Matthias Zschokke Die strengen Frauen von Rosa Salva

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Inhaltsangabe zu „Die strengen Frauen von Rosa Salva“ von Matthias Zschokke

Solch ein Buch über Venedig ist noch nicht geschrieben worden! Es überwältigt, weil es die Überwältigung durch diese Stadt mit Leidenschaft, Beobachtungsgenauigkeit und hinreißender Lakonie erfahrbar macht. Auf der einen Seite sieht der Autor selbst alles wie zum ersten Mal, andererseits gehört er zu den residenti, den Einheimischen, die im Vaporetto nicht Touristenpreise zahlen und ihren Macchiatone an der Bar im Stehen trinken. Ab Frühsommer 2012 lebt Matthias Zschokke für ein halbes Jahr in Venedig; vielleicht sollte man besser sagen: er lebt diese Stadt und notiert, was er sieht, riecht, schmeckt, hört und erfährt: nicht in ein stilles Tagebuch, sondern in Mails an Freunde, Verwandte, Kollegen. Zschokkes ansteckende Neugier bewahrt ihn vor allem Idyllischen, sie richtet sich auf die ganze Welt, will alles erfahren, was man wissen kann. Ein schillerndes Kaleidoskop entsteht so, handelnd vom großen Ganzen und den kleinsten Marotten, vom Theaterdonner und vom Literaturbetrieb und von den wirklichen Dingen.

Mitreißend, provokativ und witzig macht Autor Matthias Zschokke Lust auf Venedig!

— Brina
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  • Venedig, die besondere Stadt

    Die strengen Frauen von Rosa Salva
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    21. August 2014 um 15:13

    Wie beneidenswert. Matthias Zschokke durfte auf Einladung einer Stiftung sieben Monate lang eine Wohnung in Venedig bewohnen. Ich liebe Venedig und kann gut nachvollziehen, dass der Autor so völlig überwältigt von der Stadt war, dass er unmöglich die Zeit mit Schreiben verbringen konnte. Zu Beginn seines Aufenthalts hat er nicht einmal das übliche Sightseeing-Programm absolviert, es war einfach zu heiß. Die Alltagsverrichtungen haben den gesamten Tag ausgefüllt. Später kamen dann zahlreiche Besucher, ein Hauskonzert wurde vorbereitet – also wieder keine Zeit zum Schreiben. Die einzige Ausnahme sind die Mails, aus denen das Buch besteht. Mails, die der Autor an seinen Freund in Köln, an den Verlag, an den Stiftungsrat, an die Frau, die nach der Wohnung sieht, an eine Komponisten und einer Opernsängerin, an Buchhändler und Lesungsorganisatoren, an die Übersetzerin und an eine Tante in Köln schreibt. In den Mails wird die ganz besondere Atmosphäre dieser ganz besonderen Stadt wunderbar beschrieben. Die Schilderungen des Tagesablaufs und die Hintergrundinformationen über Venedig werden durch kluge Gedanken ergänzt, zum Beispiel über den fürchterlichen Baustil, der heutzutage üblich ist, über den Buchbetrieb, über sein gerade erschienenes Buch, und über den Ramadan. Beiläufig werden große Themen wie Organspende und Hirntod treffend auf den Punkt angesprochen. Die ganze Debatte wird auf wenige Sätze zusammengedampft, die den Kern der Problematik exakt treffen. Bewundernswert. Aber auch witzige Stellen gibt es, zum Beispiel, wie Dieter Moor beschrieben wird. Und falls mir irgendwann einmal Martin Mosebach über den Weg laufen sollte, werde ich sehr genau auf seinen Anzug achten… Eigentlich passiert nicht viel in diesem Buch, darin erinnert es mich, trotz der völlig anderen Form, an Fontanes Stechlin. Und trotzdem hat es mich, genau wie der Stechlin, die ganze Zeit über fesseln können. Für alle, die Venedig lieben, ist dieses Buch ein Muss, alle anderen werden nach der Lektüre den intensiven Wunsch verspüren, diese Stadt kennen zu lernen.

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