Matthias von Arnim

 3.8 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Piagnolia.
Matthias von Arnim

Lebenslauf von Matthias von Arnim

Geboren 1966 in Frankfurt am Main, studierter Germanist und Informatiker, lebt seit 1994 im Rheinland und schreibt seit mehr als 20 Jahren als Wirtschaftsjournalist über das Thema Geldanlage. Das ist die Kurzfassung meiner Biografie, der ich 2014 einen neuen Aspekt hinzugefügt habe: Im März dieses Jahres erschien mein Debütroman "Piagnolia" (www.piagnolia.de). Seitdem darf ich mich auch Schriftsteller nennen - es ist ein erfüllender und angenehmer Ausgleich zum täglichen Schreiben über Wirtschaft und Wertpapiere. Mein Lieblingsmotto: "Immer wieder gibt der Mensch Geld aus, das er nicht hat, für Dinge, die er nicht braucht, um Menschen zu imponieren, die er nicht mag." Stammt leider nicht von mir, sondern vom längst verstorbenen Komiker und erfolgreichen Investor Danny Kaye. Sein Leben und Wirken ist übrigens der Beweis dafür, dass sich die Themen Geld und Humor nicht ausschließen müssen. Das macht mir immer wieder Mut.

Alle Bücher von Matthias von Arnim

Piagnolia

Piagnolia

 (10)
Erschienen am 24.02.2014

Neue Rezensionen zu Matthias von Arnim

Neu

Rezension zu "Piagnolia" von Matthias von Arnim

Gewinnen ist nicht immer Glückssache
moorlichtvor 4 Jahren

Italien, 1934.
Die Fußballweltmeisterschaft steht an und Mussolini hat es sich in den Kopf gesetzt, dass sein Land den Titel holen wird. Koste es, was es wolle. Und damit bezieht sich der Duce nicht nur auf Geld.

Es fließen Bestechungsgelder in alle Herren Länder und auch landesintern in alle Richtungen. Funktionäre, Schiedsrichter, Fußballer - alles, was empfänglich ist wird bestochen. Und wer nicht mitspielen will, wird anderweitig 'auf Kurs gebracht' oder als letzte Instanz eben aus dem Weg geräumt.

Den Gegenpol dazu bildet das kleine Dorf Piagnola mit seinen durchaus liebenswerten und teilweisen etwas verschrobenen Einwohnern. Nicht von ungefähr fühlt man sich mehr als einmal an die s/w-Variante von Don Camillo erinnert.

Neben dem heimgekehrten Guido Ventura spielen noch einige andere Dorfbewohner eine tragende Rolle.
Vorrangig im Gedächtnis bleiben für mich der Bürgermeister Agostino, der von der Entwicklung, die sein geliebtes Italien da nimmt alles andere als begeistert ist und für das gesamte Dorf schon seit Jahren keine Steuern mehr zahlt!
Als nächstes seine Hochwürden, der Dorfpfarrer Corello, der alle Hände voll zu tun hat, seine Schäfchen von irgendwelchen Dummheiten abzuhalten und nicht von ungefähr sich direkt mit 'dem Herrn' unterhält.
Dazu kommt dann noch der etwas gedankenlos wirkende Bauer Filotti, der vor allem wegen seiner im weiteren Verlauf sehr passenden Ähnlichkeit mit einer anderen tragenden Figur der Geschichte und seiner Neigung zu unüberlegten Handlungen im Gedächtnis verblieben ist.

Vom Sprachstil ist es eine ruhige unaufgeregte Sache. Sehr passend für die ländliche Gegend Italiens. Es werden keine große Worte gemacht. Meistens sind die auch nicht notwendig. Zu großen Teilen geht es um die anstehenden Fußballspiele und die Versuche der beiden Parteien, sich gegenseitig auszuspielen. Hohe Spannungsmomente kommen hier seltener auf.

Damit wird die Geschichte nicht zwingend weniger verfolgenswert. Allerdings kann man sich beim Lesen recht gut vorstellen, in welche Richtung sich die ganze Sache weiter entwickeln wird. Vor allem auch deswegen, weil durch die historische Thematik der letztendliche Ausgang schon feststeht.

Ich schwanke lange zwischen zwei und drei Sternen. Ein klarer Pluspunkt findet sich in der historischen Authentizität um die 2. Fußball-WM mit originalen Aufstellungen aus dieser Zeit. Damit werden die (politischen) Hintergründe auch einmal für Leser interessanter, die sich sonst nicht für den Fußball-Hype interessieren.

 Die Protagonisten sind detailliert und dabei auch sympathisch ausgearbeitet. Der Haken dabei ist, daß der Handlungsablauf stellenweise zu stereotyp gezeichnet erscheinen. Es lässt sich in diesen Momenten recht genau vorhersagen, was als nächstes geschehen wird.

Zwei Sterne deswegen, weil die erhoffte Spannung über den größten Teil der Handlung im Hintergrund der Fußballspiele abläuft. Richtig spannend wird es erst zum Ende hin. Ein Ende, mit dem die handelnde Person mit einem Schlag lebendiger und greifbarer geworden ist als über den ganz vorigen Geschichtsverlauf.
Schön wäre es gewesen, wäre diese Spannungshöhe über den ganzen Verlauf gehalten worden.

Kommentieren0
36
Teilen

Rezension zu "Piagnolia" von Matthias von Arnim

Fussballkrimi mit Charme und Witz
Sabrinaslesetraeumevor 4 Jahren

Italien, 1934, kurz vor der Weltmeisterschaft. Mussolini setzt alles daran, dass Italien Weltmeister wird. Bestechungen, Austausch von Schiedsrichtern und andere unlautere Mittel werden eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Als plötzlich 100.00 Lire in seiner Kasse fehlen, überschlagen sich die Ereignisse. Können seine Betrügerein dennoch aufgehen und welche Rolle spielen die Einwohner Piagnolias in dieser Angelegenheit?

Das Buch hat mir als Unterhaltung für zwischendurch ganz gut gefallen. Das Cover verrät einem zumindest gleich, dass es um Italien und um Geld gehen muss. Zusammen mit dem Klappentext erhält man dann den richtigen Eindruck zum Gesamtwerk. Der Titel verrät außerdem noch, dass die Stadt Piagnolia eine tragende Rolle bekommt.
In diesem Buch gibt es keinen wirklichen Hauptprotagonisten. Es gibt zwar die Figur Guido, die ein wenig als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte fungiert, allerdings wird dieser relativ schnell zu einer sehr passiven Figur in der Geschichte und die Einwohner Piagnolias, allen voran Pater Corello und Sportreporter Nick lösen Guido in den Hauptrollen ab. Es sind sympathische Figuren mit viel Witz und Charme, was auch der ernsten Thematik der Geschichte sehr zu Gute kommt, da sie auf eine sehr humorvolle Art behandelt wird ohne dabei zu trocken oder langweilig zu wirken. Ein gelungener Fussballkrimi, welcher die vielen Rätsel der WM 1934 geschickt aufgreift und zu einer lustigen Fiktion umgestaltet. Das Buch ist sicherlich literarisch kein Meisterwerk, dennoch ist es sehr schön gestaltet und man hat Freude am Lesen, auch wenn der Autor stilistisch sicher noch ein wenig an sich arbeiten darf. Die Idee und die Umsetzung der Geschichte ist gut gemacht und es werden weniger Klischees bedient als ich am Anfang vermutet hätte. Auch lässt es sich flüssig und gut lesen und bietet einem so auf jeden Fall eine Menge Kurzweil für zwischendurch. Wer fussballbegeistert und ein Krimifan ist, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall einmal überlegen. Von mir gibts dafür

3,5 von 5 Punkten.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Piagnolia" von Matthias von Arnim

Piagnolia
Buchfan276vor 4 Jahren

Wir schreiben das Jahr 1934. Italien - die Fußballweltmeisterschaft steht bevor. Natürlich hat Moussolini alles daran gesetzt, dieses Großereignis in sein Land zu holen und nun gilt es, sich auch den Titel zu sichern.
Die Leidtragenden sind die Bürger. Hohe Preise für Eintrittskarten, Extrasteuern etc. sollen die hohen Kosten für Gebäude und natürlich auch für die "Organisation" des Titelgewinns decken.
Nur hat der Diktator nicht damit gerechnet, dass ein kleines Dorf in der Toskana alles daran setzen würde, seine Pläne zu durchkreuzen...

Schon nach den ersten Seiten merkt man, dieses Buch sprüht nur so vor italienischem Lebensgefühl. Die Gemeinschaft und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft - einfach herrlich.
Die Protagonisten des Buches, die allesamt mit Piagnolia, so heißt das kleine Dorf in der Nähe von Florenz, in Verbindung stehen, wurden vom Autor humorvoll und mit vielen Details gestaltet. Besonders lustig empfand ich den Dorfpfarrer, der immer wieder mit kuriosen und teils skurrilen Ideen auftrumpft.
Des Weiteren wird die Handlung vom Autor prima in die tatsächlichen historischen Ereignisse des Jahres 1934 eingebettet. Mit der "Skandal-WM" werden bis heute Korruption, Bestechungen, Manipulationen und Wetten verbunden. Diese Begebenheiten verschmelzen regelrecht mit der fiktiven Handlung zu einem großen Ganzen, das sich sehen lassen kann.
Um das Buch ansprechend zu gestalten nutzt der Autor vor allem schwarzen Humor und verwendet auch das eine oder andere Klischee. Das würde ich allerdings nicht negativ werten, denn für mich wiegt der positive Gesamteindruck einfach schwerer.

Somit mein Fazit: Ein wunderbarer Roman, der sich spritzig lesen lässt, und der nicht nur eingefleischte Fans, sondern auch Nicht-Fußballer begeistern wird.

Kommentare: 1
8
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Liebe Leserinnen (und auch liebe Leser - eine von mir sehr geschätzte kleine Minderheit),

zu einer Lesung meines Debüt-Romans "Piagnolia" (www.piagnolia.de) möchte ich Euch hiermit herzlich einladen! Es ist die Geschichte der Bewohner eines kleinen toskanischen Dorfes in der Nähe von Florenz, die unversehens in die kriminellen Verstrickungen rund um die Fußballweltmeisterschaft 1934 in Italien hineingezogen werden.

Keine Angst: In meinem Buch geht es nicht nur um Fußball. Es geht vor allem um eine pfiffige italienische Dorfgemeinschaft. Und die wird durch Zufall in einen Riesenskandal hineingezogen. Also Wettbetrug in großem Stil. Da werden Spiele verschoben, es wird gemordet und gedopt. Und das alles nur, damit Mussolini, der damals Italien regiert hat, am Ende sagen kann: Weltmeister, das bin nur ich.

Ich hätte als historischen Hintergrund natürlich auch ein polnisches Tischtennisturnier in den 50ern oder einen Baumstamm-Weitwurfwettbewerb in Schottland wählen können. Oder eine finnische WM im Eisstockschießen. Aber da habe ich nichts vergleichbar Spannendes in der Historie gefunden, das sich so wundervoll geeignet hätte wie eben diese Fußballweltmeisterschaft 1934.

Etwas mehr zur Story:

Guido Ventura kehrt im Frühjahr 1934 in sein toskanisches Heimatdorf Piagnolia zurück. Er möchte nach seinem unfreiwilligen Militärdienst in Libyen seine Braut wiedersehen und mit ihr ein neues Leben beginnen. Das Geld, das er dafür braucht, hat er aus Benito Mussolinis schwarzer Kasse gestohlen. Es ist ein besonders heikler Diebstahl, denn es handelt sich um Bestechungsgelder.

Guidos Coup gefährdet damit Oberst Vittorio Briccones Pläne, der im Auftrag Mussolinis mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen soll, dass Italiens "Squadra Azzura" im eigenen Land Fußball-Weltmeister wird. Briccone zieht dabei alle Register. Er besticht Schiedsrichter und Fußball-Funktionäre. Selbst vor Mord und Erpressung macht er nicht Halt.

Als Oberst Briccone den Diebstahl der Bestechungsgelder bemerkt, beginnt ein spannendes Katz- und Maus- Spiel, in das sich die bauernschlauen Einwohner des kleinen toskanischen Dorfs Piagnolia heftig einmischen. Ein störrischer Bürgermeister, ein verliebter Bauer, ein junges Mädchen, ein gewitzter Pfarrer und ein Reporter aus New York machen Guidos Widersacher Briccone das Leben verdammt schwer - und sorgen dafür, dass das WM-Endspiel gar nicht so verläuft, wie der Oberst sich das ausgedacht hat.

Aus einem Spiel, in dem 22 Männer einem Ball hinterher rennen, wird in meinem - immer mit einem Augenzwinkern erzählten - historischen Roman ein spannender, mörderischer Wettlauf gegen die Zeit. Wenn Ihr gemeinsam mit den Protagonisten Piagnolias ihre Abenteuer erleben und mit ihnen leiden und lachen möchtet, dann macht bei unserer Leserunde mit! Zusammen mit dem Verlag Die Wertstatt verlosen wir 10 Exemplare von „Piagnolia".

Um bei der Leserunde mitzumachen und eventuell eines der Bücher zu gewinnen, könnt Ihr Euch noch bis spätestens 31. Juli 2014 bewerben - gern mit einem kleinen Kommentar, warum Ihr mein Buch lesen möchtet. Anschließend werde ich die Gewinner auslosen und mein Verlag die Bücher verschicken. Die Leserunde startet dann am 13. August.

Ich freue mich darauf, mit Euch zu lesen und bin gespannt auf Euer Feedback.

Zur Leserunde
Ein Debüt-Krimi rund um die Fußball-WM 1934: Piagnolia von Matthias von Arnim

Frühjahr 1934: Mussolinis Italien steht vor der Fußball- Weltmeisterschaft, und der „Duce“ setzt alles daran, dass es keinen anderen Sieger als eben Italien geben wird. Bestechungsgelder werden in Cafés übergeben, Dopingmittel in die Trinkflaschen der Spieler gekippt, Schiedsrichter werden ausgetauscht, bestochen oder gleich um die Ecke gebracht.

Oberst Briccone soll als Handlanger Mussolinis die Geschicke der WM lenken. Seine Gegenspieler sind der Ex-Soldat Guido Ventura aus Piagnolia, einem Dorf nahe Florenz, und der Sportreporter Nick Soriano aus New York. Gemeinsam mit Piagnolias kommunistischem Bürgermeister, dem Dorfpfarrer, einem unglücklich verliebten Bauern und einer gewitzten jungen Frau versuchen die beiden, die Pläne der Faschisten zu durchkreuzen.

Der rasante Fußballkrimi nimmt die vielen Ungereimtheiten der Fußballweltmeisterschaft 1934 als historischen Hintergrund auf und verknüpft sie - immer mit einem schelmischen Augenzwinkern - mit dem fiktiven Geschehen rund um die liebenswerten Bewohner Piagnolias.

(Quelle: Verlag Die Werkstatt)


Liebe Krimifreunde, Fußballfans und neugierige Leseratten,

mit freundlicher Unterstützung von Autor Matthias von Arnim und dem Verlag Die Werkstatt könnt ihr Euch hier bis einschließlich 18.05.2014 um 1 Exemplar des Krimis "Piagnolia" bewerben.

Was ihr dafür tun müsst?

Beantwortet mir einfach die Frage, warum ihr diesen Krimi gerne lesen würdet! Reizt euch das Fußball-Thema, der historische Hintergrund oder der Schauplatz Italien? Wir sind auf eure Antworten gespannt und drücken allen Teilnehmern die Daumen!!

Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Matthias von Arnim wurde am 26. März 1966 in Frankfurt am Main (Deutschland) geboren.

Matthias von Arnim im Netz:

Community-Statistik

in 16 Bibliotheken

auf 5 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks