Raubzug der Geschichte. Warum die Flei­ßigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden«. In mehreren Kapiteln führen sie den zumeist noch unbedarften, aber interessierten und mit Vorwis­sen ausgestatteten Leser an die komplexe Thematik des Finanzwesens und seiner Abgründe heran. Fachbegriffe werden leicht verständlich erklärt – daß dazu auch die Definition eigentlich bekannter Begriffe wie Geld oder Kredit gehört, versteht sich von selbst. Auf Basis des Verständnis elementa­rer Terminologien und der gigantischen Mengen, die sich eigentlich hinter einer Milliarde oder Bil­lion verbergen, zeigen Weik und Friedrich die Ursachen der beiden Finanzkrisen auf und schildern fast minutiös den Verlauf dieser Crashs, die tausende Menschen ihrer finanziellen Grundlagen be­raubte. Des weiteren analysieren sie das Wesen der Kredite und der Staatsverschuldung, warnen, daß es auch in Europa mit einem Dominoeffekt gar nicht so weit her ist und daß die Südstaaten schon lang am Staatsbankrott kratzen. Anhand der Europäischen Zentralbank (EZB) wird deutlich gemacht, daß selbst die großen, staatstragenden Banken gar nicht mehr so neutral und unabhängig agieren und sich im Casinospiel selbst verzocken. Das Rentensystem – hier als Schneeballsystem bezeich­net – wird genauer unter die Lupe genommen und der Glaube an unendliches Wachstum der Wirt­schaft kritisch beleuchtet. Weik und sein Co-Autor Friedrich schildern eine sehr negative Entwicklung, die die Finanzwirt­schaft nimmt und die laut ihrer Betrachtungen notwendigerweise in die nächste, weit schlimmere Krise führen wird. Ihr großer Verdienst mit dem Buch ist es aber auch, daß der Leser versteht, warum das so sein wird. Mit einem enormen Wissen, zahlreichen Fakten und Zitaten bewaffnet, führen sie den Leser Schritt für Schritt in die Materie ein, bauen ihre Darstellungen logisch und auf­einander folgend auf, sodaß man sich von dem Verständnis des einen und dem Wissen um die Ge­setzeslage und historischer Fakten zum nächsten hangeln kann. Als Verständnishilfen werden immer wieder abstrahierende Beispiele und Darstellungen gegeben und zur Auflockerung passende Karikaturen eingestreut. Daß dabei zwei Grafiken auch mal doppelt im Buch bei dieser Stärke vorkommen, kann da mal unter den Tisch fallen gelassen werden. Der Schreibstil ist einem Sachbuch dieser Art angemessen und kommt – das ist schon der Thematik geschuldet – nicht ohne ein ganzes Arsenal an Fachtermini aus. Diese werde aber verständlich er­klärt. Weik und Friedrich stellen ihr gewaltiges Wissen geballt dar, bleiben aber in einer verständli­chen und lesernahen Sprache, die auch vor humorvollen Einlagen nicht zurückschreckt, ohne den sachlichen Ton dabei zu strapazieren. Sämtliche Aussagen, Zahlen und andere Fakten werden sorg­fältig mit ihren Quellen belegt und sind im Fußnotenanhang zusammengetragen. »Der größte Raubzug der Geschichte. Warum die Flei­ßigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden« – das sind über dreihundert Seiten gebündeltes Wissen über den Finanzkörper der Welt mit vielen seiner obskuren und wahnwitzigen Auswüchsen, die anschaulich erklärt werden. Die beiden Autoren machen aber auch von Anfang an klar, wie sie zu dem System aus Spekulation und Geldspielereien stehen. Und sie zeigen, auch wenn dieser Teil ihrer Erklärungen eher marginal bleibt, ebenso Möglichkeiten auf, wie man sich gegen einen Crash absichern kann. All das macht dieses Sachbuch zu einem fundierten Grundlagenwerk für den interessierten Laien und stellt so einige Dinge im Spiel um das Geld der Welt klar. Trotz des eigentlich trockenen – staubtrockenen – Themas schaffen es die Autoren, es derart interessant zu gestalten, erläutern und gekonnt aufzulockern, daß man als Leser wenig Schwierigkeiten hat, zu verstehen. Man braucht Zeit für dieses Buch, da es wahnsinnig informativ ist, aber gerade diese Informationsfülle ist hier der Punkt, der dieses Sachbuch zu einem würdigen Vertreter seiner Gattung macht. Und hier kann man wirklich sagen: so ganz unverdient wird es nicht gewesen sein, daß es zeitweise auf der Spiegel Bestseller-Liste stehen konnte. Und es bleibt zu hoffen, daß Weiks und Friedrichs Buch viele lasen, immer noch lesen und auch in späteren Auflagen noch lesen werden. Es ist hochaktuell, erhellend und spannend. Ein einfach empfehlenswertes Buch.

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  • Fundiertes und kritisches Finanz-Sachbuch

    Der größte Raubzug der Geschichte
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. June 2013 um 12:09

      Was ist eigentlich Geld und wie entsteht es, respektive, woher erhalten eigentlich die Banken ihr Geld?   Das sind die Einstiegsfragen in diese umfassende, fundierte und sehr nachvollziehbar in Sprache und Form Betrachtung der Autoren. Eine Betrachtung, die zwar die Finanzkrisen der letzten Jahre zum Anlass nimmt, aber sich darauf nicht beschränkt , sondern einen weiten, sehr grundsätzlichen Bogen um die Probleme des Geldes und der (böswillig) „ungerechten Verteilung“ desselben schlägt. Was sich phasenweise dann wie ein Thriller liest, bietet sich umfassend gut recherchiert und aufeinander bezogen als ein Bild der Wirklichkeit des Geldes und des Finanzwesens dar, das den Leser nur mehr erschreckt und verärgert zurücklässt.   Nicht ob des Buches, sondern ob der darin geschilderten Erkenntnisse.   Allein schon dem Weg der Finanzwirtschaft nachzufolgen, zu sehen, wie sehr hier „Partys auf Kredit“ in bester Laune gefiert werden und, vor allem, wie sehr die politische Rahmensetzung alle Signale auf „freie Fahrt“ ohne Rücksicht auf Verluste der Bürger gesetzt hat, ist kaum zu glauben.   Allein schon die Einlassungen zu vielfachen Deregulierungen, bis hin zu den „neuen Bilanzregeln“ für Banken lassen gar keinen anderen Begriff als den des „legalen Betruges“ zu, den die Autoren für dieses Vorgehen finden.   Ein Zustand, eine „Wirtschaftsordnung“ deren Perversität sich allein schon darin ausdrückt, dass hier ganz und gar nicht konstruktiv die Wirtschaft, das Wohl der Firmen und der Gesellschaften im Blick steht, sondern nur die reine Vermehrung eines Profits. Und zwar gewusst und gezielt zum Schaden anderer. „Die Spekulanten profitieren von dem Finanzprodukt, wenn einem das Haus abbrennt. Auf diesem kranken Prinzip basieren zahlreiche Produkte der Finanzbranche“. Naheliegend ist dann doch, zu vermuten, dass jene Spekulanten, die sich mit entsprechenden Kreditausfallversicherungen eingedeckt haben, so ziemlich jede Schraube versuchen zu drehen, die zum eigenen Erfolg und damit zum Misserfolg des anderen führt.   Ein krankes System ist es, wenn man die Ausführungen der Autoren nachvollzieht und diese spiegelt am kulturellen und gesellschaftlichen Ziel einer Welt, die nicht unbedingt alle gleich versorgen kann und muss, in der aber zumindest Fairnis und Chancengleichheit anzustreben wären. Das Buch öffnet überzeugend die Augen dafür, dass ein konstruktives Miteinander auf diesem Planenten von den entscheidenden Kräften für die Verwaltung und Nutzung der Finanzmittel weder umgesetzt noch angestrebt wird. Und dies geschieht nicht in polemischer Weise, sondern wird von den Autoren sachlich erwiesen und schlüssig argumentiert. Genauso, wie die fundamentale Kritik gegen den Euro sachlich und nicht überzogen im Buch vorliegt. Wie auch die Tatsache, dass auf den Aktienmärkten beileibe kein „freies Spiel der Kräfte“ herrscht, sondern nach Herzenslust Kurse manipuliert werden.   Ein Finanzsystem, dass gezielt und nachweisbar die produktiven Bürger immer höher belastet und sich dort die „Beute“ holt, letztlich einfach gestohlen wird unter Komplizenschaft der Rahmen gebenden politischen Kräfte (in „alternativloser“ Politik, wie es heißt).   „Weshalb wird immer noch nichts geändert? Ganz einfach, weil die Profiteure des Systems alles dafür tun, damit sich nichts ändert“.  Und das noch nicht einmal allzu verdeckt, dafür aber sehr erfolgreich, wie das Buch nachweist.   Neben diesem sicherlich erschreckenden, aber fundiert dargelegten Hauptteil der Betrachtungen bieten die Autoren, zum Glück, auch konstruktive Möglichkeiten an, das eigene Kapital sinnvoller zu nutzen und zu schützen, als es über langfristige „Spekulationen“ (wozu auch Riester u.a. gehören) „denen da“ weiter zur Verfügung zu stellen.   Eine klare, verständliche und umfassende Betrachtung einer aktuellen Finanzwirtschaft, gegen die Raubritter des Mittelalters doch recht humane und zahme Gesellen waren. Unbedingt empfehlenswert für ein tieferes Verständnis dessen, was vorgeht und für den Blick auf den Schutz des eigenen Geldes.

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