Matthias Wenzel Chronist: Der erste Kreuzzug. Roman

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Inhaltsangabe zu „Chronist: Der erste Kreuzzug. Roman“ von Matthias Wenzel

Hervorragender historischer Roman, unbedingt lesenswert

— jfriemel

Beruht ja auf den wahren Bericht eines den Kreuzzug begleitenden Priesters. Die erotischen Erlebnisse mit der schönen jungen Frau des alten Grafen passen da irgendwie nicht rein. Sonst guter Ansatz, aber viel zu lang.

— Phil Decker
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  • Hervorragender historischer Roman - unbedingt lesenswert

    Chronist: Der erste Kreuzzug. Roman

    jfriemel

    14. December 2014 um 11:34

    Eine gute Recherche ist bei einem historischen Roman fast selbstverständlich, war aber in dieser Genauigkeit bei einem Newcomer nicht zu erwarten. Doch das ist nicht das eigentliche Highlight dieses Romans. Die Schilderung der Lebensumstände, der engen geistigen Horizonte des frühen Mittelalters und die sich daraus ergebenden Irrtümer in der Beurteilung fremder Kulturen, sind hervorragend gelungen. Die zahlreichen militärischen Auseinandersetzung werden in ihrer ganzen Brutalität und Sinnlosigkeit dargestellt, ohne jegliche Glorifizierung. Die historischen Personen sind sehr gut getroffen und als Charaktere sorgfältig ausgearbeitet. Das Buch ist flüssig lesbar und auch für Jugendliche gut geeignet. Deshalb kann ich nur empfehlen es zu kaufen und/oder zu verschenken.

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  • ein beeindruckender historischer Roman

    Chronist: Der erste Kreuzzug. Roman

    ulla_leuwer

    30. September 2013 um 18:14

    Kurzbeschreibung: Der Mönch Raimund hätte es sich in seinem Kloster nie träumen lassen, dass er mal bekannt wird unter dem Namen Raimund von Aguilers und als Chronist den Grafen Raimund IV von Toulouse auf dem ersten Kreuzzug begleiten wird. Während des Kreuzzuges lernte er nicht nur neue Länder kennen, sondern musste auch feststellen, dass nicht alles, was er bisher von Heiden wusste der Wahrheit entsprach. In diesen Jahren wurde er sozusagen erwachsen. Meine Meinung: Ich war doch froh, dass ich dieses Buch als eBook auf meinem Kindle lesen konnte, denn es muss ja doch ein "Schinken" gewesen sein. Aber das war ja auch klar, denn dieses Ereignis der Geschichte kann nicht in einem dünnen Roman beschrieben werden. Ich hatte schon öfter mal Bücher über Kreuzzüge gelesen und oft ist es mir sehr schwer gefallen, weil doch sehr weit ausgeholt wurde und es nicht gerade interessant für den Leser war. Aber diesmal fand ich alles sehr flüssig geschrieben. Außerdem ist alles aus Sicht eines Mönches aus dem Frankenland beschrieben, diese Variante kannte ich noch nicht. Ich habe zwischendurch immer mal wieder meinen Kindle aus der Hand gelegt und die Wegstrecke gegoogelt. Ich wollte einfach noch mehr wissen. Raimund hat ja tatsächlich gelebt und auch alles schriftlich fest gehalten. Nun ist es ja schwer 1000 Jahre später zu erfahren, was er sich wirklich bei allem gedacht hat und ob alles richtig gedeutet wird, wie er es wohl gemeint hat. Der Autor hat es meiner Meinung nach verstanden, die Gefühle und Gedanken von Raimund nachzuvollziehen. Ich konnte es dann auch, es muss ja auch beeindruckend gewesen sein, die Menschenmassen zu sehen, die sich auf den Weg gemacht haben und Raimund war ja zunächst nur mit seinem Grafen und Begleitern unterwegs. Später kamen ja noch mehr dazu. Dann muss es auch ein besonderes Gefühl gewesen sein, aus dem kleinen Dorf in die weite Welt zu gehen.  Ich kann und möchte hier jetzt nicht auf Einzelheiten der Erlebnisse eingehen, das würde eindeutig den Rahmen sprengen. Fazit: Aus heutiger Sicht waren die Kreuzzüge etwas schreckliches, was nicht unbedingt hätte geschehen müssen, aber sie haben nun einmal statt gefunden und es sollte zur Allgemeinbildung gehören, etwas mehr darüber zu wissen. Wer also an Geschehnisse, die im Namen unserer Religion statt gefunden haben, interessiert ist, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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  • Ein dunkles Kapitel der Christenheit

    Chronist: Der erste Kreuzzug. Roman

    Girdie

    10. August 2013 um 20:15

    Ein düsteres Cover passend zu einem dunklen Kapitel der Christenheit, damit präsentiert sich der historische Roman von Mathias Wenzel „Chronist – Der erste Kreuzzug“, den er auch selbst verlegt hat. Vor der Silhouette der Stadt Jerusalem, aus der beträchtlicher Rauch aufsteigt, kniet andächtig ein Mönchsbruder. Die Last des unendlich langen Wegs scheint ihm auf den Schultern zu liegen. Der Mönch, der da kniet, könnte Raimund von Aguilers sein, ein Chronist des Ersten Kreuzzugs, der in den Diensten des Grafen Raimund IV. von Toulousse stand. Er ist der Protagonist des Romans und sein Leben von der Kindheit an bis zur Eroberung von Jerusalem durch die Kreuzritter zu deren Gefolge er gehörte, hat der Autor hier aufgezeichnet. Raimund von Aguilers kommt im 11. Jahrhundert in einem kleinen Dorf in der Provence zur Welt. Schon sehr früh ist er von den Geschichten der Bibel fasziniert, so dass der Pfarrer vor Ort ihn als Messdiener anleitet. Außerdem bringt er ihm Lesen und Schreiben bei, ohne dass sein Vater davon weiß. Als er schließlich älter wird, beschließt der Priester seine Talente in einem Kloster weiter ausbauen zu lassen. Damit konfrontiert er eines Abends Raimund’s Vater, der sich auf ihn stürzt und zu Tode prügelt. Raimund flieht mit seiner Mutter und seinen Schwestern. In eben diesem Kloster findet er Aufnahme. Herangewachsen, darf er als Kaplan Abt Artaud auf dessen Bitte hin zum Konzil nach Clermont begleiten. Dort ruft Papst Urban II. zum Kreuzzug nach Jerusalem auf, um die dortigen Christen von der Herrschaft Andersgläubiger zu befreien. Raimund hat sich immer schon gewünscht, mehr von der Welt zu sehen und so zaudert er nur kurz als er von Graf Raimund IV. von Toulouse die Aufforderung erhält, ihn auf diesem Kreuzzug als Chronist zu dienen. Doch bis nach Jerusalem ist es ein langer, anstrengender, entbehrungsreicher Weg mit zahlreichen Kämpfen und hohen Verlusten. Im Buch „Chronist“ lässt Matthias Wenzel Geschichte lebendig werden. Wer nachliest, sieht schnell, dass er sehr viel der tatsächlichen Ereignisse in seinem Roman eingesponnen hat.  Detailliert beschreibt der Autor das tägliche Leben der Personen während des Kreuzzugs, vom Fußvolk bis hin zu den Rittern. Er schildert das Vorwärtskommen des Trosses auf den Pilgerabschnitten und Besonderheiten eines so großen Menschenzugs bei einer Rast. Sein Fokus liegt stets auf der Person des Chronisten Raimund. So nimmt der Leser an dessen Auseinandersetzungen um die Sinnhaftigkeit des Kreuzzugs teil. Denn am Anfang zweifelt Raimund nicht daran, dass seine Bemühungen mit der Erlösung von jeder Schuld belohnt werden, wie der Papst es in seiner flammenden Rede in Clermont versprochen hat. Doch nachdem zunächst die Armen und Kranken unter den Reisenden durch Übergriffe und Entbehrungen Opfer werden, nimmt das Blutvergießen durch Kämpfe immer mehr zu und sowohl Heiden wie Christen finden ihren Tod. Auf der langen Reise begegnet Raimund Andersgläubigen, die ihm von ihrer Religion erzählen, die er gar nicht so verschieden von seiner eigenen findet, so dass er zunehmend darüber nachdenkt, ob es all der Toten bedarf um Schulderlösung zu finden. Zu einer Frau in seiner Nähe entwickelt er Gefühle, die er als Mönchsbruder nicht haben dürfte. Mit Feinsinn entwickelt der Autor hier eine Liebesgeschichte. Hiervon hätte ich mir unter den Randfiguren wie beispielsweise den mitreisenden Zofen der Gräfin von Toulouse noch etwas mehr gewünscht. Die einzelnen Kapitel sind zur besseren Orientierung jeweils mit dem Ort und der Jahreszahlt versehen, ein Kapitelverzeichnis befindet sich vorne im Buch. Eine Betitelung der Kapitel hätte ich besser gefunden. Die Geschichte ist in modernem Deutsch geschrieben, auch in der gesprochenen Sprache. Durch einfache, aber ausführliche Beschreibungen ist es leicht der Erzählung zu folgen. Das Buch kann ich jedem Leser von historischen Abenteuerromanen empfehlen.

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